Brauchst du wirklich die EINE Leidenschaft für dein Business?

Brauchst du wirklich die EINE Leidenschaft für dein Business?

Du liest es immer wieder – die Aussage, dass du “nur” deine EINE, deine WAHRE Leidenschaft finden musst . Sie ist die Grundlage für deine Zufriedenheit, dein Business, deinen Erfolg und überhaupt die Basis für alles.

Ich muss ehrlich sagen, das hat mir auch immer eingeleuchtet. Wenn ich ständig 1000 Dinge im Kopf habe und ausprobiere, dann kann ich einfach nicht in allem tiefes Wissen und eine atemberaubende Expertise entwickeln.
Schon während meines Jurastudiums hab ich heimlich die Kommilitoninnen und Kommilitonen beneidet, die völlig in den Paragraphen aufgegangen sind. Ich habe stattdessen lieber meinen Rucksack gepackt und bin gereist oder habe mich mit damals, also vor 30 Jahren, so merkwürdigen Dingen wie Unterbewusstsein, Spiritualität oder unterschiedlichen Weltanschauungen beschäftigt. Heute ist das ja inzwischen völlig normal.
Auch später als Angestellte habe ich nach mehr oder weniger vielen Jahren immer entweder gekündigt oder intern eine neue Aufgabe übernommen.

Und ich muss zugeben, ich habe auch unter meiner Unbeständigkeit ein wenig gelitten.

Was bin ich eigentlich? Unbeständig? Flatterhaft? Angst davor, mich festzulegen?

Als ich mich selbständig gemacht habe, kam dann das Thema in neuem Gewand: Finde deine EINE Leidenschaft, baue dir ein Business darum und werde erfolgreich. Mist, ich schien dem Grundmuster nicht zu entkommen und das frustrierte mich ziemlich lange.
Vor ein paar Jahren lief mir dann der Begriff Scanner oder Multipassionate über den Weg und ich erkannte mich wieder. Das sind, um es kurz zu machen, Menschen, die viele Interessen und viele Talente haben. Sie fliegen wie die Bienen von Blüte zu Blüte, bleiben vielleicht auch mal länger auf einer Blüte sitzen, aber dann lockt schon die nächste. Oder sie pendeln zwischen ihren Lieblingsblüten hin und her, ohne sich für die EINE Favoritin zu entscheiden.
Wenn du zu dem Scannerthema mehr wissen willst, kann ich dir das Buch “Du musst dich nicht entscheiden, wenn du 1000 Träume hast “von Barbara Sher (Werbung) empfehlen.

Es gibt also durchaus auch viele andere, die ähnlich wie ich ticken. Sie begeistern sich für viele unterschiedliche Themen, statt bei einem zu bleiben.
Das war zum einen beruhigend, zum anderen aber auch wenig befriedigend. Ich konnte nun dem Kind einen Namen geben und was jetzt?
Ich wusste, was ich bin, aber wie in aller Götter Namen kann das mir weiterhelfen, wenn ich auch in meinem Business zwischen meinen Hauptthemen Technik, Mindset und Spiritualität hin und her springe?
Wie sollen die Menschen da draußen wissen, für was ich nun wirklich stehe, wenn ich mich nicht auf ein Thema festlege?
Muss/Darf ich wirklich nur für ein Thema brennen?


Glaub mir, ich habe es mit dem Festlegen versucht. Ernsthaft, wirklich, auch über einen längeren Zeitraum. Aber irgendwas fehlte immer. Bis ich die ganze Sache einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachtete und das hat mich mit meiner Rastlosigkeit versöhnt.

Ein anderer Blickwinkel kann helfen

Vielleicht kennst du ja das Persönlichkeitsmodell mit den 4 Farben: Der ehrgeizig-dynamische Rote, der empathisch-hilfsbereite Grüne, der logisch-strukturierte Blaue und der kreativ-flatterhafte Gelbe, der einfach Spaß haben will.

Ich habe mich im Rahmen einer Seelenreise zu jenem gelben Anteil von mir begeben, mit dem ich mich eigentlich nicht wirklich identifizieren konnte, denn für mich stand er für Party, Oberflächlichkeit, Unzuverlässigkeit.
Das sind einfach Dinge, mit denen ich nichts am Hut habe.
Aber bei dieser Seelenreise habe ich auch hier die Perspektive gewechselt und erkannt, dass das einfach meine Vorurteile waren.
Der Gelbe – mein gelber Anteil – tickt nicht so. Ja, er möchte Spaß haben, Leichtigkeit leben und neugierig sein dürfen.
Er möchte neue Dinge ausprobieren und es darf ok sein, dass er sich ein solides Wissen aneignet, ohne bis auf den tiefsten Grund der Dinge vorzudringen, sie bis ins letzte Detail zu erfassen. Es ist völlig in Ordnung, dass er dann, wenn die Neugier befriedigt ist, wieder weiter zieht, weil es dann einfach langweilig ist, weil etwas anderes spannender ist und er neue Impulse braucht.

Das war der erste Schritt zur Heilung meines Verhältnisses zu einem Anteil in mir, mit dem ich immer gehadert habe. Ich musste einfach nur eine andere Sichtweise darauf gewinnen und die musste aus mir selbst kommen.

Was ist das übergeordnete Thema?

Ich habe erkannt, dass meine Leidenschaft nicht ein Thema ist, sondern eine Eigenschaft – Neugier, Experimentierfreude, Lust auf das Unbekannte und darauf, etwas Neues zu erschaffen. Das spiegelt sich auch in einem meiner wichtigsten Werte wieder – Freiheit. Ich (meine persönliche Sichtweise) kann nicht frei fühlen, wenn ich mich auf Jahre auf etwas festlege und nicht rechts und links schaue. Ich fühle mich eingesperrt, wenn ich mich nur mit einem Thema befasse. Ich fühle mich wie in einem Käfig, wenn ich keine Abwechslung habe.
Wenn ich mir jedoch die Erlaubnis gebe, immer wieder etwas anderes zu machen oder zwischen meinen Lieblingsthemen herumzuspringen, dann fühle ich mich frei und lebendig.
Ich liebe es, neue Websites entstehen zu sehen, neue Programme zu kreieren, neue Seelenreisen zu schreiben und immer wieder meinen Ideen in die Realität zu bringen, um andere Menschen auf ihrem Weg zu unterstützen.

Und wie sieht das im Business aus?

Doch da war immer noch die Frage, wie ich das ins Business transportiere. Für was möchte ich wirklich stehen, wie kann ich meinen Kundinnen bei ihren Herausforderungen im Business helfen?
Der erste Schritt war anzunehmen, dass ich nun einmal so ticke, wie ich ticke.
Der zweite Schritt war zu akzeptieren, dass ich einfach ein Generalist bin und kein Spezialist. Ich bin richtig gut in vielen Bereichen, weil ich mich damit schon Jahre, Jahrzehnte beschäftige. Aber ich musste meinen Frieden damit machen, dass ich eben nicht in jedem Gebiet ein Spezialist sein kann und auch nicht sein muss.
Der dritte Schritt war zu begreifen, dass auch ein Generalist ein Experte ist, nicht nur der Spezialist. Meine Expertise ist breit, aber nicht in allen Bereichen gleich tief. Ich bin da eher pragmatisch. Der letzte Schritt war (und ist es aktuell immer noch), meine Themen zu verbinden, so dass es ein rundes und stimmiges Ganzes gibt.

Doch was hast du, haben meine Kundinnen davon, dass sie mit mir zusammenarbeiten?

Ich verbinde Spiritualität, Mindset-Arbeit, Business und Technik, denn für mich sind das keine Widersprüche, sondern alles ergänzt sich zu einem wunderbaren Ganzen.

Ich baue mit ihnen ein solides und belastbares Fundament für ihr Business. Ich helfe ihnen ihren individuellen Weg in die Klarheit zu gehen, zu erkennen, wie sie ticken, was sie ausmacht, was ihr roter Faden, ihre Motivation ist. Ich zeige ihnen, wie sie herausfinden, mit wem sie arbeiten wollen, wie sie anderen Menschen helfen. Für diese innere Arbeit greife ich auf die unterschiedlichsten Methoden zu. Ich habe Entspannungstrainerin gelernt, eine Ausbildung als NLP-Coach, bin Advanced Theta Healer, Reiki-Meisterin, schamanisiere, meditiere. Ich bin Volljuristin und habe lange im Personalbereich und in der Personalentwicklung gearbeitet. Von all dem profitieren meine Kundinnen. Ich schöpfe aus der Fülle, verbinde unterschiedliche Wege zu einem neuen Weg, zu ihrem individuellen Weg.

Wenn diese Basis da ist, dann geht es an die Umsetzung in einer Website und in der Sichtbarkeit nach außen. Hier greife ich auf mein Wissen aus 20 Jahren zurück und wenn ich selbst nicht weiterkomme, da weiß ich, wo ich die Lösung finde. Meine Neugier treibt mich an, diese Herausforderung zu knacken und da kann ich auch wirklich hartnäckig sein. Ich muss nicht ein Script programmieren können, um ein technisches Problem zu lösen. Das macht der Spezialist. Ich muss nur wissen, wo ich es finde, verstehen, was es tut und so einbinden, dass es funktioniert.

Wie kann diese EINE Leidenschaft aussehen?

Ich möchte noch einmal auf die Ausgangsfrage zurückkommen: Brauchst du wirklich die EINE Leidenschaft, um erfolgreich zu sein?
Ja, aber es kommt auf deine Sichtweise an und wie du deine Leidenschaft definierst. Wenn du, so wie ich ein Scanner bist, wirst du ähnlich frustriert sein, wenn du dich nicht festlegen kannst. Definierst du aber deine Neugier, deine vielen Interessen, deine Begeisterungsfähigkeit, deine Bereitschaft, dich auf etwas Neues einzulassen als deine Leidenschaft, dann sieht deine Welt schon wieder ganz anders aus.
Lebe diese Leidenschaft und nutze deine Kreativität, um dein Business zu erschaffen, das dich und deine ganze Persönlichkeit authentisch zeigt.

7 Tipps, um deine Intuition zu stärken

7 Tipps, um deine Intuition zu stärken

Intuition ist ein faszinierendes Thema und hat nichts mit Eso oder Humbug zu tun. Es ist eine wunderbare Quelle für deine innere Weisheit, die in unseren Breiten durch Erziehung und Kopflastigkeit zugeschüttet wurde. Ich wette mit dir, du hast auch schon einmal diesen inneren Impuls gehabt, der dich wie ein Blitz trifft. Und ich wette auch, dass in den meisten Fällen dein Verstand gleich angerannt kam, um dir die Idee auszureden, weil ja 1000 Gründe dagegen sprechen.

Ich möchte dir heute einmal Mut machen, deine Intuition zu entdecken und zu fördern. Dazu verrate ich dir 7 Übungen, die deine Intuition stärken und fördern.

Eines vorweg: Jeder Mensch hat Intuition. Nur nehmen sie manche stärker wahr als andere. Aber jeder kann es lernen, die eigene innere Stimme zu hören und diese ganz persönliche Quelle der inneren Weisheit sich erschließen.

