Seelenhygiene – So findest Du sie

Seelenhygiene – So findest Du sie

Eines vorweg… ich habe mir diesen Artikel geschnappt und ihn mit Fokus auf dein Business überarbeitet, denn er ist nicht mehr ganz aktuell, auch wenn das Thema es ist. Also Seelenhygiene 2.0

Erst einmal, was soll das eigentlich sein, Seelenhygiene? Eigentlich ganz einfach, also meine Definition…. Das, was Dich und Deine Energie herunterzieht, soll weg, raus, verschwinden und Dich nicht weiter belasten. Es soll eben nicht auf Deiner Seele liegen, Dich in den Schlaf verfolgen, Dir Alpträume bescheren und Dich runterziehen.

Da gibt es endlose Möglichkeiten, was Dich alles belasten kann, da brauche ich Dir nichts zu erzählen. Die fehlenden Kunden, die Selbstzeifel, der Partner, Eltern, Kinder, an Ursachen herrscht sicher kein Mangel oder?

Ich weiß, dass das Aussteigen leichter gesagt als getan ist, denn wir verlieren uns gern einmal auch in Selbstmitleid. Da braucht es nur einen gewissen Auslöser und schon schlittern wir runter wie auf einer Rutsche im Freizeitpark. Da schleudert es uns auch hin und her, wir holen uns noch ein paar (seelische) blaue Flecken und landen mit dem Gesicht im Wasser. Die Achterbahn endet hoffentlich irgendwann, nur macht es weniger Spaß.

Es ist ein Ding, mal im Frust und im Selbstmitleid zu versumpfen, aber wenn du darin stecken bleibst, Mahlzeit.

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, da rauszukommen und Verantwortung für dich zu übernehmen. Denn seien wir einmal ehrlich, nicht die anderen sind für unser Seelenheil verantwortlich, sondern wir selbst sind es.

Was kannst Du tun, um aus der Spirale auszusteigen?

Was kannst Du tun, um halbwegs aufgeräumt abends ins Bett zu gehen und morgens gut in einen erfolgreichen Tag zu starten?

Ich will Dir heute erzählen, was ich mache und vielleicht ist da auch was für Dich dabei:

1. Morgenseiten

Vielleicht kennst Du das Konzept der Morgenseiten von Julia Cameron (Werbung). Da schreibst Du am Morgen ein paar Seiten unzensiert und nur für Dich. Das hat den Effekt, dass Du unbelastet in den Tag startest. Am Morgen sind wir auch noch nicht vom Tag “verdorben” und daher auch kreativer. Du lässt alles los, was dir auf dem Herzen brennt schreibst dir den ganzen Müll von der Seele

Ich habe für mich persönlich die Morgenseiten abgewandelt und habe ein kleines Morgenritual daraus gemacht. Ich schreibe in mein Buch für was ich dankbar bin. Das sind immer mindestens 3 Punkte.

Dann schreibe ich meine Ziele, meine Vision auf. Das hilft mir, fokussiert und auf Spur zu bleiben. Alles schön handschriftlich mit einem edlen Füller, denn das bin ich mir wert.

Am Ende ziehe ich noch 2 Karten und schreibe meine Interpretation dazu.

Ich verwende auch noch immer ein passendes ätherisches Öl dazu.

Mit den Morgenseiten selbst konnte nicht wirklich etwas anfangen, aber so eingebettet in mein Morgenritual fehlt mir glatt etwas, wenn ich es nicht mache.

Solches Journaling machen übrigens auch sehr erfolgreiche Menschen wie Richard Branson. Es muss also etwas dran sein.

2. Meditieren

Mit Meditation bekommst Du Ruhe in Deine kreisenden Gedanken. Es muss ja nicht gerade das stundenlange Sitzen im Lotussitz sein, es reicht auch eine Atemmeditation.

Nur eines solltest Du hier beachten: Der positive Effekt braucht seine Zeit und Du musst ein wenig durchhalten. Gewöhne Dir hier eine gewisse Routine an und ich bin sicher, Du wirst davon profitieren.

Du musst auch nicht ewig meditieren, gerade wenn du in einer stressigen Phase bist, weil du gerade ein neues Produkt oder einen neuen Service entwickelst. Aber 5 Minuten sind sicher drin und schenken dir Kraft und neue Energie.

