Der Alptraum eines jeden, der auf Facebook aktiv ist – der Facebook Jail. Keine Sorge, ich will dich nicht verhaften und Facebook eigentlich auch nicht, aber es kann vorkommen, dass dein Account gesperrt werden könnte. Ich möchte dir ein paar Tipps an die Hand geben, dass du die Wahrscheinlichkeit deutlich senkst und erst gar nicht in den Knast kommst.

1. Facebook Jail – Was heißt das eigentlich?

Wenn du im Knast von Facebook bist, dann heißt es folgendes: Du kommst nicht oder nicht vollständig an deinen Account. Du kannst nicht posten und nicht kommentieren. Deine Fans sehen unter Umständen deine Beiträge nicht. Je nach Schwere des Vergehens können einzelne Funktionen oder auch der ganze Account bis zu 21 Tagen gesperrt sein.

Das Ganze ist natürlich sehr ärgerlich, gerade wenn deine wesentlichen Marketing-Aktivitäten über Facebook laufen. Hier ist derjenige gut dran, der nicht alle Eier in einem Nest hat und z.B. auch über die eigene Website und den guten alten Newsletter Kontakt mit seiner Community hält. Wenn du im Knast sitzt, dann erkennst du es übrigens an einer Fehlermeldung, die dir sagt, dass ein Feature oder der Account geblockt ist. Du findest darin den Hinweis, dass du gegen die Facebook-Regeln verstoßen hast und dich im Zweifel im Help Center umschauen sollst. Dein Ziel sollte natürlich sein, erst gar nicht in den Facebook Jail zu kommen.

2. So kannst du verhindern, dass du in den Knast kommst

Es ist wie im richtigen Leben – um nicht eingesperrt zu werden, musst du dich an die Regeln halten.  Diese findest du hier und unter Punkt 5 findest du noch die Gemeinschaftsstandards, die Bedingungen für die gewerbliche Nutzung, Werberichtlinien, Richtlinien für Seiten, Gruppen und Veranstaltungen und noch so einiges mehr. Ich möchte dir hier die wichtigsten Fallen zeigen, damit du eben nicht im Facebook Jail landest. Die simpelste Antwort ist: Verhalte dich menschlich und spamme die anderen nicht zu. Wenn du eine Gruppe oder eine Fanpage hast, nimm noch eine zweite vertrauenswürdige Person als Admin dazu. Diese Person kann dann immerhin posten, während du im virtuellen Gefängnis bist.

2.1 Nur ein Account

Das ist eine der grundsätzlichsten Regeln. Ein Mensch – ein Account. Punkt, keine Diskussion. Du hast einen Personalausweis, einen Führerschein, einen Facebook-Account. Dich gibt es einmal und daher auch nur einmal bei Facebook. Gerade Networker haben gerne einmal mehr Accounts, um ihre Produkte zu vermarkten, aber wenn dir der blaue Riese dahinter kommt, dann ist das Eis ganz schön dünn. Wenn es deine Hauptplattform ist, kann es fatal werden. Nutze die Fanpage, wenn du Werbung machen willst und beantrage keinen zweiten Account. Es ist verführerisch, weil auf dem privaten Profil die Reichweite besser ist. Aber den für Werbung zu nutzen widerspricht den Richtlinien, ebenso wie mehrere Accounts zu haben.

2.2 Nimm deinen echten Namen

Auch das ist eine Regel von Facebook. Das nennt sich Hausrecht. Wenn du zu einer Party einlädst, willst du auch, dass sich die Menschen an deine Regeln halten. Das ist bei Facebook genauso. Und wenn du Facebook für Marketing nutzt, dann solltest du ohnehin unter deinem echten Namen handeln, denn das schafft Vertrauen. Oder würdest du einen Coach engagieren, der sich Biene Maja nennt? Verwende bitte deinen echten Namen und wenn du nicht willst, dass alle jeden Inhalt auf deinem privaten Profil lesen, dann regele das über die Einstellungen. Du kannst das für jeden  Post einzeln ändern. Facebook Beitrag als privat markieren Wenn du ein Business hast, dann widerstehe der Versuchung, dein privates Profil wie dein Business zu nennen. Susis Macarons oder Annes Seifen können dir Ärger bringen.

