Wordpress Grundbegriffe

Ich bekomme immer wieder die Frage gestellt, warum man eigentlich WordPress braucht oder was ein Theme ist. Daher habe ich mir überlegt, dir heute die Grundbegriffe bei WordPress zu erklären. Dann weißt du, was damit immer gemeint ist und wo die Unterschiede sind.

Der erste Punkt mit dem Hoster hat zwar nicht direkt etwas mit WordPress zu tun, ist aber etwas, was du zwingend brauchst, wenn du mit deiner Website online gehen willst.

1. Hoster

Beim Hoster mietest du deinen Webspace. Er stellt dir die Infrastruktur zur Verfügung, die du brauchst, um deine Website online zu stellen. Dazu gehören zum Beispiel die Server und die Netzwerkanbindung.

Du kannst bei den Anbietern zwischen unterschiedlichen Paketen wählen, je nachdem wie viele Domains, also Internet-Adressen, du brauchst, wie viele Email-Adressen du benötigst und wie viel Platz du auf deiner Website brauchst.

Wenn du es mit einem Haus vergleichst, dann ist es die Straßenanbindung, Strom und Wasser, eben das, was du später im Haus brauchen wirst, um überhaupt dort auch vernünftig leben zu können.

Ich bin bei All-Inkl {Werbung}, aber es gibt da unterschiedliche Anbieter.

Du solltest darauf achten, dass der Hoster eine hohe Verfügbarkeit hat und am besten auch schon WordPress beinhaltet.

Eine SSL-Verschlüsselung sollte selbstverständlich sein und dass die Datenbanken immer aktuell gehalten werden. Das ist bei All-Inkl {Werbung} der Fall.
Ein Kriterium für die Auswahl kann auch die Erreichbarkeit des Supports sein und wo die Server stehen.

2. WordPress

WordPress ist ein Content Management System, mit dem du deine Inhalte ins Netz stellst. Andere Systeme sind Joomla, TYPO3, Blogger, Adobe Dreamweaver, Drupal oder Magento.
Wordpress ist mit ca. 18 Millionen Websites das beliebteste System und es gibt auch unglaublich viele Möglichkeiten, es individuell anzupassen.

Wenn du es mit einem Haus vergleichst, dann ist WordPress dein Rohbau.

Früher war WordPress DAS Tool für Blogger, sonst gab es statische Seiten, die zum Beispiel mit Dreamweaver gebaut wurden. Heute ist WordPress extrem weit verbreitet. Du kannst sowohl statische Elemente (zum Beispiel die beliebte Über mich-Seite) oder dynamische Inhalte in einem Blog kombinieren. WordPress ist quasi das Schweizer Taschenmesser unter den Content Management Systemen, weil es so unglaublich viele Möglichkeiten bietet.

Daher solltest du dir vorher überlegen, was du genau möchtest und welche Inhalte du online bringen willst. Ein wenig Strategie gehört auch bei der Technik dazu.

Bei WordPress gibt es 2 Varianten: WordPress.com  und WordPress.org.
Der Unterschied liegt grob gesprochen darin, dass du bei WordPress.com eine vorgefertigte Mietwohnung bekommst, die du nur bedingt anpassen kannst. Dagegen gestaltest du bei WordPress.org dein Haus ganz nach deinen Vorstellungen.

Im Detail bedeutet es:

Bei WordPress.com wird deine Seite direkt bei WordPress gehostet, deine Domain wird registriert und du musst dich nicht um Plugins, Updates etc. kümmern.

Wenn du entsprechend zahlst, kannst du auch jedes beliebige Theme installieren. Du hast Zugriff auf Support.
Dafür gibt es unterschiedliche Preismodelle. Mit der kostenlosen Variante kommst du aber nicht wirklich weit. Das mag für den Anfang gehen, aber du wirst hier schnell an Grenzen stoßen, weil du nicht alle Ideen verwirklichen kannst.

Du beziehst also schon ein fertiges Haus oder eine fertige Wohnung und je nachdem, wie du dich mit deinem Vermieter einigst, kannst du deine Bleibe selbst gestalten.

WordPress.org ist komplett kostenlos, aber du musst dich um alles selbst kümmern. Das bedeutet, dass du selbst deinen Hoster suchen musst, dir selbst überlegen musst, welche Plugins du installierst, welches Theme etc.

Der riesige Vorteil ist, du kannst alles ganz individuell gestalten und deinen Webauftritt so gestalten, wie du möchtest. Du hast die vollständige Kontrolle über dein Design und kannst auch die Plugins installieren, die für dich Sinn machen.

Du gestaltest also dein Haus komplett nach deinen Vorstellungen, die Raumaufteilung, die Deckenhöhe, die Anzahl der Zimmer etc.

3. Theme

Das Theme bestimmt, wie deine Website nach außen hin gestaltet ist. Es ist vergleichbar mit dem Hausanstrich, der Wahl der Haustür, der Fensterläden und des Daches.

Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Themes. Bei den kostenpflichtigen gibt es meist Demoversionen, die du dir anschauen und ausprobieren kannst.

Du kannst unter WordPress mehrere Themes installieren und ausprobieren, mit welchem du am besten zurecht kommst.
Es gibt endlose Übersichten, von denen du dich inspirieren lassen kannst.

Eine Besonderheit sind Baukastensysteme (Page Builder) wie Divi, OptimizePress, Elementor oder Avada.

