Warum brauche ich überhaupt eine Vision?

Kann ich nicht einfach machen, was mir Spaß macht? Und warum eigentlich nicht?

Grundsätzlich möchte ich dich erst einmal ermutigen, das zu machen, was dir Spaß macht. Wirklich, kein Schmarrn. Denn das geht leicht von der Hand, es läuft wie von selbst und du hast ein Lächeln im Gesicht dabei.
Am besten schreibst du dir alle Dinge auf, die dir Spaß machen, für Zeiten, in denen es dir nicht so gut geht, denn dann fallen sie uns manchmal nicht ein und es ist schon praktisch, so eine Notfall-Liste zur Hand zu haben.

Aber es gibt einen Unterschied zwischen dem, was dir Spaß macht und deiner Vision, DEM Thema, das du in die Welt bringen willst.

Mir machen viele Dinge Spaß. Socken stricken, baden, lesen, fotografieren, Seife sieden etc.. Doch kann und will ich da ein Business daraus machen? Nö, denn dann würde der Spaß wahrscheinlich verloren gehen. Es sind Hobbies, die mich erfüllen, die bestimmte Seiten von mir befriedigen, aber eben nur bestimmte Seiten. Ich kann mir nicht vorstellen, den lieben langen Tag nur zu stricken, ganz davon abgesehen, dass sich dann wahrscheinlich die Handgelenke verabschieden würden.

Es ist ein Hobby, das eben Freude macht, und dabei soll es auch bleiben. Stelle dir einmal vor, du müsstest mit einer Sache, die dir Spaß macht, dein Geld verdienen. Was geht dabei in dir vor?

Bei der Vision darf natürlich der Spaß und die Freude nicht zu kurz kommen, aber die Vision, das geht noch ein gutes Stück weiter. Spaß ist ein Teil, ein wichtiger, aber es gibt nicht den Ausschlag.

Die Vision ist es und sie ist es am Ende, die dich auch durch die nicht ganz so erfreulichen Zeiten deines Business trägt. Sie ist dein Motor, deine Motivation, der Grund, warum du alles auf dich nimmst.

Der Ursprung von dem, was du tust, das, was dich antreibt, das ist deine Vision. Die Mission ist der Beitrag, den du leistet und die Strategie ist der Weg, aus dem sich die einzelnen Schritte ableiten. Aber das erkläre ich dir in den nächsten Abschnitten ein wenig genauer.

Was macht denn nun deine Vision aus?

Eine Vision ist das, was du wirklich von ganzem Herzen erreichen willst, das wofür du brennst, das dich nicht nur ein oder zwei Jahre begeistert, sondern am besten dein ganzes Leben. Es ist dein künftiges Idealbild, das große Ganze. Sie richtet sich nach innen.

Was möchtest du in deinem Leben erreichen? Und wirklich du, nicht das, was sich deine Eltern für dich wünschen oder die Träume und Visionen, die du vielleicht bewusst oder unbewusst von anderen übernommen hast. Das kommt nämlich öfter vor, als du denkst. Hier solltest du einmal genau hinschauen.

Was ist wirklich deins? Was willst du vom Leben? Wer willst du sein? Was soll passieren, damit du am Ende denkst „Ja, das hat sich gelohnt, ich habe das erreicht, was ich wollte!“

Das kann in die unterschiedlichsten Richtungen gehen und muss nicht unbedingt auf einen Beruf fixiert sein.

Vielleicht ist es deine Vision, mit 80 im Kreis deiner Familie zu sitzen mit vielen Kindern und Enkeln. Vielleicht ist es deine Vision, eine Weltreise zu machen, eine Bar auf Bali zu haben oder mit einem Mustang auf der Route 66.
Vielleicht ist es deine Vision, Menschen als Ärztin, Lehrerin oder Coach zu helfen. Vielleicht hast du eine geniale Idee, die die Welt besser macht, noch besser als Vanilleeis oder Schokolade.
Vielleicht ist es deine Vision, einen Bestseller zu schreiben oder mit deiner Musik Menschen zu begeistern.

Es gibt am Ende so viele Visionen wie Menschen und ich bin überzeugt, jeder hat eine. Manchmal versteckt sie sich nur ziemlich gut.

Was auch immer dir als deine Vision erscheint, prüfe gut nach, ob es tatsächlich deine ist oder ob du dich nicht damit irgendwie verbiegst. Denn wenn du dich auf deinen Weg machst, dann wird es früher oder später ans Licht kommen, ob du wirklich dafür brennst, ob es ein Strohfeuer war (und nicht deine Vision) oder ob du den Traum von einer anderen Person verwirklichst.

Eine Vision ist motivierend. Sie spornt dich an, du vergisst die Zeit und sie erfüllt dich. Sie ist für dich machbar. Ja, du musst dich schon strecken, aber wenn es schon andere Menschen vor dir erreicht haben, dann ist sie zumindest realistisch. Sie ist ein Bild von der Zukunft, so wie du sie für dich siehst. Eine Vision beschreibt einen künftigen Zustand.

Und was ist der Unterschied zur Mission?

Vision und Mission sind Schwestern, die sich wirklich gut verstehen. Kurz gesagt, die Vision ist dein „Was“ und die Mission ist dein „Warum“. Warum willst du deine Ziele erreichen? Warum gibt es dich? Es ist der Zweck deines Angebots, der positive Nutzen, den es hat.

Damit richtet sich die Mission nach außen. Die Mission orientiert sich an deinen wichtigsten Kompetenzen.

Im Gegensatz zur Vision, die ein künftiges Bild beschreibt, lebt die Mission in der Gegenwart. Ist ja auch irgendwie klar, denn du willst in der Zukunft ankommen. Und da solltest du dir darüber im Klaren sein, welchen Nutzen, welchen Vorteil du deinen Kunden bringst.