1. Was ist eigentlich Intuition?

Wenn du Wikipedia befragst, dann kommt folgende etwas sperrige Definition, die dann weiter beleuchtet wird:
Intuition ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen. Intuition ist ein Teil kreativer Entwicklungen.
Alles klar soweit?

Ich möchte mich auf 2 Punkte beschränken, und zwar dass Intuition kreativ ist und der Verstand dabei nicht dazwischenfunkt.

Es ist für mich das berühmte Bauchgefühl, der erste Impuls, den du wahrnimmst und der so schnell hochkommt, dass das Hirn erst einmal ein wenig verdattert ist, bevor es wieder anfängt, alle möglichen Zweifel und Schwierigkeiten dir einzuflüstern.

Ich denke, diese spontanen Impulse kennen wir alle, nur die Frage ist, hören wir sie und achten wir auf sie?

Unsere Intuition ist ein wichtiger Ratgeber in allen Lebensbereichen, im Privatleben und im Business, aber oft genug lassen wir diese wichtige Quelle einfach links liegen.

Eine andere Sichtweise ist, dass unser Gehirn bekannte Fakten zusammenträgt, sie in Bruchteilen von Augenblicken verknüpft und eine Verbindung zur aktuellen Situation schafft, um dir bei deiner Entscheidung zu helfen.

Ich bin der Meinung, dass sich beide Sichtweisen ergänzen. Mal kommt es aus dem Gefühl und mal aus der Erfahrung und dem Wissen.

2. Wie kann ich Intuition besser wahrnehmen?

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mir selbst diese Frage auch oft gestellt habe, obwohl ich eigentlich die Antwort kannte. Ich bin eben auch ein Kopfmensch und wollte genau wissen, wie ich diese ominöse Intuition erkenne, statt einfach zu spüren. Das habe ich inzwischen aber gelernt.

Ich kannte die Situationen, in denen ich quasi aus dem Nichts eine Eingebung hatte und einfach wusste, dass es das Richtige war.

Das war zum Beispiel bei meinem Hochzeitskleid so. Ich hatte das erste an und war mir sicher, das ist es.

Und was ist passiert: Ich glaubte meiner Intuition nicht. Es kann ja nicht sein, dass das erste Kleid DAS Kleid ist. Nebenbei, ich bin nicht gerade ein Fan davon, Klamotten anzuprobieren, also dachte ich, ich will mich selbst austricksen.

Das Ende vom Lied war, ich hätte mir stundenlanges Anprobieren sparen können 😉 Solche Situationen gab es immer wieder und ich bin sicher, du kennst auch solche.

Warum erzähle ich dir diese Geschichte? Ich möchte dir zeigen, dass deine Intuition da ist und zwar die ganze Zeit. Es sind diese Impulse, die aus heiterem Himmel kommen. Sie kommen immer wieder, nur hören wir sie entweder gar nicht oder hören nicht zu.

Du kannst deine Intuition besser wahrnehmen, wenn du dir öfter gönnst, in die Stille zu gehen.

Sie mag Stille oder Situationen, in denen dein Geist frei ist. Das ist bei mir unter der Dusche oder in der Badewanne der Fall. Da hatte ich schon richtig gute Ideen und Einsichten. Wenn Raum da ist, dann kommt sie.

Wenn du deinen Tag mit tausend Aktivitäten zupflasterst, dann hat sie keinen Raum. Sie ist wie ein Vogel, der Platz braucht, um die Flügel auszubreiten.

3. 7 Tipps, um deine Intuition zu stärken

Um deine Intuition zu stärken, gibt es unterschiedliche Wege, die du ausprobieren kannst.

Spüre deinen Körper

In meinen Augen ist der erste Schritt, dass du lernst, dich selbst wahrzunehmen. Setze dich einfach einmal hin und nimm wahr, was du spürst. Den Stuhl, den Boden, die Temperatur, die Geräusche etc. Welche Gefühle kommen hoch? Wo in deinem Körper fühlst du sie? Nimm nur wahr, aber versuche nicht zu bewerten. Wenn dein Kopf beschäftigt werden will, dann zähle einfach auf, was du gerade spürst, völlig neutral.
Diese Übung wird dir helfen, dich mehr bei dir zu verankern.

Sei aufmerksam und achtsam

Sei aufmerksamer, wenn spontane Impulse kommen. Wenn du offen bist und auch deine Aufmerksamkeit dafür öffnest, wirst du sie immer öfter wahrnehmen. Achtsamkeitsübungen können dir dabei auch helfen.

Verbinde dich mit der Erde und dem Universum

Eine weitere Übung ist, dich mit der Erde und dem Himmel/Universum/Deinem Höheren Selbst zu verbinden, um in Kontakt zu sein.

Erde dich, indem du dir vorstellst, wie aus deinen Füßen wunderschöne leuchtende Wurzeln bis ins Herz der Erde wachsen und sich mit der Energie von Mutter verbinden, die dann durch die Wurzeln nach oben in deinen Körper fließt.

Dann stelle dir eine wunderschöne silberne Schnur vor, die von deinem Scheitel in den Himmel und darüber hinaus wächst.

Sie verbindet dich mit dem Universum, deiner geistigen Führung, deinem höheren Selbst und durch sie strömt deren Energie in dich. Beide Energien verbinden sich in dir und auf diese Weise bist du mit allem verbunden und kannst auf die höhere Weisheit zurückgreifen.
Mache diese Übung regelmäßig und verbinde dich auf diese Weise.

Tauche in die Symbolwelt von Karten ein

Das Unterbewusstsein arbeitet mit Bildern und daher funktioniert es auch super, wenn du ihm in seiner Sprache begegnest. Ich stärke daher meine Intuition auch sehr gern mit Karten.

Je nachdem, für was mein Unterbewusstsein offen ist, wo gerade auch mein Fokus ist, nehme ich unterschiedliche Aspekte wahr. Ich schaue ganz offen die Tageskarte an und interpretiere das, was ich zuerst sehe, aus dem Gefühl heraus. An einem anderen Tag kann ich bei derselben Karte etwas ganz anderes sehen und die Botschaft ist eine andere.

Ich nehme ganz andere Symbole wahr und sie lösen bei mir auch immer wieder etwas anderes aus. Je nachdem, welche Message mein Unterbewusstsein mir mitteilen will und auf welche meine Intuition gerade anspringt.

Gehe in die Stille

Gehe in die Stille und sei offen. Du kannst dich auch wieder verbinden und abwarten, was kommt. Vielleicht siehst du etwas, vielleicht hörst du etwas, vielleicht spürst du etwas oder du riechst etwas. Alle Sinneswahrnehmungen sind richtig, denn es ist ganz persönlich, wie du deine innere Stimme wahrnimmst.

Meditieren ist ein wunderbarer Weg, um mit dir selbst und deiner Intuition in Kontakt zu kommen.

Intuitives Schreiben

Du kannst es auch einmal mit intuitiven Schreiben versuchen. Nimm dir 10, 15 Minuten Zeit und fang einfach an, darauf los zu schreiben. Das kann auch in deinen Augen Unsinn sein, aber du wirst sehen, dass nach ein paar Minuten ganz andere Gedanken hochkommen, wenn du deinen Geist nicht zensierst und nicht anfängst zu werten, dir selbst zu erzählen, dass das gerade Mist ist oder du völligen Blödsinn schreibst.

Ich weiß, dass es vielen Menschen und auch dir vielleicht schwer fallen wird, einfach nur zu beobachten und nicht zu werten, aber auch das ist Übungssache. Es wird immer einfacher, je öfter du es tust. Hier ist, wie in so vielen Dingen, durchhalten die Devise.

Werde kreativ

Kreative Tätigkeiten sind wunderbar, um deine Intuition zu fördern. Deine Aufmerksamkeit fokussiert sich auf ein komplett anderes Tun und das schafft Raum dafür, dass dein Unterbewusstsein ohne den störenden Verstand eine Lösung oder eine Idee für dein Thema finden kann. Dabei ist es egal, ob du malst, strickst, Seife siedest, töpferst oder auf eine andere Weise kreativ wirst.

4. Wie kann ich mehr auf meine Intuition hören?

Das ist eigentlich ganz einfach – machen.

Ich weiß, das ist schwieriger getan als gesagt, denn ich habe auch immer wieder mal meine Intuition zur Seite geschoben und am Ende ist mir das Thema dann mehr oder weniger um die Ohren geflogen.

Das letzte Mal war es, als ich die ersten Schritte in eine Kooperation machte. Da war wirklich der Wunsch wirklich der Vater des Gedanken. Es ging um ein Offline-Event mit mehreren Personen und mein Bauchgefühl hat schon am Anfang ein ziemlich rotes Warnlicht leuchten lassen. Ich habe es geflissentlich ignoriert, weil ich die Idee des Events und die Menschen dabei teilweise gut fand. Am Ende des Tages hatte ich zwar einiges an Zeit, aber immerhin kein Geld verloren. Ärgerlich war es trotzdem, dass ich nicht gleich auf meine Intuition gehört habe, aber es war mal wieder ein sanfter Tritt in die richtige Richtung.

Um auf deine Intuition zu hören, brauchst du auch Mut, denn oft lässt sich die Entscheidung nicht rational erklären.

Gerade wenn du anderen Menschen davon erzählst und x Einwände kommen, ist es nicht immer einfach, stark zu bleiben und dein Ding durchzuziehen.

Aber am Ende geht es um dich und dein Leben und wer sollte da besser Bescheid wissen als du selbst?

Wenn du dich auf diese besondere Reise machen willst, um mutiger und selbstbestimmter durch dein Leben zu gehen, dann melde dich doch einfach bei mir und wir reden.

Wie du die Energie der Sommersonnwende für dein Business nutzen kannst

Wie du die Energie der Sommersonnwende für dein Business nutzen kannst

Mittsommer, Sommersonnwende, das Johanniskraut blüht, das erste Obst wird reif, die Temperaturen steigen.

In Bayern werden auf dem Land um die Sommersonnwende herum viele Sonnwend- oder Johannifeuer entzündet.

Das ist immer ein ziemliches Spektakel, aber auch schön stimmungsvoll, denn sonst gibt es kaum Gelegenheiten, so große Feuer zu erleben. Wenn du die Möglichkeit hast, mal daran teilzunehmen, dann solltest du die Gelegenheit nutzen.

Sommersonnenwende-Feuer

Sommersonnwende, das bedeutet, dass die Sonne zu dieser Zeit dominiert, es ist der längste Tag des Jahres und die kürzeste Nacht.

Das bedeutet genauso, dass das Pendel wieder zurückschwingt, die Nächte wieder länger und die Tage kürzer werden. Auch wenn wir es in dem Moment nicht wahrhaben, die Tage immer noch lang sind, die dunkle Jahreszeit kommt langsam wieder zurück und die Nacht erobert sich ganz langsam wieder ihren Platz.

Die Themen vom Mittsommer sind Fülle, Geborgenheit, Nähren und Vertrauen.

Was bedeutet das für dich?

