So kannst du mit Zoom live in Facebook streamen

So kannst du mit Zoom live in Facebook streamen

Eines meiner Lieblings-Tools für mein Business ist Zoom {Werbung}, absolut. Ich nutze es für meine Coachings, für Masterminds, für Interviews, für Besprechungen und auch für Webinare. Zoom läuft stabil, hat sinnvolle Funktionen und ich kann damit gleichzeitig ein Audio und ein Video aufnehmen. Ein weiteres Plus ist, dass ich auch live in Facebook streamen kann.

Meistens gehe ich direkt in Facebook live, ohne grosses Schnick-Schnack. Button drücken und los geht´s. Doch es gibt auch Situationen, wenn ich einfach Zoom dazu brauche:

  • Ich will ein Interview live machen. Direkt über´s Handy kann ich keine zweite Person dazunehmen, denn ich habe kein Apfel-Handy. Mit dem geht es, mit meinem nicht. Da ist Zoom die Lösung.
  • Ich möchte mit mehreren Menschen direkt sprechen und es live in meine Gruppe übertragen. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass das Video dort gespeichert wird und ich es nicht noch extra hochladen muss.
  • Ich möchte meinen Bildschirm teilen und zwischen mir und der Präsentation hin und her springen. Das klappt in Facebook selbst zwar einmal, also von mir zu meinem Bildschirm, aber nicht wieder zurück vom Bildschirm zu mir. Mit Zoom ist es kein Problem, den Bildschirm zu teilen und dann die Teilung zu beenden. (Stand Juli 2019).

Wahrscheinlich gibt es noch weitere Einsatzmöglichkeiten, aber das sind meine häufigsten.

Für das Live-Streamen nach Facebook musstest du früher die Webinar-Variante von Zoom {Werbung} kaufen, inzwischen klappt es auch mit der Pro-Variante, die aktuell (Juli 2019) 13,99 € kostet.

Weil das Verbinden von Facebook und Zoom nicht ganz einfach ist, möchte ich dir zeigen, wie du es mit einigen Klicks hinbekommst.

1. Richte dir einen Zoom-Account ein und buche die Pro-Varinate

Zoom {Werbung} läuft am besten unter Chrome. Die Installation ist eigentlich selbsterklärend, aber ich habe dazu ein PDF erstellt. In einer zweiten Anleitung zeige ich dir, wie du eine Einladung via Zoom annimmst.

2. Erlaube Live Streaming unter Zoom

Gehe auf deinem Profil zu den Meeting-Einstellungen und erlaube das Streamen.

Gehe auf Settings und scrolle ganz nach unten. Schiebe den Regler nach rechts, so dass der Hintergrund blau wird und setze die Häkchen, am besten gleich alle vier, dann hast du alle Möglichkeiten abgedeckt.

3. Richte dein Meeting ein

Lass dich nicht irritieren, ein Meeting kann auch ein ganz normales Live-Video sein.

Gehe unter “Meetings” auf “Planen neue Sitzung”

Achte darauf, das Häkchen bei “wiederkehrendes Meeting” zu setzen, denn sonst erscheint später nicht die Möglichkeit, live zu streamen. Wähle unter “Wiederkehr” “Keine bestimmte Zeit” aus und speichere die Einstellung.

Sobald du diese Einstellungen gespeichert hast, erscheint ein neues Fenster und nun musst du deine Live Stream Einstellungen konfigurieren. Dazu brauchst du Infos von Facebook.

Dazu öffnest du einen neuen Tabulator in deinem Browser und öffnest dort Facebook. Dann gehst du zum Beispiel in deine Gruppe, in die du streamen möchtest. Wenn du auf deine privaten Seite oder deine Fanpage streamen willst, machst du auch genaui.

Du klickst auf den Live-Video-Button und dann auf “Verbinden.

Hier kannst du die Server-URL und den permanenten Streamschlüssel kopieren.

Die Server-URL (fängt mit rtmps an) fügst du in das oberste Feld, in Stream URL.

Den permanenten Streamschlüssel gibst du in das zweite Feld ein, in Stream Key.

In das unterste Feld kommt die URL deiner Gruppe, deiner Fanpage oder deiner privaten Seite, eben die URL des Ortes, wohin du streamen willst.

 

Dann speicherst du alles und es sieht so aus:

4. Gehe live auf Facebook

Klicke nun auf “Starten der Sitzung” und im neuen Fenster auf “Zoom Meetings öffnen”. Tritt per Computer dem Audio bei. Falls das Video noch nicht läuft, schalte die Kamera ein. Das Kamerasymbol darf nicht durchgestrichen sein.

Klicke dann auf “Mehr”, damit sich ein Menü öffnet und dann auf “Live auf Facebook”.

Nun öffnet sich Facebook und du kannst auswählen, wohin du streamen willst. Natürlich nimmst du hier die Gruppe oder die Seite, die du vorher auch unter Punkt 3 ausgewählt hast. Aber du kannst natürlich auch eine andere Möglichkeit wählen. Das Streamen funktioniert auch auf deiner Seite oder deinem privaten Profil.

Zoom stellt dann die Verbindung zu Facebook her und dann siehst du schon die vertraute Oberfläche Facebook, wenn du live gehst.

Füge noch eine Beschreibung dazu, um was es in diesem Live geht und starte die Live-Übertragung mit dem Button unten rechts.

Du siehst noch einmal ein Zoom-Fenster und dann bist du live.

Ob alles klappt, kannst du parallel auf dem Handy sehen. Dort siehst du auch die Kommentare der Zuschauer. Daher solltest du immer wieder einmal alles kontrollieren. Schalte aber den Ton beim Handy aus, denn sonst gibt es eine Rückkoppelung.

Du agierst bei diesem Live aus Zoom heraus. Du bist nicht in dem Facebook-Fenster wie bei den direkten Lives!

Denke daran, auch sicherheitshalber die Aufzeichnung in Zoom zu starten. Wenn du die Aufzeichnung beenden willst, machst du es auch wieder in Zoom über “Meeting beenden.”

