So viele Möglichkeiten – das Rad des Schicksals

So viele Möglichkeiten – das Rad des Schicksals

So viele Möglichkeiten – das Rad des Schicksals

Ich muss gestehen, manchmal ziehe ich einfach eine Tarot-Karte, um mich für einen Blogbeitrag inspirieren zu lassen und ich bin immer wieder überrascht, wie gut es passt.

Gestern, als ich am Nachmittag am Schreibtisch saß und 1000 Ideen, aber nichts konkretes hatte, war es einmal wieder soweit. Ich mischte mein momentanes Lieblingsdeck, das Everyday Witch Tarot (Werbung) und zog das Wheel of Fortune, das du als Schicksalsrad oder auch als Glücksrad übersetzen kannst.

Ganz im Ernst, ein wenig erinnert mich die Hexe an Maren Gilzer, die das Glücksrad von 1988 bis 1998 gedreht hat. Vielleicht kennst du sie als Dschungelkönigin. Aber egal, bevor ich abschweife…

Auf dem Rad erkennst du alle möglichen Gegenstände, Geld, Schmuck, ein Herz für die Liebe, ein Haus, den Äskulapstab für Gesundheit, die Sonne, einen Stern und ein Buch. Für was auch immer diese Symbole für dich stehen, das kannst du dir überlegen.

Die Katze links im Bild spielt auch. Wer Katzen hat weiß, dass sie auch noch bis ins hohe Alter verspielt sein können. Mein schwarzer Kater Louis ist da ein Paradebeispiel. Er kann ewig und völlig selbstvergessen mit einem Blatt oder einem Stöckchen spielen.
Die Mieze auf der Karte spielt mit Würfeln und da gibt es ja auch etliche Sprüche dazu:

Mit den Göttern würfelt man nicht. Oder die Abwandlung: Gott würfelt nicht (Albert Einstein).

Der Würfel ist geworfen worden (Cäsar). Oder die Abwandlung: Die Würfel sind gefallen.

Das Leben ist ein Spiel, also nimm deine Würfel in deine eigene Hand. (Pascal Dirkes)

Die Würfel der Götter fallen immer richtig. (Sophokles)

Also geht es bei den Würfeln auch immer um Schicksal, um den Zufall. Ob es den nun gibt oder nicht, da könnten wir alle darüber philosophieren, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Ich glaube, dass es immer einen Sinn hat, dass uns das passiert, was passiert und dass wir immer etwas aus jeder Situation lernen können, mindestens über uns selbst.

Wie zufrieden bist du mit dem, was das Rad dir zeigt?

Wenn die Hexe das Rad dreht oder du im Spiel die Würfel wirfst, dann hoffst du immer, dass es bei der Zahl oder dem Symbol stehen bleibt, das du dir in diesem Moment am meisten wünschst.
Mal passiert es und dann bist du glücklich und strahlst, mal ist es knapp daneben und das ist der schlimmste Fall. Du bist soooo kurz davor und es reicht nicht. Das ist ganz schön frustrierend nicht wahr? Es hätte nicht mehr viel gefehlt und du hättest den Jackpot. Aber so, da macht sich absolute Enttäuschung breit.

Das ist nicht nur beim Spiel so oder auf der Kirmes, wenn du am Glücksrad drehst, sondern auch oft im Leben.

Du hast oft eine gewisse Erwartung, was du verdienst, was du vom Schicksal bekommen solltest und dann ist es oft einfach ungerecht. Es hält dir die Karotte hin und verspeist sie selbst. Du bekommst die Beförderung nicht, dein Partner verliebt sich anderweitig, du hast nur drei Richtige im Lotto oder dein Auto hat einen Platten.

Jetzt ist es an dir, wie du damit umgehst.

Nimmst du es an und versuchst du das Beste daraus zu machen? Oder fängst du an, mit dir und dem Schicksal zu hadern und alles als ungerecht zu beschimpfen? Oder bist du mutig und drehst noch einmal am Rad des Schicksals?

Wenn du es dir anschaust, dann wirst du erkennen, dass das Rad dir viele Möglichkeiten bietet und es ist keine Niete dabei. Ich erkenne zumindest keine.

Es sind alles Symbole, die für etwas Wichtiges stehen, ein Heim Fülle, Gesundheit, Inspiration, Weisheit und Bildung… Da ist nichts, was wirklich entmutigend wäre, selbst wenn es in genau diesem Moment nicht dein Wunsch ist.

Nieten sind eine Frage des Blickwinkels

So ist es auch im Leben. So eine richtige Niete ziehst du selten.

Ja, schlimme Krankheiten, Jobverlust und ähnliche Katastrophen sind ziemliche Brocken, die da so einem vor die Füße geworfen werden können. Lustig findet das im ersten Moment kein Mensch. Aber auf der anderen Seite kannst du so viel daraus gewinnen, wenn du es einmal aus einer anderen Perspektive betrachtest.

Vielleicht erkennst du so, wer deine wirklichen Freunde sind, vielleicht bringt das eine angeknackste Beziehung ins Lot, vielleicht ist es der Stoß in ein neues und besseres Leben. Aus der momentanen Situation kannst du das oft nicht erkennen, aber ich bin davon überzeugt, dass da immer ein Plan dahinter steckt. Und es ist an uns Menschen, an dir und an mir, etwas daraus zu machen. Kneifen ist da keine Option.

Und wer weiß, vielleicht stellt sich am Ende die vermeintliche Katastrophe als Glücksfall heraus.

Auch wenn es in einer schwierigen Lebenssituation nicht leicht ist, das Positive zu sehen, so möchte ich dich doch ermutigen, es zu versuchen.

Wie relevant sind eigentlich die Dinge, die uns ärgern?

Überlege dir, wie relevant dieses Ereignis in einer Woche, in einem Monat, in einem Jahr, in zehn Jahren noch für dich sein wird. In den meisten Fällen wird schon allein durch diese gedankliche Übung dem Schrecken der Wind aus den Segeln genommen.

Du hast einen Platten, ja, ärgerlich. Aber welchen Einfluss hat das wirklich auf dich? Und welchen Einfluss, welche Macht willst du dieser Situation geben?

Dein Business läuft im Moment nicht so, wie du es gern hättest. Da steigt langsam die Panik hoch, ob doch alle recht hatten und du es nicht packst, dass du nicht gut genug bist, dass du nie einen Kunden bekommen wirst und und und.

Ich kenne all diese Gedanken. Aber das sind die Momente, wo es sich zeigt, ob deine Vision, deine Mission stark genug ist, um dich durch dieses Tal der tränen zu tragen. Wenn ja, super! Wenn nicht, dann ist es auch gut! Das ist ein Zeichen, dass du noch einmal zurückgehen und deine Motivation wirklich unter die Lupe nehmen solltest. Worum geht es DIR in deinem Business wirklich? Sei da wirklich ehrlich zu dir, denn das ist das Fundament, auf dem du aufbaust.

