Eine Website technisch umzusetzen ist im Grunde Handwerk, aber sie so zu gestalten, dass sie dir dabei hilft, deine Ziele zu erreichen, das ist schon eher eine Kunst. Die Basis dafür ist, dass du deine Website vernünftig planst. Das ist spätestens der Punkt, an dem du Klarheit über ein paar Fragen deines Business haben solltest.

Hier im Artikel kann ich die Fragen natürlich nur anreißen. Tiefer gehe ich mit dir in der Website-Powerwoche, die am 17.02. startet und kostenlos ist.

Wenn du die folgenden Punkte klar hast, dann kannst du loslegen und deine Website planen. Die Inhalte ergeben sich fast von selbst.

Sobald das Grundgerüst und die Struktur stehen, macht es auch Sinn, die Website umzusetzen. Das ist der Punkt, an dem Kreativität und Handwerk ins Spiel kommen. Erst an diesem Punkt machst du dir Gedanken über Farben, Schriften, Optik etc.. Natürlich ist es auch wichtig, dass die Seite den Besucher gut führt und auch auf dem Handy gut aussieht.

Du kannst die folgenden Fragen auch als Basis für ein Brainstorming mit einer Mindmap nehmen. Ein kostenloses Tool ist zum Beispiel FreePlane. Nimm dir ruhig ein wenig Zeit und arbeite immer wieder an den Fragen. Wenn du deine Website nicht clever planst, dann wirst du nicht wirklich zufrieden damit sein. Die Zeit, die du dir vorab nimmst, wird sich hinterher bezahlt machen, versprochen!

 

1. Finde dein Warum

Dein Warum ist dein Antreiber, deine Motivation, der Grund, warum du das Ganze auf dich nimmst.

Seien wir einmal ehrlich – wenn du ein Business aufbaust, wirst du häufig zumindest am Anfang mehr arbeiten und weniger verdienen als bei einem Angestelltenjob. Falle bitte nicht auf die Geschichten “In 5 Wochen 5- oder 6-stellig” herein, da verbrennst du Geld. Ein Business aufzubauen ist ein Prozess und auch Persönlichkeitsentwicklung.

Aber das nur am Rande… Bei mir war das mit dem mehr arbeiten, weniger verdienen am Anfang definitiv der Fall und ich sitze auch öfter mal am Wochenende oder am Abend vor dem PC. Umgekehrt genieße ich auch die Freiheit, meine Zeit einzuteilen und dann zu arbeiten, wenn ich will statt nach der Uhrzeit.

Dein Warum wird dir dabei helfen, genau diese Durststrecken durchzustehen.

Ich verrate dir eines – nur das Geld wird als Motivation nicht reichen. Dein Tun, dein Business sollte einen tieferen Sinn haben.

Mein Warum ist eigentlich ganz einfach: Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass immer mehr Frauen den Mut fassen, ihre Träume in die Realität zu bringen und sich nicht aufhalten lassen. Ich habe so oft gesehen, dass gerade Frauen sich selbst klein halten und nicht zu sich und ihrer Größe stehen. Das Ergebnis: Frust und Unzufriedenheit Sie spielen nach den Regeln anderer und statt das eigene Leben zu leben, leben sie so, dass es anderen, aber nicht ihnen selbst gefällt.

Dazu kommen noch andere Motivatoren wie z.B. zeit- und ortsunabhängig arbeiten, mich nicht dem Diktat des Weckers unterwerfen, etwas tun, was wirklich Sinn stiftet, flexibel sein und reisen, wann ich will ohne Urlaubsabstimmung mit x Kollegen…

Was ist dein Warum? Das wird dein roter Faden, wenn du die Website planst und Inhalte gestaltest, auch für soziale Netzwerke.

 

2. Wen willst du erreichen?

Wenn du Klarheit über dein Warum hast, dann bist du auch schon deinem Wunschkunden, deiner Zielgruppe einen Schritt näher.

Und nein, auch wenn du theoretisch ein Produkt oder eine Dienstleistung hast, die wirklich jeder gebrauchen kann, überlege dir, mit wem DU wirklich gern zusammenarbeiten willst und in welchem Thema.

Wenn du alle erreichen willst, wirst du niemand erreichen, denn dann werden deine Inhalte so breit sein, dass du keinen wirklich erreichst. Du bist austauschbar und ich garantiere dir, dass du den Kampf verlieren wirst, wenn du nur über den Preis gehst.

