Eine Website einfach so ohne zumindest ein Ziel ins Netz stellen macht, unter uns gesagt, nicht wirklich Sinn. Du kannst natürlich damit dein Ego streicheln und einiges an Zeit und Geld investieren, aber wenn du kein Ziel für deine Website definiert hast, dann nimm lieber das Geld und gönne dir einen schönen Urlaub. Da bin ich ehrlich, auch wenn es mein Business ist, Websites zu erstellen.

Es ist eben ähnlich wie bei einer Reise: Wenn du keinen Plan hast, wohin du willst, kommst du irgendwo an, aber nicht da, wo du eigentlich hin möchtest.

Am Ende soll deine Website im Grunde natürlich eines bringen – mehr Kunden. Aber das Wie kann auf unterschiedliche Weise geschehen.

Nur mal so als Hinweis: Du solltest natürlich wissen, wer deine Kunden sind, welche Herausforderungen sie haben und wie du sie unterstützen kannst. Wenn du für alle da sein willst, dann wird es nichts. Glaub mir, das habe ich auch schon versucht und es hat nicht funktioniert.

 

Ziel 1: Informieren

Die Information kann in unterschiedliche Richtungen gehen. Du möchtest zum einen natürlich über dein Angebot informieren, damit deine Besucher wissen, welche Lösung oder Unterstützung sie bei dir finden.

Du solltest auch über dich informieren, denn wenn wir einmal ehrlich sind, da draußen gibt es x andere, die etwas ähnliches wie wir anbieten und mindestens gleich gut sind.

Du solltest deine Leser auch über dich informieren, was dich einzigartig macht und damit meine ich nicht 237 Zertifikate, sondern dich als Person. Zeige dich von deiner menschlichen Seite und erzähle ein wenig von dir. Wenn deine Besucher dich ein wenig kennenlernen, schafft das Vertrauen. Wenn es Gemeinsamkeiten gibt, wirkst du gleich sympathischer, denn wir verbinden uns gerne mit Menschen, die ähnlich ticken.

Natürlich kannst du auch deine Expertise zeigen, indem du interessante Artikel in einem Blog oder als Seiten veröffentlichst. Deine Besucher erhalten gleich einen Mehrwert, vielleicht sogar eine Lösung für ein Teilproblem und sehen, dass du etwas von deiner Materie verstehst.

Natürlich kannst du auch mit Videos oder einem Podcast deine Inhalte aufbereiten. Das ist noch persönlicher und deine Besucher bekommen einen ganz anderen Eindruck von dir.

Wenn die Besucher auf deiner Website nützliche und interessante Inhalte finden, stärkt das den Kennen-Mögen-Vertrauen-Faktor, der am Ende zum Kauf führen kann.

Damit deine Artikel, Videos oder Podcasts nicht ins Leere gehen und du nach dem Gießkannen-Prinzip vorgehst, solltest du dir natürlich vorab Gedanken über deine Zielgruppe machen und auch über das, was sie beschäftigt. Nur so kannst du sie auch abholen und Mehrwert liefern.

 

Ziel 2: Community aufbauen

Viele schwören darauf, sich eine Community über eine Gruppe z.B. bei Facebook oder LinkedIn aufzubauen. Das macht auch absolut Sinn, aber du darfst nie vergessen, dass du damit von diesen Plattformen abhängig bist.

Darüber hinaus solltest du auch daran denken, dass nicht jeder bei den Social Media ist. Diesen Menschen solltest du auch eine Möglichkeit anbieten, mit dir in Kontakt zu bleiben und von dir mit Tipps und Infos versorgt zu werden.

Ich würde dir daher empfehlen,  auch über deine Website deine Community aufzubauen. Das geht am einfachsten mit einem Newsletter, den du regelmäßig verschickst. Als kleinen Anreiz kannst du auch ein Goodie, ein sogenanntes Freebie, anbieten. Das kann ein PDF, eine Videoserie, ein Audio sein, das ein kleines Problem deiner Zielgruppe löst. Auch hier ist es nötig, dass du dir vorher Gedanken über deine (künftigen) Kunden gemacht hast.

Es soll einen kleinen Einblick in deine Arbeit geben und Lust auf mehr machen.

Ein kleiner Hinweis am Rande: In Zeiten der DSGVO solltest du natürlich darauf achten, dass dein Newsletter den rechtlichen Anforderungen entspricht. Die großen Anbieter sind hier aber alle gut aufgestellt.

