Seelenhygiene – So findest Du sie

Seelenhygiene – So findest Du sie

Erst einmal, was soll das eigentlich sein, Seelenhygiene? Eigentlich ganz einfach, also meine Definition…. Das, was Dich und Deine Seele belastet soll weg, raus, verschwinden und Dich nicht weiter belasten. Es soll eben nicht auf Deiner Seele liegen, Dich in den Schlaf verfolgen, Dir Alpträume bescheren und Dich runterziehen.

Da gibt es endlose Möglichkeiten, was Dich alles belasten kann, da brauche ich Dir nichts zu erzählen. Der Chef, die Kollegen, Freunde, der Partner, Eltern, Kinder, an Ursachen herrscht sicher kein Mangel oder?

Ich weiß, dass das Aussteigen leichter gesagt als getan ist, denn wir verlieren uns gern einmal auch in Selbstmitleid. Da braucht es nur einen gewissen Auslöser und schon schlittern wir runter wie auf einer Rutsche im Freizeitpark. Da schleudert es uns auch hin und her, wir holen uns noch ein paar (seelische) blaue Flecken und landen mit dem Gesicht im Wasser. Die Achterbahn endet hoffentlich irgendwann, nur macht es weniger Spaß.

Es ist ein Ding, mal im Frust und im Selbstmitleid zu versumpfen, aber wenn du darin stecken bleibst, Mahlzeit.

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, da rauszukommen und Verantwortung für dich zu übernehmen. Denn seien wir einmal ehrlich, nicht die anderen sind für unser Seelenheil verantwortlich, sondern wir selbst sind es.

Was kannst Du tun, um aus der Spirale auszusteigen?

Was kannst Du tun, um halbwegs aufgeräumt abends ins Bett zu gehen und morgens nicht gleich mit einer miesen Laune aufzuwachen?

Ich will Dir heute erzählen, was ich mache und vielleicht ist da auch was für Dich dabei:

1. Morgenseiten

Vielleicht kennst Du das Konzept der Morgenseiten von Julia Cameron (Werbung). Da schreibst Du am Morgen ein paar Seiten unzensiert und nur für Dich. Das hat den Effekt, dass Du unbelastet in den Tag startest. Am Morgen sind wir auch noch nicht vom Tag „verdorben“ und daher auch kreativer.

Gutes Konzept, für mich völlig ungeeignet, denn ich bin eher ein Nachtmensch und noch einmal 20, 30 Minuten früher aufzustehen, als ich muss, neeeee.

Aber ich gebe zu, ab und an schreibe ich auch mal am Morgen, dann ist es raus und mir geht es besser. Das kannst du auch übrigens zu jeder Tageszeit machen. Finde ich zumindest, denn ich bin da nicht so wirklich dogmatisch unterwegs.

Daher schreibe ich lieber die Abendseiten, wenn ich schon viel schreibe. Gleiches Vorgehen, aber nur, bevor ich ins Bett gehe. Da schreibe ich regelmäßig runter, was mich am Tag geärgert oder gefrustet hat. Ich reflektiere die Ereignisse und lerne im besten Fall auch noch etwas dabei.

Das mache ich aber auch nicht regelmäßig, denn meist reicht es mir aufzuschreiben, für was ich dankbar bin und meine kleinen und großen Erfolge zu feiern.

Mit den Abendseiten/dem Tagebuch muss ich keinen Literaturpreis gewinnen, aber der Kram ist raus und ich bin es los. Das ist übrigens meine bevorzugte Variante der Seelenhygiene. Ich schreibe alles runter, reflektiere und das in Worte fassen hilft mir, Klarheit zu gewinnen und Lösungen zu finden.

2. Meditieren

Mit Meditation bekommst Du Ruhe in Deine kreisenden Gedanken. Es muss ja nicht gerade das stundenlange Sitzen im Lotussitz sein, es reicht auch eine Atemmeditation.

Nur eines solltest Du hier beachten: Der positive Effekt braucht seine Zeit und Du musst ein wenig durchhalten. Gewöhne Dir hier eine gewisse Routine an und ich bin sicher, Du wirst davon profitieren.

Ich weiß, dass es schwierig ist, dranzubleiben und daher biete ich ab Montag, den 08.01.2018, meine kostenlosen Montags-Meditationen an. Wenn du dich einträgst, bekommst du immer am Montag Morgen eine Mail mit den Zugangsdaten. Dahinter verbirgt sich ein Audio mit einer Meditation.