  •  Jetzt kannst du deinen Projekten und Plänen noch einmal einen richtigen Schub geben, bevor es dann im Herbst an die Ernte gehen kann. Wie wäre es jetzt mit einer Challenge oder einem kleinen Kurs, um Kunden zu gewinnen?
    Überlege dir, wo es bei dir im Moment noch eine offene Baustelle gibt und was dich hindert, daran weiterzuarbeiten. Schreibe diese Hindernisse auf einen Zettel und verbrenne diesen. Stelle dir dabei vor, wie sich die Hindernisse auflösen und wie du dein Ziel erreicht hast. Stelle dir dein erreichtes Ziel in allen Einzelheiten vor. Wie fühlst du dich dabei, was sagt dein Umfeld dazu, wie sieht das Ergebnis aus, was ist jetzt anders in deinem Leben?
    Doch neben einem Ritual, das dich dabei unterstützt, Hindernisse aufzulösen, musst du auch ins Tun kommen.
    Wo brauchst du noch Hilfe, um im Herbst eine gute Ernte einzufahren? Ist es die Technik, die dir zu schaffen macht oder vielleicht Marketing?
    Wenn du dabei Unterstützung haben möchtest, dann bin ich gern für dich da.
  • Wo möchtest du noch wachsen? Wohin zieht es dich, welchen Bereich in deinem Business hast du vielleicht vernachlässigt? Betrachte dein Leben und auch dein Business einmal von außen, wie ein unbeteiligter Beobachter. Was siehst du aus dieser Position und was kannst du dir raten, wo du wachsen solltest?
  • Wo mangelt es dir an Fülle? Wo hast du dich vernachlässigt und warst “sparsam Dir gegenüber”? Gerade wenn du mit deinem Business am Anfang bist, dann kann es leicht passieren, dass du quasi rund um die Uhr arbeitest. Es macht ja Spaß und du willst vorankommen. Das passiert mir übrigens auch immer noch manchmal, dass ich mich vernachlässige und ich alles mögliche um mich herum vergesse.
    Tappe nicht in diese Falle, sondern tue dir auch mal etwas Gutes und gibt dir das gute Gefühl, schon ein wenig dort zu sein, wo du gern hinmöchtest. Das ist Balsam für deine Seele und tut dir gut.
    Selbst-Verantwortung ist hier auch ein Zauberwort. Du bist für Dich und Dein Wohlergehen verantwortlich. Wenn es dir gut geht, dann geht es auch deinem Business gut. Jetzt im Sommer, wenn es draußen schön ist, dann ist die beste Zeit, mal was zu unternehmen, wozu DU Lust hast. Zelebriere einen Wellnesstag, mach einen Ausflug, den du schon lange machen wolltest oder leg dich einfach mit einem schönen Buch in die Sonne. Horch in dich hinein und finde heraus, was dir guttut. Und, ganz wichtig, setze das auch um!
    Ein Tag Entspannung wird dich nicht ruinieren, aber wenn du dich vernachlässigst, ruinierst du auf Dauer dein Business.
  •  Von was kannst du Dich verabschieden? Was willst du nicht in den Herbst mitnehmen? Welche Saat ist nicht aufgegangen? Welche Verbindung willst du lösen? Dazu eignet sich ein Feuerritual, bei dem du das verbrennst, was du loslassen willst.
    Stelle Kooperationen oder Produkte auf den Prüfstand. Was passt nicht mehr zu dir? Was hat sich überlebt? Welche Tools sind überflüssig geworden, welche Newsletter liest du nicht mehr?
  • Wo bist du in den vergangenen Monaten gewachsen? Feiere dich und deine Erfolge. Was kann und soll noch reifen? Was brauchst du, um weiter zu wachsen und zu reifen?Klatschmohn

Eine Anregung für ein Mittsommerritual:

  • Steh auf, wenn es noch dunkel ist, geht raus und suche Dir einen schönen Platz für den Sonnenaufgang. Nimm was zu räuchern, zu essen und zu trinken mit. Vergiss nicht eine kleine Opfergabe für die Natur und wenn du magst, dann nimm auch eine Rassel oder Trommel mit und einige Gegenstände, die dir etwas bedeuten.
  • Wenn du an dem Platz bist, dann orientiere dich in Richtung Osten, also Sonnenaufgang. Dazu brauchst du entweder einen guten Orientierungssinn oder du siehst es schon, wo es langsam anfängt zu dämmern. Wenn es noch finster ist, dann leistet ein Kompass gute Dienste.
  • Schmücke den Platz mit deinen Sachen, platziere das Essen und Trinken auf einem schönen Tuch, am besten wäre ein rotes oder gelbes. Das Räucherwerk kommt in die Mitte. Und jetzt heißt es warten.
  • Wenn sich die Sonne zeigt, dann kannst du trommeln, rasseln oder singen, am besten so lange, bis die Sonnenscheibe ganz sichtbar ist. Wenn Du Yoga machst, dann bietet es sich natürlich an, nun den Sonnengruß zu machen, drei oder sieben Mal, das sind magische Zahlen.
  • Meditiere oder mach eine schamanische Reise, Thema könnten Fruchtbarkeit, Fülle, Vertrauen, Nähren sein.
  • Genieße das, was du mitgebracht hast, aber vergiss nicht, auch etwas an Mutter Erde zu opfern.
  • Mach am Abend eine Grillparty mit Menschen, die dir am Herzen liegen.
  • Wenn die Sonne untergeht, dann denke daran, dass jetzt wieder die Nacht sich langsam ihren Raum zurückerobert, aber in einem halben Jahr wird sich das wieder ändern. Das ist der Kreislauf der Natur, es gibt in einem Kreis nichts lineares. Auch in deinem Leben und deinem Business gibt es Zyklen, die immer wieder kehren. So ist nichts auf ewig immer nur hell oder immer nur dunkel.
    Wenn du gerade mitten in einer Durststrecke bist, dann versuche dich daran zu erinnern, dass es immer ein Auf und Ab ist. Auch bei denen, die du vielleicht auf Facebook siehst und die so stark und erfolgreich wirken, ist nicht immer alles mit Zuckerguss verziert.
    Sonnenuntergang

Und jetzt du! Wie feierst du Mittsommer und dein Business? Ich bin gespannt auf deine Ideen! Schreibe mir doch einfach einen Kommentar.

 

Verhindert Dankbarkeit deinen Erfolg?

Verhindert Dankbarkeit deinen Erfolg?

Verhindert Dankbarkeit deinen Erfolg?

Liest du nicht auch immer, dass du erst dankbar für das sein sollst, was du hast und damit richtest du dich auf Erfolg, auf Fülle aus, auf alles, was du dir wünschst? Das klingt doch super oder?

Aber könnte es nicht sein, dass genau das dich ausbremst? Dass du, wenn du für das dankbar bist, was du schon hast, dich einfach zurücklehnst und dort auch bleibst, wo du gerade bist? Denn hej, du bist ja dankbar für das, was du hast, warum solltest du dann mehr wollen? Das wäre ja gierig und undankbar, denn dann wärst du ja nicht mit dem zufrieden, nicht wirklich dafür dankbar, was du hast.

Und wenn du dankbar für das bist, was du gerade hast und wo du gerade stehst, warum solltest du dir noch Ziele setzen? Das wäre ja auch wieder Mangeldenken, denn dann strebst du nach etwas, was du noch nicht hast und es ist wieder nichts mit der Dankbarkeit.

Was geht dir da jetzt durch den Kopf? Nickst du oder regt sich Widerstand?

Wenn es der Widerstand ist, dann spüre mal in dich hinein, woher er kommt. Weil ich nun das Gegenteil behaupte, was ich sonst erzählt habe? Weil alle dir erzählen, wie wichtig Dankbarkeit ist und dass es eigentlich die Basis für alles ist? Oder weil dir auch schon solche Gedanken durch den Kopf gegeistert sind, aber alle anderen sagen ja, dass Dankbarkeit sooo wichtig ist.

Bevor dein Weltbild endgültig ins Wanken gerät, will ich dir vorab sagen, dass solche Gedanken durchaus legitim und nachvollziehbar sind. Dennoch macht das Ding mit der Dankbarkeit Sinn und ich verrate dir auch warum.

1. Positive Einstellung

Der wichtigste Punkt kommt nun gleich am Anfang: Dankbarkeit erzeugt ein gutes Gefühl und eine positive Einstellung. Und am Ende ist es das, von dem wir oder besser gesagt unser Unterbewusstsein mehr will – sich gut fühlen.
Je dankbarer du bist, desto besser fühlst du dich. Ja, es ist so einfach.

Aber nicht nur Dankbarkeit erzeugt ein gutes Gefühl, sondern auch wenn du etwas erreichst, wenn du aufgrund deiner Taten merkst, was du alles erreichen kannst. Ein besonders gutes Gefühl gibt es, wenn es nicht nur dir, sondern auch anderen Menschen gut geht.

Das ist auch der Trick mit den Zielen: du solltest sie dir nicht nur setzen, damit du XY erreichst, sondern damit es dir und im Idealfall auch noch anderen gutgeht.

Ein Hauptgrund für das Scheitern von Zielen ist, dass sie nicht mit guten Gefühlen verknüpft sind.

Ja, vielleicht sind sie ganz nett und am Ende auch vernünftig, aber erst wenn du dich in die Situation versetzt, in der du das Ziel erreicht hast und dein Herz jubelt und du dich so richtig toll fühlst, erst dann springt die Motivation an. Dann stehst du auf und gehst los, denn du willst dich gut fühlen. Ansonsten bist du nur mit halben Herzen dabei oder deine Motivation ist die Angst. Ich sage da nur Zielerreichung in den Firmen, die mit Geld verbunden ist.

Ok, das leuchtet ein oder?

Aber bist du denn nicht dann wieder im Mangel, weil du dich im aktuellen Status Quo zwar gut, aber nicht so gut fühlst wie du dich gern fühlen würdest?
Nein, denn beim Mangeldenken bist du der Überzeugung, dass es etwas gibt, was du nicht hast und das ist genau das Ding, was dir fehlt, damit du glücklich und zufrieden bist. Wenn du in einem positiven Zustand bist, dann gibt es keinen Platz für Mangel.

Ich sehe schon, dass nun der Einwand kommt, dass du schließlich auch Geld zum Leben brauchst, weil du Miete, Essen, Krankenversicherung etc. zahlen musst und es ist nicht immer leicht, die Rechnungen zu bezahlen. Wie soll man da aus dem Mangeldenken kommen? Stimmt. Aber das sind äußere Faktoren, die dein Inneres nicht beeinflussen sollten. Auch das ist nicht leicht, wenn du es ändern willst, aber Übungssache.
Eine Möglichkeit ist, deine Aufmerksamkeit auf das zu richten, was du hast. Du hast mindestens ein Smartphone und Internet, wenn du das liest. Das ist mehr als viele Menschen haben. Kein Grund, dankbar zu sein?
Du merkst, wie sich der Kreis schließt.

2. Gesetz der Resonanz

Das Gesetz der Resonanz ist eines der sieben universellen Gesetze. Der Inhalt ist recht simpel:
Gleiches zieht Gleiches an und wird durch Gleiches verstärkt. Ungleiches stößt einander ab. Dein persönliches Verhalten bestimmt deine persönlichen Verhältnisse und deine gesamten Lebensumstände.

Der Volksmund drückt das sehr plastisch aus: Der Teufel sch… auf den grössten Haufen.