Ich hoffe, ich konnte dir mit dieser Anleitung weiterhelfen und wünsche dir viel Erfolg beim Streamen nach Facebook.

 

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Epsiode 47: Interview mit Alexandra Schaef

Epsiode 47: Interview mit Alexandra Schaef

https://u1zt54.podcaster.de/download/Auszeit_47_interview_alexandra_schaef.mp3
 
 
Du kannst dir unser Interview auch anschauen:

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Ich habe heute die Freediving-Instructor Trainerin Alexandra Schaef zu Gast.

Alexandra ist Freitaucherin aus Leidenschaft und Freediving Instructor Trainerin. Das Freediving, das Erleben der Unterwasserwelt mit einem Atemzug, ist für sie sehr viel mehr als Meter und Minuten. Es ist für sie eine wunderbare Auszeit vom Alltag und es verbindet die Menschen wieder mit der Natur, mit anderen und vor allem mit sich selbst.

Ich plaudere mit Alexandra über

  • den Unterschied zwischen Freediving (Freitauchen) und Apnoe-Tauchen,
  • was Freediving mit Entspannung zu tun hat,
  • wie sie zu diesem Sport gekommen ist,
  • welche Voraussetzungen man dafür mitbringen muss,
  • wie sie das Freediving und die Selbständigkeit verändert haben,
  • Grenzen im Kopf und wie man sie überwindet,
  • was man aus diesem Sport in den Alltag mitnehmen kann,
  • wie ein Wassersport mit einem Online-Business zusammengeht,
  • was ihr Kraft gibt und
  • was für sie ein erfülltes Leben ausmacht.
Alexandra findest du unter free-diving. de. Im August 2019 macht sie auch einen Basis-Kurs im wunderschönen Tessin in der Schweiz.

Ich hoffe, dass ich mit diesem ausführlichen Artikel dir einen guten Überblick zum Thema Kooperationen geben konnte. Natürlich freue ich mich über Ergänzungen und deinen Erfahrungsbericht als Kommentar.

 
 
 
 
 

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Grundbegriffe bei WordPress

Grundbegriffe bei WordPress

Ich bekomme immer wieder die Frage gestellt, warum man eigentlich WordPress braucht oder was ein Theme ist. Daher habe ich mir überlegt, dir heute die Grundbegriffe bei WordPress zu erklären. Dann weißt du, was damit immer gemeint ist und wo die Unterschiede sind.

Der erste Punkt mit dem Hoster hat zwar nicht direkt etwas mit WordPress zu tun, ist aber etwas, was du zwingend brauchst, wenn du mit deiner Website online gehen willst.

1. Hoster

Beim Hoster mietest du deinen Webspace. Er stellt dir die Infrastruktur zur Verfügung, die du brauchst, um deine Website online zu stellen. Dazu gehören zum Beispiel die Server und die Netzwerkanbindung.

Du kannst bei den Anbietern zwischen unterschiedlichen Paketen wählen, je nachdem wie viele Domains, also Internet-Adressen, du brauchst, wie viele Email-Adressen du benötigst und wie viel Platz du auf deiner Website brauchst.

Wenn du es mit einem Haus vergleichst, dann ist es die Straßenanbindung, Strom und Wasser, eben das, was du später im Haus brauchen wirst, um überhaupt dort auch vernünftig leben zu können.

Ich bin bei All-Inkl {Werbung}, aber es gibt da unterschiedliche Anbieter.

Du solltest darauf achten, dass der Hoster eine hohe Verfügbarkeit hat und am besten auch schon WordPress beinhaltet.

Eine SSL-Verschlüsselung sollte selbstverständlich sein und dass die Datenbanken immer aktuell gehalten werden. Das ist bei All-Inkl {Werbung} der Fall.
Ein Kriterium für die Auswahl kann auch die Erreichbarkeit des Supports sein und wo die Server stehen.

2. WordPress

WordPress ist ein Content Management System, mit dem du deine Inhalte ins Netz stellst. Andere Systeme sind Joomla, TYPO3, Blogger, Adobe Dreamweaver, Drupal oder Magento.
Wordpress ist mit ca. 18 Millionen Websites das beliebteste System und es gibt auch unglaublich viele Möglichkeiten, es individuell anzupassen.

Wenn du es mit einem Haus vergleichst, dann ist WordPress dein Rohbau.

Früher war WordPress DAS Tool für Blogger, sonst gab es statische Seiten, die zum Beispiel mit Dreamweaver gebaut wurden. Heute ist WordPress extrem weit verbreitet. Du kannst sowohl statische Elemente (zum Beispiel die beliebte Über mich-Seite) oder dynamische Inhalte in einem Blog kombinieren. WordPress ist quasi das Schweizer Taschenmesser unter den Content Management Systemen, weil es so unglaublich viele Möglichkeiten bietet.

Daher solltest du dir vorher überlegen, was du genau möchtest und welche Inhalte du online bringen willst. Ein wenig Strategie gehört auch bei der Technik dazu.

Bei WordPress gibt es 2 Varianten: WordPress.com  und WordPress.org.
Der Unterschied liegt grob gesprochen darin, dass du bei WordPress.com eine vorgefertigte Mietwohnung bekommst, die du nur bedingt anpassen kannst. Dagegen gestaltest du bei WordPress.org dein Haus ganz nach deinen Vorstellungen.

Im Detail bedeutet es:

Bei WordPress.com wird deine Seite direkt bei WordPress gehostet, deine Domain wird registriert und du musst dich nicht um Plugins, Updates etc. kümmern.

Wenn du entsprechend zahlst, kannst du auch jedes beliebige Theme installieren. Du hast Zugriff auf Support.
Dafür gibt es unterschiedliche Preismodelle. Mit der kostenlosen Variante kommst du aber nicht wirklich weit. Das mag für den Anfang gehen, aber du wirst hier schnell an Grenzen stoßen, weil du nicht alle Ideen verwirklichen kannst.