Wenn deine Motivation nur (!) Geld ist, dann lass es. Gutes Geld verdienen ist völlig in Ordnung, aber du wirst erfolgreich sein, wenn du deine Kunden weiterbringst. Wie willst du das machen?

Umgekehrt ist eine nur selbstlose Motivation auch nicht ausreichend, denn dann reibst du dich auf und verlierst dich irgendwann.

Hier ist eine gesunde Balance angebracht, damit du eine stabile Grundlage hast.

Wenn du aus der Gegenwart die Katastrophen der Vergangenheit betrachtest, wie sehr wirken sie sich noch auf dein Leben aus? Natürlich gibt es einschneidende Ereignisse, da brauchen wir nicht zu diskutieren. Aber waren sie, so im Abstand von 10, 20 Jahren betrachtet wirklich sooo schlimm?

Oder hatten sie nicht auch etwas Gutes, haben dich stärker gemacht, haben dich in deiner Entwicklung vorangebracht, dir neue Türen geöffnet…

Egal, auf welcher Position das Schicksalsrad stehen bleibt, glaube nicht alles, was dir dein Kopf sagt. Versuche den Weg des Herzens zu finden, denn das findet immer einen Weg, der für dich machbar ist und dich zu dir selbst führt.

Gegen das Schicksal kannst du nicht ankämpfen. Du kannst kaum beeinflussen, auf welcher Position das Rad stehen bleibt. Aber du kannst beeinflussen, was du daraus machst und was es mit dir macht.

Und ich schließe mit Marie von Ebner-Eschenbach:

Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.

Und jetzt du: Wie gehst du damit um, wenn das Rad des Schicksals an der “falschen” Stelle stehen bleibt?
Ich freue mich auf deinen Kommentar!
Orakeln mit meinen Lieblingsdecks

Orakeln mit meinen Lieblingsdecks

Bald starten wieder die Raunächte und da ist es schon eine liebgewonnene Tradition, mit Karten zu orakeln.

Ich ziehe dafür an den zwölf Tagen jeden Tag eine Karte für einen Monat des kommenden Jahres. Die erste Karte steht für den Januar, die zweite für Februar und so weiter.
Traditionell nehme ich Tarot-Karten, aber du kannst jedes Kartendeck nehmen. Ich habe es im letzten Jahr immer mit einer Karte aus einem anderen Deck ergänzt und das gab wirklich spannende Kombinationen und Aussagen

Ich schreibe mir auf, was mir als erstes dazu einfällt, welche Gedanken, welche Gefühle kommen hoch. Ich betrachte die Karte ein wenig länger und lasse mir von ihr ihre Geschichte erzählen, mir Impulse zum jeweiligen Monat geben.
Das schreibe ich mein Raunachtstagebuch und, ganz wichtig, auch mit der Hand. Das hat eine ganz andere Energie als es zu tippen. Ich verbinde mich so auf eine ganz andere Weise als mit dem PC. Am liebsten schreibe ich mit einem Füller, ganz klassisch.
Im folgenden Jahr vergleiche ich immer am Ende des jeweiligen Monats, was ich orakelt habe. Dabei kommen tatsächlich ganz erstaunliche Punkte zu Tage.

Im letzten Jahr haben unglaublich viele Menschen in meiner Raunachtsfacebook-Gruppe ihre Karten gezeigt und wir alle waren von der Vielfalt begeistert. Viele, auch ich, konnten wirklich nicht widerstehen und haben uns noch etliche Decks gekauft. Da kam bei mir wieder die Sammlerin durch.

Ich möchte dir als Anregung einige meiner Lieblingsdecks heute vorstellen, denn alle dir zu zeigen würde hier den Rahmen sprengen:

1. Der Klassiker: Rider Waite Tarot

Mit dem Klassiker Rider Waite* arbeite ich viel, sowohl mit meinen Klientinnen bei den Kraftreisen als auch für mich selbst, wenn ich mal ein wenig Inspiration brauche, wenn ich feststecke.

Ich nutze die Karten, egal welches Deck, meist eben nicht zum Orakeln, aber in den Raunächten mache ich eine Ausnahme. Andere gute Zeitpunkte zum Orakeln sind übrigens generell die Jahresfeste.

Für Anfänger und Fortgeschrittene ist das Deck einfach bestens geeignet und es gibt eine Unmenge an Literatur zu diesem Deck. Für den Start daher ideal, auch wenn ich dafür plädiere, dass du auch mit deinen eigenen Bildern, Ideen und Assoziationen arbeitest, bevor du Deutungen auswendig lernst.

2. Wunderschön und mystisch: Das Shadowscapes Tarot

Das Shadowscapes Tarot* habe ich dieses Jahr entdeckt und mich gleich verliebt.

Es ist wunderschön, ohne kitschig zu sein und hat etwas elfenhaftes für mich. Die Karten sind unglaublich detailreich und toll gezeichnet, so dass ich mich immer wieder in der Betrachtung verlieren kann.

Als erstes Deck würde ich es daher nicht empfehlen, denn dafür ist es für mein Empfinden nicht klar genug, sondern eher komplex. Aber zum Eintauchen und Meditieren ist es toll.

Beim Deck ist ein Begleitbuch dabei, aber es ist nur auf Englisch erhältlich.

3. Verspielt und immer mit Katze: Everyday Witch Tarot

Das Everyday Witch Tarot* begeistert mich als Dosenöffner von zwei Katzen durch die liebevollen Zeichnungen und die immer präsenten Katzen, wie es sich eben für Hexen gehört. Ich glaube nur auf zwei Karten fehlen sie.

Die Karten lehnen sich stark an das Rider Waite an, sind aber deutlich positiver und verspielter. Das mag manche Puristen stören, ich finde es wunderbar erfrischend.

Auch das dazugehörende Begleitbuch hebt sich von anderen Deutungsbüchern ab, denn es geht auch eher in die Coaching-Richtung und gibt gute Denkanstöße.

Leider kommst du auch hier ohne Englisch-Kenntnisse nicht weit, aber es ist recht einfach geschrieben.

4. Einfühlsam und weiblich: Mythical Goddess Tarot

Das letzte Tarot, das ich dir vorstelle, ist auch ein englisches, das Mythical Goddess Tarot* von Katherine Skaggs.

Es weicht vom Klassiker ab, denn manche Karten werden ein wenig freier interpretiert und es gibt nur Frauen, also keinen Buben, keinen Ritter und keinen König, sondern das Kind, das Mädchen und die Alte. Auch der Herrscher wird durch Power ersetzt, die Lilith verkörpert.