Das gilt sowohl für eine positive als auch eine negative Einstellung. Also macht es mehr Sinn, in einem positiven Zustand zu sein und den erreichst du mit Dankbarkeit.

Kurzfristig erreichst du einen positiven Zustand vielleicht auch mit materiellen Dingen wie einem neuen Auto, neuen Schuhen (ich definitiv nicht), einem neuen Handy… aber so auf Dauer? Nicht umsonst sorgt eine Gehaltserhöhung nur relativ kurz für mehr Motivation und ein gutes Gefühl. Etwas wirklich Sinnvolles zu tun motiviert deutlich länger, besser und tiefer. Wenn es mir nur um das Geld gehen würde, dann hätte ich auch angestellt bleiben können.

Wenn du in einen Zustand der Fülle kommen willst, dann musst du eine entsprechende Schwingung aussenden, damit das Universum weiß, was es dir schicken soll. Das ist ähnlich wie mit Parfum oder deinem Outfit, wenn du ausgehst. Du sendest bestimmte Signale aus und bekommst eine entsprechende Reaktion.

Dankbarkeit und ein positiver Zustand haben eine höhere Frequenz als ein missmutiger, frustrierter Zustand. Du kennst es ja sicher von dir selbst. Wenn du am Morgen mit dem falschen Fuss aufstehst, ist der Tag gelaufen, bevor er wirklich angefangen hat. Umgekehrt funktioniert das aber auch und das ist kein esoterisches Blabla, sondern Physik. Das sagt auch Einstein:

„Alles ist Energie, und dazu ist nicht mehr zu sagen. Wenn du dich einschwingst in die Frequenz der Wirklichkeit, die du anstrebst, dann kannst du nicht verhindern, dass sich diese manifestiert. Es kann nicht anders sein. Das ist nicht Philosophie. Das ist Physik.”

Ein negatives Energieniveau zieht dich runter, ein positives beflügelt dich.

3. Der Knackpunkt

Wichtig ist meiner Meinung nach dabei, dass dir klar wird, dass nichts, wirklich absolut nichts von dem, was du hast, selbstverständlich ist.

Versuche in allem, was du hast, das Besondere zu sehen.
Das Essen auf deinem Tisch ist nicht selbstverständlich. Irgendjemand musste dafür arbeiten, um es herzustellen und du musstest ebenfalls etwas dafür tun, damit es vor dir steht.
Das Haus, in dem du wohnst, ist nicht vom Himmel gefallen. Auch hier mussten Arbeiter dafür viele Stunden investieren, damit die Mauern stehen und du investierst Geld, um darin zu wohnen.

Wenn du dir angewöhnst, alles als ein Geschenk zu sehen, eben weil nichts selbstverständlich ist, wirst du wirklich dankbar. Denn nur wenn Dankbarkeit aus dem Herzen kommt, verändert es deine Einstellung zu dir, zu anderen Menschen, zum Leben und dann wirkt auch das Gesetz der Resonanz.

Das Universum lässt sich nicht verarschen. Wenn deine positive Einstellung nicht aus deinem Herzen kommt, sondern nur Fassade ist, wirst du nur solche Fassaden anziehen. Das gilt auch in deinem Business.
Schaue dir deine Kunden, deinen Umsatz an. Da blickst du in einen Spiegel. Schaue mal in dich hinein. Wie sieht es wirklich in deiner Grundstimmung aus?
Zu wem würdest du als Kunde lieber gehen? Zu jemand, der aus sich heraus positiv wirkt oder bei dem du spürst, dass es nur Fassade ist?

Schlechte Tage haben wir alle, keine Frage. Aber wie ist so deine Grundeinstellung?

4. Alles eine Frage der Übung

Wenn du mal so, mal so drauf bist und dir das, was ich bis jetzt erzählt habe, einleuchtet, dann fragst du dich vielleicht, wie du langfristig in einen positiven Zustand, in Dankbarkeit kommen kannst.

Die gute Nachricht ist, dass du es lernen und üben kannst. Die “schlechte” Nachricht ist, dass es nicht von jetzt auf gleich geht, aber es gibt verschiedene Wege, um immer schneller und immer länger in einen dankbaren Zustand zu kommen:

  • Überlege dir, was dich stärkt und mache mehr davon. Du kannst dir dazu einen kleinen Medizinbeutel machen und dort alles hineinpacken, was gute Gefühle bei dir triggert und auslöst.
  • Betrachte alles als ein Geschenk und nichts als Selbstverständlichkeit. Was wäre, wenn du XY nicht mehr hättest?
  • Beobachte deine Gedanken und stoppe negative Gedankenkarussells
  • Führe ein Dankbarkeitstagebuch (jaja, ich weiß, liest du dauernd. Mach es aber mal!)
  • Bedanke dich öfter bei anderen Menschen, dem Universum, der Sonne, der Natur, deinen Kunden
  • Schaue nicht nur auf einen Moment, sondern auf das Ganze. Dein Mann hat deinen Hochzeitstag vergessen. Ok, nicht schön, aber wenn er sonst immer für dich da ist, warum solltest du daraus ein Drama machen? Sei dankbar für seine Unterstützung, die er dir sonst gibt.

Willst du deine Einstellung noch weiter in Richtung Fülle und hoher Frequenz lenken? Dann komme in meinen Kurs “Master your Mindset”, in dem wir gemeinsam ab Februar in 4 Woche die Basis für deine Mindset-Veränderung legen.

Häufige Fehler beim Manifestieren

Manifestieren funktioniert, egal ob im Business oder im privaten Umfeld. Doch wenn du dich nur hinsetzt, ein wenig räucherst und dir dein Traumleben vorstellst, dann wird es genau das bleiben – ein Traum. Denn dann machst du wahrscheinlich einen oder mehrere Fehler, die dir beim Manifestieren dazwischenfunken.

1. Du kennst das Ziel hinter dem Ziel nicht

Wenn du etwas manifestieren willst, wie konkret bist du da? Wünscht du dir einen neuen Job oder ein neues Auto und hoffst, dass das Universum es schon richten wird? Klappt ja auch. Irgendwie. Manchmal sind es Zufallstreffer, aber häufig bekommen wir in etwa das, was wir wollen, aber nicht genau das, was wir uns vorstellen.

Wichtig ist, dass du dir klar wirst, was du wirklich willst. 10.000 Euro oder Franken sind schön und gut, aber warum willst du diese Summe?

Wenn das Geld dein Ziel ist (und das ist es in den wenigsten Fällen), dann beraubst du dich und das Universum der Möglichkeit, dir das zu geben, was du eigentlich willst. Zumindest erschwerst du es.

Schau dir deine Wünsche an, blicke hinter die Fassade und frage dich, was du wirklich willst. Ist es die Summe oder möchtest du etwas damit verwirklichen? Was ist es und gibt es nicht eine andere Möglichkeit? Sei einfach ergebnisoffen, dann kann das Universum kreativ werden und dir helfen, das zu bekommen, was du wirklich willst.

Mein Mann und ich haben schon eine ganze Weile mit dem Gedanken ans Auswandern gespielt. Österreich war mal eine Zeitlang im Gespräch, aber heimlich träumten wir von Dolce Vita in Bella Italia, von Sonne, einem entspannten Lifestyle, gutem Essen etc. Das war schon alles sehr konkret. Im Grunde musste es nicht wirklich Italien sein, aber eben der andere Lifestyle, eine etwas entspanntere und gelassenere Mentalität und im Winter weniger Schnee.

Dann kam die Chance, in die Schweiz zu gehen und die haben wir ergriffen. Alle Punkte sind erfüllt, denn immerhin hat die Schweiz auch einen italienischen Teil, wir leben an der Jurasonnenseite und das Essen ist lecker. Die Menschen sind recht entspannt und freundlich, wir fühlen uns wohl und wenn wir ein paar Minuten fahren, dann sind wir am Bieler See und weiter am Neuenburger See (Lac de Neuchatêl, klingt schöner), dem größten See, der komplett in der Schweiz liegt. Da haben wir tatsächlich schon südliches Flair und es ist zudem ein Weinanbaugebiet.

Am Ende haben wir mit der Schweiz nicht das vordergründige Ziel erreicht, sondern das, was dahintersteckte und wir sind ziemlich happy mit dem Ergebnis.

2. Du stehst nicht voll dahinter

Es passiert häufiger als wir denken, dass wir Zielen hinterherrennen, die eigentlich nicht unsere sind. Da gibt es x Menschen, die nur allein aufgrund der Familientradition Arzt, Anwalt, Polizist oder Bauer werden, aber im Grunde ihres Herzens möchten sie Schreiner sein, Maler oder irgendetwas anderes.

Das geschieht nicht nur bei solchen wichtigen Fragen, sondern auch gern in kleinen Dingen. Der Grund ist dabei ganz banal: wir übernehmen Werte, Denkweisen und Wünsche von Menschen, die uns beeinflussen und die wir gut finden. Auf diese Weise wollen wir ihnen nahe sein, von ihnen gemocht werden und vielleicht auch ein Stück von ihrem Glanz abbekommen.

Wenn diese Punkte mit unseren Werten übereinstimmen, super, dann passt alles und dann klappt es auch mit dem Manifestieren, denn unsere innere Einstellung zieht mit dem Universum an einem Strang.
Aber häufig kommen diese Wünsche auch aus einem gewissen Mangelgefühl, weil wir uns klein fühlen. Da das Universum das liefert, was tief in uns steckt, bekommen wir das, auch Mangel. Und zack, das war es schon wieder und wir wundern uns, warum das Manifestieren nicht funktioniert.

Manifestieren klappt und um deine Absicht zu unterstützen, gibt es noch einige Tricks, aber du musst wirklich hinter deinem Ziel stehen, ohne Angst und ohne Wenn und Aber und ohne “hach, ich versuche es einmal”. Versuchen ist nicht mit voller Überzeugung tun!

Horche tief in dich hinein, was spürst du, wenn du dich in dein Ziel hineinversetzt? Und sei dabei ehrlich zu dir, ganz ehrlich, es schaut ja auch keiner zu. Nur musst du für dich herausfinden, was du willst. Das kann dir keiner abnehmen.

3. Dir fehlt das Gefühl

Einen gern gemachten Fehler habe ich gerade angerissen – das Gefühl. Stehst du mit ganzem Herzen hinter dem, was du manifestieren willst? Wirklich zu 100%? Dann fühle dich auch hinein, wenn du manifestierst. Male dir den Endzustand mit allen Sinnen aus. Tauche darin ein und das immer wieder! Nur dein Ziel emotionslos runterleiern oder runterschreiben bringt nichts, das kannst du dir gleich sparen.

Sei so emotional wie möglich und wenn du merkst, dass da keine oder nicht genügend Gefühle kommen, dann überdenke noch einmal deinen Wunsch. Dann könnte es nämlich sein, dass du Fehler Nr. 2 gemacht hast und es nicht deines ist.

Dein Herz herrscht über deinen Verstand und im Zweifel gewinnt das Herz, auch wenn dir der Kopf und dein Ego etwas anderes einreden wollen.