Und seien wir ehrlich, ohne Kundennutzen wirst du keine Kunden haben. Ohne Kunden hast du kein Geld, kein Einkommen. Ohne Geld hast du kein Business, sondern nur ein Hobby. Das kann und soll Spaß machen und ist definitiv wichtig, aber Spaß und Hobby zahlen nicht deine Miete.

OK, und dann die Strategie, wo liegt da der Unterschied?

Die Strategie ist der Weg, den du nimmst, um deine Mission und deine Vision zu erreichen. Sie bestimmt deine Handlungen. Die Strategie wird dann auf Ziele und einzelne Handlungsschritte heruntergebrochen.

Eine Strategie ist, zu bloggen. Eine andere ist es, Videos zu machen. Eine Strategie ist es, wenn du dich auf soziale Medien konzentrierst, die mit Bildern arbeiten oder auf solche, die mehr im Business-Umfeld aktiv sind. Eine Strategie ist es, Kunden mit Webinaren zu gewinnen oder über Mini-Kurse.

Deine Ziele wären dann zum Beispiel ein täglicher Post auf Facebook. Um das zu erreichen (=Strategie), macht ein Redaktionsplan Sinn.

Strategien gibt es viele. Du kannst ja auch nach Rom mit dem Auto, dem Flieger, dem Zug, dem Fahrrad oder auch zu Fuß gelangen. Je nachdem, welche Ressourcen dir zur Verfügung stehen, wirst du dich für ein Transportmittel (=Strategie) entscheiden. Aber du kommst irgendwie irgendwann in Rom an. Was aber nicht verhandelbar ist, ist Rom. Wie du da hinkommst, ist eine andere Sache.

Was auch noch ein wichtiger Punkt ist, den du auf keinen Fall vernachlässigen solltest, sind deine Werte, aber da habe ich mich schon darüber ausgelassen. Ja, Positionierung gibt es auch noch, aber das führt dann endgültig zu weit.

Puh, das war jetzt ein wenig viel Theorie und ich gebe zu, ich ziehe die Grenzen auch nicht immer so messerscharf, aber am Ende des Tages solltest du deine Vision und deine Mission kennen.

Eigentlich ist alles nur eine Frage der Definition und wenn ich ehrlich bin, ist das Thema auch recht akademisch.

Ich bin kein BWLer, sondern Juristin. Aber ich habe in den letzten Jahren so einiges darüber gelernt und ich will es einmal einfach herunterbrechen:

  • Wo willst du in 5, 10, 20, 30 Jahren sein und welcher Mensch möchtest du dann sein?
  • Welchen Nutzen bringt dein Sein/dein Business anderen Menschen?
  • Wie kannst du diese beiden Punkte so verwirklichen, dass du dir jeden Tag in den Spiegel schauen kannst?
  • Wie kommst du zu deinem Ziel und nimmst möglichst viele Menschen mit?

Und warum nochmal brauche ich eine Vision?

Du brauchst erst einmal gar nichts. Ich kenne einige Menschen, die ohne große Vision ganz gut leben. Mehr oder weniger. Ob sie etwas am Ende der Tage bereuen oder nicht, keine Ahnung.

Aber wenn du ein Business starten willst, dann solltest du dir über einige Dinge klar werden: Wohin willst du? Was ist der Nutzen? Wie kommst du hin?

Da solltest du dir schon einmal einige Gedanken machen, bevor du losrennst, sonst wird es wirklich schwer. Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche, denn das war mir lange nicht wirklich klar.

Und wie findest du nun deine Vision, die ja die Basis für alles weiter ist?
Dazu gibt es einige Strategien. Sorry, das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen…
Aber Tatsache ist, dass auch hier viele Wege zum Ziel führen.

Meiner Meinung nach kann es nicht schaden, wenn du beide Lager einbeziehst, dein Hirn und dein Herz, deinen Verstand und dein Unterbewusstsein. Letzteres wird gern vergessen, obwohl es ein mächtiges Wörtchen mitzureden hat.

Wenn du als Business-Göttin eine Göttin zu Rate ziehen willst, dann wäre mein Tipp Cerridwen. Cerridwen rührt im Kessel der Transformation. In einer Meditation kannst du einen Blick in den Kessel riskieren oder fragen, welches wirklich dein Weg ist.

Wenn du mit Düften oder Ölen arbeitest, dann kannst du Weihrauch, Palo Santo, Copaiba (Copal) oder eine besondere Mischung, „Find Your Passion“, zur Unterstützung verwenden und es auf dein drittes Auge, dein Scheitelchakra und dein Wurzelchakra auftragen.

Natürlich musst du diesen Weg auch nicht allein beschreiten, denn wir alle neigen dazu – ich nehme mich da nicht aus – ein wenig die Augen vor den Dingen zu verschliessen, die wir nicht sehen wollen. Ein Blick von außen tut da gut und ebenso die Unterstützung, wenn es unangenehm wird.

Dir gefällt mein Blog und du willst mehr Inspiration für Business-Göttinnen?

Dann melde dich jetzt an und freue dich auf wöchentliche Neuigkeiten, Angebote, Hintergrundgeschichten sowie exklusive Tipps in deiner Mailbox.

Ich beachte den Datenschutz und du kannst dich auch jederzeit wieder vom Newsletter abmelden.


Wenn Dir der Beitrag gefallen hat, dann teile ihn mit deinen Freunden:

Ivana

Willst du eine Business Göttin werden? Ich begleite dich auf meinem Blog und in meinen Coachings dabei, dein Unternehmen erfolgreich online zu bringen.

Letzte Artikel von Ivana (Alle anzeigen)

Das könnte dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.