Du beziehst also schon ein fertiges Haus oder eine fertige Wohnung und je nachdem, wie du dich mit deinem Vermieter einigst, kannst du deine Bleibe selbst gestalten.

WordPress.org ist komplett kostenlos, aber du musst dich um alles selbst kümmern. Das bedeutet, dass du selbst deinen Hoster suchen musst, dir selbst überlegen musst, welche Plugins du installierst, welches Theme etc.

Der riesige Vorteil ist, du kannst alles ganz individuell gestalten und deinen Webauftritt so gestalten, wie du möchtest. Du hast die vollständige Kontrolle über dein Design und kannst auch die Plugins installieren, die für dich Sinn machen.

Du gestaltest also dein Haus komplett nach deinen Vorstellungen, die Raumaufteilung, die Deckenhöhe, die Anzahl der Zimmer etc.

3. Theme

Das Theme bestimmt, wie deine Website nach außen hin gestaltet ist. Es ist vergleichbar mit dem Hausanstrich, der Wahl der Haustür, der Fensterläden und des Daches.

Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Themes. Bei den kostenpflichtigen gibt es meist Demoversionen, die du dir anschauen und ausprobieren kannst.

Du kannst unter WordPress mehrere Themes installieren und ausprobieren, mit welchem du am besten zurecht kommst.
Es gibt endlose Übersichten, von denen du dich inspirieren lassen kannst.

Eine Besonderheit sind Baukastensysteme (Page Builder) wie Divi, OptimizePress, Elementor oder Avada.

Der Vorteil ist, dass du unglaublich viele Funktionen hast und sehr individuell alles gestalten kannst. Das ist aber auch für Anfänger ein Nachteil, denn das kann gerade zu Beginn durchaus überfordernd sein.

Ich arbeite im Moment noch mit dem Theme Brigsby von WPHoot und einem Baukastensystem, SiteOrigin, werde aber zumindest Plugins von DIVI verwenden oder sogar ganz umsteigen, wenn ich mal die Zeit für ein Redesign habe.

Die Haustür oder die Fensterläden bleiben also, ich ändere nur die Farbe. Das ist mir persönlich sehr sympathisch.

Mittelweile hat WordPress auch ein abgespecktes Baukastensystem seit dem letzten großen Wechsel, aber das ist noch nicht wirklich ausgereift und bietet bei weitem nicht die Möglichkeiten wie die anderen Systeme.

Du solltest dir in jedem Fall schon vorher Gedanken machen, was das Theme können muss. Willst du mittelfristig einen Shop einbinden? Wie soll deine Seite aussehen?

Welches Theme du auswählst hängt von einigen Faktoren ab:

  • Willst du dich wirklich reinfuchsen und alles komplett selbst gestalten, dann sind Page Builder dein Ding. Auch da kann es nicht schaden, wenn du dich ein wenig mit HTML und CSS auskennst, um gegebenenfalls manuell etwas zu korrigieren. Du hast alle Möglichkeiten, aber du wirst auch Zeit brauchen, um dich mit dem System vertraut zu machen und herauszufinden, wie was funktioniert.
  • Für den Anfang solltest du ein gutes Theme wählen, das deine Anforderungen abbildet und dir auch von der Optik her gefällt.
  • Wähle einen Anbieter, der ein wenig größer ist und keine One-Man-Show. Ich hatte jahrelang ein Theme von einem tschechischen Programmierer, das wirklich richtig gut war. Nur hat er leider aufgehört und ich musste mich nach einer Alternative umschauen, denn mit der Zeit kann es passieren, dass Sicherheitslücken entstehen oder einzelne Plugins nicht mehr funktionieren.
  • Mein Tipp: Nimm ein paar Euro in die Hand statt eines kostenlosen Themes. Da hast du ziemlich sicher viele Funktionen und keinen Allerweltsauftritt. Meist gibt es Demo-Versionen, die du ausprobieren kannst. Dann merkst du schon recht schnell, ob dir das Theme taugt oder nicht.

In jedem Fall sollte, nein, muss responsive sein. Das bedeutet, dass sich das Theme automatisch anpasst, egal, wo du sie öffnest, ob es auf dem Desktop (PC) ist, dem Tablet oder dem Handy. Da inzwischen die meisten Menschen mobil unterwegs sind, sollte deine Website auch auf dem Handy gut lesbar und benutzbar sein.

4. Plugin

Plugins sind quasi die Inneneinrichtung des Hauses. Es sind kleinere und größere Programme, die du unter WordPress installieren kannst und die bestimmte Funktionen übernehmen, die nicht in deinem Theme oder in deiner Installation vorhanden sind.
Es gibt Plugins zu jedem Bereich. Viele sind sinnvoll, viele auch nicht.

So gibt es zum Beispiel Plugins, die dir bei der Optimierung für Google helfen, die den Zugang sperren, wenn sich jemand zu oft mit dem falschen Passwort anmeldet, die die Optik verändern oder verhindern, dass du zugespammt wirst. Du kannst mit ihnen schicke Bildgalerien erstellen, einen Mitgliederbereich anlegen, deine Daten sichern oder Formulare erstellen.

Auch hier solltest du dir vorab Gedanken machen, was du brauchst, denn es gibt zu jeder Anforderung unterschiedliche Anbieter.

Wenn du ein Plugin zu einem Thema auswählst, dann solltest du darauf achten, dass es mit deiner aktuellen WordPress-Version kompatibel ist, dass es regelmässig aktualisiert wird, dass es gute Bewertungen hat und schon möglichst oft heruntergeladen wurde.

Achte aber darauf, nicht zu viele Plugins zu verwenden, denn manchmal kommen sie sich in die Quere, was zu Problemen und langen Ladezeiten führen kann.
Hier spielen die Baukastensysteme auch ihre Stärke aus, denn vieles, was du mir mit Plugins hinzufügst, haben sie in der Regel schon integriert.