Daher ist es wirklich wichtig, wenn du manifestierst, dass du wirklich in das Gefühl gehst, das du hast, wenn du dein Ziel erreicht hast. Gehe in die Freude, in die Fülle und in die Leichtigkeit. Wenn dir gerade nicht danach ist, dann erinnere dich an das letzte Mal, bei dem du dieses Gefühl gespürt hast und intensiviere es.

Wenn du noch weiter ins Manifestieren einsteigen willst, dann kannst du noch bis Sonntag (24.09.) meinen Magical Manifesting buchen. Dort werden wir uns intensiv mit deiner Absicht beschäftigen und wie du auf verschiedenen Wegen deine Absicht unterstützen kannst, indem du die Kraft der richtigen Ortes, der richtigen Zeit und der richtigen Tools nutzt.

Reinigungsrituale für Körper, Geist und Seele

Reinigungsrituale für Körper, Geist und Seele

In allen Kulturen der Welt gibt es Reinigungsrituale. Sie dienen neben der körperlichen Reinigung dazu, auch den Alltag abzusteifen, bevor man vor seinen Gott oder seine Götter tritt. Oder auch vor sich selbst, denn das vergessen manche gerne, ich auch, hin und wieder. Letztendlich bist du, sind wir alle göttlich und es daher auch uns selbst wert, uns wertschätzend zu begegnen. Dazu gehört auch, den Müll des Alltags, den Ärger, den Stress und die Gedanken, die uns immer wieder herunterziehen, abzustreifen.

Es ist in gewisser Weise auch ein Eintritt in eine andere Welt, in eine andere Energie. Du reinigst nicht nur Dich, sondern auch Deine Aura und Deine Gedanken, wenn Du es fokussiert machst und Dich nicht weiter über diesen Idioten ärgerst, der Dir gerade die Vorfahrt genommen hat.

Du kannst daher Reinigungsrituale zum Beispiel immer dann machen, wenn Du

  •  zu etwas Abstand gewinnen willst,
  • etwas loswerden willst, Ärger oder Frust zum Beispiel,
  • Meditieren oder Beten willst,
  • ein Ritual machst,
  • Einen Raum auch energetisch reinigen willst, weil es Zoff oder einen richtigen Streit gab,
  • Dich von fremden Energien befreien willst,
  • dich zentrieren willst,
  • dich wieder mit deiner Mitte verbinden willst oder
  • einfach zur Ruhe und bei dir selbst wieder ankommen willst.

Du kannst aus der Reinigung ein abendliches Ritual vor dem Schlafengehen machen. Manche Duschen erst am Abend und wenn Du zu den Morgenduschern gehörst, dann kannst Du am Abend zum Beispiel räuchern oder eine andere Idee aufgreifen.

1. Duschen

Ok, ich fange mal mit dem Klassiker an. Wenn Du duschst, dann kommt der Schweiß und die winzigen Hautschüppchen runter.

Aber Du verwendest bestimmt dazu auch Duschgel oder? Da ist ganz schön viel Chemie drin und auch die Bio-Produkte kommen nicht ganz ohne aus, denn sonst dürften sie gar nicht verkauft werden. Ich sag nur Konservierung…

Was hältst Du davon, mal nur mit Wasser zu duschen? Die wenigsten von uns haben einen Job, der so richtig schmutzig ist. Oder verwende selbst gesiedete Seife. Das mache ich und da weiß ich garantiert, was drin ist.

Wenn Du Reiki praktizierst, dann kannst Du vor der Dusche die Seife oder das Duschgel auch noch energetisch reinigen.

Auch wenn du keine energetische Technik verwendest, dann stelle dir vor, wie mit dem Wasser glitzerndes Licht über dich fließt und alles mitnimmt, was dich belastet. Stelle dir bildlich vor, wie alles, was dich beschwert, als dunkler Schlamm aus dir hinaus, aus deinen Poren über deine Haut herunterfließt und im Abfluss verschwindet, bis nur noch reines klares glitzerndes und funkelndes Licht da ist.

Spüre in dich hinein und fühle dich von innen und außen sauber und gereinigt.

Egal, was Du nun nimmst, stelle Dir vor, wie das Wasser nicht nur Deinen Körper, sondern auch Deine Seele, Deine Aura reinigt. Stelle Dir vor, wie das Wasser alles mitnimmt, auch die negativen Energien und wie sie im Abfluss verschwinden.

So eine Dusche erfrischt nicht nur Deinen Körper, sondern tut auch der Seele gut.

2. Baden mit Salz aus dem Toten Meer

Ich gebe zu, ich liebe es zu Baden. Wenn Du statt der schäumenden und duftenden Zusätze ab und an mal Salz aus dem Toten Meer verwendest, dann tust Du nicht nur Deiner Haut etwas Gutes.

Salz an sich hat schon eine reinigende Wirkung und das konzentrierte aus dem Toten Meer erst recht. Hier kannst du, wenn du willst, auch ein paar Tropfen ätherisches Öl über das Salz geben und es gut schütteln. Salbei reinigt, Weihrauch zentriert, Lavendel entspannt und Rosmarin regt an und klärt deine Gedanken.

Schrubbe Deinen Körper auch noch mit einem Luffa-Handschuh ab und dusche Dich kurz ab, wenn Du fertig bist.

Visualisiere auch hier, wie alle negative Energie im Abfluss verschwindet.

salbei_raeuchern

3. Räuchern

Am Abend oder wenn ich mal schlecht drauf bin, dann nehme ich meist eines der Räucherschnüre und zünde es an. Dann fahre ich die Arme und Beine ab und auch den Oberkörper, besonders die Chakren. Ich gehe dann den Rücken runter, so gut es eben geht und drei Mal über meinen Kopf.

Den Rest lasse ich dann verglühen.

Vor Ritualen oder generell an Vollmond räuchere ich nicht nur draußen für die Spirits, sondern reinige mich auch selbst mit einem Salbeibusch. Ich habe das Glück, einen wuchernden Strauch im Garten zu haben, der immer ordentlich für Nachschub sorgt.

Das geht natürlich auch mit Räucherstäbchen oder Harzen. Weihrauch ist da immer geeignet, aber auch Mischungen mit Kampfer, Copal oder Drachenblut.

4. Ätherische Öle

Wenn du nicht räuchern magst, weil der Rauch deinen Hals reizt, dein Partner, deine Kinder oder Tiere es nicht mögen oder du befürchtest, dass der Feuermelder losgeht, dann sind ätherische Öle eine wunderbare Alternative.

Hier kannst du im Prinzip dieselben Öle nehmen, die du in ihrer ursprünglichen Form auch als Harz oder als Kraut räuchern würdest. Weihrauch, Palo Santo und Salbei sind da einfach toll, aber da kannst du auch auf deine Intuition hören. Nimm Bergamotte, wenn du Leichtigkeit brauchst, Zitrone bei Frische oder Rosmarin oder Pfefferminze bei Klarheit.

Du kannst zum Beispiel einige Tropfen Weihrauchöl in deinen Händen verreiben und über deinen energetischen Körper, deine Aura fahren. Stelle dir dabei vor, wie deine Aura in den schönsten Farben dort zu leuchten beginnt, wo du mit deinen duftenden Händen darüberfährst. Schaue dir dazu auch das Video an. Da verwende ich zwar Pfefferminze, aber du kannst es im Grunde mit jedem Öl machen.

So eine Aurareinigung eignet sich sowohl für deine Morgen- als auch deine Abendroutine.

5. Sauna

Sauna hat auch eine absolut reinigende Wirkung. Durch das Schwitzen werden alle möglichen Stoffe aus dem Körper transportiert und Du merkst richtig, wie Du Dich äußerlich und innerlich reinigst.

Da es in der Sauna auch meist sehr ruhig ist, kannst Du Dich in Dich versenken und in Dich gehen. Du kannst ein ganzes Ritual daraus für Dich machen, egal, wie viele Menschen dabei sind.

Jeden Saunagang kannst Du unter ein bestimmtes Motto stellen, von was Du Dich reinigen oder befreien willst. Natürlich kannst Du auch immer dasselbe Thema nehmen und zum Beispiel drei Durchgänge damit machen.

Das Thema kannst Du dann entweder leise vor Dich hinmurmeln oder in Gedanken sagen, wenn Du nicht allein in der Sauna bist. Formuliere es aber positiv und verwende keine Verneinung, denn unser Gehirn blendet “nein” oder “nicht” aus. Sag also statt “Ich will nicht mehr ungeduldig sein” besser “Ich bin geduldig und gelassen.”

Wenn der Schweiß herunterrinnt, dann stelle Dir vor, wie das, was Du loswerden willst, auch aus dir herausgeschwemmt wird.

Die Dusche danach spült den Schweiß von Dir runter und damit auch das, was weg soll.

Wenn Du dann anschließend in die Ruhephase gehst, dann kannst Du das befreite gereinigte Gefühl genießen.

feuer

6. Feuerritual

Feuer hat eine transformierende Wirkung. Es ist auch das einzige Element, das nicht aus sich allein existieren kann, es braucht, wie wir, Nahrung. Aus Holz, Papier, Stoff etc. wird Asche, der Ausgangsstoff wird verwandelt und kann dann auch wieder genutzt werden, als Dünger zum Beispiel, wenn es das verbrannte Holz unbehandelt war. So wird es wieder in den Kreislauf der Natur zurückgeführt.

Diese transformierende Kraft kannst Du in einem Feuerritual nutzen. Selbst eine Kerze ist hier geeignet, Du musst gar nicht einmal ein großes Feuer draußen machen, auch wenn das Knacken und Knistern des Holzes, die tanzenden Flammen und die lebendige Glut viel ausmachen. Ich könnte stundenlang dem Feuer zuschauen….

Wenn Du eine Kerze anzündest, dann gehe mit beiden Händen über die Flamme und nimm die Wärme auf. Führe dann Deine Hände an Dein Gesicht. Kehre zum Feuer zurück und nimm wieder die Energie des Feuers auf und gehe über deinen Kopf. Wiederhole es mit den Armen, dem Körper und den Beinen und reinige so Dich komplett.

Pass aber bitte auch immer auf, dass nichts Feuer fangen kann oder auch kein Tier die Kerze umstoßen kann.
wurzeln

7. Erden

Du kannst negative Gefühle auch loswerden, indem Du Dich erdest. Am besten funktioniert das draußen, aber auch im Haus.

Stelle Dich entspannt hin und visualisiere, wie aus Deinen Füßen wunderschöne kraftvolle Wurzeln in den Boden hineinwachsen. Sie gehen durch die Erdschichten durch, bis hinunter ins glühende Herz von Mutter Erde. Lasse alle Deine schlechten Gefühle, Deinen Ärger, Deine Wut, alles, was Dich belastet, durch diese Wurzeln fließen und von dem Feuer verwandeln. Positive Energie, Freude und Leichtigkeit strömen durch Deine Wurzeln wieder in Dich zurück.

Ziehe diese Energie in Deinen Körper, bis Du davon ganz erfüllt bist.

8. Atmen

Wenn Dich jemand nervt oder Du Dich über die wieder einmal verspätete U-Bahn ärgerst, dann hast Du in den seltensten Fällen eine Räucherung oder eine Kerze dabei, um ein kleines Reinigungsritual zu machen. Das würde sicher auch komische Blicke auf Dich ziehen…

In solchen Situationen kannst Du Dich natürlich erden, aber Du kannst auch Deinen Atem nutzen.

