Auch wenn manche behaupten, dass ein Blog ein Relikt aus der guten alten Zeit ist, als das Internet noch am Anfang war, bin ich definitiv anderer Meinung und gebe dir 9 Gründe, die FÜR einen Blog sprechen

1. Was ist überhaupt ein Blog?

Einen Blog kannst du dir wie eine Art Tagebuch oder Tageszeitung vorstellen. Als ich mit Websites angefangen habe, war das tatsächlich eine Art virtuelles Tagebuch. Heute hat sich das deutlich geändert. Inzwischen bieten Blogs viel Wissen und Mehrwert für die Besucher.
Ein Blog wird chronologisch angezeigt und meist ist der aktuelle Inhalt an oberster Stelle, eben ähnlich wie bei einem Tagebuch.

In der Regel haben Blogbeiträge auch eine Kommentarfunktion. Dort können Besucher ihre Gedanken zu deinem Artikel schreiben. Wenn jemand einen Kommentar hinterlässt, solltest du auch darauf antworten und so in Kontakt mit deinen Besuchern treten. Ich antworte immer auf die Kommentare und wenn es nur ein Dankeschön ist.

Wenn du einen Blog hast, dann würde ich dir empfehlen, regelmäßig zu schreiben, denn das motiviert bei guten Inhalten deine Besucher immer wieder zu kommen. Regelmäßig heißt übrigens nicht, dass du jede Woche etwas schreiben musst.

Als Inhalt für einen Blogartikel bieten sich Listenartikel wie dieser hier an, Tipps und Tricks zu einem bestimmten Thema wie z.B. mein Artikel zur lokalen Speicherung von Google Fonts, Anleitungen wie mein Artikel zum Streamen mit Zoom aber auch deine Meinung zu einem Thema. Hier sind deiner Phantasie und deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Du solltest natürlich wissen, was deine Leser (und künftige Kunden) interessiert…

2. Deine Inhalte bleiben erhalten

Ein Riesenvorteil von Blogs im Vergleich zu Inhalten auf Facebook & Co. ist, dass deine Inhalte nicht verschwinden. Dein Blog, dein Reich, deine Inhalte und alles ist an einem Ort. Du verschwindest nicht im Feed und musst auch nicht gegen unzählige andere Beiträge um Aufmerksamkeit kämpfen. Deine Besucher sind bei dir, in deinem virtuellen Wohnzimmer und sie interessieren sich für dich.

Über die Suchfunktion oder Kategorien können sie auch ganz einfach im Blog weitere Inhalte finden und ein wenig herumstöbern. Versuche dagegen mal bei Facebook etwas zu finden, wenn du es dir nicht abgespeichert hast. Du hast keine Chance.
Im Blog dagegen können deine Besucher auch locker Inhalte aus der Vergangenheit finden.

Zudem kannst du über ein kleines Programm (Plugin) unter dem Artikel weitere, inhaltlich verwandte Artikel anzeigen lassen und du kannst auch Artikel verlinken. So können deine Besucher noch tiefer in die Materie eintauchen.
Am Ende haben sie mehr davon als von einem kurzen Beitrag bei Facebook.

3. Du kannst zwischen unterschiedlichen Medien wählen

In deinem Blog kannst du Texte veröffentlichen, Videos und Audios. Probiere das mal bei Facebook oder anderen Kanälen. Videos und Texte gehen bei den meisten, aber bei Audios musst du schon tricksen und sie als Video veröffentlichen.
Auf deinem Blog kannst du munter zwischen unterschiedlichen Medien hin und her wechseln. Du kannst das machen, was dir Spaß macht ohne durch Vorgaben einer fremden Plattform beschränkt zu werden.

4. Google liebt neue Inhalte

Zur Sichtbarkeit gehören natürlich die sozialen Medien, aber auch Google. Um besser gefunden zu werden, solltest du immer wieder neue Inhalte auf deiner Website präsentieren. Dazu bietet sich der Blog einfach an. Google liebt neue und aktuelle Inhalte und belohnt dich, denn der Algorithmus merkt, dass sich bei dir etwas tut.
Aber auch gute alte Inhalte werden gefunden. Wenn du sie von Zeit zu Zeit aktualisierst und mit neuem Datum einstellst, merkt Google auch, dass du aktiv bist.

