Als ich Anfang der 90er des letzten Jahrhunderts das erste Mal in Berührung mit Tarot kam, war ich zunächst fasziniert. Natürlich wollte ich einen Blick in die Zukunft werfen, denn das war es, was ich mit den Karten damals verbunden habe. Ich begann Bücher zum Rider-Waite-Tarot zu lesen und war recht schnell von der Menge an Informationen ziemlich überfordert. Das war lange bevor das Internet seinen Siegeszug antrat.

Ich dachte, ich muss alles auswendig lernen, die ganzen Bedeutungen und Legesysteme und mich an das halten, was in den Büchern steht. Ich war gerade im Jurastudium, musste hier auch jede Menge lernen und all das war mir einfach zu viel.

Mit dem Blick in die Zukunft hat es auch nicht so wirklich geklappt und so verschwanden die Karten ziemlich lange in der Schublade. Ich startete immer wieder einen neuen Anlauf, gab auf und hatte das Gefühl, mir nie alles merken zu können und so auch nie einen Zugang zu den Karten zu bekommen.

Vor einigen Jahren – die Karten haben mich nie wirklich losgelassen – lernte ich den intuitiven Zugang und eine stärkende, unterstützende Sichtweise der Karten kennen. Ich begriff, dass die Karten nicht die Zukunft vorhersagen, sondern dazu dienen können, die Zukunft zu gestalten, indem sie Impulse geben. Sie sind eine Brücke zur Seele, zum Unterbewusstsein und zum Universum.

Wir sind alle verbunden und so erklärt es sich auch, dass immer die richtigen Karten kommen. Die Karten können dich darauf hinweisen, wo deine Stärken liegen, was gerade für dich wichtig ist zu wissen, was du lieber unter den Teppich kehren möchtest und wie dein nächster Schritt aussehen kann. Entscheiden tust du.

Doch wie kannst du dich den Karten nähern und einen intuitiven Zugang zu Tarot finden?

Ziehe eine (Tages)karte

Du kannst deine Tageskarte mit einer bestimmten Frage ziehen oder dich einfach überraschen lassen.

Wenn du systematisch an das Tarot herangehen willst, dann mische die Karten nicht, sondern ziehe sie in der richtigen Reihenfolge.

Starte mit dem Narren oder dem Magier und ende mit der Welt oder dem Narren. Ich persönlich würde mit dem Narren starten, denn er steht unter anderem für unvoreingenommenen Aufbruch, für Start.

Danach nimmst du die Schwerter, Stäbe, Kelche und Pentakel zur Hand. Hier beginnst du mit dem As und endest jeweils mit dem König.

Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass du siehst, wie sich die Geschichte gerade vom As bis hin zur Zehn entwickelt. Probiere aus, was sich für dich besser anfühlt, beide Methoden sind gleich gut.

Ein Workbook zur Tageskarte mit einem Arbeitsblatt bekommst du übrigens, wenn du dich für meine News einträgst.

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Betrachte die Karte

Schau dir als erstes einmal die Karte an. Auch wenn du sie schon oft angesehen hast und einiges über die Karte weißt, betrachte sie so, als ob du sie das erste Mal sehen würdest und nichts über ihre Bedeutung wissen würdest.

  • Was siehst du?
  • Was fällt dir als Erstes auf?
  • Welche Geschichte wird erzählt?
  • Was ist vorher passiert und was könnte als nächstes geschehen?
  • Wenn mehrere Personen auf der Karte sind, wer könntest du sein und warum?

Spüre in die Karte hinein

Betrete in Gedanken die Karte.

  • Wie fühlt sich die Energie an?
  • Welche Gefühle werden in dir ausgelöst?
  • Was fällt dir besonders auf?

Welches Element ist mit der Karte in Verbindung?

Jede Karte steht mit einem Element in Verbindung. So werden die Pentakel / Scheiben und auch die Kaiserin vom Element Erde beherrscht.

  • Was verbindest du mit den Elementen?
  • Für was stehen sie für dich?
  • Wie drücken sich die unterschiedlichen Elemente in den jeweiligen Karten aus.
  • Wo siehst du z.B. die Unterschiede beim As der Stäbe und dem As der Kelche?

Schreibe deine Erkenntnisse auf

Besorge dir ein schönes Notizbuch, das mindestens 78 Blätter hat oder besser noch mehr. Reserviere dir eine Seite für jede Karte und notiere deine Erkenntnisse. So wirst du mit der Zeit dein persönliches Nachschlagewerk schreiben.

Wenn du magst, forsche weiter über die Bedeutung

Wenn du dich von anderen inspirieren lassen möchtest, dann schaue jetzt in Bücher oder recherchiere online, wie andere Menschen die Bedeutung der Karte sehen. Das sollte der letzte Schritt sein, NACHDEM du dir deine eigenen Gedanken gemacht hast.

Gehe unvoreingenommen an die Karten heran und vertraue deiner Intuition. Es spricht absolut nichts dagegen, auch andere Sichtweisen kennenzulernen und, wenn sie passen, zu übernehmen. Aber ich möchte dich ermutigen, deinen eigenen Weg mit Tarot zu gehen und deinen persönlichen Zugang zu finden.

Praktiziere regelmäßig

Deine Intuition ist wie ein Muskel und du kannst sie stärken, wenn du sie regelmäßig trainierst. Es reichen schon 5 Minuten am Tag. Du wirst merken, wie es dir immer leichter fällt, dich auf die Karten einzulassen und ihre Botschaften aufzunehmen.

Denke daran, alles beginnt in dir.

Hinweis:

Die Karten stammen aus folgenden Decks (Werbung, Links gehen zu Amazon):

  • Golden Art Noveau Tarot © Lo Scarabeo srl, via Cigna 110, 10155 Torino, Italy. All rights reserved, used by permission
  • Tarot von A.E. Waite; Mit freundlicher Genehmigung des Königsfurt-Urania Verlags, © Königsfurt-Urania Verlag, www.koenigsfurt-urania.com

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Ivana