Zentriere Dich in Deiner Mitte und atme tief in den Bauch ein, so dass er sich richtig nach außen wölbt. Stelle Dir vor, wie Deine negativen Gefühle sich sammeln und als dunkle Wolke aus Dir beim Ausatmen herausströmen und sich verflüchtigen.

Beim Einatmen stellst Du Dir vor, wie ein schönes helles Licht in Dich hineinströmt und Dich ganz ausfüllt. Mit diesem wunderschönen Licht kommt auch ein Gefühl des Friedens und der Ruhe. Du bist ganz bei Dir und spürst richtig, wie der Ärger und Frust weichen, immer weniger werden. Wenn die Wolke, die Du ausatmest, am Anfang noch recht dunkel war, wird sie langsam immer heller. Gleichzeitig macht sich mit dem hellen Licht ein gutes Gefühl in Deinem ganzen Körper breit und füllt Dich aus.

9. Schreiben

Das Schreiben gehört in die Kategorie “Reinigungsritual für die Seele”. Ich weiß, dass es schwierig sein kann, konsequent die Morgenseiten zu führen oder am Abend noch einmal den Tag Revue passieren zu lassen und alles aufzuschreiben. Fällt mir selbst nicht immer leicht.

Aber glaube mir eines, wenn dich gerade irgendetwas belastet und du schreibst es völlig unzensiert runter (und ja, du darfst fluchen, schimpfen, moralisch und politisch unkorrekt sein!), dann wirkt es befreiend. Schreibe mit der Hand, das hat eine ganz andere Energie als es zu Tippen. Das bist du, da fließen deine Emotionen. Es ist so was von egal, wenn die Grammatik und die Rechtschreibung nicht stimmen. Du willst dich reinigen und nicht den Literaturnobelpreis gewissen.

Lass wirklich alle Gefühle raus und wenn du jemand in dem Moment die Pest an den Hals wünschst, dann ist es eben so. Akzeptiere auch diese Gefühle und dann lass sie los.

Ja, Vergebungsarbeit ist richtig und wichtig. Aber wenn dir in dem Moment die Galle überläuft, dann werde es erst einmal los. Schreib es auf, dann ist es raus.

Du wirst das los, was dich bedrückt, beschwert, belastet. Es ist endlich raus! Mach mit dem Papier was du willst. Schreib es in dein Tagebuch oder auf einen Zettel, den du verbrennst, zerknüllst, wegschmeißt.

Aber mach eines nicht: Das immer wieder zu lesen, was du geschrieben hast. Lass es los, denn das war auch der Sinn des reinigenden Schreibens. Du bist es losgeworden und das ist gut. Du trocknest dich ja auch nicht mit einem schmutzigen Handtuch ab oder?

10. Geistiger Stopp

Gut, ich gebe zu, das ist kein Reinigungsritual in dem Sinn, aber es trägt dazu bei, dass du vielleicht keines brauchst oder du ein wenig sauberer bleibst, im übertragenen Sinn.

Wir kennen das ja wohl alle, die negative Gedankenspirale, die uns oft genug wunderbar im Griff hat und runterzieht. Das geht mir nicht anders wie dir. Aber das Gute ist, du kannst recht einfach etwas dagegen tun, denn diese fiese Stimme hat die Aufmerksamkeitsspanne meines Katers. Die ist ziemlich kurz und lässt sich leicht ablenken.

Wenn du das nächste Mal merkst, dass du wieder mitten drin bist, dich so richtig runterzumachen, dann erzähle dir ganz bewusst, was du gerade siehst, hörst und fühlst. Wie fühlt sich der Sitz an auf dem du gerade sitzet? Sind deine Schuhe gerade eng oder bequem? Zwackt irgendwo die Hose oder der BH? Siehst du Bäume? Was hat der Mensch dir gegenüber an? Hörst du gerade Musik? Welche? Oder Vögel? Oder das Rattern der S-Bahn?

Mach das ein, zwei, drei Minuten und du unterbrichst den Gedankenfluss. Und wenn er wieder einsetzt und dich herunterziehen will, dann fang wieder an.

Der Trick dabei ist, es zu merken und zu handeln. Und wenn es nicht klappt, dann ärgere dich nicht über dich. Akzeptiere es und halte das nächste Mal einfach früher das geistige Stopp-Schild hoch. Es ist alles Übungssache, ehrlich!

Natürlich kannst Du die einzelnen Rituale auch miteinander kombinieren und so Dein eigenes, ganz persönliches Reinigungsritual erschaffen.

Und jetzt Du: Schreibe doch Deine Ideen und Erfahrungen in den Kommentar, ich freue mich darauf.

Vipassana – mein Erfahrungsbericht

Vipassana – mein Erfahrungsbericht

Vor mehreren Jahren habe ich über Vipassana gelesen und schon da hat mich der Gedanke gereizt, einmal ein 10-tägiges Meditationsseminar zu machen. Nur ich mit mir und sonst nichts. Das klang für mich wirklich verlockend. Also habe ich mich informiert und wollte mich anmelden. Das hat, als ich noch in Deutschland gewohnt habe, einfach nicht geklappt und es hat eben nicht sollen sein.

Als ich mit meinem Mann in die Schweiz gezogen bin, habe ich erfreut festgestellt, dass es auch hier ein Vipassana-Zentrum gibt, etwa 50 Kilometer von unserem Wohnort entfernt. Perfekt! Und siehe da, mit der Anmeldung hat es auch geklappt und so war ich endlich vom 23.05.2018-03.06.2018 am Mont Soleil auf einem Vipassana-Seminar.

Heute möchte ich dir ein wenig darüber erzählen. Zuerst kommen die “hard facts” und am Ende erzähle ich dir, wie es mir ergangen ist und was es mir gebracht hat.

Was ist eigentlich Vipassana?

Vipassana ist ein Weg der Selbsterfahrung und letztendlich führt er zur Erleuchtung.

Du arbeitest mit deinem Atem, indem du ihn beobachtest und mit deinem Körper. Hier beobachtest du die Empfindungen, wie sie kommen und vergehen. Auf diese Weise erlebst du, dass alles Veränderung ist. Daher macht es keinen Sinn, sein Herz an Dinge, Menschen, Ereignisse zu hängen, denn nichts ist von Bestand. Tust du es dennoch, verursacht es Leiden und wer leidet, verbreitet Leiden.

Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, solltest du Gleichmut entwickeln und das wiederum schaffst du, wenn dir nicht nur verstehst, sondern auch begreifst, dass alles endlich ist.

Das ist wirklich nur eine sehr sehr grobe Zusammenfassung. Während des Seminars hörst du jeden Abend einen Vortrag, der mehr als eine Stunde geht. Da erfährst du den ganzen Hintergrund und wie alles zusammenhängt.

Vipassana ist eine Meditationsthechnik, die von Buddha wiederentdeckt wurde und ihm dabei geholfen hat, zur Erleuchtung zu gelangen.
Es ist eine Technik, die dir dabei hilft, das Leiden von der Wurzel her aufzulösen, eine Ethik und eine Methode, den Wechselfällen des Lebens gelassen und voller Gleichmut entgegenzutreten.

Ausführlicher wird es auf der Homepage und in einem Vortrag von S.N.Goenka beschrieben, den er in Bern gehalten hat.

S.N.Goenka hat Vipassana aus Burma zurück nach Indien und dann in die Welt gebracht.

Vipassana-Zentren gibt es weltweit und du kannst dein Seminar nur online buchen. Sei aber superpünktlich bei der Anmeldung, denn gerade die Plätze für Frauen sind rasend schnell weg.

Für wen kann Vipassana das Richtige sein?

Vipassana ist für Menschen, die sich selbst erfahren möchten und die bereit sind, sich einer ziemliche Disziplin zu unterwerfen. Du machst nur Vipassana, keine andere Meditationsform, kein Yoga, nichts anderes. Egal, was du sonst an Ritualen und Praktiken ausführst, für diese 10 Tage ist alles außer Vipassana tabu.

Es ist für Menschen, die bereit sind, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.

Diese 10 Tage sind definitiv kein Urlaub und auch nicht Wellness. Du wirst mit dir selbst konfrontiert und das kann ganz schön an die Substanz gehen. Du schweigst absolut 9 Tage lang und bist mit dir allein.

Vipassana ist auch keine Therapie. Wenn du ernsthafte Probleme hast, können die an die Oberfläche gespült werden und das kann ernst werden. Die Lehrer sind nicht zwingend psychologisch ausgebildet und dann kann Vipassana wirklich einiges triggern, das dich in eine Krise stürzt. Du solltest also in jedem Fall psychisch stabil sein, wenn du dich auf die 10 Tage einlässt.

Wie sieht der Tagesablauf aus?

Du lebst im Grunde in den ersten neun Tagen wie eine buddhistische Nonne / ein buddhistischer Mönch und das betrifft auch den Tagesablauf:

4:00: Morgengong zum Aufwachen
4:30: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
6:30: Frühstück und Pause
8:00: Gruppenmeditation in der Halle
9:00: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
11:00: Mittagessen und Pause
12:00: Gelegenheit zum Interview mit dem Lehrer bzw. Pause
13:00: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
14:30: Gruppenmeditation in der Halle
15:30: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
17:00: Teepause
18:00: Gruppenmeditation in der Halle
19:00: Vortrag in der Halle
20:15: Gruppenmeditation in der Halle
21:00: Gelegenheit für Fragen
21:30: Licht aus, Nachtruhe

Während dieser Zeit unterwirfst du dich auch 5 Regeln:

  • Kein lebendiges Wesen zu töten (ja, auch keine Mücken!)
  • Nicht stehlen (sollte eigentlich auch außerhalb dieser Tage gelten)
  • Keine sexuelle Aktivität
  • Nicht lügen
  • Keine Rauschmittel

Wiederholer müssen noch weitere 3 Regeln befolgen

  • Keine feste Nahrung nach 12 Uhr
  • Verzicht auf sinnliche Vergnügungen und Körperschmuck
  • Keine übertrieben weichen Betten

Während der ersten 9 Tage gilt die erhabene Stille. Das bedeutet, dass du mit niemand sprechen darfst, auch kein Blickkontakt, gar nichts. Einzige Ausnahme sind die Fragerunden mit dem Lehrer.

Das macht auch Sinn, denn du sollst deine eigenen Erfahrungen machen und dich nicht mit anderen austauschen, denn dann würdest du anfangen, dich zu vergleichen.

Du sollst dich auch nicht ablenken und daher ist alles verboten, was deine Aufmerksamkeit fordern könnte. Du gibst daher am ersten Tag dein Handy ab. Die Fotos habe ich daher am ersten Tag und bei der Abreise gemacht. Du darfst auch keinen MP3-Player mitnehmen, nichts zu lesen, nichts zu schreiben. Du bist komplett mit dir allein.

Am zehnten Tag wurde die edle Stille aufgehoben und an diesem Tag wurde auch weniger meditiert. Da konnten wir endlich miteinander sprechen, aber das war schon erst ein wenig ungewohnt.

Wie sieht es mit Unterbringung, Essen etc. aus?