Doch auch hier führt dich ein Begleitbuch durch die Karten, gerade wenn du die Göttinnen, die die Große Arkana verkörpern, noch nicht kennst.

Du kannst das Deck bei Katherine selbst bestellen oder auf der amerikanischen Seite von Amazon*. Der Unterschied liegt deutlich in den Portokosten.

Wenn du einen näheren Eindruck von den Karten bekommen willst, dann schau dir meine Tarotimpulse an, die ich eine Weile hier als Videos veröffentlicht habe

5. Göttlich und kraftvoll: Göttinnengeflüster

Ich liebe es, mich auch mit der Göttinnenkraft zu verbinden und liebe das Göttinnengeflüster*, das inzwischen neu aufgelegt wurde.

Diese Karten waren die Grundlage für meine Meditationsreihe mit 21 Göttinnen, die ich dieses Jahr veranstaltet habe.

Ich ziehe selbst jedes Jahr eine Göttin, deren Kraft mich in den 12 Monaten begleiten soll. Natürlich kannst du auch jeden Monat eine Göttin ziehen oder jede Woche oder jeden Tag.

6. Zart und poetisch: Love & Shine

Wunderschöne Impulse schenkt Sandra*, die inzwischen bereits drei Kartendecks veröffentlicht hat.

Sie sind liebevoll gezeichnet, ganz zart und poetisch. Du kannst auch hier wunderbar in die Farben, Symbole und deine eigene Intuition eintauchen.

Jede Karte hat ein Motto und ein, zwei Sätze, die dich inspirieren.

Ich ziehe sie gern als Tages- oder Monatskarte.

7. Liebevoll mit indischem Touch: Seeds of Shakti

Die Karten von Sharron* habe ich bei Instagram entdeckt und sie haben mich mit ihrem indischen Touch gleich angesprochen.

Auch sie sind unverwechselbar gezeichnet, recht klar und ohne große Schnörkel.

Sie haben jeweils ein Motto und einen Satz, der dich zum Nachdenken anregt. Schau einfach einmal, wie dieser Impuls dich in deinem Alltag beeinflusst.

Zu den Karten gibt es auch ein Begleit-PDF, das du sofort bei der Bestellung online erhältst.

Sharron versendet aus Kanada, daher sei bitte geduldig, wenn du die Karten bestellst. Bei mir hat es ca, 3,5 Monate gedauert, bis sie angekommen sind.

Und jetzt Du: Hast du auch eine Orakeltradition und/oder ein Lieblingsdeck? Erzähl doch ein wenig in den Kommentaren, ich freue mich über weitere Anregungen.

 

*Mit dem Klickt auf die Links kommst du zu den jeweiligen Verkaufsseiten (Werbung)

 

Sei selbstbewusst – Die Herrscherin im Tarot

Sei selbstbewusst – Die Herrscherin im Tarot

Die Herrscherin oder die Kaiserin ist gerade für Frauen eine wichtige Karte, denn sie zeigt uns unser Potenzial.

Es ist die dritte Karte und da kommt auch schon ein wenig Numerologie ins Spiel denn diese Zahl ist nicht zufällig. Die Drei steht für die Einheit von Körper, Geist und Seele. Bei der Drei sind alle Seiten im Gleichgewicht, wie bei einem gleichschenkligen Dreieck. Die Drei wird von Mars regiert und steht damit auch für Durchsetzungskraft und Ziele erreichen, durchaus Aspekte, die Du auch bei der Herrscherin wiederfindest.

Ich werde mich wieder auf das Rider-Waite Tarot* fokussieren, aber auch einige andere Aspekte aus anderen Decks mit einbringen.

Die Karte

Im Rider-Waite-Tarot heißt die Karte übrigens nicht die Kaiserin, sondern die Herrscherin. In anderen Decks ist sie die Herrin oder Mawu , die afrikanische Schöpfungs-, Vegetations-, Erd- und Mondgöttin.

Allen Karten ist gemeinsam, dass die dargestellten Frauen Fruchtbarkeit, Fülle und Wachstum darstellen. Meist ist auch Wasser vorhanden, denn ohne Wasser gibt es kein Leben.

Die Herrscherin im Rider-Waite-Tarot sind auf einem Thron, der eher an einen bequemen Sessel erinnert. Auf ihrem Kopf ist eine Krone, sie hält ein Zepter in der Hand, eine Kette schmückt ihren Hals.

Ihr langes Kleid schmücken Granatäpfel. Ihr Gesichtsausdruck ist ernst.

Du siehst ein Kornfeld, im Hintergrund einen Fluss und Bäume.

Neben dem Thron ist ein Herz mit dem Weiblichkeitssymbol.

Ähnlich wie beim Narren dominiert Gelb, aber auch Rot und Orange.

Im Gegensatz zu anderen Decks ist die Herrscherin bei Rider-Waite allein. Bei anderen Decks wird sie oft von Tieren begleitet, von Hasen, Schmetterlingen, einem Elefanten, einem Pelikan und anderen Tieren.
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Meine Impulse zur Interpretation

Die Herrscherin strahlt eine gewisse Autorität aus, eine weibliche, die nicht so hart ist wie die männliche, aber sie weiß sich doch durchzusetzen. Sie ist sich ihrer Stellung und auch ihrer Verantwortung bewusst.

Sie ist der Archetyp der Mutter.

Sie steht für Fülle und Fruchtbarkeit. Das zeigen die Granatäpfel auf ihrem Kleid. Es muss sich nicht zwingend um materielle Fruchtbarkeit oder Kinder handeln. Wenn wir kreativ sind, dann entsteht auch Neues, es ist eine andere Art von Fruchtbarkeit.

Das Kornfeld steht auch Wachstum, inneres und äußeres.

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Der Sessel mit dem orangenen Kissen und dem roten Überwurf steht für Leidenschaft und Emotionen. Das Grau kühlt es jedoch ab und erinnert daran, nicht nur auf den Bauch und das Herz zu hören, sondern auch den Kopf mit einzubeziehen.

Die zwölf Sterne ihrer Krone symbolisieren die zwölf Tierkreiszeichen, die neun Perlen der Kette die neun Planeten unseres Sonnensystems, auch wenn Pluto diesen Status 2006 aberkannt bekommen hat. Sie trägt also damit als Große Mutter das Universum und verbindet es.

Das Wasser im Hintergrund steht für Gefühle, Empathie. Die Herrscherin hört auf ihre Intuition, wenn sie Entscheidungen trifft. Der Fluss verändert sich und bleibt doch immer derselbe, genau wie wir. Unsere Zellen sterben und werden erneuert, aber wir bleiben im Grunde wir selbst, auch wenn wir uns verändern.