2.3 Keine anstößigen, beleidigenden, rassistischen Inhalte

Da sind die Amis echt prüde und es wurde sogar die Venus von Willendorf zensiert. Das ist eine Statue aus der Steinzeit, die eine nackte Frau darstellt. Hat also nicht wirklich etwas mit Pornografie zu tun und Facebook ist dann schnell wieder zurückgerudert. Aber das zeigt, wie “empfindlich” sie sind. Das mit den beleidigenden und rassistischen Posts versteht sich von selbst. Sei hier aber auch vorsichtig, wenn du flapsige Bemerkungen machst. Das kann auch schnell ins Auge gehen.

2.4 Pass bei den Bildern auf

Manche Bilder wurden schon so oft verwendet, dass Google sie als Spam einstuft. Da schließt sich Facebook an. Wenn man einmal von der urheberrechtlichen Thematik absieht, die allein für sich schon Sprengstoff bietet, vertritt der blaue Riese die (berechtigte) Ansicht, dass Social Media auch sozial sein soll. Es soll um Inhalte von Menschen zu Menschen gehen. Es soll authentisch sein.

Am einfachsten umgehst du diese Falle, indem du Bilder postest, die du selbst gemacht hast. Vielleicht sind sie nicht so toll ausgeleuchtet, die Farben vielleicht matt (dafür gibt es Bildbearbeitung), aber sie sind authentisch. Und genau das ist es, was sich Facebook auf die Fahnen geschrieben hat. Mehr wieder von Mensch zu Mensch. Und ganz ehrlich…. Wer will schon ständig dieselben Stock Fotos sehen? Ich nicht.

2.5 Poste deine eigenen einzigartigen Inhalte

Das geht in eine ähnliche Richtung wie der Punkt davor. Facebook mag es bei den Usern authentisch. Inhalte zu kopieren und als eigene auszugeben ist nicht nur rechtlich unzulässig, das kann dich auch schnell hinter virtuelle Gitter bringen. Wenn du Inhalte gut findest, dann teile sie, aber gib sie nicht als deine eigenen aus. Die Online-Welt ist kleiner als du glaubst. Erstelle deine eigenen Inhalte mit Mehrwert und sorge mit Aufforderungen auch für Interaktion. Das liebt Facebook, weil die Menschen damit auch länger auf der Plattform bleiben. Ivana Drobek Technik-Coach ErMUTigerin

2.6 Achte auf den Health Claim Act

Das ist auch eine Falle besonders für Networker, die Vorher-Nachher-Bilder posten, gesundheitliche Versprechen machen, Abnehmerfolge fast schon garantieren oder reißerisch formulieren. Hier hilft nur eines – es lassen. Wenn du schon über deine Produkte auf deinem privaten Profil sprechen willst, dann erzähle Geschichten, erzähle über die Erfolge deiner Kunden und wie du dich darüber freust. Erzähle sie aus deiner Perspektive und wie es dir den Tag versüßt.

2.7 Versende nicht zu schnell zu viele Freundschaftsanfragen oder Gruppenanfragen

Wenn du zu schnell zu viele Freundschafts- oder Gruppenanfragen stellst, wirst du als Spammer eingestuft. Das gleiche gilt, wenn du zu schnell auf Messenger-Mails antwortest. Dann hält dich Facebook für einen Spammer oder einen Robot und sperrt dich.

Wenn du eine Kontaktanfrage stellst oder annimmst, lass einfach immer ein wenig Zeit zwischen den Mails. Mach nicht nur Copy&Paste, sondern schreibe auch ein paar nette persönliche Sätze dazu. Was ist dir bei dem Menschen besonders aufgefallen? Warum möchtest du dich gerade mit dieser Person verbinden? Sozial, du erinnerst dich? Keiner will nichtssagende Nachrichten oder gleich in der ersten Nachricht Werbung lesen, du nicht, ich auch nicht. Warum ein potenzieller Kunde?

Mach dir ein wenig Mühe und wandle die Nachrichten ab oder füge zumindest einen individuellen Teil dazu.

Tritt nicht zu vielen Gruppen zu schnell bei. Facebook weiß, was du machst. Und glaubt dir nicht, dass du in 237 Gruppen aktiv bist. Dann hast du schon das Label “Marketer” und stehst unter Beobachtung. Vergiss nicht, dass Facebook ein kommerzielles Unternehmen ist und Werbung verkaufen will. Da sollst du nicht einfach so Kunden akquirieren, du sollst bitte dafür zahlen. Lass dir also Zeit zwischen den Anfragen oder Nachrichten, mach es persönlich und miste auch mal gelegentlich aus.