Um in einen entspannten Zustand zu kommen, kannst du auch ätherische Öle wie Lavendel oder Weihrauch benutzen.

3. Keine schlechten Nachrichten

Versuche es auch einmal mit “Nachrichten-Diät”. Ganz im Ernst, es gibt so viele negative Nachrichten im Fernsehen, im Radio oder in der Zeitung und was davon kannst Du wirklich beeinflussen? Die wirklich wichtigen Dingen bekommst Du ohnehin mit und mit den Dingen, auf die Du keinen Einfluss hast, brauchst Du Dich nicht belasten.

Ich schaue schon lange keine Nachrichten mehr und ganz ehrlich, ich vermisse es auch nicht.

4. Blick von außen

Du holst Dir einen Profi, der Dich unterstützt. Das kann ein Psychologe, ein Pfarrer, ein Coach oder ein psychologischer Berater sein.

Diese Menschen haben zwei Vorteile: Sie haben in der Regel eine Ausbildung in der Richtung (mach dich auf der Homepage schlau!), können gut zuhören und bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Zum anderen bezahlst Du sie dafür und riskierst gerade nicht, dass sie Dir die Freundschaft kündigen, wenn es ihnen zu viel wird. Schlimmstenfalls schicken sie Dich zu einem Kollegen.

Wenn du mit mir zusammenarbeiten willst, dann melde dich einfach bei mir.

Einen weiteren Blick von außen kannst du dir in einer Mastermind-Gruppe holen. Das ist eine  Gruppe von 3-5 Menschen, die ebenfalls als Solopreneure/Online-Unternehmer sich etwas aufbauen möchten.

Ich würde mich hier auch tatsächlich auf Online-Unternehmer beschränken, wenn du auch in diesem Bereich unterwegs bist, denn da gibt es noch einmal andere Herausforderungen wie bei einem Ladengeschäft. Ihr wisst, von was ihr sprecht, wenn es um Mailanbieter geht, Online-Sichtbarkeit etc. und müsst es nicht lange erklären. Ihr seid alle in der Hinsicht im gleichen Boot.

In so einer Mastermind-Runde bekommt jeder die gleiche Sprechzeit, erklärt kurz sein Problem und die anderen geben ihre Ideen dazu und tragen so dazu bei, dass jeder am Ende eine Lösung für sein Problem oder eben eine andere Sichtweise hat. Das ist unglaublich hilfreich und kann dich wirklich gut voranbringen.

Wenn du einige kennst, mit denen du dich gut verstehst, dann frage sie doch, ob sie nicht Lust hätten, mit dir eine Mastermind-Gruppe zu machen.

Trefft euch regelmäßig alle 2 oder 3 Wochen via Zoom und profitiert von einander.

5. Sport

Du machst Sport und powerst Dich so aus, dass Dein Ärger, Deine Wut, Dein Frust weg sind, wenn Du fertig bist. Dann hast Du Deine Energie sinnvoll genutzt, was für Deinen Körper getan und es gibt keinen Grund mehr, sich schlecht zu fühlen.

6. Gedankliches Stopp-Schild

Wenn du merkst, dass du dich in deinen negativen Gedanken verhedderst, dann stoppe sie. Denke etwas komplett anderes. Schau dir z.B. den Stuhl an, auf dem du gerade sitzt und betrachte ihn ohne Wertung.

Deine Gedanken könnten sein: Oh, dieser Stuhl hat eine rote Sitzfläche. Die Lehne endet unter meinem Kopf. Er ist auf Rollen etc. Ich denke, du weißt, was ich meine. Betrachte die Wand, das Bücherregal oder etwas anderes und beschreibe es. Das unterbricht das Gedankenkarrussel.

Dann nimm ein paar tiefe Atemzüge, erde dich oder stelle dir vor, wie du unter einem wunderschönen Wasserfall stehst, der alles wegspült.

 

Seelenhygiene ist wirklich wichtig. Du räumst ja auch regelmäßig Deine Wohnung auf, warum also nicht auch mal das aufräumen, was Dich im Inneren belastet, was an Müll in den Kammern Deiner Seele herumsteht? Raus damit, dann geht es Dir und deinem Business besser, glaub mir!

Hast Du noch ein paar Tipps? Dann rein in die Kommentare damit!

