Bist du bereit, Selbstverantwortung zu übernehmen?

 

 

In dieser Episode geht es um Selbstverantwortung – etwas, was nicht unbedingt in der Schule und im Angestelltendasein gewünscht ist, aber unabdingbar für deine Selbständigkeit.

Selbstverantwortung beschränkt sich dabei nicht nur auf deinen Tagesablauf, sondern zieht sich durch jeden Aspekt. Es fängt bei deiner Vision an, geht über deine Wunschkundin und den Umgang mit ihr (oder ihm) hin zu deinen Produkten, deinen Prozessen, deinen Preisen, deinen Tools, deinen Kooperationspartnern. Selbstverantwortung betrifft einfach alles. Daher ist für mich auch der Start eines eigenen Business neben dem alleine reisen eine der besten Wege zur Persönlichkeitsentwicklung.

Höre dir also den Podcast an und wenn du lieber liest, ist hier eine leicht gekürzte Version:

Die meisten, mit denen ich spreche, sind oder waren angestellt und das ist eine komplett andere Denke als bei Selbständigen.

Ich habe noch meinen Chefchef im Ohr, der mal sagte „Hören Sie auf zu denken, machen Sie einfach.“ Das war für mich ehrlich gesagt auch einer der Schlüsselmomente, auch wenn es mir nicht bewusst war. Einfach nur ausführen, nicht denken, nicht mitdenken, da bin ich ausgestiegen. Ich gebe doch nicht mein Hirn an der Pforte ab und überhaupt, wie kurzsichtig ist es, seine Mitarbeiter zu stupiden ausführenden Elementen zu machen. Was ist das überhaupt eine Sicht auf Mitarbeiter auf Menschen?

Aber ich komme lieber wieder auf das Thema mit der Selbstverantwortung: Wenn du angestellt bist oder warst, dann wirst du im Grunde dazu erzogen, nur zu machen und nicht viel zu denken.

Eine andere Denkweise als im Angestelltenverhältnis

Nun kommt der Moment, in dem du dich selbständig machen willst oder musst. Da musst du dein Denken komplett um 180° drehen, denn von ziemlicher Unselbständigkeit und Dienst nach Vorschrift musst du dich komplett allein strukturieren, Prioritäten setzen und dir erst einmal überlegen, was du wann und auch warum machen willst. Genauso gehört dazu, dass du dir überlegst, was du nicht machst.
Du bist auf einmal für dich, deinen Erfolg und deinen Kontostand selbst verantwortlich.

Da ist erst einmal keiner, der dir sagt, was du machen sollst. Ich stand da erst einmal verloren in der Landschaft herum und wusste nicht, wie ich anfangen soll. Ich habe viele Fehler gemacht und ist völlig logisch. Es ist auch klar, dass du mit ziemlicher Sicherheit Fehler machen wirst, wenn du allein startest.

Ich fing an meine Website zu überarbeiten und mir macht das wenigstens Spaß. Daher war es auch in Ordnung, auch wenn es nicht der richtige erste Schritt war. Zum Thema „Eine Website macht noch kein Business“ kannst du dir übrigens mein Minitraining in meiner Gruppe anschauen.

Wenn du clever bist, holst du dir Unterstützung von jemand, der den Weg schon gegangen ist, um dir einfach Zeit und viel Frust zu sparen.
Ich war damals nicht so schlau und habe mich erst einmal mehr schlecht als recht durchgewurschtelt. Ja, mir war völlig klar, dass ich nun am Ruder stehe, aber trotzdem wusste ich nichts mit mir und meiner neuen Freiheit anzufangen.

Nur die Platzhirsche imitieren bringt nichts

Leider beobachte ich bei vielen, dass es ihnen genauso geht und dass sie damit überfordert sind. Das ist völlig normal und genau wie ich damals schauen sie, was alle anderen tun. Natürlich ist das keine schlechte Strategie, denn wir Menschen lernen auch, wenn wir imitieren. Das haben wir schon als Kinder so gemacht, als wir sprechen und laufen gelernt haben und es ist durchaus sinnvoll, wenn wir das genauso machen, wenn wir mit unserem Business laufen lernen.
Aber wenn du alles einfach so übernimmst, dann gibst du wieder die Verantwortung ab, das ist die erste Stolperfalle bei dieser Strategie.

Da kommt die zweite Stolperfalle – du siehst nur die halbe Wahrheit und kennst weder den Werdegang noch häufig die Strategie, die hinter dem Tun der anderen steht.

Mal ein Beispiel: Du siehst, sie haben ein Freebie und du baust dir selbst eines. Daran ist grundsätzlich nichts falsches, aber wenn du damit Email-Adressen oder Kontakte hast – natürlich schön nach DSGVO, ja, die rechtlichen und administrativen Fragen fallen nun auch in deinen Zuständigkeitsbereich -, weißt du was du mit ihnen machst außer ihnen regelmäßig Mails zu schicken? Weißt du, wie es dann weitergeht? Wissen es deine Fans? Was ist der nächste Schritt? Und da hakt es dann schon wieder. Es fehlt häufig an einer Strategie und an Follow-Up-Produkten.

