In meiner vierten Podcast-Episode habe ich den Tarot-Garten von Niki de Saint Phalle in der Toskana erwähnt und weil gerade Ferienzeit ist und du vielleicht in der Toskana unterwegs bist, möchte ich dir diesen Park einmal vorstellen. Wenn du die Gelegenheit hast, solltest du ihn dir in jedem Fall einmal anschauen.

Der Garten wurde von Niki de Saint-Phalle initiiert und gestaltet. Du kennst vielleicht ihre Nanas, die weiblichen bunten Plastiken mit den üppigen Formen.

Ihnen wirst du in Abwandlungen auch in dem Tarot-Garten begegnen.
Wenn dich die Gestaltung der Figuren ein wenig an Gaudì erinnern sollte, dann bist du hier durchaus auf dem richtigen Weg. Niki hat seinen Parque Güell in Barcelona besucht und sich durchaus für ihre eigene Kunst inspirieren lassen.

Es hat etwa 18 Jahre gedauert, bis der Garten fertig war, denn sie hat alles selbst finanziert. Zusammen mit ihrem Mann Jean Tinguely schuf sie dieses kleine Paradies in der wunderschönen Landschaft der Maremma.
Die bunten Figuren wurden aus Stahl modelliert und dann mit Beton verstärkt. Alle sind mit Mosaikfliesen aus Glas oder Keramik gestaltet. So leuchtet und glitzert es überall.
Ein Besuch ist ein Erlebnis für die Sinne und du kannst gar nicht anders als anfassen, begreifen, bewundern.

Im zentralen Bereich gibt es Brunnen, Wasserspiele und du fühlst dich wie in einer Phantasiewelt. Naja, ok, bist du ja auch.

Einige der Figuren kannst du entweder begehen oder auch betreten.
Die Herrscherin liegt wie eine Sphinx und die Künstlerin hatte dort ihren Wohn- und Arbeitsraum eingerichtet. Niki selbst hat zu dieser Figur gesagt, dass sie eine neue Mutter erfinden wollte, einer Muttergöttin und sie wollte in diesem Körper wiedergeboren werden.
Die Wohnung fand ich schon sehr beeindruckend und das Bad war einfach grandios. Es ist einfach eine glitzernde Wunderwelt und wenn ich mir vorstelle, dort einmal zu duschen und das Kerzenlicht würde sich dort überall reflektieren, wie herrlich!

In dem Park sind neben den Szenen der Großen Arkana auch ein paar andere Figuren in ihrem typischen Stil aufgebaut. Die meisten Karten wirst du sofort erkennen, wenn du ein wenig mit den Karten vertraut bist. Manche sind ein wenig versteckt oder abseits, so dass du ein wenig suchen musst. Aber der Park ist letztendlich nicht gerade riesig und so wirst du sicher alle Figuren finden.

Für meinen Geschmack hätte der Park gern ein wenig großzügiger angelegt sein können.

Ich war besonders von den begehbaren Figuren und der Wohnung beeindruckt, auch wenn es mir, denke ich, auf Dauer zu viel Blingbling wäre. Einmal reinschauen, wow, aber darin leben… ich glaube, das wäre nicht so mein Fall gewesen.

Ich muss auch zugeben, die künstlerische Umsetzung war für mich teilweise etwas gewöhnungsbedürftig. Du musst dich schon auf dieses sehr Bunte und überdimensionierte einlassen und das ist eben nicht jedermanns und jederfraus Geschmack.
Spannend ist es in jedem Fall, sich einmal mit dieser Kunst zu konfrontieren.

Die kleinen Nanas in den Brunnen fand ich toll, auch den Tod oder die Welt, der Hohepriester oder der Herrscher war nicht so meines.

Kunst ist halt Geschmacksache und du solltest dir ein eigenes Bild machen, wenn du die Möglichkeit hast.
Unterm Strich ist der Besuch aber definitiv lohnend.

Der Park ist eine Touristenattraktion und daher auch gut besucht. Wenn du die Möglichkeit hast, ihn unter der Woche außerhalb der Ferienzeit zu besuchen, dann mache das.

Nimm dir auf jeden Fall eine Flasche Wasser mit und vielleicht auch etwas zu Essen, denn es gibt im Park keinen Imbiss oder einen Kiosk.

Organisatorisches:

Weil sich die Eintrittszeiten und Preise ändern können, schau am besten auf der offiziellen Seite vorbei. Dort findest du auch eine grobe Anfahrtsbeschreibung mit den Autobahnausfahrten, wenn du aus Rom oder Siena kommst.
Bei dem Park gibt es einen großen Parkplatz.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln scheint der Park sehr schlecht zu erreichen sein. Es gibt wohl einen Bus von Grosseto nach Garavicchio, aber keinen, der wieder nach Grosseto fährt. Du müsstest dann mit dem Taxi oder einem lokalen Bus von Garavicchio nach Capalbio fahren und von da aus weiter nach Grosseto. Ein eigenes Auto oder ein Mietwagen machen hier das Leben wirklich einfacher.

Wenn ich mit meinem Mann in der Toskana unterwegs bin, dann buchen wir immer ein Agriturismo, also eine Unterkunft auf dem Land, am besten ein wenig ab vom Schuss mitten in der Landschaft. Mit booking.com* haben wir immer nur gute Erfahrungen gemacht, denn die Unterkünfte konnten wir auch mal ohne Mehrkosten stornieren und waren so flexibel, wenn wir irgendwo einfach länger bleiben wollten. Wir sind auch immer mit dem eigenen Auto unterwegs, so dass es kein Thema ist wenn wir irgendwo im Nirgendwo wohnen.

Bleibe bei dir und lebe frei!

Warst du eigentlich schon einmal in der Toskana und in dem Garten? Und wenn nicht, hättest du Lust darauf ihn zu besuchen?

*  Der Link geht zu Booking.com (Werbung)

 

 

 

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden

Ivana

Bammel vor der Technik? Unsicher, welchen Schritt du gehen sollst? Ich begleite dich auf meinem Blog und in meinen Coachings dabei, dein Unternehmen, für das du brennst, erfolgreich online zu bringen. Lass uns doch einfach mal sprechen und vereinbare ein kostenloses Erstgespräch mit mir.