Vipassana – mein Erfahrungsbericht

Vipassana – mein Erfahrungsbericht

Vor mehreren Jahren habe ich über Vipassana gelesen und schon da hat mich der Gedanke gereizt, einmal ein 10-tägiges Meditationsseminar zu machen. Nur ich mit mir und sonst nichts. Das klang für mich wirklich verlockend. Also habe ich mich informiert und wollte mich anmelden. Das hat, als ich noch in Deutschland gewohnt habe, einfach nicht geklappt und es hat eben nicht sollen sein.

Als ich mit meinem Mann in die Schweiz gezogen bin, habe ich erfreut festgestellt, dass es auch hier ein Vipassana-Zentrum gibt, etwa 50 Kilometer von unserem Wohnort entfernt. Perfekt! Und siehe da, mit der Anmeldung hat es auch geklappt und so war ich endlich vom 23.05.2018-03.06.2018 am Mont Soleil auf einem Vipassana-Seminar.

Heute möchte ich dir ein wenig darüber erzählen. Zuerst kommen die “hard facts” und am Ende erzähle ich dir, wie es mir ergangen ist und was es mir gebracht hat.

Was ist eigentlich Vipassana?

Vipassana ist ein Weg der Selbsterfahrung und letztendlich führt er zur Erleuchtung.

Du arbeitest mit deinem Atem, indem du ihn beobachtest und mit deinem Körper. Hier beobachtest du die Empfindungen, wie sie kommen und vergehen. Auf diese Weise erlebst du, dass alles Veränderung ist. Daher macht es keinen Sinn, sein Herz an Dinge, Menschen, Ereignisse zu hängen, denn nichts ist von Bestand. Tust du es dennoch, verursacht es Leiden und wer leidet, verbreitet Leiden.

Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, solltest du Gleichmut entwickeln und das wiederum schaffst du, wenn dir nicht nur verstehst, sondern auch begreifst, dass alles endlich ist.

Das ist wirklich nur eine sehr sehr grobe Zusammenfassung. Während des Seminars hörst du jeden Abend einen Vortrag, der mehr als eine Stunde geht. Da erfährst du den ganzen Hintergrund und wie alles zusammenhängt.

Vipassana ist eine Meditationsthechnik, die von Buddha wiederentdeckt wurde und ihm dabei geholfen hat, zur Erleuchtung zu gelangen.
Es ist eine Technik, die dir dabei hilft, das Leiden von der Wurzel her aufzulösen, eine Ethik und eine Methode, den Wechselfällen des Lebens gelassen und voller Gleichmut entgegenzutreten.

Ausführlicher wird es auf der Homepage und in einem Vortrag von S.N.Goenka beschrieben, den er in Bern gehalten hat.

S.N.Goenka hat Vipassana aus Burma zurück nach Indien und dann in die Welt gebracht.

Vipassana-Zentren gibt es weltweit und du kannst dein Seminar nur online buchen. Sei aber superpünktlich bei der Anmeldung, denn gerade die Plätze für Frauen sind rasend schnell weg.

Für wen kann Vipassana das Richtige sein?

Vipassana ist für Menschen, die sich selbst erfahren möchten und die bereit sind, sich einer ziemliche Disziplin zu unterwerfen. Du machst nur Vipassana, keine andere Meditationsform, kein Yoga, nichts anderes. Egal, was du sonst an Ritualen und Praktiken ausführst, für diese 10 Tage ist alles außer Vipassana tabu.

Es ist für Menschen, die bereit sind, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.

Diese 10 Tage sind definitiv kein Urlaub und auch nicht Wellness. Du wirst mit dir selbst konfrontiert und das kann ganz schön an die Substanz gehen. Du schweigst absolut 9 Tage lang und bist mit dir allein.

Vipassana ist auch keine Therapie. Wenn du ernsthafte Probleme hast, können die an die Oberfläche gespült werden und das kann ernst werden. Die Lehrer sind nicht zwingend psychologisch ausgebildet und dann kann Vipassana wirklich einiges triggern, das dich in eine Krise stürzt. Du solltest also in jedem Fall psychisch stabil sein, wenn du dich auf die 10 Tage einlässt.

Wie sieht der Tagesablauf aus?