Jeder Projektmanager, der halbwegs sein Handwerk versteht, plant vom Ende her und das solltest du auch machen. Was ist eigentlich dein Ziel? Führe deine Fans, deine potenziellen Kunden durch bestimmte Zwischenetappen hin zu deinem Endziel. Was das ist, das hängt von deinem Business ab und auch die Zwischenetappen sind sehr individuell, von dir, deiner Vision, deiner Zielgruppe und deinem Angebot abhängig.

Nichts geht ohne eine Strategie

Jeder Unternehmer, der erfolgreich sein will, macht nichts ohne eine gewisse Strategie im Hinterkopf.

Keiner macht nur aus reiner Nächstenliebe Videos oder Podcasts oder schreibt Blogartikel, macht Challenges oder verteilt kostenlose Inhalte.
Natürlich sollen die kostenlosen oder auch die günstigen Inhalte dich ein Stück weiterbringen und dich auf deinem Weg unterstützen. Aber jeder, der ernsthaft ein Business betreibt, kämpft um deine Aufmerksamkeit, dein Vertrauen und möchte dich als Kunden. Das ist jetzt vielleicht ein wenig desillusionierend, aber das ist aber so.

Im Idealfall gibt es eine Win-Win-Situation. Jemand hat ein Angebot für dich, das dich dabei unterstützt, dein Business auf die Beine zu stellen und Geld zu verdienen. Ihr profitiert beide davon.

Wenn du nicht ernsthaft Umsatz machen willst, dann ist es ein Hobby und das ist auch völlig ok und dann musst du dich auch nicht so reinhängen, dich mit Marketing und Strategien befassen, sondern mach einfach und mach es aus Freude.

Du bist als Solopreneuerin, als Einzelunternehmerin zu 100% in der Selbstverantwortung. Du musst dir überlegen, wo DU hinwillst. Was ist deine Vision für dich und dein Business? Danach richtest du dich aus. Das klingt einfacher als es am Ende ist und es ist ein Prozess.

Klarheit und Strukturen helfen

Du brauchst für dich erst einmal Klarheit und Strukturen. Das ist nicht sexy, aber gerade am Anfang hilft es unglaublich. Auch als Selbständige brauchst du Strukturen und das hat schon wieder mit Selbstverantwortung zu tun. Wenn du keine festen Abläufe hast, dann ist die Gefahr riesig, dass du dich verzettelst.

Ich höre schon fast den Aufschrei: Wenn ich Strukturen habe, dann kann ich ja gleich angestellt bleiben. Wo bleibt denn da die Freiheit, die Selbstbestimmung, nach der ich mich sehne?
Hier kommt es auf den Standpunkt an: Die Struktur gibt dir einen Rahmen vor, innerhalb dessen du dich frei bewegen kannst.

Mal ein Beispiel: Ich mache mir immer eine Wochenplanung mit meinen Aufgaben. Ich kann inzwischen ganz gut abschätzen, wie lange ich brauche, wenn ich mich nicht ablenken lasse. Ja, das passiert selbst mir immer noch, gerade wenn ich etwas Neues anfange.

Ich habe meine To-Do-Liste und ich weiß, was ich erledigen will, um voranzukommen. Dazu gehören z.B. die Vorbereitung der Podcasts und der Posts auf den unterschiedlichen Social Media Kanälen.

Im Rahmen meiner wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Planung bin ich frei. Wenn es aus welchen Gründen auch immer nicht klappt, einen Kurs zu einem bestimmten Termin starten zu lassen und ich habe den Start noch nicht öffentlich kommuniziert, dann schiebe ich einfach um eine Woche.

Wenn der Tag schön ist und ich lieber einen langen Spaziergang mache, statt vor dem PC zu sitzen, dann hole ich die Zeit eben am Abend wieder nach. Ich habe meine Struktur und innerhalb dieser Struktur bin ich frei.

Werte sind eine hilfreiche Orientierung

Selbstverantwortung für dich und dein Business zu übernehmen ist nicht immer einfach und es zwingt dich keiner, diesen Weg zu gehen.

Schaue dir mal deine Werte genau an, denn die können dir eine Orientierung geben, ob das mit der Selbständigkeit wirklich etwas für dich ist, denn Tatsache ist, es ist nicht für jeden geeignet.

Wo befinden sich Freiheit, Selbstbestimmung oder Unabhängigkeit? Kommen sie in den Top Ten vor? Wenn nicht, dann solltest du es dir mit dem eigenen Business noch einmal überlegen. Du kannst auch gern einmal mit mir sprechen und dir einen Termin für dein Strategiegespräch mit mir reservieren. Dann schauen wir zu zweit darauf und du bekommst ein paar Tipps.

