Tarot? Das sind doch diese Karten mit dem man die Zukunft vorhersagen kann oder?

Und schon ploppen die Bilder im Kopf auf…. Eine Zigeunerin (ist das jetzt noch politisch korrekt??), die an einem Tisch sitzt, bunt gekleidet und am besten noch mit Kopftuch, eine Kristallkugel auf der violetten Tischdecke und vor sich die 78 Tarot-Karten ausgebreitet. Dazu ein schwerer Duft von Räucherwerk. Richtig authentisch kommt das auch mit einem osteuropäischen Akzent. Kein Problem für mich, denn ich bin in Tschechien geboren. Damals hieß es noch Tschechoslowakei und war ein Staat, heute sind es zwei. Aber das ist einen andere Geschichte…

Was hat Tarot mit Coaching zu tun?

Und das soll jetzt bitte was sein? Ein Coaching-Tool? Geht gar nicht. Doch, geht sehr wohl.

Ich packe wieder meinen tschechischen Akzent ein – den habe ich im richtigen Leben eh nicht und das weißt du, wenn du mal ein Video mit mir gesehen hast. Um ehrlich zu sein, ich habe eigentlich keinen Akzent. Vielleicht mal einen leichten bayerischen Einschlag und ab und zu schleicht sich inzwischen auch ein schwyzerdeutscher Begriff ein wie parkieren,  grillieren oder – mein Favorit – mega.

Soweit so gut. Ich sitze dir also virtuell gegenüber, ganz normal, mit ziemlich akzentfreiem Hochdeutsch und wir reden. Über dich, deine Ziele, deine Vision, deinen Weg, deine Kunden, deine Blockaden, wo es eben in deinem Business klemmt. Vielleicht ist es die Technik rund um deine Website (eines meiner Spezialgebiete, ich bin eben eine moderne Hexe), vielleicht ist es der Mut zur Sichtbarkeit oder etwas ganz anderes, das dich zu mir geführt hat.

Sichtbarkeit ist ohnehin so ein Thema. Sichtbar will jede:r sein, aber sich nicht persönlich zeigen. Finde den Fehler….

Das sind nur einige der Themen, die meine Coaching-Klientinnen mitbringen.

Hast du es gemerkt? Ich spreche inzwischen von Coaching. Und ja, ich habe 2 Coaching-Ausbildungen abgeschlossen. Ich bin psychologische Beraterin und NLP-Coach, beides mit Prüfung und Zertifikat, nur so am Rande.

Als Coach habe ich x unterschiedliche Tools in meinem Repertoire. Manche mag ich sehr und nutze sie fast immer, manche ziehe ich aus dem Koffer, wenn es sie braucht, aber es sind nicht meine Favoriten.
Was aber schon lange bei mir selbst zu meinen absoluten Favoriten zählt und ich jetzt immer mehr auch in meine Arbeit integriere, ist tatsächlich Tarot.
Lass jetzt einfach mal die Zigeunerin verschwinden und lies einfach weiter, denn vielleicht wirst du doch noch einen Aha-Moment haben und erkennen, dass Tarot sooooo viel mehr ist als Jahrmarktsbudenzauber.

 

Wie sehe ich Tarot und Karten generell?

Meine erste Begegnung mit Tarot war vor etwa 30 Jahren, als ich studiert habe. Jura, nur mal so nebenbei und auch abgeschlossen. Ich war ziemlich kopflastig, sehr rational und es war für mich ein langer Weg, um mich wieder mit meiner Intuition zu verbinden. Ich will nicht behaupten, dass ich nur noch intuitiv handle, aber deutlich stärker als früher und von Tag zu Tag mehr.
Da waren sie also, diese Karten, die mich faszinierten. Eigentlich nur 78 bunte Bilder mit Geschichten. Ich versuchte damit meine Zukunft zu ergründen und scheiterte grandios. Die Karten verschwanden für viele Jahre in der Schublade. Ich experimentierte mit unterschiedlichen spirituellen und esoterischen (jep, da gibt es einen Unterschied, zumindest für mich) Richtungen und die Jahre gingen ins Land. Ich holte immer wieder mal die Karten raus, denn sie zogen mich nach wie vor an, aber einen richtigen Zugang fand ich (noch) nicht.

Ich machte diverse Coaching-Ausbildungen und da sah ich das erste Mal die Verbindung zu Spiritualität und Coaching. Danke an meine Lehrer, die die Offenheit hatten, beides nebeneinander und miteinander zu sehen. Das fand ich natürlich mega-spannend und irgendwann bin ich über Tarot als Tool zur Selbsterfahrung gestolpert. Das war ein grandioser Aha-Moment für mich. Es hatte nichts mehr mit Tarot als Zukunfts-Orakel zu tun sondern es war eine Brücke zum Unterbewusstsein, zur Seele. WOW!