Auch das Freebie ist nicht ohne und du solltest dich informieren, wie du es rechtskonform mit dem Newsletter verbinden kannst.

 

Ziel 3: Konkrete Angebote verkaufen

Wenn du ein Business hast und nicht auf deiner Website darüber sprichst, was du anbietest und wie man mit dir zusammenarbeiten kann, dann verschenkst du viel Potenzial.

Du kannst deine Website mit Bezahlanbietern wie Paypal oder Digistore24 verbinden. Gerade bei kleinpreisigen Produkten wie einer Meditation oder einem Ebook bietet sich das an, denn da können neue Besucher für wenig Geld direkt eine Lösung erhalten und es kann der erste Schritt auf der Reise mit dir sein, die dann in deinem besten Angebot endet.

Natürlich kannst du auch für deine Besucher auch Kurse und Coachings anbieten, aber meiner Erfahrung nach kaufen die Menschen solche Produkte meist erst dann, wenn sie dich schon ein wenig besser kennen. Da macht es sich bezahlt, wenn du einiges in die Vorarbeit investiert hast und Vertrauen durch Inhalte aufgebaut hast.

Im Gegensatz zu dir verkauft deine Website 7×24. Lass dieses Ziel daher nicht aus den Augen und überlege dir, wie du es erreichen kannst. Dazu brauchst du keine aufwändige Software, eine Verlinkung mit Digistore24 oder Paypal reicht völlig aus.

Extra-Tipp: Informiere dich bitte in jedem Fall über die steuerlichen Regelungen, wenn du nicht nur in deinem Heimatland, sondern auch grenzüberschreitend oder außerhalb der EU (Schweiz z.B.) deine Produkte oder Dienstleistungen anbietest.

Ziel 4: Zeitersparnis durch Automation

Kennst du auch den Mail-Ping-Pong, wenn es um Terminvereinbarungen geht? Das zieht sich wie Kaugummi, weil dann doch immer etwas dazwischen kommt und bis mal einen gemeinsamen Termin findet, können Tage vergehen.

Wie viel bequemer und entspannter ist es, wenn sich deine Kunden einen Termin in einem Kalender selbst aussuchen können. Wenn sich der Buchungskalender mit deinem normalen Kalender abgleicht, dann kommt es auch nicht zu Doppelbuchungen.

Ihr spart euch beide Zeit und es ist auch professionell. Hier gibt es übrigens auch gute kostenlose Varianten wie youcanbook.me. Ich nutze Book like a Boss und da kannst du zwischen einer ausführlichen Variante und einer Kurzvariante der Startseite wählen und es hat noch ein paar andere schicke Features.

 

Ziel 5: Leser- und Kundenbindung

Dieses Ziel geht ein wenig in die Richtung wie das erste Ziel. Wenn dein Blog verwaist ist und sich lange nichts tut, enttäuschst du deine Leser, die sich auf deine Tipps freuen. Wenn du dagegen regelmäßig von dir hören lässt, dann gewöhnen sie sich daran und irgendwann gehörst du dazu. Das kennst du sicher auch von deinen Lieblingsserien. Erst schaut man sich die ersten Folgen an und wenn es dir gefällt, schaust du regelmäßig und freust dich auf die nächste Episode.

Regelmäßig heißt übrigens nicht zwingend wöchentlich, das können gerade auch bei Blogartikeln alle zwei Wochen sein. Bei Facebook & Co. sollte allerdings die Taktung höher sein, denn das ist einfach schnelllebiger als ein Blog oder eine Website, bei der man alles noch einmal nachlesen kann und die Inhalte gut findet.

Auch kleine Geschenke oder Rabatte nur für die Newsletter-Abonnenten dienen dazu, deine Beziehung zu deiner Community zu festigen. Was könntest du zu welchem Anlass mal als Goodie geben? Kleine Geschenke erhalten auch in der virtuellen Welt die Freundschaft.

 

Ziel 6: Unabhängigkeit von fremden Plattformen

Deine Website gehört dir, ganz im Gegensatz zu Facebook & Co.. Hier bist du davon abhängig, welche Möglichkeiten du hast. Du musst dich an die Richtlinien halten, um nicht abgestraft zu werden und wenn eine liebgewonnene Funktion verschwindet, kannst du nichts machen.