Auch Kunden brauchen Regeln und Orientierung

Zur Selbstverantwortung gehört übrigens auch, dass du die Regeln nicht nur für dich, sondern auch für deine Kunden vorgibst. Bitte verwechsele das nicht mit Missachtung, mangelnder Wertschätzung oder Respektlosigkeit deinen Kunden gegenüber.

Aber um einen guten Service zu bringen, musst du auch auf dich und deine Bedürfnisse achten.

Ein Beispiel: Ich bin nicht gerade ein Morgenmensch und daher mache ich meine Coachings in aller Regel nicht vor 10 Uhr. Was würde es meinen Coachees nutzen, wenn sie eine müde und unaufmerksame Ivana vor sich hätten, die nicht präsent, nicht aufmerksam und nicht voll für sie da ist. Nichts und sie wären zu recht sauer, weil ich sie nicht optimal unterstütze.

Wenn du ständig verfügbar bist, auf jede Mail sofort reagierst oder dir Termine vorgeben lässt, die dir nicht passen, dann gibst du deine Verantwortung ab, du lässt dir die Zügel aus der Hand nehmen und deine Kunden ans Steuer.
Klingt nicht nach Selbstbestimmung oder?
So nebenbei… wenn du einen Termin beim Zahnarzt ausmachst, dann musst du auch schauen, wann er Zeit hat und dich auch danach richten, nicht umgekehrt. Das stellt niemand in Frage, also warum solltest du immer und zu jeder Zeit greifbar sein?

Um dich bei deinem Selbstmanagement und deiner Strukturierung zu unterstützen gibt es ein paar gute Möglichkeiten.

Ich überlasse es zum Beispiel meinen Interessenten, sich einen Termin mit mir zu vereinbaren, indem ich den Kalender von youcanbook.me benutze. Dort sind meine belegten Termine geblockt und das entspannt mich, denn ich spare mir das Hin- und Hermailen, das Offenhalten von Zeitblöcken, bis ich eine Rückantwort habe. Meine Klientinnen können sich ganz bequem auch genau das Zeitfenster aussuchen, das sie haben wollen.
Die Basisvariante ist übrigens kostenlos und ich habe auch lange damit gearbeitet.

Eine weiterer Tipp von mir ist, dass du einmal wirklich Buch führst und erforschst, wie lange du für welche Tätigkeit brauchst und zwar ohne Ablenkung, wenn du wirklich fokussiert arbeitest. Das gibt dir einen guten Anhaltspunkt für deine Planung, denn oft überschätzen wir, was wir in einer gewissen Zeit erledigen.

Packe dir deinen Kalender nicht zu voll mit Terminen. Ein Wunschtraum von Coaches ist es, ausgebucht zu sein. Jetzt stelle dir einmal vor, du würdest von 9 bis 16 Uhr Schlag auf Schlag Termine mit Klienten haben.
Was meinst du, wärst du am Nachmittag immer noch so präsent und fit wie am Morgen? Sicher nicht und damit würdest du weder dir noch deinen Klienten einen Gefallen tun. Davon mal abgesehen hättest du auch keine Zeit mehr für andere Dinge und ist es das, was du willst?
Definiere für dich, was für dich ausgebucht bedeutet und verplane nicht mehr als 60 oder 70% deiner Zeit.

Zur Selbstverantwortung gehört auch, dass du Pausen machst.
Da bin ich selbst nicht wirklich gut darin und wenn ich nach dem Mittagessen nicht rausgehe, fällt die Pause oft einfach zu knapp aus. Da habe ich selbst noch ein wenig Luft nach oben. Aber wenn das Wetter einigermaßen ist, trickse ich mich mit einem Spaziergang aus. Das hat gleich mehrere positive Effekte. Ich bewege mich, lüfte meinen Kopf aus, komme auf neue Gedanken, tanke das Gutelaune-Vitamin D und fühle mich einfach besser.

Ich würde mich freuen, wenn du aus dieser Episode für dich einiges mitnimmst:

  • Dass Selbstverantwortung übernehmen wirklich elementar ist und nichts mit Egoismus zu tun hat,
  • dass es ohne nicht geht, wenn du erfolgreich sein willst,
  • dass Struktur dein Freund ist und dir einen Rahmen gibt, damit du dich nicht verzettelst und zu Ergebnissen kommst, aber gleichzeitig auch frei agieren kannst
  • und dass du das Steuer in der Hand behalten musst, auch deinen Kunden gegenüber und dass du es ihnen und deinem Business schuldig bist.

Ich freue mich, wenn du mir deine Gedanken zu dieser Episode in den Kommentaren hinterlässt.

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Ivana

Bist du eine Passionpreneurin? Ich begleite dich auf meinem Blog und in meinen Coachings dabei, dein Unternehmen, für das du brennst, erfolgreich online zu bringen.

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