In meiner Website-Powerwoche vom Februar war neben der Technik natürlich ein Wunschthema Contenterstellung. Ich habe spontan dazu auch noch ein Video gemacht, aber ich will dir hier meine besten Tipps nicht vorenthalten, denn ich weiss aus eigener Erfahrung und von meinen Kundinnen, dass es vielen schwer fällt, sich regelmässig Inhalte zu überlegen.

1. Macht dir dein Thema überhaupt Spass?

Ich weiss, das scheint im ersten Moment eine komische Frage zu sein, aber beantworte sie mal wirklich ehrlich für dich.

Machst du dein Thema wirklich weil es DEINES ist oder weil da gerade ein Hype ist und sich damit gut Geld verdienen lässt?

Das eine muss ja das andere nicht ausschliessen, aber sich nur einem Thema zuzuwenden, weil es die Kasse klingeln lässt, ist langfristig gesehen nicht unbedingt die beste Motivation. Ich hätte 2018 auch auf den Datenschutz-Zug aufspringen können. Mit dem Thema war ich schon einmal selbständig. Ich bin Juristin und habe sogar 2007 die Prüfung zur zertifizierten Datenschutzbeauftragten beim TÜV Bayern gemacht. Damals hätte ich sicher richtig gut Geld verdienen können, aber es hätte mir keine Freude gemacht.

Wenn du dagegen ein Thema wählst, dass dich interessiert, mit dem du dich auch so freiwillig beschäftigst ohne dass du dafür bezahlt wirst, dann werden dir nicht so schnell die Ideen ausgehen.

2. Notiere dir sofort deine Ideen

Ich weiss nicht, wie es bei dir ist – ich habe meist die tollsten Ideen in der Badewanne und inzwischen liegen da auch Stift und Block, weil ich sie sonst wieder vergessen.

Wenn du entspannt bist und deine Gedanken nicht permanent ums Business kreisen, kann dein Unterbewusstsein einfach mal losmarschieren und neue Wege gehen. Dann kommen auch die kreativen Ideen, eben weil dein Fokus mal nicht krampfhaft auf Ideen finden ausgerichtet ist und du losgelassen hast. Wenn du gerade nichts zur Hand hast, um die Ideen festzuhalten. ärgerst du dich im Nachhinein. Selbst wenn du dir sagst, dass du es dir merken wirst. Oft genug kommt etwas anderes dazwischen und weg ist die Idee. Halte sie fest! Das kann eine Sprachnachricht auf deinem Handy sein, eine Notiz in einem Tool wie OneNote oder Evernote oder ganz altmodisch aufschreiben.

Eine tolle Quelle für Ideen für deine Contenterstellung sind auch deine Kunden. Höre ihnen gut zu. Welche Themen tauchen immer wieder auf? Über was stolpern viele deiner Kunden? Was beschäftigt sie?

Dazu musst du natürlich auch deine Kunden kennen. Du kannst sie natürlich auch direkt fragen. Wer in meine Gruppe kommt, muss auch eine Frage zu den grössten Herausforderungen beantworten. Du kannst natürlich auch Umfragen erstellen oder direkt mal kurz mit deinen Lieblingskunden sprechen und sie fragen.

Ich nutze für meine Ideen OneNote und habe hier einen Ordner, in dem ich meine spontanen Ideen sammele. Ganz clever ist es, wenn du auch noch ein paar Stichworte hinzufügst, damit du auch später weisst, was du dir dabei gedacht hast. So kannst du, wenn du ohnehin schon im Flow bist, gleich deine Gedanken strukturieren und hast damit schon einmal ein Rohgerüst für einen Blogartikel oder einen Post.

Notizbuch

3. Greife auf bewährte Formate zurück

Es gibt einige Formate, die gehen IMMER. Wenn du sie benutzt, dann geht die Contenterstellung fast von allein.

Dazu gehören Schritt-für-Schritt-Anleitungen wie z.B. meine Anleitung, wie du mit Zoom nach Facebook streamst. Überlege mal, welche Anleitung du erstellen könntest, die ein kleines Kundenproblem löst. Das können ganz praktische Dinge sein wie eben bei mir eine technische Anleitung, Bastelanleitungen, Anleitungen wie man Glaubenssätze erkennt etc. Da kannst du durchaus kreativ werden. Voraussetzung ist natürlich, dass du deinen Kunden gut kennst und weisst, wo sie/ihn der Schuh drückt.

Ein weiteres beliebtes Format sind Aufzählungen oder Listen. Dieser Beitrag ist ein Beispiel dafür. Sie sind so beliebt, weil sie eine klare Struktur haben, viele Informationen haben und die einzelnen Punkte auch gut verdaulich sind. Ich könnte über jeden Unterpunkt einen eigenen Beitrag schreiben, aber mit diesem Beitrag bekommst du in kleinen Häppchen schon eine erste Hilfestellung, die dich weiterbringt.

Ebenso sind Beiträge beliebt, die etwas Persönliches über dich verraten. Seien wir einmal ehrlich… wie alle sind neugierig. Ich bin es zumindest und mich interessiert immer, wer sich hinter einer Website verbirgt. So einen Beitrag habe ich mal im Rahmen einer Blogparade geschrieben.