Wenn du dagegen weißt, wer deine Kunden sind, wo sie der Schuh drückt und welche Lösung du hast, dann kannst du sie gezielt ansprechen.

Du kannst und musst sogar dir überlegen, welchen zusätzlichen Nutzen du bringst, der dich wieder von deinen Mitbewerbern abhebt. So kannst du nach und nach deinen Expertenstatus für ein Thema oder eine Zielgruppe aufbauen.

Webdesigner gibt es wie Sand am mehr. Mich unterscheidet, dass ich nicht nur Seiten umsetze, sondern besonders Business-Starterinnen coache und berate, was Sinn macht. Gerade am Anfang ist das wichtig, das Fundament ordentlich zu legen, um nicht x mal die Website von Grund auf neu zu machen. Zusätzlich führe ich meine Kundinnen auch hin und wieder in Meditationen tief zu sich selbst, damit sie mit sich und ihrer Essenz in Kontakt kommen. Mehr als Webdesign eben.

 

3. Die Domain

Natürlich solltest du dir auch Gedanken darüber machen, unter welcher Internet-Adresse (Domain) du gefunden werden willst. Wenn du dir einen Phantasienamen überlegst, den du absolut schick findest, dann denke daran, dass die wenigsten Menschen danach suchen werden, weil sie ihn einfach nicht kennen. Google wird dir hier nicht viel helfen können.

Wenn du deine Dienstleistung in den Namen bringst, bist du festgelegt.

Am flexibelsten bist du, wenn du deinen Namen verwendest, dann bist du nicht festgelegt, wenn sich dein Business ändert.

Seriös ist es natürlich, wenn deine Domain nicht mit jimdo/wixx/wordpress.com anfängt. WordPress.com ist übrigens nicht mit wordpress.org zu verwechseln. Auch wenn beides WordPress ist, bestehen hier deutliche Unterschiede, die ich in diesem Artikel kurz erkläre.

4. Welche Seiten sind wichtig?

Jaaa, langsam kommen wir bei der Planung an konkrete Punkte.

Eine Website besteht aus mehreren Seiten:

Die Homepage oder Startseite

Das ist die Eingangstür zu deinem virtuellen Heim im Netz. Der Besucher soll auf einen Blick erkennen, um was es geht. Die Aufmerksamkeitsspanne wird immer kürzer und der nächste mit einem ähnlichen Angebot ist nur einen Klick entfernt. Sehen deine Besucher auf den ersten Blick, um was es geht? Bietest du eine Lösung für ihr Problem und das auch ohne dass sie scrollen müssen?

Hast du möglichst weit oben eine Handlungsaufforderung, damit sie wissen, was sie als nächstes machen sollen?

 

Über mich

Das ist eine der beliebtesten Seiten und nein, sie geht nicht über dich, zumindest nicht nur.

Auf der Über mich-Seite zeigst du natürlich wer du bist, aber bitte immer in Bezug zu deinem Angebot. Das ist der Ort, an dem du deine Geschichte erzählst, warum du genau dieses Business machst. Es ist die perfekte Seite, um erstes Vertrauen aufzubauen und zu zeigen, dass du die Richtige bist, weil du die Herausforderung deiner Besucher schon bewältig hast.

Jeder will doch wissen, warum er/sie gerade mit dir Zeit verbringen soll, sei es nur auf der Website oder am Ende in der Zusammenarbeit. Zeige es.

Zertifikatsschlachten dagegen will eigentlich kein Mensch sehen. Die Methode ist meist egal, wenn das Ergebnis stimmt.

Ein paar Fun Facts dagegen machen dich menschlich und nahbar.

 

Angebot

Das versteht sich von selbst, denn du hast ein Business und kein Hobby. Ob du auch Preise angibst, ist Geschmacksache. Hier gibt es x Argumente dafür und dagegen. Da solltest du auf deine Intuition hören oder einen Mix machen.

Ich bin für Transparenz, aber in meinen Erstgesprächen kommt es durchaus vor, dass ich ein individuelles Angebot mache, weil ein paar Punkte vom Standard abweichen.

Achte darauf, dass es nicht zu viele ähnliche Angebote sind, das verwirrt nur. Wenn deine Besucher viel Zeit damit verbringen müssen, erst herauszufinden, was denn die Unterschiede sind, werden sie wegklicken. Mach es einfach und übersichtlich.

