Die Sache mit der Bestimmung

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ich habe mir schon früh Gedanken gemacht, warum es mich eigentlich gibt.

In meinen dunklen Phasen dachte ich mir, dass es doch keinen Unterschied macht, ob ich auf der Welt bin oder nicht. Vielleicht würde es einige wenige Menschen interessieren, aber ich glaubte absolut nicht, dass ich einen Unterschied mache.

Ich dachte, dass ich etwas Großes hinterlassen muss, damit mein Leben einen Sinn macht, so wie Picasso, Goethe, Mozart, Bill Gates und Co. Und ich fühlte mich noch kleiner als ich es ohnehin schon tat, denn ich kann weder besonders gut zeichnen oder malen, bin ziemlich talentfrei, was Musik angeht und DIE eine revolutionäre Idee, die die Welt verändert, die hatte ich bisher auch noch nicht. Und Romane schreiben ist auch nicht so mein Ding.

Da stand ich nun, ohne den Sinn des Lebens und fühlte mich ziemlich mies.

Das Thema hat mich immer wieder umgetrieben und jedes Mal das gleiche Ergebnis: Warum bin ich überhaupt hier, wenn ich keine so herausragenden Eigenschaften besitze wie diese Ausnahmemenschen, die ich grade aufgezählt habe?
Dabei fällt mir auf, dass es nur Männer sind… Bezeichnend eigentlich, aber ich lass jetzt dieses Gender-Thema mal weg.

Aber zurück zum Thema mit der Bestimmung.

Meine Suche

Ich lebte mein Leben, mal mehr, mal weniger zufrieden. In den letzten Jahren meines Angestelltendaseins eher weniger und dann kamen auch noch vor bald 6 Jahren diverse Operationen, Reha und damit auch eine Auszeit von mehreren Monaten dazu.
Die Frage tauchte wieder auf, gerade weil ich mit meiner eigenen Sterblichkeit konfrontiert wurde. Was war denn nun eigentlich der Zweck meines Daseins?

Ich machte mich wieder auf die Suche, las viel, fuhr 2014 nach Nepal

Ich war dort einmal mehr davon beeindruckt, unter welchen Umständen Menschen einen zufriedeneren Eindruck machen, als in Westeuropa, wie sie mit dem Leben und dem Sterben umgehen und wie gelassen sie wirken. Auch wenn ich eher der Typ bin, der lieber ans Meer fährt (ohne da tagelang am Strand zu grillen, aber ich liebe das Meer), hat mich Nepal wirklich beeindruckt und etwas in Bewegung gebracht.
Ich sage jetzt nicht, dass du unbedingt nach Nepal reisen sollst (obwohl ich es dir wirklich empfehlen kann), aber generell tut ein Ortswechsel gut, um einfach mal etwas Anderes zu sehen, dich inspirieren zu lassen und um neue Erfahrungen zu machen.

2015 kündigte ich und reiste 3 Monate durch Indonesien und Malaysia, plante meine Selbstständigkeit und da tauchte wieder die Frage auf: Was ist eigentlich meine Bestimmung, meine Aufgabe, der Sinn meines Daseins.
Schließlich ist es ja auch so, dass diese Frage im Grunde hinter jedem Business stecken sollte. Es soll einen Sinn haben, einen Zweck und idealerweise deckt er sich auch mit der Aufgabe, die diejenige für sich in größerem Rahmen sieht.

Diese Erkenntnis kam bei mir übrigens deutlich später, einer der Anfängerfehler, die ich gemacht habe. Ich habe mir nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht, sondern wollte nur frei sein, zeit- und ortsunabhängig arbeiten. Ich hatte einen Blog, aber kein Business.

Das kam ehrlich gesagt erst dann, als ich zwei Dinge erkannt und umgesetzt habe:

1. Ich mache das, was ich tue, aus Liebe. Ich lasse mich nicht von der Angst abhalten, dass mich jemand doof, zu spirituell, nicht professionell genug, nicht gut genug, nicht erfahren genug finden könnte. Motzer gibt es immer, so what.

2. Ich mache einen Unterschied, auch wenn ich nicht immer das Ergebnis sehe.

Die zweite Erkenntnis kam dank lieber Kommentare und Feedbacks auf meine Beiträge und auf meine ersten kostenlosen Kurse. Danke an dieser Stelle an all die Menschen, die mich auf meinem Weg bestärkt haben, teilweise ohne es zu wissen. Ohne euch wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin!

