Ich möchte heute mit dir ein neues Format mal ausprobieren. Lass mich gerne wissen, wie es dir gefallen hat und schreib es mir gerne unter die Kommentare. Ich möchte mit dir heute die Acht der Münzen auf eine etwas andere Art und Weise erarbeiten und zwar indem du selber auch aktiv wirst und mit Fragen, mit Reflexionsfragen, mit Handlungsimpulsen, die kommen später, dir diese Karte erschliesst. Es ist egal welches Deck du nimmst, am besten entweder das Waite-Smith-Deck oder ein Deck, das darauf basiert, denn darauf werden sich meine Ausführungen einfach auch beziehen.


Hinweis: Mit dem Klick auf das Video verbindest du dich mit YouTube und es werden Daten in die USA übertragen

Transkript der Episode

Tarot 8 der Scheiben

1. Schau dir einfach die Acht der Münzen an, ohne sie zu deuten

Nimm dir die Karte, also die Acht der Münzen und schau sie dir mal ganz genau an. Vergiss dabei alles, was du bis jetzt über die Karte gelernt hast und betrachte sie erst mal. Was fällt dir auf, was springt dir als erstes ins Auge, was irritiert dich? Es geht noch nicht ums Deuten, sondern das kommt erst später.

Betrachte einfach die Karte und beschreibe sie. Mach das am besten schriftlich mit Stift und Papier, handschriftlich und halte dazu jetzt einfach mal an und notier dir das, was dir von der Karte einfach auffällt. So, du hast jetzt deine Notizen gemacht, super und jetzt gehen wir einfach mal die Karte durch und ich habe dazu die aus dem Waite-Smith-Deck genommen und da schauen wir uns einfach mal an, was die Karte zeigt.

Aber auch jetzt deuten wir noch nicht. Du siehst einen Mann, der auf einer Bank sitzt. Eine Münze liegt auf dem Boden.

Er arbeitet gerade an einer weiteren und sechs Münzen sind schon auf einem Mast befestigt. Im Hintergrund ist eine Stadt. Du siehst keinen Weg, der in die Stadt führt und das mag das erste sein, was vielleicht ein wenig irritierend sein könnte.

Wie kommt er in die Stadt, wenn da kein Weg ist? Der Weg endet relativ nah an der Stadt und setzt sich nicht fort und er ist ganz versunken. Das ist das, was die Karte zeigt.

2. Wie kannst du die einzelnen Symbole in der Karte deuten?

Und jetzt macht ihr einfach mal wieder Notizen, was dir deutungsmäßig zu den einzelnen Bestandteilen der Karte einfällt.

Was fällt dir zu dem Mast ein, an dem die sechs Münzen hängen? Warum liegt eine auf dem Boden? Wie wirkt der Mann auf dich? Also jetzt notiert ihr einfach mal das, was du in die Karte interpretierst. Wie deutest du sie? Halt jetzt einfach an und wir machen dann gleich weiter. Du hast ja hoffentlich jetzt deine Notizen gemacht und jetzt schauen wir uns mal die Karte im Detail an und du kriegst von mir gleich ein paar Ideen, wie du die Karten deuten könntest.

3. Eine mögliche Deutung

Zum einen haben wir ganz offensichtlich diese sechs Münzen, die an dem Mast hängen. Wenn du dir die Karte genau anschaust, wirst du sehen, sie sind sich sehr ähnlich, aber sie sind nicht identisch. Also er arbeitet daran, Übung macht den Meister, aber es geht nicht um Perfektion.

Es geht darum, möglichst gut etwas zu machen und Perfektion ist einfach eine Illusion und die Münzen unterscheiden sich einfach auch ein wenig, wenn du genau hinschaust. Also er lernt, er lernt durch Handeln, durch Tun, durch Übung, aber er versteift sich nicht darauf, wirklich perfekt zu sein. Wenn du ihn dir anschaust, er ist sehr konzentriert, sehr fokussiert an der Sache. Er ist versunken, er konzentriert sich.

Die rote Hose: Rot steht ja immer auch für Power, für Kraft, für Selbstbewusstsein und er ist wirklich sich seines Könnens bewusst. Er ist selbstbewusst, was sein Können angeht, aber die Stadt, die da hinten ist, die Gemeinschaft, die ist für ihn im Moment nicht relevant.

Der Weg hört relativ abrupt auf und am Boden liegt ein Stück, das sein Übungsstück sein könnte.

Wie kannst du jetzt diese Karte deuten? Lernen durch Tun ist etwas, was dir da einfallen kann. Es geht um Meisterschaft, aber die absolute Perfektion wird nicht erreicht und wie erreichst du eine gewisse Meisterschaft? Durch Disziplin, durch Fleiss, durch Hingabe.

Du baust dir deine Kompetenz einfach auf und je mehr du etwas wiederholst, je mehr Übung du hast, desto besser wirst du. Die Karte steht aber auch für Produktivität, denn er hat ja schon sieben Münzen geschaffen, ist gerade an der achten dabei und er konzentriert sich, er lässt sich nicht ablenken. Das, was da in der Stadt passiert, interessiert ihn nicht.

Das kann aber dazu auch führen, dass er einen gewissen Tunnelblick entwickelt und mit Scheuklappen durch die Gegend rennt und sich nur noch mit seinem Thema beschäftigt. Das kann auf eine gewisse Monotonie hinweisen. Wenn du immer und immer und immer und immer wieder ein und dasselbe machst, dann fehlt die Abwechslung.

Er arbeitet konzentriert, er arbeitet fokussiert, aber vielleicht hat er auch Angst Fehler zu machen. Vielleicht ist das Übungsstück, das auf dem Boden liegt, eines mit dem er nicht zufrieden ist. Vielleicht hat es eine Macke. Vielleicht hat er seinen eigenen Ansprüchen in dem Fall nicht genügt.