5. Du kannst dich als Experte positionieren

Blogbeiträge zu deinem Kernthema zeigen deinen Besuchern, dass du wirklich Ahnung von dem hast, was du anbietest. Auf deinen Verkaufsseiten kannst du (theoretisch) viel erzählen, aber in Blogartikeln, mit denen du vielleicht auch noch kleinere Probleme deiner Wunschkunden löst, zeigst du, dass du wirklich Experte bist.
Du kannst ein Thema von unterschiedlichen Seiten beleuchten und auch in die Tiefe gehen. Auf deinem Blog bist du auch nicht begrenzt, was die Zeichenzahl angeht. Du kannst dich so kurz oder so lang fassen, wie du magst, Infografiken an passenden Stellen einbinden und zeigen, was du kannst.
Kleiner Tipp am Rande: Für Google sind Artikel ab 300 Wörtern relevant und lange Artikel, die gut geschrieben sind, findet Google toll.

6. Du baust Vertrauen auf

Mit deiner Positionierung als Experte baust du natürlich auch Vertrauen auf. Wenn die Menschen sehen, dass du Ahnung von deinem Thema hast, dann sind sie auch eher bereit, dich zu buchen. Dieses Vertrauen baust du auf, indem du hilfreiche Inhalte veröffentlichst und nicht nur einmal, sondern über einen längeren Zeitraum. Man geht inzwischen davon aus, dass jemand 14 Mal oder öfter mit dir in Kontakt gekommen sein sollte, bevor er/sie überhaupt daran denkt, bei dir zu kaufen. Gute Blogartikel können dir also dabei helfen, Kunden zu gewinnen.

7. Nicht jeder tummelt sich in den sozialen Medien

Ob du es glaubst oder nicht, nicht jeder ist bei Facebook & Co. unterwegs. Es gibt viele Menschen, die eben nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, sondern ihre Dienstleister über Google finden. Dass Google Blogs liebt, habe ich schon erwähnt. Wenn du also nur eine Website ohne dynamische aktuelle Inhalte hast, vergibst du dir die Chance, etliche Menschen aus deiner Zielgruppe zu erreichen. Das ist doch eigentlich schade oder?

8. Du hast die Hoheit über deine Plattform

Auf deiner Website bist du die Chefin/der Chef. Du kannst – natürlich im Rahmen der Gesetze – schalten und walten, wie DU willst. Keine nervigen Richtlinien, die dir vorschreiben, was du veröffentlichen darfst, kein Löschen von unliebsamen Inhalten, denn du hast die Hoheit über deine Website und deinen Blog.
Viele vergessen gerne einmal, dass Facebook und Co. keine unabhängigen Medien sind, sondern Wirtschaftsunternehmen, die eine Plattform zur Verfügung stellen. Aber es ist IHRE Plattform und da haben sie Hausrecht. Sie können bestimmen, was sie haben wollen. Das hat am Ende des Tages nichts mit Zensur zu tun, wie ich es manchmal lese, sondern mit dem Hausrecht. Ihre Plattform, ihre Regeln. Genauso ist es auch bei dir: Dein Blog, deine Regeln. Wenn dir einer pampig kommt, bist du auch nicht gezwungen, den Kommentar zu veröffentlichen oder stehen zu lassen. Es ist deine Entscheidung.
Bei fremden Plattformen ist es nun einmal so, dass du dich an deren Spielregeln halten musst oder sonst gesperrt wirst.  Auf deinem Blog machst du die Regeln.

9. Du kannst deine Inhalte wiederverwerten

Wenn du einen langen Blogartikel schreibst, kannst du die Inhalte parallel als Podcast/Audio und Video wiederverwerten.
Natürlich kannst du die Inhalte auch in kleine Häppchen aufteilen und in den sozialen Medien posten. Du kannst dir auf diese Weise einen Haufen Arbeit sparen, indem du einmal erstellte Inhalte wiederverwertest. Das geht zwar theoretisch auch umgekehrt, aber es ist einfach leichter, aus einem ausführlichen Beitrag kleinere zu machen als umgekehrt.

10. Du bist nicht von sozialen Netzwerken abhängig

Kein Mensch weiß, wie es sich mit den jeweiligen Netzwerken weiterentwickeln wird. Ein Thema könnte der Datenschutz sein oder vielleicht kommt in 2 Jahren ein neues Netzwerk, das Facebook ablöst. Das glaube ich zwar nicht, aber wer weiß das schon zu 100%?
StudiVZ, Google+ und andere Neztwerke kamen und gingen auch. Wenn du dich mit deinen Inhalten und deinem Marketing nur auf fremden Plattformen fokussierst, ist das in meinen Augen kurzsichtig. Du solltest in jedem Fall auf mehreren Füßen stehen. Ein Blog ist dafür geradezu perfekt.

 

Wie siehst du das Thema? Hast du selbst einen Blog oder habe ich dich davon überzeugt, einen zu starten? Klar, es ist Arbeit, aber es lohnt sich. Schreib mir doch deine Meinung in den Kommentar.

  

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