Ich erkannte, dass trotz der Anonymität des Internets ich Herzen erreichen kann, Mut machen kann und Impulse setzen kann.

Du weißt nicht immer, wann und wie du Menschen bewegst

Das begann mit meinem Reiseblog, als ich Frauen durch meine Geschichten und Erlebnisse ermutigt habe, auch einmal allein zu reisen und großartige Erfahrungen zu machen. Ich habe keine Ahnung, wie vielen Frauen ich den richtigen Schubs gegeben habe, aber einige haben mir geschrieben und sich bei mir bedankt.

Für diese Frauen habe ich einen Unterschied gemacht und wer weiß, welche Kreise das dann noch gezogen hat. Vielleicht war ich der Kiesel für sie, der im See für die Wellen des Selbstbewusstsein, der Selbstfürsorge und der Selbstbestimmung gesorgt hat, die sich immer weiter ausgebreitet haben.

Das setzte sich mit meinem alten Blog, der Bergzauberin fort und das ist es, was ich heute auch mit meinen Coachings und meinen Kursen weiter mache.
Es kann ein Satz, ein Podcast, ein Bild, ein Video, was auch immer sein, das eine Veränderung bewirkt.

Du weißt nie, was das, was du sagst oder tust, bewirken kann. Es kann im wahrsten Sinne des Wortes das Leben eines Menschen verändern. So wie Blogs, Bücher oder Podcasts mein Leben verändert haben, auch wenn die Autoren es nicht wissen.

Du machst den Unterschied

Genauso machst du einen Unterschied und wenn du das, was du tust, mit Liebe tust und dich immer weiter entwickelst, immer weiter wächst, dann liegt darin der Sinn und deine einzigartige Bestimmung. Du machst die Dinge auf deine ganz besondere Weise, denn du bist einzigartig mit deinen Erfahrungen, deinen Werten, deinen Gedanken und deinen Gefühlen.

Ich habe lange gebraucht, um zu kapieren, dass es nicht die großen weltbewegenden Dinge sind oder sein müssen, die dem Leben einen Sinn geben. Es ist das, wie wir sind, wie wir mit anderen Menschen umgehen, welche Impulse wir in die Welt geben, ähnlich wie das Bild des Schmetterlings, dessen Flügelschlag in letzter Konsequenz einen Orkan verursachen kann.

Oscar Wilde hat das für mich gut auf den Punkt gebracht:
„Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen, das ist unsere Bestimmung! Sowie – damit verbunden – die möglichst umfassende Ausschöpfung der individuell gegebenen Möglichkeiten und Talente.“

Ich bin davon überzeugt, dass jedes Sein eine Bestimmung hat. Manche beeinflussen uns positiv, andere bringen uns dazu, über unsere Werte und unsere Menschlichkeit nachzudenken und uns entsprechend zu verhalten.

Inzwischen stelle ich mir die Frage nach dem Sinn meines Lebens nicht mehr, ob es wertvoll ist oder ob ich einen Unterschied mache, denn in mir ist die Gewissheit gewachsen, dass es so ist. Das ging nicht von heute auf morgen, aber diese Erkenntnis tut der Seele und dem Herzen so gut.

Ich stelle mir heute lieber die Frage, wohin es gehen soll, was ich bewegen und verändern möchte. Ich grübele nicht mehr darüber, was das Leben für mich bedeuten kann, sondern ich mache. Durch das Handeln und das Erschaffen kann ich etwas bewegen.
Das kann für einen Menschen das liebevolle Zubereiten eines Mahls sein, die Erziehung der Kinder zu eigenverantwortlichen, starken Menschen, das Helfen bei Entwicklungsprojekten oder, wie bei mir, die Unterstützung von Frauen, ihre Leidenschaft, ihre Bestimmung ans Licht zu bringen, um andere wieder als Business-Göttinnen zu inspirieren.

Wie siehst du das? Wo stehst du gerade auf deiner Reise?

Wenn du gerade dabei bist, dir zu überlegen, welches Geschenk du mit deinem Business in die Welt bringen möchtest, dann melde dich einfach für ein kostenloses Strategiegespräch bei mir.

PS: Wenn du auf magische Weise inspiriert werden möchtest, dann lade ich dich zu einer Reise durch die mystischen Raunächte ein.

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Ivana

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