Perfektionismus ist auch ein Schatten dieser Karte. Immer nach Perfektionismus zu streben, immer besser und besser sein zu wollen, das ist nicht schlecht, aber nicht zufrieden mit dem zu sein, was man selber macht und immer nach mehr, mehr, mehr zu streben, statt einfach mal es gut sein zu lassen, das kann auch ein Schatten der Karte sein.

Und genauso auch eine Flucht in die Arbeit. Du siehst im Hintergrund die Stadt, die ihn nicht wirklich interessiert und er vertieft sich in seiner Arbeit. Er ist so ein Workaholic und ihn interessieren nicht andere Aktivitäten, die mit der Stadt in Verbindung sein könnten.

Jetzt halt einfach noch mal an und überleg dir, was du noch in dieser Karte sehen könntest. Was interpretierst du da noch ein? Welche Ideen hast du noch, die sich mit dieser Karte in Verbindung bringen lassen? Aber achte immer darauf, dass deine Deutung auch wirklich aus der Karte abzuleiten ist, also dass deine Deutung die Grundlage in der Karte hat.

4. Weitere Impulse, um dir die Acht der Münzen zu erschliessen

Ich hoffe, du hast jetzt ein paar Notizen gemacht und das Mantra dieser Karte, dieses Mannes könnte sein, durch Hingabe und Übung werde ich immer besser.

Ich möchte dir jetzt noch ein paar Handlungsimpulse geben, ein paar Erlebnisimpulse und auch ein paar Reflexionsfragen, die du dir zu der Karte stellen kannst, um sie dir weiter zu erschließen.

Stell dir vor, du bist diese Person auf dieser Werkbank und vor dir ist etwas, was du erschaffen möchtest. Ein Projekt, eine Fähigkeit, eine neue Version von dir, ein neues Hobby oder ganz banal ein Gericht. Du arbeitest daran Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug ganz fokussiert. Und wenn du dich wirklich in diese Situation hinein versetzt, wie fühlt sich das Dranbleiben für dich an, wenn du es wirklich mit Hingabe machst. Stopp einfach und mach dir dazu Notizen.

Ein Erlebnisimpuls für dich, für diese Karte wäre, wähle einfach eine Sache, die du mindestens sieben Tage, also eine ganze Woche lang täglich mit Hingabe machst. Das kann schreiben sein, das kann kochen sein, das kann Yoga sein, das kann stricken lernen sein, aufräumen sein, zum Beispiel jeden Tag eine Schublade, Tarot. Es ist völlig egal was. Tue jeden Tag etwas dafür, um dieses Ziel zu erreichen. Aber mache es nicht nur so nebenbei, nicht nur gedankenlos, sondern sei wirklich achtsam und fokussiert. Mach es mit Hingabe und mit der Intention, jeden Tag ein bisschen besser zu werden.

Notiere dir jetzt einfach mal, was du für die nächsten sieben Tage machen möchtest und dann geht es gleich weiter. So, ich hoffe du hast dir jetzt notiert, was du die nächste Woche mit Hingabe machen willst und ich möchte dir noch einen Kreativimpuls dazu geben, wenn du es machst oder egal auch was du machst und wenn das das Geschirrspülen ist, im Garten was arbeiten, Rasen mähen, kochen, dann sei völlig bei der Sache, also keine Ablenkung, keine Musik, kein Podcast, kein laufender Fernseher, nichts dazu, sondern sei wirklich absolut fokussiert bei der Sache, so fokussiert wie der gute Mann mit den Münzen, der da wirklich ganz versunken an dieser Münze arbeitet.

Ich möchte dir jetzt noch zum Abschluss ein paar Reflexionsfragen mit auf den Weg geben und auch hier kannst du stoppen und die Fragen beantworten.

Was bedeutet für dich Hingabe ohne Druck, also ohne den Druck etwas wirklich perfekt zu machen, sondern einfach nur Hingabe an die Sache?

Frage dich selbst, wo kannst du Perfektionismus loslassen und in was möchtest du besser werden? Und zwar wirklich aus Freude, aus Spass an der Tätigkeit und nicht um irgendwann mal perfekt zu werden.

Lass mich gerne wissen, wie du dieses Format empfunden hast und das ist auch die Art und Weise, wie ich Tarot unterrichte, also mit unterschiedlichen Handlungsimpulsen, mit Reflexionsfragen, mit einer etwas anderen Herangehensweise an die Karten. So mache ich das im Tarot-Kompass oder auch beim Pfad der Karten und so erarbeiten wir uns auch in der Gilde immer wieder die Karten neu. Wenn du Lust hast, kannst du natürlich gerne in die Gilde dazukommen oder dir einen meiner Kurse holen.

Ich wünsche dir viel Spass beim Ausprobieren und wie gesagt, lass mich gerne wissen, wie du dieses Format findest.

Kennst du eigentlich schon meine 5 intuitive Tarotübungen (nicht nur) für Kopfmenschen?

Dieses kostenlose Mini-Training zeigt dir einen einfachen Weg, Tarot klar und intuitiv zu nutzen.

Du lernst, Karten zu ziehen ohne Bedeutungen zu suchen und ohne ins Zerdenken zu kommen.

Kurz. Alltagstauglich. Ohne Vorwissen.

Sichere dir jetzt meine 5 Übungen (0 €/CHF) im Austausch für deine Email-Adresse und beginne gleich, mit Tarot zu arbeiten.

Meine Coaching- und Beratungsangebote:

  

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden  

Ivana