Es gibt die vier Elemente im Tarot, Erde, Feuer, Wasser, Luft und wahrscheinlich hast du auch schon was darüber gehört, gelesen, aber vielleicht stellst du dir die Frage, okay, wie wende ich das jetzt an und genau darum soll es heute gehen.

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Transkript der Episode

Wahrscheinlich hast du schon gehört, dass Feuer mit den Stäben in Verbindung gebracht wird und dass es da um Energie geht. Die Kelche werden mit Wasser in Verbindung gebracht, da geht es um die Gefühle. Die Schwerter werden mit dem Element Luft in Verbindung gebracht, da geht es um Gedanken und die Münzen werden mit dem Element Erde in Verbindung gebracht, da geht es um das Materielle, also alles, was du anfassen kannst.

Das ist die herrschende Deutung. Es gibt auch ein paar andere Sichtweisen, aber das würde jetzt hier zu weit führen, aber das ist so die Meinung, die die meisten vertreten und das ist schon mal der erste Punkt, den du wissen solltest. Wenn du dir überlegst, wie sich die Elemente zeigen, das ist eigentlich ganz einfach.

Die Elementen kurz und knackig

Feuer, das brennt, das lodert und das kannst du dir als Feuer in dir selber vorstellen. Wenn du dich für was wirklich begeisterst, wenn du für was brennst, dann lodert auch dieses innere Feuer in dir. Dann willst du was tun, dann willst du was umsetzen, dann willst du ins Handeln kommen.

Da möchtest du kein Wenn und Aber hören, sondern du willst was tun, dich interessieren irgendwelche Bedenken nicht. Du setzt dich durch, da geht es um deine Willenskraft, um deine Motivation, um deinen Enthusiasmus und da stellst du dir die Frage: Was will ich eigentlich? Das ist so mal kurz und knapp das Feuer.

Beim Wasser geht es um Gefühle, um Emotionen, um Spiritualität, um Intuition, aber auch um Beziehung. Das fliesst alles, das ist viel weicher, das macht die Sache irgendwie runder, es ist emotional. Beim Wasser fragst du dich: Was fühle ich?

Beim Element Luft sind wir bei den Gedanken, bei den Zweifeln, da sind wir im Kopf, da geht es um Logik, da geht es um Strategie, da geht es um Klarheit und da fragst du dich: Was denke ich?

Bei den Münzen, da geht es ums Element Erde und das ist alles, was du anfassen kannst, also Erde, Materie, was wirklich materialisiert ist, was vom Kopf durch das Tun in die Realität geholt wurde. Da geht es also um Geld, um deinen Körper, um Beruf, um Job, um Business, um Werte, also was für dich wichtig ist, denn die Werte formen das, was du auch lebst oder auch wie du lebst.

Und was hat jetzt Geld und Job mit etwas Handfestem zu tun? Nun, du kaufst dir mit dem Geld, was du in deiner Arbeit verdienst, die Dinge, die du auch anfassen kannst. Du kannst dir die Frage stellen: Was ist jetzt konkret da?

Wenn du eine Karte ziehst, dann kannst du das damit schon mal in Verbindung bringen. Lass uns das mal ein Beispiel machen.

Tarot Drei der Kelche

Wenn du zum Beispiel eine Karte mit den Kelchen ziehst, was ist da jetzt emotional los, fragst du dich. Da brauchst du noch nicht in ein Buch zu schauen, wenn du dich fragst: Okay, was fühlen die, was ist bei denen an Emotionen da? Da ist Freude da, da ist Spass, da ist Verbundenheit, die mögen sich, die haben gemeinsam was erreicht, die haben eine gute Zeit, die feiern eine Party. Also da sind ganz, ganz viele positive Emotionen.

Tarot-Zwei der Schwerter -gemeinfrei

Wenn du dann zum Beispiel eine Karte von den Schwertern ziehst, dann fragst du dich, was passiert im Kopf, was denkt sich die gerade? Und du siehst hier zwei Möglichkeiten, zwei Optionen. Also sie überlegt sich so eine Pro-Contra-Liste, was spricht für die eine Möglichkeit, was spricht für die andere Möglichkeit. Da ist viel Verstand dabei, da ist viel Ratio dabei, da ist viel Logik dabei, wenn sie eine kopfmässige Entscheidung trifft.