Das ist erst einmal ein Experiment und ich werde es bis zum 25.03.2018 laufen lassen. Dann entscheide ich weiter.

3. Keine schlechten Nachrichten

Versuche es auch einmal mit „Nachrichten-Diät“. Ganz im Ernst, es gibt so viele negative Nachrichten im Fernsehen, im Radio oder in der Zeitung und was davon kannst Du wirklich beeinflussen? Die wirklich wichtigen Dingen bekommst Du ohnehin mit und mit den Dingen, auf die Du keinen Einfluss hast, brauchst Du Dich nicht belasten.

Ich schaue schon lange keine Nachrichten mehr. Ok, ich gebe zu, im Moment schon, aber nicht wegen der Inhalte, sondern weil es nicht wirklich viel Programme auf Schwyzerdütsch gibt und ich muss mich ja irgendwie an die Sprache gewöhnen. Mit Fernsehen fällt es mir leichter als im Radio.

4. Blick von außen

Du holst Dir einen Profi, der Dich unterstützt. Das kann ein Psychologe, ein Pfarrer, ein Coach oder ein psychologischer Berater sein.

Diese Menschen haben zwei Vorteile: Sie haben in der Regel eine Ausbildung in der Richtung (mach dich auf der Homepage schlau!), können gut zuhören und bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Zum anderen bezahlst Du sie dafür und riskierst gerade nicht, dass sie Dir die Freundschaft kündigen, wenn es ihnen zu viel wird. Schlimmstenfalls schicken sie Dich zu einem Kollegen.

Wenn du mit mir zusammenarbeiten willst, dann melde dich einfach bei mir.

5. Sport

Du machst Sport und powerst Dich so aus, dass Dein Ärger, Deine Wut, Dein Frust weg sind, wenn Du fertig bist. Dann hast Du Deine Energie sinnvoll genutzt, was für Deinen Körper getan und es gibt keinen Grund mehr, sich schlecht zu fühlen.

6. Gedankliches Stopp-Schild

Wenn du merkst, dass du dich in deinen negativen Gedanken verhedderst, dann stoppe sie. Denke etwas komplett anderes. Schau dir z.B. den Stuhl an, auf dem du gerade sitzt und betrachte ihn ohne Wertung.

Deine Gedanken könnten sein: Oh, dieser Stuhl hat eine rote Sitzfläche. Die Lehne endet unter meinem Kopf. Er ist auf Rollen etc. Ich denke, du weißt, was ich meine. Betrachte die Wand, das Bücherregal oder etwas anderes und beschreibe es. Das unterbricht das Gedankenkarrussel.

Dann nimm ein paar tiefe Atemzüge, erde dich oder stelle dir vor, wie du unter einem wunderschönen Wasserfall stehst, der alles wegspült.

 

Seelenhygiene ist wirklich wichtig. Du räumst ja auch regelmäßig Deine Wohnung auf, warum also nicht auch mal das aufräumen, was Dich im Inneren belastet, was an Müll in den Kammern Deiner Seele herumsteht? Raus damit, dann geht es Dir besser, glaub mir!

Hast Du noch ein paar Tipps? Dann rein in die Kommentare damit!

 

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Ivana

Ivana

Als ganz besondere Reisebegleiterin verbinde ich Naturspiritualität mit persönlicher Entwicklung. Ich begleite in meinen Coachings Frauen dabei, in ihren Mut, ihre Selbstliebe und ihr Vertrauen zu kommen, um ein Leben nach ihren Vorstellungen und Werten zu leben.
Ivana

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6 Kommentare

  1. Hey Ivana, an den Morgenseiten bin ich auch schon x-mal gescheitert…mein Wecker klingelt morgens um 5 und dann noch früher…? Ich habs probiert. Bekommt mir einfach nicht. Auf die Idee, das abends zu machen bin ich noch gar nicht gekommen. Ich schreibe abends in meinen Buchkalender wofür ich dankbar bin. Z. B. „danke, dass ich kraft und möglichkeit hatte, den weihnachtsbaum abzuplündern“ nach dem ich mich innerhalb der letzten zwei Jahre erst mal von To Do´s und dann von Ta Da´s verabschiedet habe. Mal sehen, wie sie mein neues Konzept bewährt. Sport sollte und möchte ich gern…aber irgendwie ist es immer die Zeit oder meine Erkrankung, die mich hindern. Mein sportlicher Sohn zeigt mir immer Bilder von Frauen meines Alters, die noch mal sportlich und erfolgreich darin geworden sind…und ich find das toll…aber ich weiß dann auch: Die haben nicht meine Schmerzen. Ich versuche immer wieder erneut Regelmäßigkeit in meine Yogapraxis zu kriegen, aber es gelingt mir einfach nicht. Das macht mich ganz schön traurig und auch ängstlich…meine beste Freundin sagt, ich müsse akzeptieren, dass bei mir kein Tag ist wie der andere…ich glaub sie hat Recht, aber da hakt es wohl noch…LG Simone