Sie ist eine selbstbewusste Frau, die auf ihren Herrschaftsbereich aufpasst. Sie wartet nicht auf einen Retter, der sie unterstützt, sondern steht gleichberechtigt neben dem Herrscher, eigentlich noch vor ihm, denn im Tarot kommt der Herrscher oder der Kaiser erst nach ihr.

Sie entscheidet, wie ihr Leben aussehen soll, frei und stark. Und sie erreicht ihre Ziele, denn sonst wäre sie nicht die Herrscherin.

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Wie kann Dich die Herrscherin unterstützen?

Die Herrscherin kann Dich bei Entscheidungen unterstützen, gerade wenn es darum geht, Deinen Weg zu finden und Dein Leben in die Hand zu nehmen.

Sie ist ein Symbol für innere und äußere Stärke und ermutigt Dich, Deinen Weg zu gehen.

Fruchtbarkeit gibt es nicht ohne Sexualität. Daher kann die Herrscherin Dich auch unterstützen, wenn Leidenschaft und Sexualität in Deinem Leben fehlen.
Es kann auch darum gehen, in welchem Bereich Deine Wünsche nicht befriedigt werden.

Eine Geburt, sei es ein Kind oder eine Idee, ein Plan, bedeutet Veränderung. Das Leben wird anders, wenn etwas Neues, Bedeutsames in Dein Leben tritt. Das kann z.B. auch eine berufliche Veränderung sein, ein neuer Partner. Es heißt ja auch, dass man mit einer Idee schwanger geht oder Projekte gerade im kreativen Bereich werden oft gern als “Babies” bezeichnet.

Bei Veränderungen kann sie Dir Impulse geben, was für Dich in diesem Moment das Richtige sein kann, als guter mütterlicher Rat. Aber denke daran, dass sie auch ihr Ego hat, wenn sie mit Dir spricht.

Wo stockt es bei Dir, wo bist Du im Fluss? Was kannst Du tun, um wieder in Fluss zu kommen?

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Es ist Deine Entscheidung: Möchtest Du wie die Herrscherin sein, Dein Schicksal bestimmen und selbstbewusst Deinen Weg gehen oder als Prinzessin in einem Turm oder Schloss auf einen Retter warten, abhängig davon ob und wann er kommt?

Gerade wir Frauen sollten uns regelmäßig mit der Herrscherin verbinden.

Die Eigenschaften der Herrscherin findet sich auch in ganz unterschiedlichen Göttinnen wider, als Große Mutter, als Himmelskönigin, als unabhängige Artemis, als fruchtbare Demeter, als verführerische Aphrodite.

Passende Affirmationen

Mit diesen Affirmationen kannst Du die Energie der Herrscherin zu Dir holen:

  • Ich bin in meiner Fülle.
  • Ich lebe mein Leben.
  • Ich bestimme über mein Leben.
  • Ich erreiche meine Ziele.
  • Ich genieße mein Leben.
  • Ich öffne mich für mein Leben.

 

Und jetzt Du: Wie stehst Du zu Deiner inneren Herrscherin? Was kannst Du von ihr mitnehmen? Schreib es mir doch in die Kommentare.

Nutzung der Kartenbilder: Mit freundlicher Genehmigung des Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch, © Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch/Deutschland. www.koenigsfurt-urania.com

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Sarg und Tod – Symbol der Transformation

Sarg und Tod – Symbol der Transformation

In allen Kartendecks, die ich kenne, gibt es ein Symbol für den Tod. Im Tarot, bei den Zigeunerkarten und bei den alten Karten von meiner Großtante ist es ganz klassisch der Tod, im Lenormand ist es der Sarg und bei den Kipperkarten der Todesfall.

Der Tod gehört eben zum Leben dazu, daher kein Deck ohne eine entsprechende Karte.

Ich habe das Deck von Judith Bärtschi* gewählt, denn es ist das naja, fröhlichste Bild und um diese Jahreszeit ist es schon duster und trüb genug.

Was ich nicht in der Karte sehe, das sind ein tatsächlicher Todesfall oder schwere lebensbedrohende Krankheiten. Ich sehe die Karten als Impulse, als momentanen Spiegel und als Brücke, um mit meinem Unterbewusstsein in Kontakt zu treten.

Im Prinzip kannst Du die wesentlichen Teile meiner Interpretation für alle Karten nehmen, die sich mit dem Tod befassen.

Die Karte

Der Sarg ist mit Lilien, Kala und Rosen geschmückt.

Auf dem Sarg stehen vier Kerzen, drei vor dem Sarg, die magische Sieben.

An den Sarg sind zwei Kränze gelehnt, gemeinsam stellen sie das Unendlichkeitssymbol dar.

Die Lilien und Kala am Fuß des Sarges sprießen aus einem herzförmigen Gefäß. Blütenblätter und Blüten liegen um den Sarg.

Im Bild dominieren Violett, Gelb und ein wenig Pink, so ganz anders als die anderen düsteren Karten.

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Meine Impulse

Die angenehme Stimmung der Karte hat etwas Friedliches, Tröstliches. Das spiegelt sich für mich auch in den beiden Kränzen wider. Sie stellen die Unendlichkeit dar, kein Anfang, kein Ende. So ist der Tod auch nicht das Ende, sondern nur ein Übergang.

Die sieben Kerzen sind auch ein Zeichen der Hoffnung. Sieben ist für viele Menschen in ganz unterschiedlichen Kulturen eine Glückszahl.

Es gibt die sieben Tugenden, in Märchen kommt die Sieben auch häufig vor, Verliebte schweben auf Wolke Sieben, 007 jagt Schurken, der Regenbogen hat die sieben Spektralfarben, die sieben Hauptchakren, der siebenarmige Leuchter Menora bei den Juden, die sieben Weltmeere und Weltwunder.

Es heißt, dass sich der Mensch alle sieben Jahre verändert, der Mondzyklus ist mit seinen 28 Tagen durch Sieben teilbar, die Welt wurde in sieben Tagen erschaffen und ich könnte noch ewig weitermachen. Sieben ist eben etwas Besonderes, eine magische Zahl.

Im Tarot dagegen ist der Tod die dreizehnte Karte und damit das genau Gegenteil der Sieben. Freitag der dreizehnte ist ein Unglückstag im Westen.

Es gibt im Flieger keine dreizehnte Sitzreihen und in vielen Häusern auch kein dreizehntes Stockwerk. Die nicht eingeladene dreizehnte Fee hat den Fluch über Dornröschen gesprochen, zusammen mit seinen zwölf Jüngern war Jesus der dreizehnte.