Auf Social Media aktiv zu sein ist wichtig, keine Frage. Aber du bist auch abhängig, von den Möglichkeiten, von der Verfügbarkeit, von den Änderungen durch die Anbieter.

Schau dir mal die großen Namen an, wie Mari Smith oder Katrin Hill für Facebook oder Melonie Dorado für LinkedIn. Sie haben eine Website und einen Blog und sind eben nicht nur auf ihren Top-Kanälen unterwegs. Rate mal warum? Sie sind clever und lieben ihre Unabhängigkeit.

Dein Ziel und damit auch das deiner Website sollte jedoch eine gewisse Freiheit und Unabhängigkeit sein. Schließlich willst du bestimmen, was du veröffentlichst, wie oft, in welcher Länge und in welchem Format. All diese Möglichkeiten hast du nur auf deiner Website. Hier kannst du kreativ sein und dich so zeigen, wie du es möchtest. Natürlich alles im Rahmen der Gesetze, aber das versteht sich von selbst.

 

Ziel 7: Mehr Sichtbarkeit

Nicht jeder ist auf Facebook, Instagram, LinkedIn oder einem anderen Social Media-Kanal. Möchtest du wirklich diesen Menschen deine Tipps und Inhalte vorenthalten? Möchtest du darauf verzichten, dass dich diese Menschen kontaktieren, dich kennen lernen und auch von dir kaufen?

Ich wette nein und eine Website ist eine tolle Möglichkeit, dich noch besser und nachhaltiger zu präsentieren statt im Newsfeed zu verschwinden. Du musst nicht das eine tun und das andere lassen. Zu einer wirkungsvollen Marketing-Strategie gehört meiner Meinung nach einfach beides, um möglichst viele Menschen aus deiner Zielgruppe zu erreichen.

 

Wie kannst du die Ziele erreichen?

Natürlich ist ein Mix aus den verschiedenen Zielen möglich und meistens wird es auch so sein. Dann solltest du für diese Ziele auch unterschiedlichen Bereiche auf deiner Website einrichten. So können unterschiedliche Seiten auch unterschiedliche Ziele haben, alle unter dem Dach deiner Website, deines persönlichen und individuellen Schaufenster.

Du könntest mit einem Blog informieren. Setze dazu einen Link oder Buttons auf deiner Startseite oder in der Seitenleiste.

Auf einer extra Seite, die du immer wieder auf anderen Kanälen streust, können sich deine Besucher in den Newsletter eintragen. Du kannst und sollst natürlich auch in den Blogartikeln die Möglichkeit dazu geben. Fordere deine Besucher dazu auf, sich einzutragen.

Zudem kannst du an unterschiedlichen Stellen den Link zu deinem Buchungskalender platzieren, wenn du Gespräche anbietest. Auch hier solltest du deine Leser dazu animieren, auf den Link zu klicken. Lass dir eine charmante Formulierung einfallen und verbinde sie mit dem Nutzen.

Auf Landing Pages und speziellen Seiten informierst du über deine Angebote. Diese speziellen Seiten haben nur einen Zweck: Ohne Ablenkung auf dein Angebot aufmerksam machen. Daher gibt es nur 2 Handlungen, die du auf diesen Seiten machen kannst: Sie schließen oder der Handlungsaufforderung folgen.

Mach es deinen Lesern einfach: Sag ihnen, was sie tun sollen, denn die Aufmerksamkeitsspanne ist online nicht allzu groß und am Handy noch geringer. Sei klar, denn keiner wird sich den Kopf darüber zerbrechen, was du vielleicht mit Andeutungen meinen könntest.

Überfrachte nicht die Navigation mit vielen Punkten. Etwa 5 Hauptnavigationspunkte (+-2) sind ausreichend, denn zu viel Auswahl verwirrt. Wenn ich vor einem Regal mit 20 Erdbeermarmeladen stehe und keinen Favoriten habe, greife ich wahrscheinlich zur palmölfreien Nussnougatcreme, weil mich die Auswahl überfordert. So geht es auch den Besuchern.

Mach es deinen Besuchern einfach und leite sie mit Links, Buttons und Handlungsaufforderungen durch deine Seite.

Wenn du Unterstützung oder eine Überarbeitung möchtest, dann melde dich einfach bei mir.

 

  

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