    1. Hallo Simone,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, probiere es einfach so, wie es für dich in deinen Tagesablauf passt. Ich bin auch kein Fan davon, sich sklavisch an Anweisungen zu halten, die dann für mich nicht funktionieren. Das frustriert nur.
      Deine Freundin hat wirklich recht, aber kleine Routinen können wirklich helfen. Es muss ja auch nicht eine halbe Stunde Yoga sein. Wie wäre es, wenn du einfach am Morgen oder am Abend 3 Sonnengrüße oder drei Asanas machst, die dir gerade guttun? Das kann ja auch nur die Katze sein oder eine andere Asana, die dir keine Schmerzen verursacht. Der Punkt ist einfach, dich nicht zu überfordern, denn das frustriert. Gönne dir immer wieder Erfolgserlebnisse, das stärkt dich.

      Liebe Grüße,
      Ivana

    2. Liebe Simone, mir fällt dazu ein Hinweis ein, vielleicht mag er dir helfen…
      Vergleiche dich nicht mit anderen (ob in deinem Alter oder nicht). Vergleiche dich lieber nur mit dir. Gelingt dir heute etwas besser als gestern? Bist du diesen Monat fitter als letzten? Das finde ich viel hilfreichere Vergleiche als mit irgendwelchen Sportlern, die ganz andere Voraussetzungen mitbringen…
      Außerdem ist nicht jeder Tag wie der andere. Es darf auch mal schlechter gehen als letzte Woche. Dann zählt für mich: ich bin am Ball, ich nehme den Faden wieder auf…
      Und feiere die kleinen Erfolge!
      Viel Erfolg und vor allem: VIEL FREUDE!!!
      Liebe Grüße, Merve

      1. Genauso ist es 🙂 Vielen Dank liebe Merve für diese Ergänzung.

        Liebe Grüße,
        Ivana

  2. Liebe Ivana,
    danke für deine offenen Worte! Yes! Ich habe auch keine Lust, für Morgenseiten früher aufzustehen. Yes, yes, yes, danke für „die Erlaubnis“, sowas in Abend-/Tages-/was-auch-immer-Seiten umzuwandeln 😉 Das Gute liegt manchmal so nah…
    Ich habe von einer Freundin ein 6-Minuten-Tagebuch geschenkt bekommen. Für jeden Morgen 3 Fragen, für jeden Abend. Das gefällt mir gut und ich schreibe fast jeden Tag etwas rein. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass die Morgen-Frage „wofür bist du dankbar“ für mich am Morgen (noch) nicht funktioniert. Zum einen, weil ich morgens noch nicht besonders dankbares bin. Zum anderen, weil ich einfach in Gedanken mehr bei dem bin, was kommt. (Wenn ich morgens einen Termin habe, nehme ich mir schon gar nicht die Zeit, dann direkt zu schreiben.)
    Andere Fragen funktionieren da besser. Und die Dankbarkeit am Abend. So what?! Dann bin ich halt am Abend dankbar 😉
    Also: richtig so! Einfach anpassen, wie es für uns selbst stimmt und gut funktioniert. Druck raus, Freude rein.
    In diesem Sinne, frohe Seelenhygiene!
    Merve

    1. Liebe Merve,

      von dem 6-Minuten-Tagebuch habe ich schon einiges gehört. Das scheint ein schönes Tool zu sein. Und so unter uns…mir fällt es auch leichter, am Abend für etwas dankbar zu sein. Andere schreiben auf, für was sie dankbar sein WERDEN. Das finde ich auch einen guten Ansatz, denn so wird das Gehirn schon darauf programmiert, dass etwas einfach gut laufen wird.

      Liebe Grüße,
      Ivana

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