Im Sarg wird begraben. Etwas geht zu Ende.

Wir sprechen auch davon, Träume, Wünsche, Projekte oder Beziehungen zu begraben.

Phasen im Leben gehen ebenfalls zu Ende, denn nichts ist für die Ewigkeit. Aber das ist auch gut so. Stell Dir mal vor, dass manche Dinge wirklich ewig Bestand hätten oder auch nur Dein Leben lang. Wie voll wäre es dann?

Der Sarg und sein Inhalt verrotten mit der Zeit, es bleibt kaum etwas übrig. Die Materie wird verwandelt, transformiert. So werden auch unsere Gefühle dem gegenüber, was wir begraben oder beendet haben transformiert. Es verändert sich.

Genauso wie Du der Veränderung nicht entkommen kannst, so kannst Du auch nicht dem Tod entkommen. Selbst der Highlander ist sterblich.

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Ohne Tod gibt es kein Leben. Gerade jetzt im Herbst wird es deutlich. Alles zieht sich zurück, die Blätter fallen, aber im Frühjahr wird wieder das Leben explodieren. Es ist der ewige Kreislauf von Werden und Vergehen. Veränderung, Transformation eben.

Wenn wir etwas wirklich beenden und auch tatsächlich loslassen, dann ist auch wieder Platz für etwas Neues.

Das kann auch etwas ganz banales sein wie den Kleiderschrank ausmisten. Der Plastiksack oder der Karton, in den Du die alten Klamotten packst, ist so etwas wie der Sarg. Du entsorgst damit etwas, was nicht mehr zu Dir passt.

Der Sarg, aber auch der Tod in den anderen Decks sollen Dich daran erinnern, dass auch Du nicht ewig lebst. Das ist das berühmte Memento Mori eben, das an die Sterblichkeit erinnert.

Das berühmte Carpe Diem geht in die gleiche Richtung. Pflücke den Tag, denn Du weißt nicht, wie viele Dir noch bleiben.

Was kannst Du in Deinem Leben verändern, was transformieren, um Dich wieder lebendiger zu fühlen, Dein Leben zu genießen.

Fakt ist doch, dass weder Du noch ich wissen, wann der Sensenmann kommt. Willst Du am Ende etwas bedauern?

Was kannst Du also in Deinem Leben verändern, um mehr Freude, mehr Leben hineinzubringen?

Diese Gedanken sollen jedoch kein Aufruf dazu sein, jetzt und sofort alles stehen und liegen zu lassen und nur noch das zu tun, was Du willst oder Dein ganzes Geld zu verpulvern. Vielleicht wirst Du ja 90 und dann ohne Geld, das ist nicht lustig. Es soll Dich aber daran erinnern, das Leben zu genießen, die schönen Dinge zu sehen, dankbar zu sein für das, was Du hast und auch Deine Träume zu leben.

Es soll Dich auch daran erinnern, das Loszulassen, was Dir nicht guttut, was Dich runterzieht, was Dich auch unten hält. Du bist hier um glücklich zu sein. Also lass los, was Dich bedrückt. Das kann auch ein längerer Prozess sein, je nach Deinen Umständen oder auch ein Big Bang, ein Paukenschlag, der Dein Leben um 180 Grad verändert.

Wenn Du Dir schwer dabei tust, loszulassen, dann kann ich Dich dabei begleiten, wenn Du diesen Weg nicht allein gehen willst.

Was kannst Du für Dich aus der Karte herausziehen?

Egal, ob nun Tod oder Sarg, wenn Du Dich mit dieser Karte auseinandersetzt, dann kannst Du Dir folgende Fragen stellen:

  • Was schleppe ich mit mir herum, was ich schon längst begraben sollte?
  • Wo ist ein Schlussstrich notwendig?
  • Was sollte ich endlich erledigen, damit es vom Tisch ist und ich mich endlich anderen Dingen widmen kann?
  • Wo fühle ich mich eingesperrt, eingeengt, lebendig begraben?
  • Welche Projekte sollte ich beenden, um Zeit für etwas Neues zu haben?
  • Was belastet mich und warum?
  • Wo stecke ich fest?
  • Was muss ich beenden, was verändern, um voranzukommen?

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Diese Affirmationen können Dich bei Deiner Transformation unterstützen:

  • Ich nehme Veränderungen an.
  • Ich liebe das Leben.
  • Ich verändere mich zu meinem Besten.
  • Ich lasse los, was mich belastet.
  • Ich lasse mit leichtem Herzen los, was mich zurückhält.
  • Ich lasse los und vertraue der Weisheit des Lebens.
  • Ich bin bereit für neue Erfahrungen.

 

Und jetzt Du: Wie stehst Du zum Thema Transformation und Tod? Was kannst Du aus der Karte mitnehmen? Schreib es mir doch in die Kommentare.

Nutzung der Kartenbilder: Mit freundlicher Genehmigung des Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch, © Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch/Deutschland. www.koenigsfurt-urania.com

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Sei närrisch – Der Narr im Tarot

Sei närrisch – Der Narr im Tarot

Wie ich mit Karten arbeite und wie ich sie einsetze, das habe ich schon in einem anderen Artikel beschrieben und heute möchte ich Dir ein praktisches Beispiel dazu geben.

Eine meiner Lieblingskarten im Tarot ist die erste Karte, die Karte 0, der Narr.

Ich benutze hier übrigens das Rider-Waite Tarot*.

Die Karte

Wenn Du Dir das Bild des Narren so anschaust, siehst Du einen unbekümmerten jungen Mann, der auf Wanderschaft ist. Er trägt einen Hut, auf dem lustig eine Feder wippt.
Auf seiner Schulter liegt ein Stab, an dessen Ende seine Habseligkeiten in einem Bündel hängen.
Er hat eine Blume in der Hand, ein kleiner Hund tollt um ihn herum. Er scheint vor sich hinzuträumen und schaut nicht auf den Weg. Er ist voller Vertrauen und Zuversicht, dass ihm nichts passieren kann.
Die Sonne scheint und im Hintergrund sind die Berge.

 

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Meine Impulse zur Interpretation

Der Narr ist die erste Karte der Großen Arkana und mit ihm beginnt die Reise.

Er ist spontan, fröhlich, neugierig, sorglos und lebt auch ein wenig in den Tag hinein. Er ist risikofreudig, verspielt und kümmert sich nicht um Konventionen. Er hat etwas Kindliches, Unvoreingenommenes.

Er trägt sein Bündel, seine Erfahrungen mit einer gewissen Leichtigkeit. Es ist kein Rucksack, der ihn belastet und auf die Schultern drückt, sondern ein kleines Bündel, das einfach locker hängt.