Und plötzlich bekamen die Bilder, die Farben, die Symbole Sinn für mich. Ja klar, ein wenig Hintergrundwissen über die Zuordnung der Elemente, der Symbole etc. schadet nicht, aber was wirklich entscheidend war, war die intuitive Herangehensweise und auf einmal fügte sich alles zusammen.

Da bedeutete der Tod auf einmal nicht, dass jemand im näheren Umfeld in nächster Zeit verstirbt. Diese Karte zeigt eine (krasse) Veränderung an. Aber in den meisten Decks, die ich kenne, ist auch eine Hoffnung da, der berühmte Silberstreif am Horizont. Es ist die Erkenntnis, dass nichts von Dauer ist und wenn gerade die Kacke am Dampfen ist, es werden wieder andere Zeiten kommen, denn das Leben ist zyklisch.
Das nur als sehr kurzes Beispiel und ich könnte hier stundenlang schreiben.

 

 

Mir wurde klar, dass ich dieses Tool auch immer mehr in meinen Coachings nutzen will. Je nachdem, was meine Klient:in als erstes sieht, die Assoziationen, die Bilder, mit welcher Figur auf der Karte sie sich im ersten Moment identifiziert. All das sind Hinweise für mich, wo es klemmt, wo der berühmte Hase im Pfeffer liegt. Und von da aus kann das Coaching weiter gehen, mit „normalen“ Methoden.

Tarot ist ein wunderbares Tool, um in die Seele zu blicken, wenn es zugelassen wird. Die archetypischen Figuren der Großen Arkana, die eine Heldenreise darstellen, und die vier Sätze der Pentakel, Kelche, Stäbe und Schwerter, die eher die Alltagsherausforderungen zeigen, spiegeln alle Varianten des Lebens und zeigen auch gleichzeitig Möglichkeiten auf.
Im Grunde spricht deine Seele, deine Intuition durch die Bilder zu dir. Du siehst genau das, was du in diesem Moment sehen sollst und verbindest damit Gefühle und Gedanken.
Auch mir geht es immer noch so, dass ich Details in den Karten sehe, die mir vorher noch nie aufgefallen sind, weil sie noch nicht wichtig waren.

Genau das ist das Großartige am Tarot – du erkennst Möglichkeiten und Wege für dich. Die Karten können ein wunderbarer Ratgeber sein. Und wie bei jedem Rat kannst du ihn annehmen oder auch nicht.

Die Karten bestimmen nicht deine Zukunft, das machst du schon selbst.

Sie zementieren nicht das, was kommen wird, sondern zeigen dir EINE Alternative. So könnte es werden, wenn du machst wie bisher. Aber wenn du dein Denken, dein Fühlen, dein Handeln änderst, werden die Karten neu gemischt, im wahrsten Sinne des Wortes. DU bist der Schöpfer / die Schöpferin deines Schicksals, nicht 78 bunte Bilder. DU entscheidest.

Daher mache ich keine Zukunftslegungen (außer in den Raunächten um den Jahreswechsel und nur für mich, aber das ist eine andere Geschichte), ich beantworte keine Fragen zu den Emotionen von Dritten (Liebt mich XY? Werden wir je zusammenkommen? etc), erst recht sage ich nichts zum Gesundheitszustand.

Ich nutze Tarot als EINES von unterschiedlichen Werkzeugen, um dir Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen. Durch die Karten gebe ich dir einen Schubs und einen Impuls. Ich zeige dir, welche Energie, welche Handlung, welche Denkweise dich in dieser Situation voranbringen. Ich helfe dir, deine Perspektive zu wechseln, neue Wege zu sehen und dich selbst weiterzuentwickeln.

Das ist es, wie ich die Karten, egal ob Tarot oder Orakelkarten, einsetze. Für dein Wachstum und um dir Möglichkeiten aufzudecken.

Wenn du jetzt Lust hast, das selbst zu erleben, dann könnte mein Impuls-Coaching etwas für dich sein. Nach einem Vorgespräch ziehe ich für dich eine Karte. In einer Meditation tauchst du in diese Karte ein und bekommst Botschaften von deinem Unterbewusstsein, die dich weiterbringen. Wir sprechen darüber und du bekommst noch ein Coaching von mir.

 

Ehre, wem Ehre gebührt:

  • Die Karten des Headerbildes stammen vom Mythical Goddess Tarot von Katherine Skaggs und darf sie mit freundlicher Genehmigung nutzen. Es ist ein etwas anderes Tarot, aber soo kraftvoll
  • Die Herrscherin stammt aus dem Rider Waite Tarot: Nutzung der Karte: Mit freundlicher Genehmigung des Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch, © Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch/Deutschland. www.koenigsfurt-urania.com
  • Orakelkarten von der zauberhaften Sandra Krensel von Sitara Soul Vision, die auch mit Genehmigung von Sandra nutzen darf. Ich habe all ihre Decks und liebe sie!
  

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden  

Ivana