 

Impressum und Datenschutz

Die beiden Seiten sind ein absolutes Muss. Da gibt es nichts daran zu rütteln. Noch bevor du mit irgendetwas anfängst, solltest du diese beiden Seiten einrichten, sobald deine Website online ist, auch wenn sonst noch keine Inhalte darauf zu finden sind.

Ich biete für meine Kund*innen die Erstellung mit den Generatoren von eRecht24 inklusive an, so dass sie damit schon sehr gut aufgestellt sind.

Wenn du ganz sicher gehen willst, dann solltest du dir von einen Datenschutzbeauftragten helfen lassen.

 

Blog

Ein Blog ist eine Art Magazin oder Zeitung. Hier erscheinen regelmäßig neue Artikel zu deinem Thema. Hier ist “regelmäßig” das Zauberwort, denn wenn sich wochenlang nichts tut, dann wirkt deine Seite verwaist, ausgestorben, tot. Regelmäßig kann einmal die Woche, alle 2 Wochen etc. bedeuten und nicht zwingend täglich.

Ein Blog ist eine tolle Möglichkeit, Mehrwert zu bieten und schon kleine Lösungen zu geben. Deine Besucher lernen dich kennen und du baust deinen Expertenstatus aus.

Du kannst hier schreiben, Podcasts zum Hören veröffentlichen oder auch Videos, je nachdem, welches Medium dir am besten liegt oder auch eine Mischung anbieten.

Ein Blog ist keine Pflicht, sondern eher schon die Kür. Wenn du keine Lust hast, regelmäßig zu schreiben, dann lass es lieber und veröffentliche einfach so einige Beiträge zu deinem Thema, die du dann entsprechend in der Navigation verlinkst.

 

Referenzen

Wenn du schon Kunden hattest, dann ist es toll, wenn du ihre Bewertungen (Testimonials) auf deiner Seite veröffentlichen kannst. So bekommen potenzielle neue Kunden einen Eindruck, wie es ist, mit dir zusammenzuarbeiten. Das stärkt auch deine Glaubwürdigkeit.

Natürlich sollten es echte Bewertungen sein, das ist klar. Fakes sind absolut tabu.

 

Kontakt & Anfahrt

Das ist kein Muss und du kannst diese Infos getrost in die Fußzeile packen.

Eine Anfahrtsbeschreibung macht natürlich nur dann Sinn, wenn du eine Praxis oder einen Laden hast.

 

5. Nicht zu vergessen – Rechtssicherheit

Impressum und Datenschutz habe ich schon kurz erwähnt, aber es gibt noch andere Punkte wie eine SSL-Verschlüsselung und das leidige Cookie-Thema.

Eine SSL-Verschlüsselung ist notwendig, damit deine Daten sicher übertragen werden. Das erkennst du an dem Schloss-Symbol neben der URL in der Browserleiste.

Google straft unsichere Seiten ab und zeigt sie im Einzelfall schon gar nicht an. Das muss nicht sein.

Bei den Cookies reicht inzwischen nicht mehr die Leiste, die ich immer noch oft sehe und auf der du nur “Ok” anklicken kannst. Inzwischen müssen deine Besucher entscheiden können, ob sie nur notwendige Cookies akzeptieren oder alle.

 

Du hast nun einen gewissen Überblick, auf was du bei der Planung deiner Website alles achten solltest. Du wirst schnell merken, dass es wirklich Zeit braucht, damit das Projekt “Eigene Website” wirklich erfolgreich wird und nicht nur hübsch anzusehen. Es ist ein Prozess, gerade wenn du dir noch nicht zu viele Gedanken über die ersten Punkte gemacht hast. Glaube mir, ich weiß, von was ich spreche, denn am Anfang habe ich schöne Websites für mein Business gemacht, weil ich es konnte und es mir Spaß gemacht hat. Aber ich habe nicht die Basics beachtet und der Erfolg war, sagen wir mal, bescheiden. Ich will dir helfen, dass du keine Zeit und kein Geld verschwendest.

Für den Einstieg lade ich dich daher zu meiner kostenlosen Website-Powerwoche ein, wo wir uns diesen Themen und noch einigen mehr widmen werden.

Ich freue mich darauf, dich dort zu sehen!

  

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