Ich weiß, ich weiß, über Atem-Meditation sind schon ganze Bücher verfasst worden und nun komme ich daher und will das Ganze in einem Blogpost behandeln. Jep, will ich. Ich will Dir einen einfachen, praktischen Weg zeigen, aber ich verspreche Dir keine Instant-Erleuchtung und auch nicht, dass Du binnen kürzester Zeit die positiven Aspekte der Meditation erfährst. Nö, der Weg wird etwas länger dauern, als den Artikel zu lesen und umzusetzen.

Das praktische an der Atemmeditation ist, Du kannst es eigentlich immer und überall machen. Du brauchst Dich dafür weder im Lotussitz zu verknoten noch Räucherstäbchen oder Kerzen anzünden. Das kannst Du alles machen. Wenn Du einen bestimmten Ablauf hast dann stimmst Du Dich schon mit diesen Handlungen auf die Meditation ein, so dass es Dir mit der Zeit immer leichter fällt, in den meditativen Zustand zu kommen. Es ist ein Trigger, der dem Unterbewussten sagt “Jetzt geht es los”. Du kannst, musst es aber nicht machen.

Eine Atemmeditation kannst Du im Zug, im Büro, im Wald, an der Bushaltestelle machen, egal. Und eines wirst Du ziemlich sicher erleben: Du bist danach deutlich entspannter.

Für den Anfang rate ich Dir, die Übungen an einem ruhigen Ort zu machen. Setze oder stelle Dich entspannt hin und halte Dich gerade, so dass der Atem auch gut fließen kann. Hier ist bequeme Kleidung von Vorteil. Am Anfang hilft es sicher, wenn Du die Augen schließt, dann blendest Du visuelle Ablenkungen aus.

Ich möchte Dir zwei unterschiedliche Wege vorstellen:

Atme und zähle bis Drei (am Anfang)

Diese Variante hört sich banal an, ist es aber nicht.

  • Beim Einatmen zählst Du 1, dann atmest Du aus. Du konzentrierst Dich nur auf die Eins, auf sonst nichts. Du atmest tief in den Bauch hinein, spürst, wie der Atem in Dich hinein und aus Dir heraus strömt.
  • Wenn ein Gedanke auftaucht, fängst Du wieder von vorne an.
  • Wenn Du schon etwas mehr Übung hast, dann tauchen keine Gedanken mehr auf, Du bist ganz bei Dir und der Eins.
  • Beim nächsten Einatmen zählst Du 2, dann atmest Du aus. Du fokussierst Dich auf die Zwei voll und ganz.
  • Taucht ein Gedanke an, fängst Du wieder bei 1 an.
  • Genauso geht es mit der 3.
  • Taucht doch ein Gedanke auf, dann fängst Du wieder von vorne an, so lange, bis Du drei tiefe Atemzüge völlig bei Dir bist.
  • Wenn Du diese drei Atemzüge gemeistert hast, dann steigerst Du Dich, erst auf 5, dann auf 7 und zuletzt auf 10.

Ich bin mir fast sicher, dass Du eine Weile brauchen wirst, bevor Du es schaffst, Dich wirklich 10 Atemzüge nur und ausschließlich auf Deinen Atem und die Zahlen zu konzentrieren. Aber es klärt den Kopf und entspannt Dich. Danach fühlst Du Dich wieder erfrischt.

Atme und zähle bis 10

  • Setze oder stelle Dich bequem, aber gerade hin.
  • Atme tief in den Bauch hinein, ganz tief, so dass er etwas nach außen geht. Zähle ganz langsam 1.
  • Atme ganz aus, spüre, wie der Atem aus Dir fließt und versuche, das Ausatmen länger zu dehnen, als das Einatmen.
  • Beim nächsten Einatmen zählst Du 2, langsam und tief. Achte auf Deinen Atem, spüre ihn.
  • Atme aus, langsam, spüre, wie alle Luft aus Dir weicht.
  • Atme ein, zähle langsam bis 3, spüre den Atem, wie er in Dich hineinströmt.
  • Atme langsam aus, länger als Du einatmest.
  • Und so mach weiter bis Du bei 10 angekommen bist und fang dann wieder von vorne an.
  • Wenn Gedanken auftauchen, lass sie vorbeiziehen, aber hänge ihnen nicht nach, Beobachte, wie sie wie Wolken an Dir vorbeiziehen, werte sie nicht. Und wenn doch, dann ärgere Dich nicht, komme wieder zu Deinem Atem zurück und zu Dir.

 

Versuche es einfach mal und ganz wichtig, bleib dran und nimm Dir wirklich jeden Tag ein paar Minuten Zeit für Dich.

Fang mit 5-10 Minuten am Tag an und steigere Dich langsam oder meditiere öfter, aber kürzer.

Die Hauptsache ist, Du fängst an und bleibst auch dabei.

Schreibe mir über Deine Erfahrung! Ich bin auf Deinen Kommentar gespannt…

 

 

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Ivana

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