Du weisst, okay, Schwerter, Luft, Gedanken und sie wägt jetzt ab, sie wägt im Kopf ab. Sie trifft keine emotionale Entscheidung, sondern eine kopfmässige.

Und hier bei den Münzen, was ist da los? Was ist konkret da? Was zeigt sich im Aussen? Im Aussen zeigt sich hier bei der Karte, da ist jemand, der hält was fest, der hält seinen Besitz fest.

Das ist dann jemand, der geizig ist, jemand, der auf Sicherheit bedacht ist, jemand, der lieber sein Geld zusammenhält, der sich wirklich daran klammert, statt es auszugeben. Das zeigt sich im Aussen. Der trägt vielleicht die Klamotten von vor zehn Jahren oder so, weil er halt nicht einsieht, dass er dafür neues Geld ausgeben soll nach dem Motto, die tun es ja auch noch.

Also das sind die Münzen. Was ist da? Was zeigt sich im Aussen?

Sieben der Stäbe

Und hier bei den Stäben, was will ins Handeln kommen? Was will ich? Da steht einer, man sieht gar nicht gegen wen er da so genau kämpft, aber er steht fest.

Er will sich durchsetzen. Er hat seinen Standpunkt und den verteidigt. Ich will mich durchsetzen. Ich will, dass ich meinen Standpunkt vertrete. Ich will mich nicht von anderen entmutigen lassen. Ich weiss, wer ich bin. Ich weiss, was ich will. Ich setze mich durch.

Um es kurz zu machen, da hast du wirklich dann die Verbindung zwischen Kopf, also bei den Schwertern, zwischen Herz, bei den Kelchen, zwischen dem Körper, der Erde und den Münzen und dem Willen mit dem Feuer.

4 Fragen zum Eingrenzen und das Bild sind ein Einstieg

Das gibt dir schon mal eine gewisse Struktur, an die du dich anlehnen kannst, an der du dich orientieren kannst. Das ist schon mal wirklich ein gewisser Rahmen, den du hast und mit dem du auch arbeiten kannst. Also, was will ich? Was fühle ich? Was denke ich? Und was ist da? Und mit diesen vier Fragen kommst du schon mal super weit.

Die Karten zeigen hier zum Beispiel, was passiert. Aber sie zeigen dir auch, wie du auf die Situation schaust, denn das, was dich als erstes bei den Karten anspricht oder dir ins Auge springt, zeigt dir schon mal sehr, sehr viel über dich, wie du gerade denkst, mit welcher Brille du gerade auf das Thema schaust. Also, die Karten zeigen, was passiert, wie schaust du auf die Situation, aber sie geben dir auch einen Hinweis, wie du damit umgehen kannst und was dich dabei unterstützt.

Wie sich die unterschiedlichen Elemente in ein und derselben Situation zeigen können

Lass uns da mal ein Beispiel machen. Stell dir vor, das kennen wir alle, Trennung. Und je nachdem, was für ein Typ du auch bist, gehst du unterschiedlich damit um.

Du kannst emotional daran gehen, du kannst die Situation zerdenken, du kannst handeln und du kannst dich fragen, was mache ich jetzt eigentlich? Und auch das kannst du den Elementen zuordnen.

Der Emotionale, das ist der Kelchtyp. Er bricht in Tränen aus, da ist alles ganz furchtbar, verkriecht sich im Schlafzimmer, zieht sich die Decke über den Kopf, heult die Tempos voll, stopft sich mit Eiscreme voll, guckt am besten irgendwelche Liebesschmonzetten, um da noch tiefer in diese ganzen Emotionen reinzukommen.

Und ja, wir kennen das glaube ich alle, wir haben das alle schon mal durch, dieses ganz Emotionale. Aber dann zieht diese Person eine Karte und dann kommt diese. Das ist eine Schwerterkarte.

