Ich möchte heute mal mit dir in diese Karte eintauchen, in die Hohepriesterin. Keine Sorge, wir werden nicht zu sehr ins Detail gehen, nicht diese ganzen Symbole besprechen, sondern mir geht es darum, dass du die Karte begreifst und sie auch verstehst und zwar in ihrer Essenz.


Hinweis: Mit dem Klick auf das Video verbindest du dich mit YouTube und es werden Daten in die USA übertragen

Transkript der Episode

Bei der Hohepriesterin, denkt jeder natürlich gleich als erstes an Intuition, an geheimes Wissen, an das Unterbewusstsein, aber seien wir mal ehrlich, das klingt schön, das klingt super, aber hilft dir das wirklich bei der Deutung der Karte? Für mich ist es immer noch abstrakt und ich will dir heute helfen, die Karte besser zu verstehen.

Das, was ich gerade gesagt habe mit der Intuition, mit dem geheimen Wissen, mit dem Unterbewusstsein, das ist alles richtig bei der Hohepriesterin, da gibt es nichts zu deuten, aber spannend wird es ja eigentlich erst mal, wenn man sich anguckt, was passiert wirklich auf der Karte und sich das Ganze mal ein bisschen strukturierter anschaut.

High Priestess

Grosse oder Kleine Arkana?

Erstens, wo befinden wir uns gerade? Wir befinden uns mit der Hohepriesterin in der Grossen Arkana. Das sind die Karten, die wichtige Entwicklungsschritte beschreiben, die die innere Entwicklung im Rahmen der Heldenreise beschreiben.

Also du weisst, okay, da geht es jetzt hier um einen wichtigen inneren Entwicklungsschritt. Es geht nicht um irgendwelche Alltagssituationen oder wie du irgendwas umsetzt, sondern um deine innere Entwicklung.

Was siehst du?

Und als zweites, was siehst du? Und wie gesagt, wir gehen jetzt nicht darauf ein, dass die eine Säule schwarz ist, die andere weiss, dass da ein Vorhang ist mit Granatäpfeln und so weiter, sondern was siehst du als erstes? Du siehst eine Frau.

Sie sitzt da, sie sitzt ruhig da, sie ist etwas in sich gekehrt, sie ist ernst. Und das ist schon mal ein Hinweis darauf, dass nichts im Aussen passiert, sondern es ist etwas, was in ihrem Inneren passiert.

Sie ist auch abgeschottet mit dem Vorhang und mit diesem Schleier. Es ist ruhig, es ist eine sehr statische Karte.

Da geht es ja um Intuition, aber nicht um Intuition im Sinne von „Du sollst jetzt etwas fühlen“ oder „Du sollst dich mit deiner Intuition verbinden“, sondern es ist Intuition in dem Sinn, dass das jetzt der Moment ist, in dem du aufhörst, im Aussen nach Antworten zu suchen, sondern indem du beginnst, dir selber endlich zuzuhören.

Du beschreibst erst mal die Karte und fokussiert dich darauf, was passiert auf der Karte, ohne da in diese ganze Symbolikdeutung zu gehen.

Woher kennst du die Situation?

Der dritte Schritt ist, dich zu fragen, woher kennst du das?

Seien wir mal ehrlich, wir sind alle irgendwann mal in der Situation, mal mehr, mal weniger, in denen wir Antworten wollen, in denen wir Klarheit wollen. Und wo suchen wir Klarheit häufig? Im Aussen. Wir fragen die KI, wir fragen Google, wir fragen Freunde, Familie, andere Leute und wir wollen herausfinden, was richtig ist, wenn wir vor einer Entscheidung stehen zum Beispiel.

Aber gleichzeitig, wenn wir ganz ganz ehrlich zu uns sind, dann spüren wir tief in uns drinnen, dass wir wissen, was eigentlich richtig ist. Aber wir suchen trotzdem noch nach einer Bestätigung, wir suchen nach der Erlaubnis, wir suchen nach dem, dass uns jemand sagt, ja das, was du denkst, ist richtig. Wir vertrauen auf andere mehr als auf uns.