Wenn es bei deinem Business passt, kannst du auch Testberichte schreiben. Wir lesen alle die Bewertungen bei Amazon, Booking und Co., denn wir wollen wissen, ob das Gerät, das Buch, das Hotel etc. etwas taugt und vertrauen auf die Meinung von anderen Menschen.
Wenn du einen Testbericht schreibst, pass hier wegen der Werbekennzeichnung auf. Du musst einen solchen Beitrag grundsätzlich als Werbung kennzeichnen, wenn du dafür Geld bekommen hast oder du den Artikel vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen hast. Auf meinem Reiseblog habe ich zu einigen Gadgets und Zielen solche Artikel geschrieben und hier findest du meinen Bericht zu meiner Reiseyogamatte, die ich auch Zuhause nutze.

Checklisten sind auch sehr beliebt, aber die eignen sich fast noch besser als Freebie, also als Geschenk im Austausch für eine Email-Adresse und einen Eintrag im Newsletter. Ich liebe es, Dinge abzuhaken und Checklisten können bei einer Planung hilfreich sein. Auf meinem Reiseblog habe ich z.B. eine Packliste, die gerne heruntergeladen wird.

4. Mach dir einen Contentplan

Der Tipp gilt zwar mehr für Social Media, ist aber auch für deinen Blog anwendbar. Ich gehe einmal davon aus, dass du bei allem intuitiven Vorgehen auch eine Strategie hast und weisst, wann du welches Angebot auf den Markt bringen möchtest. Spontane Aktionen, die ich auch hin und wieder mache, lassen wir mal kurz ausser Acht.
Auf dieses Angebot sollten deine Inhalte hinführen und deine Leser*innen schon vorbereiten. Dazu planst du von deinem Angebotstermin aus rückwärts und überlegst dir, welche Inhalte passen zu deinem Angebot, ohne schon zu viel zu verraten und ohne die komplette Lösung zu liefern. 4-6 Wochen vorher startest du mit den passenden Inhalten.

Auf Facebook und Co. Solltest du aber nicht täglich rund um dein Angebots-Thema posten, aber doch öfter als sonst. Lockere zwischendurch immer wieder mit anderen Posts auf. Bei einem Blog ist es schon einfacher, wenn du wöchentlich oder alle 2 Wochen einen neuen Artikel online stellst.

Wenn du eine Plan hast, dann musst du dir nicht mehr den Kopf zerbrechen, was du schreibst. Der grobe Rahmen liegt fest und es geht nur noch um die Ausgestaltung. Wenn du Punkt 1 beachtest hast und dir deine Inhalte ohnehin Freude machen, dann fliesst es auch aus deiner Feder oder aus der Tastatur.

leerer Kalender

5. Arbeite vor

Gerade bei Posts für die sozialen Medien empfehle ich meinen Kundinnen, vorzuplanen und die Beiträge für die kommenden 2-4 Wochen im Voraus zu erstellen. Das muss nicht für jeden Tag sein, aber für 4 von 7 Tagen ist es ok. Beim Bloggen halte ich es ähnlich, da kann man schon auch mal einen Monat vorarbeiten.

Das entspannt ungemein und du musst dich nicht täglich/wöchentlich hinsetzen und dir den Kopf zermartern, über was du schreiben möchtest. Das gilt natürlich auch analog für Videos oder Podcasts. Du nimmst dir am Monatsanfang 1, 2 Tage Zeit, bereitest deine Inhalte vor und kannst dich den Rest des Monats ganz entspannt um andere Dinge kümmern.

Zum Abschluss möchte ich dir noch zwei Tipps geben:

Stress dich nicht und mach dir nicht unnötig Druck. Die Welt geht nicht unter, wenn du mal nichts von dir hören lässt. Die Pause sollte nur nicht zu lang sein, denn du bleibst nur im Kopf deiner Kunden, wenn du präsent bist. Wenn du einmal auftauchst und dann wieder wochenlang in der Versenkung verschwindest, dann wirst du dir keine Community aufbauen und das Verkaufen deines Angebots, egal wie toll es ist, wird schwierig. Deine Kunden kennen dich kaum und wen man nicht kennt, dem vertraut man nicht so schnell.
Bleib also dran und das konstant.

Schreiben oder auch sprechen, egal ob im Video oder im Podcast, ist auch Übungssache. Du wirst besser, je öfter du es machst. Erinnere dich an deine ersten Fahrstunden und die vielen Male, wo du den Motor abgewürgt hast, wenn du auf einem Schalter gelernt hast. Und heute – da geht es wie von selbst. Das ist mit dem Schreiben und Sprechen genauso. Lass also deinen Perfektionismus einen Spaziergang machen, setz dich an deinen Laptop/PC und leg los.

Du willst mehr Tipps für eine strategische Website? Dann melde dich doch jetzt zu meiner kostenfreien Website-Powerwoche an. Wir starten am 25.05. und ich freue mich, wenn du dabei bist.

  

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