Tarot Drei der Schwerter

Und klar, du siehst hier, da geht es wirklich um Herzschmerz, das durchbohrte Herz, also schlimmer geht es schon fast gar nicht mehr. Und der Emotionale wird dann noch emotionaler, nach dem Motto, ja die Karten zeigen es mir ja gerade. Die zeigen, was passiert, eben diesen Herzschmerz.

Aber das sind die Schwerter. Du erinnerst dich? Da geht es ums Denken, um die Gedanken, um Logik, um das Neutrale, um das Nüchterne, das eben Nicht-Emotionale. Das ist jetzt ein Hinweis darauf, so nach dem Motto, ja, Herzschmerz und das Ganze ist schlimm, ist furchtbar, aber komm mal wieder auf den Boden der Tatsachen.

Deine Gedanken beeinflussen deine Gefühle und deine Gefühle beeinflussen deine Gedanken. Also was wäre jetzt, wenn du mal einen Strich ziehst, wenn du dir das Ganze mal rational anschaust, wenn du dir mal überlegst, okay, was ist da passiert, was habe ich getan, was habe ich vielleicht gesagt, dass es zu dieser Situation gekommen ist. Und dich halt einfach auch mal aus deinem Sumpf bewusst rausziehst.

Denn wie gesagt, Gedanken beeinflussen Gefühle und umgekehrt. Also was kannst du jetzt denken, um aus deinem emotionalen Drama rauszukommen. Das ist der emotionale Typ.

Dann haben wir den anderen Typen, der die ganze Sache zerdenkt, der alles analysiert, der sich überlegt, okay, was hat wer, wann, wieso, weshalb, warum gesagt. Der geht da sehr analytisch dran und der versteckt so seine Gefühle, der drückt die richtig weg. Und das ist natürlich genauso ungesund auf Tauer, wie nur irgendwie in Emotionen festzustecken, nur das Ganze nicht zu verarbeiten, also nur in der Ratio zu stecken. Er zieht sich dann eine Karte und der zieht vielleicht hier die Fünf der Kelche.

Tarot Fünf der Kelche

Das ist einer, der ganz traurig ist. Er ist traurig über das , was passiert ist, was er nicht mehr hat und er sieht nicht mehr, was er hat. Da ist auch ein Fluss, also der Hinweis für den Denkenden, für diesen Zerdenkenden, für diesen Analytischen ist, gib dich mal deinen Gefühlen hin.

Geh mal in den Fluss der Gefühle sozusagen. Tauch da mal in deine Emotionen ein. Spür mal wirklich das, was in dir wirklich passiert ist, das, was dich bewegt. Denn auch die übelsten Kopfmenschen, die krassesten Logiker, wir haben alle Gefühle. Die Frage ist nur, wie sehr lassen wir sie zu.

Das ist eine eindeutige Aufforderung an den Zerdenkenden, der seinen ganzen Liebeskummer da zerdenkt und versucht, da gar nichts mehr an sich ranzulassen. Doch hier ist der Fluss. Tauch da mal in die Gefühle ein.

Du darfst traurig sein. Du darfst darüber weinen, dass das jetzt vorbei ist. Aber du kannst dich auch daran erinnern, was wirklich gut war. Und lass aber deine Gefühle, deine Emotionen zu.

Dann ist da der Feuertyp, der handelt, der erst mal die Person blockt, der sämtliche Briefe zerreisst, der Fotos verbrennt, der relativ kopflos handelt. Er ist sehr emotional, aber nicht in so einer, boah die Welt ist so grausam und ich ziehe mir die Decke über den Kopf, er ist eher wütend. Da sind eher so die aggressiven Emotionen da.

Er handelt einfach. Und dann zieht er eine Karte und zieht vielleicht die hier.