Und das ist jetzt nicht mehr „Verbinde dich mit deiner Intuition“, das sagt sie nämlich nicht. Das setzt einen auch ziemlich unter Druck, sich mit meiner Intuition verbinden.

Ich bin Juristin, ich bin Kopfmensch, ich sass immer vor diesen Karten und wusste nicht, wie funktioniert das? Wie verbinde ich mich zum Henker mit meiner Intuition? Ich wusste nicht, wie das geht, bis ich irgendwann mal verstanden habe, dass durch das Betrachten der Karten, das Beobachten dessen, was da passiert, dass da schon einiges hochkommt. Da kommen schon Empfindungen hoch, da kommen Assoziationen hoch, da sehe ich, was da passiert und dann weiss ich einfach, was da ist.

Das ist ja schon dann die Intuition. Ich spule da nicht gelerntes Wissen ab, sondern ich gucke, was da passiert. Und deshalb ist diese Methode oder ist diese Variante erstmal wirklich die Karte zu betrachten, so kraftvoll.

Und die Hohepriesterin sagt auch, „Hör auf, ständig zu suchen, vor allem im Aussen zu suchen, setz dich hin, werde still.“

Das macht die Karte manchmal einfach auch so schwierig, weil sie dir nicht konkret sagt, mach dies, mach dies, mach jenes. Also sie fordert dich nicht zum Tun auf.

Das Problem ist, du willst die Karte erstmal analysieren, du willst sie verstehen. Und die Hohepriesterin entzieht sich aber dem, denn sie sagt, es geht um die innere Ruhe, es geht um die innere Ausrichtung, es geht um das Hören nach innen. Das ist nicht mystisch oder magisch, obwohl sie auch was damit zu tun hat.

Es geht erstmal darum, die Karte zu erleben, dich daran zu erinnern, woher kennst du diese Situation. Und da erlebst du sie, statt sie zu analysieren.

Natürlich kannst du auch tiefer eintauchen, indem du dann anfängst, dir drüber nachzudenken, was bedeutet das Kreuz, was bedeutet der Mond, was bedeutet die Thora-Rolle, was bedeuten diese unterschiedlich farbigen Säulen und so weiter.

Aber fürs Erste reicht es erstmal wirklich, die Karte zu betrachten und sie zu entdecken und Parallelen in deinem eigenen Leben zu finden. Die Karte fordert dich auf, deiner Intuition zu vertrauen, dich nicht nur dich damit zu verbinden, sondern auch dir zu vertrauen.

Dass sie dich dazu auffordert, ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass du genau das nicht tust. Du vertraust dir nicht, du vertraust nicht deiner Intuition. Das ist jedoch genau das, was du tun sollst.

Hör dir selber einfach zu und frage einfach auch die Karte „Was weiss ich eigentlich schon, will es aber nicht hören?“ Das tun wir auch relativ häufig. Tief in uns drin wissen wir, was richtig ist, was stimmig ist, was passt, was wir tun sollen.

Aber wir vertrauen dem nicht und suchen deshalb eine Bestätigung von Aussen. Die Karte ermutigt dich dazu, eben genau das auszublenden, was andere sagen, auch wenn sie es gut meinen, weil sie dich beschützen wollen.

Vielleicht weil sie auch die Erfahrung selber noch nicht gemacht haben und selber Angst haben. Also das auszublenden, was die anderen sagen und auf dich hören, dir selber zuzuhören, in dich selber eintauchen. Und das ist die Qualität der Karte.

Es geht nicht um das Wissen von Aussen, sondern die Wahrheit, die selber in dir ist.

Kennst du eigentlich schon meine 5 intuitive Tarotübungen (nicht nur) für Kopfmenschen?

Dieses kostenlose Mini-Training zeigt dir einen einfachen Weg, Tarot klar und intuitiv zu nutzen.

Du lernst, Karten zu ziehen ohne Bedeutungen zu suchen und ohne ins Zerdenken zu kommen.

Kurz. Alltagstauglich. Ohne Vorwissen.

Sichere dir jetzt meine 5 Übungen (0 €/CHF) im Austausch für deine Email-Adresse und beginne gleich, mit Tarot zu arbeiten.

  

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden  

Ivana