Wenn es dich interessiert, welche Tools ich sonst noch verwende, dann kannst du das in diesem Blogartikel nachlesen.

Ich unterstütze dich gern, um deinen Weg durch den Technik-Dschungel zu finden und deine Website mit WordPress online zu bringen. Lass uns doch einfach einmal reden.

 

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Epsiode 46: Interview mit Sara Menzel-Berger

Epsiode 46: Interview mit Sara Menzel-Berger

 

Du kannst dir unser Interview auch anschauen:

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Ich habe heute die Technikelfe Sara aus Graz eingeladen.

Sara Menzel-Berger lebt mit ihrem Mann zusammen mitten in Graz. De​n Ausblick aus der Wohnung auf den Schlossberg und die wunderbaren
Sonnenuntergänge vor ihrem Bürofenster liebt sie.
Neben ihrer Arbeit als Technikelfe studiert Sara Philosophie, genießt lange Spaziergänge ​durch den Wald und hört so oft es nur geht Musical-Songs.

Wenn zwei Technik-Fans sich treffen, dann kann es ziemlich lustig werden, aber natürlich bekommst du auch viel Inspiration und Tipps, die nichts mit Technik zu tun hat.

Wir reden über

  • ihren Weg von der Kindergärtnerin über ihre erste Selbständigkeit mit Kreativkursen bis hin zur Technikelfe,
  • ihre Lehren aus der ersten Selbständigkeit, die nicht so optimal gelaufen ist,
  • ihre Motivation, sich selbständig zu machen,
  • Herausforderungen aus dem Umfeld, die sie gemeistert hat,
  • den Weg, sich nebenbei etwas aufzubauen,
  • Mut zu Unperfektionismus,
  • die Wichtigkeit von Commitment und wie sie das erreicht,
  • Ziele und
  • was für sie ein erfülltes Leben ausmacht.
Sara findest du unter Technikelfe.com

Ich hoffe, dass ich mit diesem ausführlichen Artikel dir einen guten Überblick zum Thema Kooperationen geben konnte. Natürlich freue ich mich über Ergänzungen und deinen Erfahrungsbericht als Kommentar.

 
 
 
 

 

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Epsiode 45: Das kleine 1×1 der Kooperationen

Epsiode 45: Das kleine 1×1 der Kooperationen

 

Als Solopreneur oder Blogger ist man häufig als Einzelkämpfer unterwegs, doch es lohnt sich, auch einmal über eine Kooperation nachzudenken. Löwen sind ja schließlich auch im Rudel erfolgreich.
Ich teile mit dir meine Erfahrungen und verrate dir, wie du die passenden Kooperationen findest und auf was du alles achten solltest.
 
Kooperationen können unterschiedliche Richtungen haben

  • Sie können dazu dienen, Geld zu verdienen
  • Sie können helfen, die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen oder
  • Man kann sich gegenseitig unterstützen und so als Team von der Kooperation profitieren.

Je nachdem, wo man gerade selbst im Business steht, sind bestimmte Formen von Kooperationen sinnvoll. Gerade wenn du mit deinem Business am Anfang stehst, wirst du wahrscheinlich eher für eine Kooperation anfragen als selbst angefragt zu werden.

Ich möchte dir zeigen, welche Formen der Kooperation es gibt und auf was du in jedem Fall achten solltest.

1. Arten von Kooperationen

Gerade mit meinem Reiseblog, aber auch mit meinem Coaching-Business bin ich schon die unterschiedlichsten Kooperationen eingegangen. Zu den rechtlichen Rahmenbedingungen komme ich später.

Bezahlte Artikel

Immer wieder treten Firmen an mich heran, damit ich für ihr Produkt Werbung in Form eines bezahlten Artikels mache oder sie gegen Geld in einem Artikel erwähne. Meine Devise dabei ist, dass ich nichts bewerte, was ich nicht selbst ausprobiert habe und von dem ich überzeugt bin. Alles andere würde meiner Glaubwürdigkeit schaden. Natürlich muss auch das Produkt zum Thema passen.
So lehne ich konsequent Anfragen von Online-Casinos etc. ab. Dagegen passen Reise-Gadgets wie faltbare Trinkflaschen oder eine elektrische Waage für den Koffer oder den Rucksack durchaus zu meinem Reiseblog.

Pressereisen

Ich bin schon einige Male von Agenturen, Tourismus-Büros oder Veranstaltern zu Pressereisen eingeladen worden. Das können individuelle Reisen oder Gruppenreisen sein. Ziel ist es, dass eine Destination bekannter gemacht wird und in der Regel wird hier alles bezahlt. Dafür schreibe ich in meinem Blog über das Land und die Region.

Rezensionen von Büchern oder Filmen

Ab und zu wurde ich von Verlagen kontaktiert, die mir Rezensionsexemplare von Filmen oder Büchern schicken wollten. Wenn es gepasst hat, habe ich es meist angenommen und dann ein kurzes Video dazu gemacht, in dem ich den Inhalt vorgestellt habe und dazu auch meine persönliche Meinung erzählt habe. Wichtig ist mir hier immer, dass ich wirklich frei in der Beurteilung bin. Das gilt auch für andere Kooperationen wie Pressereisen.

Affiliate-Marketing

Du findest ein Produkt oder einen Hersteller eines Services gut? Perfekt, denn viele Anbieter haben ein Affiliate-Programm. Das vermutlich grösste ist das von Amazon, aber das Prinzip ist immer gleich. Du registrierst dich als Partner, packst einen individuellen Link zu deinem Partner auf deine Seite und auf diese Weise können die Einkäufe dir zugeordnet werden.
Du bekommst eine kleine Provision, die dir ausbezahlt wird. Um hier wirklich gut zu verdienen, brauchst du aber viel Traffic auf deiner Website oder im Eintelfall auch auf den Social Media.