Er ist voller Vertrauen in seinen Weg und in seine Zukunft. Kannst Du das auch von Dir behaupten?

Der Hund steht für seine Instinkte, seine Intuition. Er ist ein treuer Begleiter, der immer bei ihm ist und ihn nicht aus den Augen lässt.
Er warnt ihn, wenn er im Begriff ist, etwas Falsches zu tun, wie gerade noch einen Schritt weiter zu gehen und in den Abgrund zu stürzen. Aber ob er immer auf seinen kleinen Freund hört?

Der Narr ist ehrlich. In vergangenen Zeiten war der Narr der Einzige, der dem Herrscher offen seine Meinung sagen konnte, ohne gleich den Kopf zu verlieren.

Gelb ist in dieser Karte sehr dominant. Wenn Du die klassische Farbenzuordnung der Elemente kennst, dann weißt Du, dass Gelb dem Osten zugeordnet ist und das Element des Ostens ist in der westlichen Welt die Luft. Der Osten repräsentiert Kommunikation, Reisen, Leichtigkeit, Neubeginn.

Er ist ein wenig Hans-guck-in-die-Luft, ein wenig Abenteurer, irgendwie eine Mischung aus Till Eulenspiegel und Indiana Jones.

 

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Wie kann der Narr Dich unterstützen?

Manchmal stecken wir im Leben fest, es scheint nichts voran zu gehen. Da sind die ständigen “ich müsste” und “ich sollte” und ganz besonders oft ist da das “ich kann nicht”, das in den meisten Fällen ein “ich will nicht” ist, wenn wir einmal ehrlich sind.

Der Narr kann dir hier mit seiner Leichtigkeit und Unbekümmertheit auf die Sprünge helfen. Welche unkonventionellen Ideen hast Du, unterdrückst sie aber?

Welche neuen Wege würdest Du gern einmal gehen? Was würdest Du gern einmal ausprobieren, traust Dich aber nicht?

Wo hast Du noch Dir eine kindliche Unbefangenheit bewahrt, wo hast Du sie verloren?

Wie steht es um Dein Vertrauen in Deinen Weg, in Deine Zukunft? Lass Dich vom Narren inspirieren und denke nicht zu sehr an Morgen, sondern genieße den Tag, den Moment.

Sei doch einmal närrisch, pfeif auf die Meinung der anderen und mache, was Dir gefällt. Pippi Langstrumpf hat viel von dem Narren und ist eine meiner Heldinnen.

Genau wie der Narr schaut sie nicht zurück, geht nach vorne und wenn ein Plan nicht funktioniert, dann halten sich beide nicht lange damit auf, zu ergründen, warum er nicht funktioniert, sondern überlegen, welchen Weg sie wählen können, damit er funktioniert.

 

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Der Narr verlässt sich nicht nur auf seine Erfahrungen (Du erinnerst Dich, der Beutel…), sondern hört auch auf sein Bauchgefühl.

Wie sieht es da bei Dir aus? Glaubst Du, dass Du wirklich alle Entscheidungen rational und ohne Dein Bauchgefühl triffst?
Lass Dir gesagt sein, Du magst rational es vom Kopf her begründen, aber wenn Du ganz ganz ehrlich bist, Dein Bauchgefühl, Deinen Instinkt kannst Du nicht unterdrücken, selbst wenn Du es glaubst.

Du kennst doch sicher auch dieses flaue Gefühl, wenn sich etwas in Dir sträubt, Du es aber machst, weil es “vernünftig” ist.

Weil meine erste Selbstständigkeit eine Vernunftsgeschichte war, habe ich sie grandios gegen die Wand gefahren – eine wertvolle Erfahrung, definitiv. Sie (und noch ein paar andere Erfahrungen) haben mich gelehrt, auch auf meine Intuition zu hören.

Das Unterbewusstsein weiß schon, was richtig ist, nur hören wir oft nicht zu.
Und irgendwann tritt es uns gegen das Schienbein. Der Hund des Narren wird ihn sicher anbellen und vielleicht auch kneifen, wenn er weiter in Richtung Abgrund steuert.
Hört er nicht auf ihn, dann muss er dafür die Rechnung mit ein paar Schrammen, gebrochenen Knochen oder schlimmeren zahlen.

Der Narr ist ehrlich. Er wird Dir sagen, was er denkt und Dir den Spiegel vorhalten. Das mag nicht immer angenehm sein, ist aber oft heilsam.

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Bei aller Narretei, vergiss nicht ganz den Kopf. Zu große Sorglosigkeit, Leichtsinnigkeit und Risikobereitschaft können Dir in manchen Situationen mehr schaden als nützen.

Bei vielen Menschen der närrische Anteil einfach zu klein und es lohnt sich, ihn hervorzuholen und fördern. Der Kopf und die Ratio werden sich schon melden, wenn Du zu großen Unfug machen willst. Aber prüfe auch hier, ob nicht doch der Narr ein wenig mitsprechen sollte.

Der Narr kann Dir dabei helfen, wenn Du etwas verändern möchtest. Dann brauchst Du seine Unbekümmertheit, seine Leichtigkeit, sein Urvertrauen und seinen Mut, Dich einfach auf den Weg zu machen, auf Konventionen zu pfeifen und Dein Ding zu machen.

Wenn du ihn näher kennenlernen willst, dann kannst du ihm in einer Meditation begegnen.

Sei närrisch im besten Sinn des Wortes.

Ich unterstütze Dich gern dabei, in Kontakt mit Deinem Narren zu treten. Verlasse die ausgetretenen Wege und vereinbare ein Erstgespräch mit mir.

Und jetzt Du: Wo bist Du närrisch, wo wärst Du es gerne? Was sind Deine Gedanken zum Narren? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

 

Nutzung der Kartenbilder: Mit freundlicher Genehmigung des Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch, © Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch/Deutschland. www.koenigsfurt-urania.com

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Orakelkarten – Alles nur fauler Zauber?

Orakelkarten – Alles nur fauler Zauber?

Wenn es um Tarot und andere Orakelkarten geht, was kommt Dir da in den Sinn? Die Wahrsagerin auf der Kirmes, die Kartenlegerin mit Kristallkugel, Räucherstäbchen und einer Katze? Irgendwelche dubiosen Aussagen, die eigentlich auf jeden zutreffen?

Ok, Katzen habe ich auch und Räucherstäbchen mag ich ebenfalls, aber wenn Du mit Karten arbeitest, dann heißt es nicht zwangsläufig, dass Du mit Karten die Zukunft vorhersagst oder völlig austauschbare Aussagen bekommst.

Mit den Karten kannst Du auf vielen Ebenen arbeiten.