Das Zentrum Mont Soleil ist sehr schön im Schweizer Jura gelegen. Da es auf knapp 1300 Meter Höhe liegt, wird es im Winter schon kalt mit entsprechend Schnee. Das solltest du berücksichtigen, wenn du dort dein Vipassana planst.

Die Unterbringung ist je nach Haus unterschiedlich. In manchen Zentren gibt es Einzelzimmer mit eigenem Bad. Am Mont Soleil waren es Mehrbett-Zimmer, so dass zwischen 2 und 5 Frauen in einem Zimmer schliefen. Es gibt dort Gemeinschaftsduschen und Toiletten. Insofern hatte es etwas von Schullandheim oder Jugendherberge, aber das war ok.

Männer und Frauen sind während der Zeit streng getrennt und auch die Bereiche, in denen du spaziergengehen kannst, sind abgeteilt.
Man ist nur während der Meditation zusammen, sitzt da aber auch getrennt.

Das Essen ist vegetarisch/vegan, eben in Übereinstimmung mit der Regel, nicht zu töten. Wie es schmeckt, hängt von den Fähigkeiten der freiwilligen Helfer ab. Wir waren insgesamt ca. 65 Personen und für so eine Menge zu kochen ist eine echte Herausforderung.

Das Essen war für mich ok, hätte nur manchmal ein wenig mehr gewürzt sein können. Die Nachtische waren aber immer lecker.
In der Teepause, also zum Abendessen, gibt es nur Obst.

Was kostet ein Vipassana-Seminar?

Die Seminare wie die Häuser etc. werden durch Spenden finanziert. Eine Säule ist das Dana, die Gabe. Jeder, der von dem Kurs profitiert, soll nach seinen Möglichkeiten geben.

Eine andere Art des Dana ist das Helfen. Ältere Schüler, also Menschen, die mindestens einen Kurs gemacht haben, können bei der Organisation, beim Kochen und Putzen helfen und sich so einbringen.

Sinn ist, selbstlos und mit Liebe zu geben, ohne Erwartung einer Gegenleistung.

Würde man dafür zahlen, hätten die meisten wiederum Ansprüche an die Unterbringung, ans Essen etc. Das würde aber dem entgegenlaufen, dass man Gleichmut entwickeln soll und alles so akzeptieren, wie es ist.

Wie habe ich diese Zeit erlebt und was hat es mir gebracht?

Nachdem du nun weißt, was Vipassana ist, wie es abläuft und wie die Rahmenbedingungen sind, möchte ich dir nun von meinen eigenen Erfahrungen erzählen.

Was mir wirklich leicht gefallen ist, war das Schweigen für die 9 Tage.

Wenn ich allein unterwegs bin, habe ich oft Tage, an denen ich außer den notwendigen Dingen wie Ticket, Essen und Unterkunft organisieren nicht viel rede. Ich bin es also gewohnt, auch mal wirklich Tage fast komplett zu schweigen.

Und ich bin es durch das Alleinreisen gewohnt, mit mir allein zu sein. Das kannst du natürlich nicht wirklich mit den 10 Tagen vergleichen, denn um mich herum ist viel Ablenkung, wenn ich mir etwas anschaue oder unterwegs bin.

Aber dann am Abend kehrt einfach Stille ein und ich bin mit mir allein. Das war vor den Zeiten von Smartphones und überall verfügbarem Internet noch extremer, ist heute aber bis zu einem gewissen Grad immer noch so.

Was mir nicht so leicht fiel war, dass ich 10 Tage nicht wusste, was Zuhause passiert.

Selbst wenn ich reise, gibt es kaum einen Tag, an dem ich nicht mit meinem Mann skype und WhatsApp ging immer, wenn sonst gar nichts ging. Wir waren also so lange noch nie ohne regelmäßigen Kontakt.

Da ging dann teilweise mein Kopf und meine Phantasie mit mir durch, was alles schreckliches passiert sein könnte.

Doch da griff Vipassana langsam ein, denn da lernst du im Hier und Jetzt zu sein, dir nicht Gedanken über Vergangenheit und Zukunft zu machen, denn das Jetzt ist der Moment, der zählt. Und ändern hätte ich es eh nicht. Das war mir auch vorher bewusst und diesen gewissen Gleichmut (nicht Gleichgültigkeit!) lege ich durchaus auch schon recht oft an den Tag.

Trotzdem wurde mir in diesen Tagen bewusst, wie wichtig diese Eigenschaft des Gleichmutes ist und dass da auch bei mir noch Luft nach oben ist.

Ich habe von Menschen gehört, die durch Vipassana wirklich in ihren Grundfesten erschüttert wurden. Ich kann mir das gut vorstellen, aber mich hat es nicht so sehr gebeutelt. Das mag daran liegen, dass ich mich schon viele Jahre mit Persönlichkeitsentwicklung befasse, mich habe coachen lassen und viel an mir selbst gearbeitet habe.

Nichtsdestotrotz habe ich in diesen Tagen einiges über mich gelernt, bin weiter auf meinem Weg gekommen. Ich habe auch verstanden, dass einige Eigenschaften, unter denen ich “gelitten” habe und mir wegcoachen lassen wollte (hat eh nicht geklappt), wertvolle Eigenschaften sind.

Ich bin also ein gutes Stück weiter auf dem Weg der Selbstakzeptanz und Annahme meiner Selbst gekommen.

Für mich als Kopfmensch war es sehr heilsam, mich auf das Spüren der Körperempfindungen zu fokussieren und sie zu beobachten. Genauso war es eine kleine Herausforderung, sie nur zu beobachten und nichts herbeizuwünschen, herbeizuvisualisieren und es hinzunehmen, wenn eben auch mal nichts da war. Das hat mir wirklich gut getan und war einer meiner größten Gewinne.

Natürlich habe ich auch Gedanken rund um meine Selbstständigkeit gewälzt. Und auch hier ist mir so einiges klar geworden, wie ich weitergehen möchte. Es wird sich nichts radikal ändern, aber ich werde andere Akzente setzen.

Ich habe zudem ein neues Verhältnis zu meinem Business bekommen und die Einsichten, die ich hier bekommen habe, waren sehr wertvoll für mich. Es war am Ende eine Bekräftigung meines Weges.

Die Meditationspraxis werde ich weitermachen. Das Minimum sind eine Stunde am Morgen und eine am Abend. Ich gebe zu, das halte ich nicht ganz durch und merke, dass es mir etwas schwerer fällt, wieder in diesen Zustand zu kommen. Aber ich bleibe dran und bleibe geduldig, gleichmütig.

Würde ich es empfehlen?

Ein definitives Ja, wenn du bereit bist, dich dir selbst zu stellen, dich den Regeln und der Disziplin zu unterwerfen und psychisch stabil bist.

Und jetzt du: Spricht dich Vipassana an? Hast du vielleicht selbst schon einmal Vipassana gemacht? Wenn ja, wie waren deine Erfahrungen? Ich bin neugierig auf deine Meinung.

 

Rituale – Was sie Dir bringen

Rituale – Was sie Dir bringen

Woran denkst Du, wenn Du “Ritual” hörst? An weihrauchgeschwängerte Luft in Kirchen, geheimnisvolle Handlungen von Schamanen im Urwald, Opferhandlungen um Mitternacht? Ich denke, den meisten geht es so, viele verbinden mit diesen Begriff religiöse Handlungen.

Das ist aber nur ein Aspekt, Rituale sind noch viel mehr und jeder hat sie, jeder pflegt sie und jeder braucht sie.

Grob gesagt sind Rituale Handlungen nach einem bestimmten Muster.
Ja, sehr oft haben sie symbolische Bedeutung und sind mit bestimmten Orten, Zeiten und Gegenständen verbunden.
Und ja, meist haben sie auch tatsächlich religiösen Charakter, aber eben nicht immer.

Ich weiß nicht, wie bei Dir der Morgen aussieht, aber ich habe unter der Woche einen bestimmten Ablauf.

Nach dem Aufstehen füttere ich die Katze, mache mir eine Tasse Tee (immer grüner Tee mit Zitrone), esse eine Scheibe Brot mit Marmelade, putze die Zähne, mache mich fertig, ziehe mich an und fahre in die Arbeit. So geht das Montag bis Freitag. Und schon das ist ein Ritual.

Und was bringt das?

Ein fester Ablauf schafft Struktur. Du weißt ganz genau, was als nächstes kommt, brauchst nicht darüber nachzudenken. Alles läuft ganz automatisch ab, ich muss nicht groß darüber nachdenken. Die Schwester vom Ritual ist also die Routine. Es passieren keine großen Überraschungen, alles geht seinen geregelten Gang und das ist auch gut so.

Wenn mehrere Menschen an einem Ritual teilnehmen, fördert das auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Verbundenheit von dieser Gruppe. Das können auch die regelmäßigen Familienfeste sein.

Rituale helfen Dir also, Struktur in den Alltag zu bringen, zu wissen, was passiert, ohne groß darüber nachzudenken. Wir sind jeden Tag so vielen Einflüssen ausgesetzt, müssen so viele Entscheidungen treffen. Bei Standardabläufen, Ritualen, wissen wir, was als nächstes kommt. Das hilft uns dabei, uns nicht zu verzetteln.

Es bringt Stabilität, Vertrautheit, Gewohnheit. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, also ich zumindest, und das ist auch nichts Schlechtes. Müssten wir uns jeden Morgen von Neuem überlegen, was wir machen müssen, dann würde uns das unheimlich viel Energie kosten, Energie, die uns dann irgendwo fehlen würden.

Alltagsrituale sind also etwas durchaus Positives. Es lohnt sich daher durchaus, sich mal den eigenen Tages-, Wochen-, Monatsablauf anzuschauen.

  • Welche Rituale oder Standardabläufe hast Du?
  • Warum machst Du etwas auf eine bestimmte Art und Weise?

Wenn Du hier mal einen näheren Blick wagst, dann erkennst Du bestimmt gewisse Muster. Sie zu hinterfragen kann durchaus sinnvoll sein und wenn der einzige Zweck ist, morgens ohne großes Nachdenken vernünftig aus den Haus zu kommen, dass ist das auch ok.

Rituale ohne Bedeutung machen keinen Sinn, egal, ob es Deine täglichen kleinen Rituale sind oder religiöse oder sonstige. Das kann auch das Ritual des regelmäßigen Jour Fixes in der Arbeit sein.

Von Zeit zu Zeit sollten sie kritisch überdacht, angepasst oder ganz gestrichen werden. Das gilt meiner Meinung nach für alle Rituale, denn ein automatischer Ablauf ohne Inhalt ist eine leere Hülle, kostet Zeit und Energie und bringt nichts. Im Gegenteil, es zieht noch Energie, weil du dich ärgerst und dich nervt.

Vielleicht magst du auch ein Ritual, das nur noch aus Gewohnheit durchgeführt wird, auf an deine Bedürfnisse anpassen, damit es wieder für dich stimmig ist.
Experimentiere ein wenig herum, spiele, verwöhne dein inneres Kind, indem du den Tisch schön dekorierst, eine passende Musik auswählst oder räucherst.