Der Vorteil ist, dass du unglaublich viele Funktionen hast und sehr individuell alles gestalten kannst. Das ist aber auch für Anfänger ein Nachteil, denn das kann gerade zu Beginn durchaus überfordernd sein.

Ich arbeite im Moment noch mit dem Theme Brigsby von WPHoot und einem Baukastensystem, SiteOrigin, werde aber zumindest Plugins von DIVI verwenden oder sogar ganz umsteigen, wenn ich mal die Zeit für ein Redesign habe.

Die Haustür oder die Fensterläden bleiben also, ich ändere nur die Farbe. Das ist mir persönlich sehr sympathisch.

Mittelweile hat WordPress auch ein abgespecktes Baukastensystem seit dem letzten großen Wechsel, aber das ist noch nicht wirklich ausgereift und bietet bei weitem nicht die Möglichkeiten wie die anderen Systeme.

Du solltest dir in jedem Fall schon vorher Gedanken machen, was das Theme können muss. Willst du mittelfristig einen Shop einbinden? Wie soll deine Seite aussehen?

Welches Theme du auswählst hängt von einigen Faktoren ab:

  • Willst du dich wirklich reinfuchsen und alles komplett selbst gestalten, dann sind Page Builder dein Ding. Auch da kann es nicht schaden, wenn du dich ein wenig mit HTML und CSS auskennst, um gegebenenfalls manuell etwas zu korrigieren. Du hast alle Möglichkeiten, aber du wirst auch Zeit brauchen, um dich mit dem System vertraut zu machen und herauszufinden, wie was funktioniert.
  • Für den Anfang solltest du ein gutes Theme wählen, das deine Anforderungen abbildet und dir auch von der Optik her gefällt.
  • Wähle einen Anbieter, der ein wenig größer ist und keine One-Man-Show. Ich hatte jahrelang ein Theme von einem tschechischen Programmierer, das wirklich richtig gut war. Nur hat er leider aufgehört und ich musste mich nach einer Alternative umschauen, denn mit der Zeit kann es passieren, dass Sicherheitslücken entstehen oder einzelne Plugins nicht mehr funktionieren.
  • Mein Tipp: Nimm ein paar Euro in die Hand statt eines kostenlosen Themes. Da hast du ziemlich sicher viele Funktionen und keinen Allerweltsauftritt. Meist gibt es Demo-Versionen, die du ausprobieren kannst. Dann merkst du schon recht schnell, ob dir das Theme taugt oder nicht.

In jedem Fall sollte, nein, muss responsive sein. Das bedeutet, dass sich das Theme automatisch anpasst, egal, wo du sie öffnest, ob es auf dem Desktop (PC) ist, dem Tablet oder dem Handy. Da inzwischen die meisten Menschen mobil unterwegs sind, sollte deine Website auch auf dem Handy gut lesbar und benutzbar sein.

4. Plugin

Plugins sind quasi die Inneneinrichtung des Hauses. Es sind kleinere und größere Programme, die du unter WordPress installieren kannst und die bestimmte Funktionen übernehmen, die nicht in deinem Theme oder in deiner Installation vorhanden sind.
Es gibt Plugins zu jedem Bereich. Viele sind sinnvoll, viele auch nicht.

So gibt es zum Beispiel Plugins, die dir bei der Optimierung für Google helfen, die den Zugang sperren, wenn sich jemand zu oft mit dem falschen Passwort anmeldet, die die Optik verändern oder verhindern, dass du zugespammt wirst. Du kannst mit ihnen schicke Bildgalerien erstellen, einen Mitgliederbereich anlegen, deine Daten sichern oder Formulare erstellen.

Auch hier solltest du dir vorab Gedanken machen, was du brauchst, denn es gibt zu jeder Anforderung unterschiedliche Anbieter.

Wenn du ein Plugin zu einem Thema auswählst, dann solltest du darauf achten, dass es mit deiner aktuellen WordPress-Version kompatibel ist, dass es regelmässig aktualisiert wird, dass es gute Bewertungen hat und schon möglichst oft heruntergeladen wurde.

Achte aber darauf, nicht zu viele Plugins zu verwenden, denn manchmal kommen sie sich in die Quere, was zu Problemen und langen Ladezeiten führen kann.
Hier spielen die Baukastensysteme auch ihre Stärke aus, denn vieles, was du mir mit Plugins hinzufügst, haben sie in der Regel schon integriert.

Wenn es dich interessiert, welche Tools ich sonst noch verwende, dann kannst du das in diesem Blogartikel nachlesen.

Ich unterstütze dich gern, um deinen Weg durch den Technik-Dschungel zu finden und deine Website mit WordPress online zu bringen. Lass uns doch einfach einmal reden.

Dir gefällt mein Blog und du willst mehr Inspiration für dein Business, dein Mindset und einfache Technik-Tipps?

Dann melde dich jetzt für meine BizTipps an und freue dich auf wöchentliche Neuigkeiten, Angebote, Hintergrundgeschichten sowie exklusive Tipps in deiner Mailbox.

Ich beachte den Datenschutz und du kannst dich auch jederzeit wieder von meinen BizTipps abmelden.

 

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden

Ivana

Bist du eine Passionpreneurin? Ich begleite dich auf meinem Blog und in meinen Coachings dabei, dein Unternehmen, für das du brennst, erfolgreich online zu bringen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.