Tarot- oder auch Lenormand-Karten, eigentlich die meisten Orakelkarten, eignen sich nämlich ganz hervorragend, um mit Deinem Unterbewusstsein in Kontakt zu treten und das hat nichts mehr mit Hokuspokus oder Jahrmarktscharlatanerie zu tun.

Wenn Du Dich näher mit den Karten befasst, dann wirst Du erkennen, dass da schon eine ganze Menge dahinter steckt und Du wertvolle Impulse für Dich daraus ziehen kannst.

Wie habe ich angefangen?

Auch wenn es so richtig schön klischee-mäßig klingt, meine Großtante hat mir öfter mal die Karten gelegt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, ob ihre Vorhersagen eingetroffen sind oder nicht, aber ich fand das immer ziemlich spannend.

Nach ihrem Tod habe ich einiges daran gesetzt, diese Orakelkarten zu bekommen und wie Du siehst, sie sind so richtig schön alt und abgenutzt. Ich habe auch keine Ahnung, welche Karten es sind und ob sie vollständig sind. Ich vermute mal es sind eine Art von Zigeuner- oder Kipperkarten, aber das ist mir auch egal. Sie sind einfach nur ein schönes Erinnerungsstück für mich.

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Ich selbst habe vor mehr als 25 Jahren auch mit Tarot angefangen, weil mich das natürlich interessiert hat, mit den Karten die Zukunft erforschen. Ich habe mir damals während des Studium mein Rider-Waite-Tarot mit Buch gekauft und das Kartendeck habe ich immer noch, das Buch übrigens auch.

Wie fängst Du an?

Wie bei vielen Dingen, ist es zunächst einmal Geschmacksache, mit welchen Karten Du anfängst. Da spielt wirklich die Gestaltung eine große Rolle und was Dir persönlich gefällt.

Wenn Du mich nach einem Rat fragst, dann würde ich Dir jedoch für den Anfang beim Tarot zum Rider-Waite Tarot* und bei den Lenormand-Karten zur Blauen Eule* raten. Beide Kartendecks sind hervorragend für den Einstieg geeignet und Du findest eine Unmenge an guter Einstiegsliteratur dazu.

Die Bildersprache ist meiner Meinung bei den beiden Decks nach am besten zu erschließen, auch wenn selbst hier schon die Symbolik teilweise recht komplex ist. Wenn Du zum Beispiel das Rider Waite-Tarot mit dem Crowley-Tarot vergleichst, wirst Du verstehen, was ich meine.

Wenn Du Dich generell mit den Karten beschäftigst, dann würde ich Dir raten, erst einmal Deine Ideen zu der jeweiligen Karte zu notieren, bevor Du in Büchern die Deutungen liest, denn so hältst Du erst einmal Deine ungefilterten und unbeeinflussten Gedanken fest.

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Wie kannst Du die Orakelkarten nutzen?

Wie schon erwähnt, kann man versuchen, die Zukunft mit den Karten zu entschlüsseln, aber ehrlich gesagt halte ich davon nicht viel. Ja, vielleicht kannst Du Tendenzen erkennen, aber meiner Meinung nach haben wir immer noch Einfluss auf unser Schicksal. Vielleicht nicht unbedingt auf den großen Plan, aber auf einzelne Punkte bestimmt.

Ich nutze die Karten lieber als Inspiration für meine momentane Situation, als Ratgeber bei Entscheidungen und um mit meinem Unterbewusstsein in Kontakt zu kommen.

Darüberhinaus nutze ich sie gern auch als Grundlage für Kraftreisen und reise in einer leichten Trance zum Narren oder zur Kaiserin oder einer anderen Karte und höre, was sie mir so zu sagen haben.

Um Dich mit den Karten vertraut zu machen, kannst Du jeden Morgen eine Tageskarte ziehen und dann am Abend einmal schauen, ob sich die Energie oder die Botschaft der Karte irgendwie tagsüber realisiert hat. War es der Brief bei den Lenormand-Karten, dann kann es tatsächlich ein wichtiger Brief oder eine Email oder auch nur ein Kommentar einer Kollegin gewesen sein.

War es der Tod, dann kann etwas geendet haben, es muss nicht gerade jemand gestorben sein, vielleicht wurde Dein Projekt eingestellt.

Die ganzen Elemente jedes Bildes haben eine Bedeutung, denn die Zeichner wollen eine Botschaft transportieren.

Welches der Symbole Du in dem Moment, in dem Du die Karte betrachtest, wahrnimmst und welche Du übersiehst, hängt von Deiner momentanen Verfassung und Deinem Fokus ab. So kann es durchaus passieren, dass Du immer wieder neue Aspekte entdeckst, je nachdem für was Du gerade empfänglich bist.

Du kannst auch jede Woche oder jeden Monat eine Karte ziehen.

Wenn Du Karten als Orakel nutzen willst, dann ziehe während der Raunächte (je nachdem, die 12 Nächte nach der Wintersonnwende oder nach Weihnachten) 12 Karten, jede Nacht eine oder 12 Karten an Silvester und schaue dann, ob die Prognose für den jeweiligen Monat korrekt war. Ein Spaß ist es in jedem Fall.

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Mini-Einführung zum Tarot

Über die Ursprünge des Tarot gibt es einige Geschichten. Nach einer Legende sollen sie ihren Ursprung in Ägypten oder in der Kabbala haben. Elemente aus diesen Kulturkreisen findest Du immer noch in den einzelnen Decks, zum Beispiel im Crowley-Tarot.

Die Vorläufer des Tarot stammen aus dem 15. Jhdt. Die Karten haben sich im Laufe der Jahrhunderte natürlich ziemlich verändert und heute gibt es unzählige Varianten, von den Klassikern bis hin zum Star Trek Tarot, Hello Kitty oder mit den Simpsons.

Jedes Tarot besteht aus der Großen und der Kleinen Arkana und umfasst insgesamt 78 Karten.

Gerade in der Großen Arkana, in den ersten 22 Karten des Tarot, werden Archetypen abgebildet. Die einzelnen Karten stellen Urmuster, Urbilder dar, die Du im Grunde in jeder Kultur wiederfindest.

Sie beschreiben auch den menschlichen Weg, eine Reise, eine Heldenreise. Du wirst geboren, entwickelst Dich, hast Deine Kämpfe zu bestehen, triffst die Liebe, manche Erfahrung bringt Dich vielleicht an den Rand der Erträglichen, Du gehst Bindungen ein und löst sie und so weiter.

Gerade weil diese Karten unsere Urmuster darstellen, eignen sie sich auch gut, um im Rahmen von Impulsen, Meditationen und Kraftreisen mit unserem Unterbewussten in Kontakt zu treten, abseits von Budenzauber und Kirmeswahrsagerei.