2.8 Poste nicht denselben Inhalt an zu vielen Stellen

Wenn du ein Thema oder selbst eine Frage hast, dann liegt der Gedanke nahe, es in mehreren Gruppen oder auf unterschiedlichen Seiten zu posten. Einmal davon abgesehen, dass in ähnlichen Gruppen die gleichen Menschen sind und viele dann bei einer Lösung vergessen, wieder Entwarnung zu geben, dass die Lösung schon gefunden wurde, nervt es die Admins und Gruppenmitglieder x mal den gleichen Post zu lesen. Das ist Spam und damit kannst du im Knast landen.

2.9 Tagge nicht zu viele Personen

Markiere in einem Beitrag nicht zu viele Menschen und erst recht nicht Personen, die du nicht kennst. Das kann dir schneller als du glaubst einen schlechten Ruf als Spammer einbringen und dich in den Kerker befördern. Hier geht es einfach um Vertrauen und um Ehrlichkeit. Wenn du eine Person nicht kennst, markiere sie nicht in einem Beitrag und erst recht nicht, wenn sie nicht auf dem Bild zu sehen ist. Wenn du glaubst, dass ein Foto für eine bestimmte Person interessant ist und sie ist nicht darauf zu sehen, dann erwähne sie im Kommentar.

2.10 Poste nicht zu viel

Mehr als 5, 6 Posts am Tag, das ist verdächtig, vor allem, wenn es über einen längeren Zeitraum passiert. Das ist kein normales menschliches Verhalten sagt Facebook und schon hast du den Stempel Spammer / Robot auf der Stirn. Verteile deine Inhalte lieber über mehrere Tage statt an einem Tag Facebook zuzuballern und dann wieder einige Tage auf Tauchstation zu gehen. Sei lieber mit weniger Posts täglich konstant dabei.

Entspannen

 

3. Es ist passiert – und was jetzt?

Leider sagt dir Facebook nicht, gegen welche Regel du verstoßen hast. Da hilft nur eines – du ackerst dich durch die Regeln, während du wartest. Böse gesagt, du hast ja jetzt die Zeit. Aber das ist meinst der einzige Weg herauszubekommen, an was es liegen könnte. Warte erst einmal ein, zwei Tage ab und schau nach, was passiert. Manchmal wird die Sperre schon nach wenigen Stunden aufgehoben und dann ist alles wieder ok.

Mach aber dennoch deine Hausaufgaben und versuche herauszufinden, woran es lag.

Hier Facebook anzuschreiben hat wenig Sinn, aber natürlich kannst du dein Glück versuchen. Wenn du nur für ein paar Stunden oder wenige Tage geblockt wurdest, nutze die Zeit, lies ein Buch oder die Facebook-Regeln, um beim nächsten Mal nicht in die Falle zu tappen.

Wenn du selbst nach 21 Tagen keinen Zugang mehr hast, dann, so leid es mir tut, Pech gehabt. Dann hast du so massiv gegen die Regeln verstoßen, dass dein Account und alle Inhalte gelöscht wurden. Dagegen kannst du nichts machen.

Vielleicht fragst du dich jetzt, ob ich schon einmal im Knast war? Ja… aber nur für ein paar Stunden. Mein Vergehen waren zu schnelle Antworten und zu viele Likes, die zu schnell kamen. Nach ein paar Stunden war alles wieder ok, aber der Schreck saß tief. Und davor will ich dich bewahren.

Weil Facebook jederzeit die Regeln ändern kann und du sicher nicht permanent die Richtlinien lesen willst, macht es Sinn, deine Marketing-Aktivitäten nicht nur auf Facebook zu beschränken. Deine eigene Website sollte der Dreh- und Angelpunkt für dein Business sein. Hier bist du nicht von fremden Regeln abhängig, auf die du keinen Einfluss hast. Eine Website sollte zumindest mittelfristig zu deiner Business-Strategie gehören. Wenn du wissen willst, wie ich dich dabei unterstützen kann, dann reserviere dir am besten gleich einen Termin mit mir.

  

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