Produktverlosung

Ich habe für meinen Blog ab und zu Gadgets zur Verfügung gestellt bekommen, die ich verlosen konnte. Das war natürlich spannend für meine Leser und der Anbieter konnte sich so eine neue Kundschaft erschliessen.
Eine Verlosung kann auch eine Gegenleistung sein. Ich habe in einem Buch einen Artikel über meine Backpacking-Erfahrung geschrieben und Exemplare zur Verlosung bekommen. Der Artikel war Werbung für mich, das Buch für den Verlag.

Interviews

Ich habe selbst einen Podcast und lade mir gern Interviewgäste ein. Umgekehrt war ich auch schon bei anderen Podcastern im Interview. Hier geht es nicht in erster Linie darum, sich und sein Angebot zu präsentieren, sondern den Zuhörern einen Mehrwert zu bieten. Das können die eigenen Erfahrungen sein, eine andere Sichtweise zu einem Thema oder ein Austausch.

Gastartikel

Gerade am Anfang des Business kannst du mit Menschen mit bereits größerer Reichweite in Kontakt treten und ihnen vorschlagen, einen Artikel in ihrem Blog zu veröffentlichen. Ich habe auf einigen Reiseblogs Gastartikel veröffentlicht, zum Beispiel bei den Indojunkies über Sumatra.

Kongresse

Das ist gerade eine sehr beliebte Form der Kooperation. Ein Veranstalter ruft zu einem bestimmten Thema einen virtuellen Kongress aus und du kannst dich hier als Experte präsentieren. Sei es, dass du zu einem Thema einen Vortrag, Workshop oder ein Info-Video machst oder dich in einem Interview präsentierst. Alle rühren gemeinsam die Werbetrommel und so erfahren Menschen von diesem Kongress, an denen er sonst einfach vorbei gegangen wäre.
In der Regel sind die Vorträge für eine bestimmte Zeit kostenlos und werden dann als Paket verkauft.

Gemeinsame Webinare

Bei dieser Zusammenarbeit veranstaltet man ein Webinar zusammen und verdoppelt die Reichweite, indem beide auch ordentlich Werbung für das Webinar machen. Idealerweise ist dann das Produkt auch ein Gemeinschaftsprojekt oder man wird am Umsatz beteiligt.

Echte Kooperation

Hier finden sich zwei Partner zusammen, die sich von ihren Fähigkeiten her ergänzen und so beide von einander profitieren.
Ich hatte schon gute Kooperationen, aber auch schlechte und jedes Mal war mein Bauchgefühl richtig.
Gerade wenn es menschelt, dann solltest du wirklich auf deinen Instinkt hören und dir deinen Partner genau anschauen. Du heiratest ja auch nicht den/die Erstbesten oder?

Außer Konkurrenz: Masterminds und Buddies

Hier handelt es sich um einen Austausch auf Augenhöhe. Meistens ist das kostenlos, aber es gibt auch bezahlte Masterminds.
Hier tauscht man sich aus, lässt sich inspirieren, bekommt zu anstehenden Projekte Feedback etc.
Das empfinde ich als unglaublich wertvoll, denn ein Blick von Außen ist nie verkehrt und kann dabei helfen, das Angebot zu justieren.

2. Grundregeln für jede Form der Zusammenarbeit

Ich habe dir gerade viele unterschiedliche Formen vorgestellt, die ich selbst ausprobiert habe. Vielleicht gibt es noch andere, vielleicht sind manche für dein Business nicht anwendbar.
Manche Kooperationen sind auch erst ab einem gewissen Stadium sinnvoll, denn zum Beispiel wirst du wahrscheinlich am Anfang eher weniger zu einem Kongress eingeladen werden. Gastartikel dagegen können dich am Anfang gut pushen, aber auch später dazu dienen, dir einen neuen Leserkreis/Follower zu erschließen.

Aber für jede Form der Kooperation sollten einige Grundprinzipen gelten, damit es für beide Seiten eine Win-Win-Situation ist.

Eine Zusammenarbeit kann nur erfolgreich sein, wenn du deinem Partner vertraust.
Für mich hat sich eine Chance zu einer Zusammenarbeit offline ergeben, aber mein Bauchgefühl grummelte. Die Idee eines gemeinsamen Workshops und dann einer Seminarreihe fand ich super, aber ich habe nicht auf meine innere Stimme gehört. Nach mehreren Monaten hat es sich auf unschöne Weise zerschlagen und ich war froh, nur Zeit verloren zu haben.

Wenn es z.B. um ein Affiliate-Programm geht, dann sollte es sich um Anbieter handeln, die ein gewisses gutes Renommée geniessen. Online-Wettplattformen gehören da meiner Meinung nicht dazu, Amazon schon.

Egal, welche Form der Kooperation du wählst, es muss zu deiner Marke, deiner Zielgruppe und zu deinem Business passen. Die paar Euro oder Franken Honorar sind schnell weg, aber wenn es der falsche Partner ist, für den du Werbung machst, ist dann dauert es, bis der Imageschaden und der Vertrauensverslust bei deinen Followern wieder repariert ist.

Gerade am Anfang fühlen sich manche Blogger geschmeichelt, wenn die ersten Anfragen eintrudeln. Doch hier solltest du wirklich vorsichtig sein und strategisch denken. Was bringt es dir oder könnte es dir am Ende sogar schaden?
Meine Devise bei Produkten oder Firmen war immer, dass ich nur dann für etwas Werbung mache, was ich selbst kenne und selbst nutze.

Lehne auch eine Kooperation ab, wenn du ein schlechtes Gefühl dabei hast. Das ist in der Regel auch berechtigt und im Zweifel ist der Ärger dann grösser als der Nutzen. Ein “Nein” ist immer legitim.

Gerade wenn es sich um eine grössere Kooperation handelt, dann solltest du dir auch Gedanken über deine Kapazitäten machen. Bist du zeitlich in der Lage, deinen Teil der Abmachung zu erfüllen? Sei hier auch tatsächlich realistisch, denn es braucht seine Zeit, einen guten Artikel zu schreiben, sich professionell auf ein Interview vorzubereiten oder ein Video für einen Kongress aufzunehmen, das dich in einem guten Licht erscheinen lässt. Im schlimmsten Fall kann es auch eher deinem Expertenstatus schaden.