Die Kleine Arkana wird Dich vielleicht im ersten Moment an ein normales Kartenspiel erinnern.

Da gibt es vier Motive, Pentakel, Schwerter, Kelche und Stäbe, Asse, Könige, Königin, Ritter und die Karten von 2 bis 10. Dennoch sind die Karten so ganz anders als ein Skatblatt. Die einzelnen Motive symbolisieren die Elemente und auch die einzelnen Bilder erzählen Geschichten. Manche sind düster, andere sprühen voll Lebensfreude, so ganz anders als einfach nur Herz Drei oder Pik Sieben.

Die Tarot-Karten beschäftigen schon lange die Menschen und haben auch einige Künstler zu ihren Arbeiten inspiriert. Ein Beispiel ist der Tarot-Garten in Italien, wo Niki de Saint Phalles ihre Interpretationen der Großen Arkana zeigt.

Was sind Lenormand-Karten?

Die Leonrmand-Karten sind nach Mlle Marie Anne Lenormand (1772–1843) benannt. Sie war eine Kartenlegerin, die Napoleon und seine Frau Josephine beraten haben soll.

Zwei Jahre nach ihrem Tod ist das Kartenspiel mit ihrem Namen aufgetaucht und hat ursprünglich 54 Karten umfasst. Heute ist im deutschsprachigen Raum das kleine Spiel mit 36 Karten geläufig.

Im Lenormand gibt es Sach- und Personenkarten, also zum Beispiel den Herren, die Dame, das Kind oder das Haus, den Weg, das Buch etc.

Ein Unterschied zum Tarot ist natürlich die Menge der Karten. Dass es weniger Karten sind, macht es ein wenig einfacher, ihre Bedeutungen kennenzulernen.

Wenn Du schon Voraussagen treffen willst, dann wirst Du wahrscheinlich mit den Lenormand-Karten besser zurechtkommen, denn den einzelnen Karten werden auch bestimmte Zeiträume zugeschrieben. Sie gehen eher auf äußere Ereignisse, Tarot eher auf innere, aber letztendlich kannst Du das auch wiederum nicht pauschal sagen.

Die komplexe Symbolik der Tarot-Karten spricht eher unser Unterbewusstsein an, zeigt uns unsere Stärken und Schwächen und gibt uns Impulse für unser Handeln.

Die Lenormand-Karten sind eher dazu geeignet, äußere Ereignisse vorherzusagen und zu deuten. Aber wenn Du alle 36 Karten in der großen Tafel auslegst, dann wird es auch durchaus komplex, da Du alle Karten in Beziehung zu ihren Nachbarkarten berücksichtigen musst.

Wenn Du schon einen Vergleich haben willst, dann kannst Du die beiden Systeme mit Kochen und Backen vergleichen. Mit beiden Endergebnissen wirst Du satt, beides ist lecker, aber es ist dennoch unterschiedlich. Es kommt eben darauf an, auf was Du am Anfang mehr Appetit hast.

Was gibt es sonst noch für Karten?

Ich glaube, es gibt da nichts, was es nicht gibt. Es gibt Decks mit Engeln, aufgestiegenen Meistern, Krafttieren, Farben, Chakren, Mudras (also bestimmten Handstellungen), Sprüchen, archaischen Felszeichnungen, Einhörnern, Baumgeistern, keltische oder indianische Orakelkarten, Göttinnen, indischen Göttern, Zigeunerorakel, ach was…

Gib einfach Orakelkarten* bei Amazon ein und Du wirst selbst sehen, dass es wirklich etwas für jeden Geschmack gibt. Ich bin sicher, Du wirst bei der großen Auswahl auch das Passende für Dich finden.

Manche arbeiten auch mit Skatkarten. Das ist alles wie gesagt eben Geschmackssache.

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Was nutze ich?

Ich nutze ganz unterschiedliche Kartendecks.

Für den normalen Alltag nutze ich das Rider-Waite Tarot* oder die Lenormand Karten von Judith Bärtschi*. Ich mag einfach ihre fröhliche und unkomplizierte, undogmatische Art.

Zu besonderen Anlässen oder wenn mir danach ist, verwende ich das Göttinnengeflüster* oder das Rabenorakel*, das Daughters of the Moon-Tarot* oder den Göttinnenzyklus von Cambra Maria Skadé*. Diese Karten und das Rabenorakel eignen sich mehr für Impulse, aber weniger, um die Karten selbst zu bereisen.

Das Rabenorakel sind Sprüche, die es aber teilweise in sich haben und die Karten von Cambra Maria Skade sind toll, aber zum Bereisen eher etwas für Fortgeschrittene.

Dann habe ich noch das Crowley-Tarot* (natürlich…), das Universal-Tarot*, das Tarot der weisen Frauen*, das Tarot der neuen Hexen* und die wunderschönen Art Nouveau Lenormand-Karten*.

Ehrlich gesagt, wenn ich das jetzt so alles zusammenschreibe, dann muss ich schon grinsen, denn irgendwie scheine ich da auch einen kleinen Sammeltick zu haben.

Aber manche Decks sind einfach schön oder ich mag einzelne Karten daraus, auch wenn ich die Decks nicht als Ganzes benutze.

Für Kraftreisen suche ich mir immer die Karte aus, die von der Thematik her am besten zu meinem Anliegen passt und mich von der Optik am ehesten anspricht.

Ähnlich arbeite ich mit Kunden. Je nachdem, was gerade ansteht, wähle ich die Karte(n) und lasse meine Klientinnen das Deck aussuchen, das sie anspricht. Ich schreibe dann zu der Karte individuell eine Kraftreise und führe sie mit der Klientin durch.

Wenn Du Lust hast, einmal Orakelkarten auf diese Weise kennenzulernen und zu erfahren, wie sie Dir bei Deinen Herausforderungen helfen können, dann melde Dich bei mir. Da geht es nicht um Kartenlegen, sondern darum, über die Wesen, die Archetypen im Rahmen einer Kraftreise mit Dir selbst in Kontakt zu treten und zu erfahren, welche Botschaft oder welchen Impuls sie und Dein Unterbewusstsein für Dich haben. Neugierig? Dann vereinbare ein Erstgespräch mit mir.

Und jetzt Du: Wie siehst Du das mit den Karten? Arbeitest Du selbst mit ihnen? Welche Decks nutzt Du? Schreib mir doch Deine Gedanken in den Kommentar.

 

Nutzung der Kartenbilder (Ausnahme: die alten tschechischen Karten): Mit freundlicher Genehmigung des Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch, © Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch/Deutschland. www.koenigsfurt-urania.com

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