RWS 5 der Schwerter

Auch eine Schwertkarte und die sagt ihm, hey, überleg mal, bevor du sämtliche Brücken abreisst, bevor du nur verbrannte Erde hinterlässt, was ist wirklich dein Anteil an der ganzen Geschichte? Wie warst du zu der Person? Wie war das mit dem letzten Streit? Ging es da nur um dein Ego oder ging es um die Sache? Hast du deinen Liebsten, deine Liebste einfach nur übergebügelt, als er oder sie schon was erzählt hat oder sich vielleicht das Herz ausgeschüttet hat? Hast du da überhaupt zugehört oder warst du schon so im Kopf, in deinen Gedanken gefangen, um so wirklich dagegen zu hauen, dagegen zu argumentieren? Hast du dir da schon deine Argumente zurechtgelegt? Guck mal wirklich hin, wo dein Anteil ist, bevor du hier so explodierst und nur irgendwie in blinden Aktionismus verfällst und nur noch handelst und die Brücken hinter dir abbrichst und lerne daraus vielleicht auch für die nächste Beziehung. Also was ist da wirklich mal dein Anteil?

Und dann gibt es da noch den geerdeten Typ, der da steht und sagt sich, was mache ich jetzt eigentlich? Die Beziehung ist kaputt, vielleicht kommt ein Auszug, ein Umzug auf mich zu, weil wir uns eine Wohnung geteilt haben. Was mache ich jetzt? Das ist der so der pragmatische, der auch so ein bisschen die Gefühle unterm Deckel hält. Was ist jetzt konkret da? Was ist jetzt mein nächster Schritt? Was mache ich jetzt einfach mit der Situation? Und er zieht dann vielleicht auch eine Karte und könnte vielleicht die hier ziehen, die Neun der Stäbe.

Neun der Stäbe

Das ist eine Karte, die sagt, du bist verletzt worden, aber du stehst noch aufrecht. Du bist verwundert, es tut dir weh, aber versuch da jetzt nicht zu viel da rein zu interpretieren, rein zu denken. Versuch nicht nur da drauf zu gehen, was alles passiert ist.

Was ist noch da? Was kannst du loslassen? Was kannst du an unschönen Dingen loslassen? Was kannst du vielleicht an Groll, an Wut loslassen? Und du stehst noch. Die ganzen Verletzungen konnten dich nicht umbringen. Was einen nicht umbringt, macht einen noch stärker.

Also schau einfach mal, was kannst du jetzt tun, ganz praktisch tun, um aus der Situation rauszukommen, um weiter stehen zu bleiben, um nicht in ein emotionales Chaos zu kommen, sondern was tust du jetzt einfach?

Wie du schon siehst, vier unterschiedliche Typen, die auf unterschiedliche Art und Weise mit einer Beziehung umgehen, die kaputt gegangen ist, die vorbei ist. Die Tarotkarten können dir da wirklich entsprechend dessen, welchem Element sie zugeordnet sind, zeigen, was kannst du tun? Musst du mehr in den Kopf reinkommen? Musst du mehr in die Emotionen reinkommen? Musst du was ganz Praktisches tun? Musst du dich da ganz praktisch irgendwie beschäftigen oder vielleicht auch mal wirklich in die Arbeit stürzen, um nicht zu sehr in dem emotionalen Chaos zu versinken?

Was kannst du wirklich ganz konkret tun, um aus dieser Situation rauszukommen? Die Karten zeigen dir, durch welche Brille du schaust, also durch die emotionale, durch die logische, durch die handelnde oder durch die pragmatische. Und sie zeigen dir aber auch, welche Perspektive du einnehmen kannst, um die Situation zu verändern.

Auf diese Art und Weise bringt dich Tarot weiter und auch der Zusammenspiel mit den Elementen bringt dich weiter. Denn es sind nicht nur einfach nur Bilder, die dir zeigen, was du tun kannst, sondern sie zeigen dir auch, mit welcher Energie, mit welcher Intention du es tun kannst, weil du weisst, bist du im Kopf, bist du im Herz, bist du im Körper oder bist du im Willen? Was willst du, was fühlst du, was denkst du und was ist da?

Ich wünsche dir spannende Erkenntnisse.

Hinweis: Rider-Waite-Smith-Deck, gemeinfrei, weil die urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

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Ivana