Wenn du eine Website erstellst, dann kannst du jede Menge Fehler machen, auch was das Design angeht. Es gibt sogar Websites, auf denen die gruseligsten Websites ever aufgelistet sind – Alpträume garantiert.

Doch auch nicht solche Extrembeispiele können Besucher in die Flucht schlagen, wenn du in das ein oder andere Design-Fettnäpfchen trittst.

Am Ende des Tages ist viel Geschmacksache, aber wenn du einige grundlegende Punkte beachtest, dann bist du schon auf der sicheren Seite.
Ich möchte mich hier jetzt nur auf die Optik deiner Website beschränken. Punkte, wie eine übersichtliche Navigation, eine geschickte Besucherführung, Verwendung von Elementen wie Slider, Werbeeinblendungen etc. spielen auch ins Design rein, aber das würde jetzt hier den Rahmen einfach sprengen.

 

Design-Fehler Nr. 1: Deine Website ist zu bunt

Du kannst den besten Inhalt der Welt haben, aber wenn die Farbgebung deiner Website nur noch den Fluchtreflex bei deinen Besuchern auslöst, hast du verloren.
Natürlich mag nicht jeder Pink oder Rot, aber wenn eine Website nur noch in Neonfarben leuchtet, wirst du wenig Fans finden.
Ein schönes Beispiel habe ich hier:

Achte bei deiner Website auf eine harmonische Farbgebung. Seiten wie design-seeds oder Farbpalettenbeneratoren wie Adobe Color  helfen dir dabei, Farbzusammenstellungen zu finden, die harmonisch sind.

Verwende nicht mehr als 3, 4 Farben, sonst wird deine Website zu bunt und zu unruhig.

Achte auch darauf, viel White Space zu verwenden. Das heißt nichts anderes als dass du nicht alles eng aneinanderklebst, sondern großzügig viel weißen Raum lässt. Damit wirkt deine Website ruhig, offen und großzügig.

 

Design-Fehler Nr. 2: Du verwendest zu viele unterschiedliche Schriften

Zu viele unterschiedliche Schriften machen deine Website ebenfalls unruhig. Nimm eine Schrift für die Überschriften und eine für den Text. Hier hast du mit Schriftarten wie Open Sans oder Roboto auch noch Varianten zwischen normaler Dicke, breiter und schlanker Schrift. Allein dadurch kannst du ebenfalls zusätzliche Akzente setzen, ohne dass du noch eine weitere Schrift verwendest.

Mehr als 3 unterschiedliche Schriften würde ich dir nicht empfehlen, besser noch sind 2. Je mehr Schriften du verwendest, desto mehr musst du auch aufpassen, dass sie wiederum miteinander harmonieren.

 

Design-Fehler Nr. 3: Deine Schriften sind schlecht lesbar

Eine zu krakelige Schrift, die schlecht lesbar ist, schreckt auch ab. Denke daran, dass die Schrift auch auf dem Handy noch gut lesbar ist. Kein Mensch hat große Lust, irgendwelche Hieroglyphen zu entziffern. Gerade wenn du eine Schreibschrift einsetzt, dann achte darauf, sie wirklich nur als Akzent zu setzen. Dann verzeihen es dir deine Besucher noch, wenn sie schick aussieht, aber etwas schwer lesbar ist.

Wenn wir schon über die Lesbarkeit sprechen, dann achte bitte auch darauf, dass dein Text ausreichend groß geschrieben ist. Wenn man fast eine Lupe braucht, um deine Inhalte zu lesen, macht das wenig Spaß. Eine Schriftgröße von 16-18pt je nach Schrift darf es gerne sein.

Achte auch auf einen entsprechenden Zeilenabstand. Wenn der zu eng ist und alles aneinanderklebt, wird es mühsam. Aus demselben Grund vermeide zu lange Sätze und Textabschnitte. Du hast genug Platz, um großzügig zu sein und Absätze zu verwenden.

Design-Fehler Nr. 4: Du verwendest blinkende und zappelnde Gifs

Blinkende und zappelnde Gifs waren mal in den 1990er der Hit. 30 Jahre später solltest du auf so etwas verzichten:

Wenn du schon Animationen verwendest, dann setze sie SPARSAM ein. Wenn es nur noch blinkt und zappelt, wirkt es weder professionell noch einladend.

In die gleiche Kategorie fällt übrigens auch Musik, die losgeht, wenn man die Website aufruft. Ganz davon abgesehen, dass das unter Umständen gegen das Urheberrecht verstößt, geht erst einmal die panische Suche nach dem Aus-Button los oder der Besucher klickt gleich web.

 

Design-Fehler Nr. 5: Die Kontraste sind zu stark oder zu schwach

Achte darauf, dass zwischen deiner Schrift und dem Hintergrund ein guter Kontrast ist. Gelbe Schrift auf weißem Grund ist einfach schlecht lesbar. Neongrün auf schwarz erinnert an die Anfänge der Computer, die wir schon lange hinter uns haben.

Wenn du einen Text über ein Bild legst, achte auch hier bitte darauf, dass der Hintergrund nicht zu unruhig ist und der Text gut lesbar bleibt. Zur Not kannst du den Text mit einem hellen transparenten Hintergrund unterlegen, so dass das Bild sichtbar bleibt, aber die Schrift noch klar zu erkennen ist.

 

Design-Fehler Nr. 6: Dein Design ändert sich ständig

Es ist super, wenn du kreativ bist und Spaß daran hast, eine Website zu erstellen. Doch wenn sich die Optik bei jeder Unterseite ändert, dann verwirrt das die Besucher und sie beginnen sich zu fragen, ob sie noch bei auf deiner Website sind oder schon auf der nächsten.
Achte daher darauf, dass dein Design durchgängig ist und sich nicht ständig ändert. Ein gleiches Grunddesign, sich wiederholende Elemente wie immer stets die gleiche Schrift, die gleichen Buttons, eine einheitliche Hintergrundfarbe machen es deinen Besuchern leicht, sich bei dir wohlzufühlen.

 

Design-Fehler Nr. 7: Austauschbare oder schlechte Bilder

Eine Website ohne Bilder oder generell eine optische Auflockerung ist kaum vorstellbar. Wenn, dann sind es Behördenseiten und die müssen ja auch nicht wirklich ansprechend sein. Doch ich denke einmal, dass du eine andere Intention hast als z.B. das Auswärtige Amt, das über Reisebestimmungen informiert.

Das Gegenteil – zu viele Bilder zu eng aneinandergeklebt ist genauso schlimm. Sei großzügig, was den Platz angeht.

Verwende also passende Bilder in einer guten Qualität, am besten deine eigenen. Stock-Fotos sind zwar schick, aber austauschbar und das bist du nicht. Sei also auch bei deinen Bildern einzigartig und verwende deine eigenen Bilder. Das macht deine Website noch dazu authentisch.

Achte auch darauf, dass die Bilder scharf sind und nicht verpixelt. Dazu musst du sie nicht in der höchsten Auflösung hochladen, das geht wieder zu Lasten der Ladezeiten. Plugins wie Shortpixel oder Onlinetools wie Compressjpg  helfen dir dabei, dass die Bildgröße schlank bleibt, ohne das die Qualität leidet.

Denke daran, alles beginnt in dir!

Welche Fehler bei der Optik fallen dir noch ein?

  

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Ivana