Arten von Ritualen

Es gibt Rituale, die sich regelmäßig wiederholen, die an einen bestimmten Lebensabschnitt oder ein Ereignis geknüpft sind.

Wenn du christlich bist, dann gehören z.B. Ostern oder Weihnachten dazu. Da wird die Wohnung entsprechend geschmückt, es gibt bestimmtes Essen – ich meine hier nicht nur die Schoko-Osterhasen oder Schoko-Nikoläuse, die es schon Monate davor gibt.

Viele Familien haben da ihre eigenen Traditionen, was den Ablauf, den Schmuck und auch Geschichten dazu angeht. Das fördert auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und das auch teilweise über Generationen hinweg.

Da wird bestimmter Weihnachtsschmuck oder Krippen von den Großeltern über die Eltern an die Kinder weitergegeben oder auch die Familienbibel.

Dann gibt es einmalige Ereignisse wie Geburten, Übergang zur Pubertät, die erste Mens, den Übergang in die Menopause oder ganz weltliche Ereignisse wie das Abitur, den Uni-Abschluss, den Führerschein etc.

Auch diese Ereignisse sollten entsprechend gewürdigt und gefeiert werden.

Ich kann mich noch sehr gut an ein Ritual erinnern, an dem ich zur Feier der ersten Mens bei einer jungen Frau teilnehmen durfte.

Es war wunderschön und sie war die Königin des Abends. Nach einer Vorbereitung schritt sie am Abend durch ein Labyrinth aus Kerzen ins Zentrum und hat dort Geschenke zu diesem Übergang von ihrer Mutter erhalten. Danach ging sie wieder zurück und wurde von uns Frauen in den Kreis der blutenden Frauen aufgenommen. Das war wahrlich magisch und etwas ganz Besonderes.

Genauso gibt es auch Rituale, die sich an Naturereignissen wie Vollmond, Tagundnachtgleichen oder Sonnwenden orientieren.

Diese besonderen Tage und Nächte haben durchaus etwas Magisches. Sie stellen kleinere und größere Wendepunkte im Zyklus der Natur dar. Auch wir sind ein Teil der Natur, auch wenn wir das manchmal gern vergessen.

Und es gibt deine persönlichen kleinen Alltagsrituale, über die ich schon gesprochen habe. Für diese Rituale benötigst du keine Gemeinschaft. Du kannst sie allein durchführen.

Wenn der Ablauf immer derselbe ist, dann weiß auch dein Unterbewusstsein schon nach den ersten Handgriffen, was kommen wird.

Das bringt dich automatisch in einen bestimmten seelischen Zustand.

Du weißt genau, wenn du die Räucherkohle anzündest, dass du gleich bestimmte Harze riechst oder eine wunderbare Mischung wie Kyphi. Da kommst du ganz rasch in die Stimmung für eine Meditation oder ein Vollmond-Ritual, je nachdem, was du mit diesem speziellen Duft verbindest. Es ist eine Art Anker, der diesen Duft, diese Handgriffe mit etwas ganz Besonderem verbindet.

Überprüfe einmal deine Rituale

Rituale sind wichtig, aber sie sollen, nein, sie müssen auch einen Inhalt haben. Nimm Dir also etwas Zeit, schau genau hin und stelle Dir folgende Fragen:

  • Welche Rituale habe ich?
  • Warum habe ich sie?
  • Welchen Sinn haben sie?
  • Was bringt es mir?

Sei dabei ehrlich und wenn es keinen Sinn macht, dann ändere es oder verabschiede Dich davon. Damit gewinnst Du Zeit, um etwas sinnvolles zu machen.

Wenn du die Grundidee magst, aber nicht die Umsetzung, wer hindert dich, es anzupassen?

Schaffe deine eigenen persönlichen Rituale und gestalte neue mit deinen Liebsten, denn du weißt ja, dass gemeinsame Rituale die Verbundenheit stärken.

Wie sehen denn Deine Alltagsrituale aus? Welche Routinen hast Du? Schreibe es mir in die Kommentare.

Orakeln mit meinen Lieblingsdecks

Orakeln mit meinen Lieblingsdecks

Bald starten wieder die Raunächte und da ist es schon eine liebgewonnene Tradition, mit Karten zu orakeln.

Ich ziehe dafür an den zwölf Tagen jeden Tag eine Karte für einen Monat des kommenden Jahres. Die erste Karte steht für den Januar, die zweite für Februar und so weiter.
Traditionell nehme ich Tarot-Karten, aber du kannst jedes Kartendeck nehmen. Ich habe es im letzten Jahr immer mit einer Karte aus einem anderen Deck ergänzt und das gab wirklich spannende Kombinationen und Aussagen

Ich schreibe mir auf, was mir als erstes dazu einfällt, welche Gedanken, welche Gefühle kommen hoch. Ich betrachte die Karte ein wenig länger und lasse mir von ihr ihre Geschichte erzählen, mir Impulse zum jeweiligen Monat geben.
Das schreibe ich mein Raunachtstagebuch und, ganz wichtig, auch mit der Hand. Das hat eine ganz andere Energie als es zu tippen. Ich verbinde mich so auf eine ganz andere Weise als mit dem PC. Am liebsten schreibe ich mit einem Füller, ganz klassisch.
Im folgenden Jahr vergleiche ich immer am Ende des jeweiligen Monats, was ich orakelt habe. Dabei kommen tatsächlich ganz erstaunliche Punkte zu Tage.

Im letzten Jahr haben unglaublich viele Menschen in meiner Raunachtsfacebook-Gruppe ihre Karten gezeigt und wir alle waren von der Vielfalt begeistert. Viele, auch ich, konnten wirklich nicht widerstehen und haben uns noch etliche Decks gekauft. Da kam bei mir wieder die Sammlerin durch.

Ich möchte dir als Anregung einige meiner Lieblingsdecks heute vorstellen, denn alle dir zu zeigen würde hier den Rahmen sprengen:

1. Der Klassiker: Rider Waite Tarot

Mit dem Klassiker Rider Waite* arbeite ich viel, sowohl mit meinen Klientinnen bei den Kraftreisen als auch für mich selbst, wenn ich mal ein wenig Inspiration brauche, wenn ich feststecke.

Ich nutze die Karten, egal welches Deck, meist eben nicht zum Orakeln, aber in den Raunächten mache ich eine Ausnahme. Andere gute Zeitpunkte zum Orakeln sind übrigens generell die Jahresfeste.

Für Anfänger und Fortgeschrittene ist das Deck einfach bestens geeignet und es gibt eine Unmenge an Literatur zu diesem Deck. Für den Start daher ideal, auch wenn ich dafür plädiere, dass du auch mit deinen eigenen Bildern, Ideen und Assoziationen arbeitest, bevor du Deutungen auswendig lernst.

2. Wunderschön und mystisch: Das Shadowscapes Tarot

Das Shadowscapes Tarot* habe ich dieses Jahr entdeckt und mich gleich verliebt.

Es ist wunderschön, ohne kitschig zu sein und hat etwas elfenhaftes für mich. Die Karten sind unglaublich detailreich und toll gezeichnet, so dass ich mich immer wieder in der Betrachtung verlieren kann.

Als erstes Deck würde ich es daher nicht empfehlen, denn dafür ist es für mein Empfinden nicht klar genug, sondern eher komplex. Aber zum Eintauchen und Meditieren ist es toll.

Beim Deck ist ein Begleitbuch dabei, aber es ist nur auf Englisch erhältlich.

3. Verspielt und immer mit Katze: Everyday Witch Tarot

Das Everyday Witch Tarot* begeistert mich als Dosenöffner von zwei Katzen durch die liebevollen Zeichnungen und die immer präsenten Katzen, wie es sich eben für Hexen gehört. Ich glaube nur auf zwei Karten fehlen sie.

Die Karten lehnen sich stark an das Rider Waite an, sind aber deutlich positiver und verspielter. Das mag manche Puristen stören, ich finde es wunderbar erfrischend.

Auch das dazugehörende Begleitbuch hebt sich von anderen Deutungsbüchern ab, denn es geht auch eher in die Coaching-Richtung und gibt gute Denkanstöße.

Leider kommst du auch hier ohne Englisch-Kenntnisse nicht weit, aber es ist recht einfach geschrieben.

4. Einfühlsam und weiblich: Mythical Goddess Tarot

Das letzte Tarot, das ich dir vorstelle, ist auch ein englisches, das Mythical Goddess Tarot* von Katherine Skaggs.

Es weicht vom Klassiker ab, denn manche Karten werden ein wenig freier interpretiert und es gibt nur Frauen, also keinen Buben, keinen Ritter und keinen König, sondern das Kind, das Mädchen und die Alte. Auch der Herrscher wird durch Power ersetzt, die Lilith verkörpert.

Doch auch hier führt dich ein Begleitbuch durch die Karten, gerade wenn du die Göttinnen, die die Große Arkana verkörpern, noch nicht kennst.

Du kannst das Deck bei Katherine selbst bestellen oder auf der amerikanischen Seite von Amazon*. Der Unterschied liegt deutlich in den Portokosten.

Wenn du einen näheren Eindruck von den Karten bekommen willst, dann schau dir meine Tarotimpulse an, die ich eine Weile hier als Videos veröffentlicht habe

5. Göttlich und kraftvoll: Göttinnengeflüster

Ich liebe es, mich auch mit der Göttinnenkraft zu verbinden und liebe das Göttinnengeflüster*, das inzwischen neu aufgelegt wurde.

Diese Karten waren die Grundlage für meine Meditationsreihe mit 21 Göttinnen, die ich dieses Jahr veranstaltet habe.

Ich ziehe selbst jedes Jahr eine Göttin, deren Kraft mich in den 12 Monaten begleiten soll. Natürlich kannst du auch jeden Monat eine Göttin ziehen oder jede Woche oder jeden Tag.

6. Zart und poetisch: Love & Shine

Wunderschöne Impulse schenkt Sandra*, die inzwischen bereits drei Kartendecks veröffentlicht hat.

Sie sind liebevoll gezeichnet, ganz zart und poetisch. Du kannst auch hier wunderbar in die Farben, Symbole und deine eigene Intuition eintauchen.

Jede Karte hat ein Motto und ein, zwei Sätze, die dich inspirieren.

Ich ziehe sie gern als Tages- oder Monatskarte.

7. Liebevoll mit indischem Touch: Seeds of Shakti

Die Karten von Sharron* habe ich bei Instagram entdeckt und sie haben mich mit ihrem indischen Touch gleich angesprochen.

Auch sie sind unverwechselbar gezeichnet, recht klar und ohne große Schnörkel.

Sie haben jeweils ein Motto und einen Satz, der dich zum Nachdenken anregt. Schau einfach einmal, wie dieser Impuls dich in deinem Alltag beeinflusst.

Zu den Karten gibt es auch ein Begleit-PDF, das du sofort bei der Bestellung online erhältst.

Sharron versendet aus Kanada, daher sei bitte geduldig, wenn du die Karten bestellst. Bei mir hat es ca, 3,5 Monate gedauert, bis sie angekommen sind.

Und jetzt Du: Hast du auch eine Orakeltradition und/oder ein Lieblingsdeck? Erzähl doch ein wenig in den Kommentaren, ich freue mich über weitere Anregungen.

 

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