Wenn du Kooperationen mit Agenturen oder Firmen anstrebst, dann solltet du dir ein Media Kit zulegen. Das ist eine Zusammenstellung der wichtigsten Eckpunkte deines Business und sollte folgende Daten enthalten:

  • Kurzer Abriss deines Business: Worum geht es bei dir? Wer ist die Zielgruppe? Seit wann gibt es das Business?
  • Zahlen, Daten, Fakten: Follower-Zahl auf deinen Kanälen und Screenshot von Google Analytics. Am besten zeigst du über einen gewissen Zeitraum die Entwicklung auf.
  • Welche Kooperationen du schon hattest
  • Für welche Form der Kooperation du zur Verfügung stehst und für welche nicht
  • Eine kurze Beschreibung zu dir und welchen Mehrwert du bringst

3. Worauf solltest du achten, wenn du einen Kooperationspartner suchst

Wenn du selbst eine Kooperation anstoßen willst, dann hast du es natürlich in der Hand, mit wem es sein soll. Das ist schon einmal ein riesiger Vorteil, denn du überlegst dir im Vorfeld, mit wem eine Zusammenarbeit spannend sein könnte.

Bei Firmen, die Affiliate-Programme anbieten, ist es recht simpel: Du meldest dich an und wirst angenommen oder nicht.

Bei Kooperationen mit anderen Solopreneuren, Influencern oder Unternehmern gibt es einige Spielregeln, gerade wenn du sie (noch) nicht persönlich kennst.
Es soll ja schließlich kein One-Night-Stand werden, sondern eine Partnerschaft, die bestenfalls langfristig angelegt ist. Doch auch wenn es nur eine kurze Affäre sein sollte, sollten beide etwas davon haben und es sollte auch kein schales Gefühl übrig bleiben.

Wenn du geschickt bist, dann bereitest du deinen ersten direkten Kontakt gut vor. Dazu gehört das Kommentieren auf Posts, Beiträge oder auch Blogartikel. Damit meine ich nicht nur Herzchen, sondern wirklich qualifizierte Kommentare. Was hat dich an diesem Beitrag bewegt, was hat dir besonders gut gefallen.

Kommentiere öfter, hilf in der Gruppe der Person, wenn sie eine hat, mache dich positiv bemerkbar.

Bevor du jemand anschreibst, prüfe auf der Website, ob diese Person etwas zu Kooperationen geschrieben hat.
Manche stehen generell für Kooperationen zur Verfügung, andere nicht oder nur für bestimmte Arten von Zusammenarbeit. Das solltest du wirklich ernst nehmen und dich daran halten.
Dir als Anschreibenden erspart es auch Frust, wenn du weißt, dass XY eben nicht für Gastartikel offen ist. Widerstehe da auch bitte der Versuchung, es trotzdem zu probieren, denn meist ruft das nur folgende Reaktion hervor: Genervtes Augenrollen und Löschen. Im besten Fall bekommst du noch eine Absage mit dem Hinweis, dass XY es deutlich auf der Seite geschrieben hat oder es kommt keine Reaktion.

Für deinen echten Erstkontakt empfehle ich dir die gute alte Email und nicht den Messenger oder ähnliches.
Das hat mehrere Gründe:

  • Messenger sieht eher nach Spam aus und kann schnell untergehen, gerade wenn ihr nicht befreundet seid. Nicht jeder schaut bei Facebook in den Ordner “Nachrichtenanfragen”
  • Ich persönlich finde es mühsam, lange Nachrichten, am besten auch ohne Formatierung, im Messenger zu lesen.
  • In einer Mail kannst du den Text besser strukturieren, ggf. noch einen Anhang senden (z-B. das Media Kit)

Schreibe bitte keine Massenmail, in der du nur den Namen austauschst. Das Giesskannenprinzip funktioniert nicht und man merkt es. Die Motivation darauf zu antworten ist gleich Null. Da musst du schon ein verdammt gutes Angebot haben, um überhaupt eine Reaktion zu bekommen.

Verwende eine vernünftige Email-Adresse. Gmail oder Web.de-Adressen vermitteln nicht unbedingt Vertrauen.

Vermeide Tippfehler, denn auch das sagt einiges über dich aus.

Zeige deutlich, dass du dich wirklich mit der Person/dem Unternehmen beschäftigt hast. Dazu gehört auch, dass du die Person auch mit ihrem Namen (richtig geschrieben!) ansprichst. No-Gos sind Anreden wie Webmaster, Blogger etc. oder eine falsche Anrede (Herr statt Frau oder umgekehrt).
Genauso peinlich und mit einer Löschgarantie sind Floskeln wie “ich folge deinem Blog/Profil schon lange” ohne wirklich konkret auf Artikel oder Beiträge einzugehen, die einem wirklich gut gefallen haben.

Versetze dich bitte in die Position desjenigen, den du anschreibst. Gerade wenn es jemand ist, der eine deutlich höhere Reichweite als du hat, solltest du eines wirklich gut herausarbeiten: den Nutzen, den du bringst. Der sollte deutlich über das “du sparst dir Content zu erstellen” hinausgehen.
Welchen neuen Aspekt bringst du? Was hat derjenige davon, dass er dir seine Plattform zur Verfügung stellt? In welchem Thema bist du stark, von dem die Leser deines Gegenüber profitieren könnten?
Hier ist es clever, einen Partner zu wählen, dessen Zielgruppe ähnliche Interessen hat wie deine, aber nicht deckungsgleich ist. Wenn du z.B. über Entspannung schreibst, dann könnte das auch für eine Seite interessant sein, die sich mit gesunder Ernährung beschäftigt. Der gemeinsame Nenner könnte achtsames Essen oder achtsame Essenszubereitung sein.

Ich würde dir empfehlen, bereits konkrete Vorschläge zu machen, so dass dein Gegenüber ein Gefühl dafür bekommt, was du dir vorstellst. Das spart zumindest eine Mail-Schleife und damit auch Zeit.
Signalisiere aber auch, dass du offen für Vorschläge bist. Dann kannst du immer noch entscheiden, ob es für dich passt oder nicht. Bleib bitte authentisch und verbiege dich nicht (zu sehr), nur um einen Deal abzuschliessen. Wenn du nicht du selbst bist, irritierst du die Besucher, die über die Kooperation zu dir kommen, weil du bei deinem Auftritt ein anderes Bild vermittelst als bei der Kooperation.
Bitte recherchiere hier auch sorgfältig, ob es nicht schon einen Beitrag zu dem Thema gibt. Das spart Zeit und zeigt wieder, dass du dich mit dem anderen beschäftig hast.

Vergiss nicht, ein paar Zeilen über dich, dein Business und deine Motivation zu schreiben, denn schließlich kannst du nicht davon ausgehen, dass der andere dich kennt oder selbst anfängt zu recherchieren, wer ihn da eigentlich anschreibt. Füge auch deine Website und/oder einen Link zu einem Social Media Kanal dazu.

Wenn du die Mail abgeschickt hast, dann heißt es abwarten. Fasse bitte nicht alle paar Tage nach, das nervt und erhöht die Chance auf eine Absage.

Falls du tatsächlich eine Absage bekommst, dann nimm es sportlich. Vielleicht passt es gerade nicht, vielleicht hat der andere zu viel zu tun, da kann es x Gründe geben, die nichts mit dir zu tun haben.
Mach aber nicht eines – betteln und mit Mails bombardieren. Das bringt nichts und führt garantiert nicht zum Ziel.

Nimm die Absage nicht persönlich, erst recht nicht, wenn du eine Firma angeschrieben hast. Du kannst es ja später immer noch einmal versuchen.

Wenn es geklappt hat, dann freue dich! Im nächsten Schritt solltest du abklären, wer was macht und was von dir erwartet wird.
Halte dich an deine Zusagen und liefere pünktlich deinen Beitrag, wie es ausgemacht war. Sei zuverlässig und freundlich. Viele sind vernetzt und es kann durchaus passieren, dass dir dein Verhalten neue Türen öffnet oder eben auch schließt.

4. Worauf solltest du achten, wenn du hinsichtlich einer Kooperation angesprochen wirst

Wenn du angeschrieben wirst, schau dir genau an, wer dich anschreibt. Wenn du genügend Zeit hast, recherchiere ruhig und lasse dich nicht von deinem Ego blenden, dessen Brust vor Stolz schwillt, weil dich jemand anfragt.

Häufig verbergen sich hinter Social Media-Auftritten oder Blogs Agenturen, auch wenn die Seiten den Anschein erwecken, dass es einzelne Personen sind. Die Masche, auf diese Weise kostenlosen Werbeplatz zu ergattern, ist verbreitet.
Checke daher immer das Impressum, wenn eine Seite angegeben ist.
Wenn es eine Agentur/Firma ist, dann mach klar, dass du, wenn es vom Thema her passt, durchaus zu einer Kooperation bereit bist, aber nur gegen Geld. Dann trennt sich schon schnell die Spreu vom Weizen.

Schenke den Floskeln wie “du bekommst Traffic und neue Kunden” keinen Glauben, das ist in 99% der Fälle Marketing-Blabla ohne Substanz, denn keiner kann dir Traffic garantieren. Seriöse Firmen haben das nicht nötig.

Absolutes No-Go ist, wenn dir vorgeschrieben wird, was das Ergebnis sein soll. Bei meinen ganzen Pressereisen und auch bei den Produkten wurde mir nie vorgegeben, was und in welcher Weise ich berichten soll. Darauf habe ich immer grossen Wert gelegt, denn meine Glaubwürdigkeit ist mir wichtig.

Wenn eine Firma dich für eine Kooperation anfragt, dann ist natürlich auch immer die Bezahlung ein Thema.
Bei Pressereisen ist es z.B. die Übernahme der Anreisekosten oder auch ein zusätzliches Honorar. Hab keine Hemmungen, das Geld anzusprechen, denn das schafft Klarheit für alle Seiten. Tust du es nicht, hast du im Zweifel ein schales Gefühl und Bauchschmerzen.

Über die Honorarhöhe von bezahlten Artikeln kursieren die wildesten Zahlen und die hängen von Faktoren wie Reichweite des Bloggers, Followerzahlen, Artikellänge, Anzahl der zu veröffentlichenden Artikeln, Anzahl der Bilder, Größe/Bekanntheitsgrad des Partners etc. ab.
Wenn du unsicher bist, frage einfach Google oder andere Menschen, die du kennst und die selbst schon ähnliche Kooperationen eingegangen sind.

Setze für dich ein Limit und lasse dich nicht von Argumenten wie “Du bekommst mehr Reichweite/Traffic durch den Artikel, denn wir promoten den auch” oder “die anderen schreiben auch kostenlos” verunsichern. Wenn du ein Business und kein Hobby hast, dann musst du selbst deine Krankenversicherung etc. zahlen. Die Zeit, die du in die Kooperation steckst, kannst du nicht für andere Kunden verwenden. Sei also realistisch und bedenke deinen Zeitaufwand.

Auf der anderen Seite erwarte auch keine hohen Zahlungen, wenn dein Blog noch recht klein ist. Da kann es auch ein guter Gegenwert sein, wenn du z.B. den Partner erwähnen darfst. Ein gut klingender Name kann in einer Rubrik “Erfolgreiche Kooperationen mit” oder “Bekannt aus” weitere Türen öffnen.

5. Wo findest du geeignete Kooperationspartner?

Google und die Suchfunktionen bei den einzelnen Social Media-Kanälen sind ein guter Start, wenn du nicht schon bestimmte Personen oder Firmen im Auge hast, mit denen du gern zusammenarbeiten wollen würdest.
Starte hier mit relevanten Suchbegriffen und schau, welche Namen dir vorgeschlagen werden

Wenn du noch am Anfang bist und nicht einen supermegahammermässigen Mehrwert bringst, dann solltest du lieber erst einmal bei kleineren Unternehmen oder Micro-Influencern anfragen statt bei den ganz Grossen deiner Branche. Die laufen dir nicht davon und die Chancen auf eine Zusammenarbeit sind höher, wenn du erst einmal kleiner anfängst.

Auch Gruppen, Kurse und Challenges sind eine Fundgrube für Kooperationen, wenn es um Interviews oder Kongresse geht. In manchen Facebook-Gruppen gibt es auch regelmässig die Möglichkeit, nach Kooperationspartnern zu suchen.
Sei hier aber so konkret wie möglich bei dem was du willst und was du anbietest.
Auf diese Art und Weise kannst du schon gut vorselektieren und freundlich mit Hinweis auf deine Kriterien absagen. Wenn die Chemie stimmt, könnt ihr ja immer noch schauen, welche Möglichkeiten es gibt.

Mein Tipp ist, dass du Vor-/Kennenlerngespräche machen solltest, um zu schauen, ob die Chemie stimmt. Sonst siehst du dich in der (moralischen) Pflicht, jeden zu nehmen und damit tust du dir keinen Gefallen.

Recherchiere auch mit Schlagworten, die nicht zu 100% dein Business betreffen, aber für deine Zielgruppe interessant sind. Menschen, die Yoga machen, interessieren sich häufig auch für gesunde Ernährung.

Kontaktiere Agenturen, die mit Firmen zusammenarbeiten. Das ist gerade bei grossen Firmen erfolgversprechender als direkt die Firmen anzuschreiben.

Besuche einschlägige Messen. Als ich noch aktiver mit meinem Reiseblog war, war die ITB, die weltgrösste Reisemesse in Berlin, ein Pflichttermin.

lebe_traum

Die IHK oder Verbände können auch eine Anlaufstelle sein, wenn du mit Firmen zusammenarbeiten willst.

Es gibt auch Branchenbücher, in denen Ansprechpartner für Marketing genannt sind. Teilweise sind dort auch die Voraussetzungen für Kooperationen genannt. Achte hier in jedem Fall auf Aktualität.

Scheue dich nicht, dich auch einmal selbst direkt an die Presse zu wenden, um auf dich aufmerksam zu machen.

6. Rechtliche Basics

In jedem Fall sollte klar sein, welchen Umfang die Kooperation hat. Wenn es sich um eine einmalige Aktion handelt, dann reichen Emails. Bei einer langfristigen Zusammenarbeit empfehle ich dir eine Art Rahmenvereinbarung. Hier könnten dann auch Punkte wie Bezahlung, Umfang, Geheimhaltung, Wettbewerbsverbote etc. geregelt werden.

In jedem Fall sollte klar sein, was du leistet oder was du erwarten kannst. Das können z.B. die Länge eines Artikels sein, die Anzahl der Bilder oder der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Jedoch solltest du dir nie vorschreiben lassen, was du genau schreibst, denn das macht dich unglaubwürdig.

Aufgrund der diversen Diskussionen und Urteile sollte dir klar sein, dass du gerade Beiträge und Artikel als Werbung kennzeichnen solltest, wenn du Geld oder andere Vergünstigungen bekommen hast.
Kläre das im Vorfeld, dass du den Beitrag entsprechend kennzeichnen wirst. Wenn dein Partner ein Problem damit hat oder dir ein höheres Honorar verspricht, wenn du darauf verzichtest, dann sollte die Antwort ein klares Nein von deiner Seite sein, denn im Zweifel hast du den Ärger.

Stehe dazu, wenn du eine Kooperation eingegangen bist. Das schafft auch Vertrauen bei deinen Lesern, denn du bist transparent.

Wenn Geld fliesst, dann schreibe auch eine korrekte Rechnung. Wie die aussieht, ist von Land zu Land verschieden und auch die steuerliche Behandlung. Kläre das bitte mit einem Steuerberater.

Häufig wollen gerade Agenturen oder Firmen, dass die Verlinkung ein do-follow ist. Fakt ist, dass du damit gegen die Google-Richtlinie verstösst, wenn du bezahlte Links nicht als no-follow einstellst. Seriöse Firmen wissen und akzeptieren das.

Wenn du wissen möchtest, wie ich dich bei deinem Business unterstützen kann, dann vereinbare einfach ein Strategiegespräch mit mir.

Ich hoffe, dass ich mit diesem ausführlichen Artikel dir einen guten Überblick zum Thema Kooperationen geben konnte. Natürlich freue ich mich über Ergänzungen und deinen Erfahrungsbericht als Kommentar.

 
 
 
 

 

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Episode 44: Interview mit Judith Geiß

Episode 44: Interview mit Judith Geiß

Interview mit Judith Geiß

 

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Ich spreche heute mit Judith Geiß.
Judith ist die Inhaberin der Beratungsgesellschaft „The Bridge“ und hat sich auf die Betreuung von mittelständischen Unternehmen spezialisiert, die von einem amerikanischen Unternehmen akquiriert werden.
Ihre Aufgabe ist es im Übernahmeprozess Brücken zwischen zwei Unternehmenskulturen zu bauen.
Vor Jahren war sie persönlich von solch einer Übernahme betroffen, hat da viel gelernt und kennt sich somit sehr gut damit aus. Heute hilft sie mit diesem Wissen betroffenen Unternehmen und deren Mitarbeitern.

Wir plaudern über

  •  ihre Gründe für den Schritt in die Selbständigkeit
  • ihr erstes Projekt als Interim-Managerin und was Interim-Management eigentlich ist
  • ihre persönliche Veränderung
  • die Wichtigkeit von Weiterbildung und Freundschaft in der Selbständigkeit
  • die Bereitschaft, auch von anderen zu lernen
  • ihre Kraftquellen und
  • ein erfülltes Leben

 

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