Du lebst im Grunde in den ersten neun Tagen wie eine buddhistische Nonne / ein buddhistischer Mönch und das betrifft auch den Tagesablauf:

4:00: Morgengong zum Aufwachen
4:30: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
6:30: Frühstück und Pause
8:00: Gruppenmeditation in der Halle
9:00: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
11:00: Mittagessen und Pause
12:00: Gelegenheit zum Interview mit dem Lehrer bzw. Pause
13:00: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
14:30: Gruppenmeditation in der Halle
15:30: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
17:00: Teepause
18:00: Gruppenmeditation in der Halle
19:00: Vortrag in der Halle
20:15: Gruppenmeditation in der Halle
21:00: Gelegenheit für Fragen
21:30: Licht aus, Nachtruhe

Während dieser Zeit unterwirfst du dich auch 5 Regeln:

  • Kein lebendiges Wesen zu töten (ja, auch keine Mücken!)
  • Nicht stehlen (sollte eigentlich auch außerhalb dieser Tage gelten)
  • Keine sexuelle Aktivität
  • Nicht lügen
  • Keine Rauschmittel

Wiederholer müssen noch weitere 3 Regeln befolgen

  • Keine feste Nahrung nach 12 Uhr
  • Verzicht auf sinnliche Vergnügungen und Körperschmuck
  • Keine übertrieben weichen Betten

Während der ersten 9 Tage gilt die erhabene Stille. Das bedeutet, dass du mit niemand sprechen darfst, auch kein Blickkontakt, gar nichts. Einzige Ausnahme sind die Fragerunden mit dem Lehrer.

Das macht auch Sinn, denn du sollst deine eigenen Erfahrungen machen und dich nicht mit anderen austauschen, denn dann würdest du anfangen, dich zu vergleichen.

Du sollst dich auch nicht ablenken und daher ist alles verboten, was deine Aufmerksamkeit fordern könnte. Du gibst daher am ersten Tag dein Handy ab. Die Fotos habe ich daher am ersten Tag und bei der Abreise gemacht. Du darfst auch keinen MP3-Player mitnehmen, nichts zu lesen, nichts zu schreiben. Du bist komplett mit dir allein.

Am zehnten Tag wurde die edle Stille aufgehoben und an diesem Tag wurde auch weniger meditiert. Da konnten wir endlich miteinander sprechen, aber das war schon erst ein wenig ungewohnt.

Wie sieht es mit Unterbringung, Essen etc. aus?

Das Zentrum Mont Soleil ist sehr schön im Schweizer Jura gelegen. Da es auf knapp 1300 Meter Höhe liegt, wird es im Winter schon kalt mit entsprechend Schnee. Das solltest du berücksichtigen, wenn du dort dein Vipassana planst.

Die Unterbringung ist je nach Haus unterschiedlich. In manchen Zentren gibt es Einzelzimmer mit eigenem Bad. Am Mont Soleil waren es Mehrbett-Zimmer, so dass zwischen 2 und 5 Frauen in einem Zimmer schliefen. Es gibt dort Gemeinschaftsduschen und Toiletten. Insofern hatte es etwas von Schullandheim oder Jugendherberge, aber das war ok.

Männer und Frauen sind während der Zeit streng getrennt und auch die Bereiche, in denen du spaziergengehen kannst, sind abgeteilt.
Man ist nur während der Meditation zusammen, sitzt da aber auch getrennt.

Das Essen ist vegetarisch/vegan, eben in Übereinstimmung mit der Regel, nicht zu töten. Wie es schmeckt, hängt von den Fähigkeiten der freiwilligen Helfer ab. Wir waren insgesamt ca. 65 Personen und für so eine Menge zu kochen ist eine echte Herausforderung.

Das Essen war für mich ok, hätte nur manchmal ein wenig mehr gewürzt sein können. Die Nachtische waren aber immer lecker.
In der Teepause, also zum Abendessen, gibt es nur Obst.

Was kostet ein Vipassana-Seminar?

Die Seminare wie die Häuser etc. werden durch Spenden finanziert. Eine Säule ist das Dana, die Gabe. Jeder, der von dem Kurs profitiert, soll nach seinen Möglichkeiten geben.

Eine andere Art des Dana ist das Helfen. Ältere Schüler, also Menschen, die mindestens einen Kurs gemacht haben, können bei der Organisation, beim Kochen und Putzen helfen und sich so einbringen.

Sinn ist, selbstlos und mit Liebe zu geben, ohne Erwartung einer Gegenleistung.

Würde man dafür zahlen, hätten die meisten wiederum Ansprüche an die Unterbringung, ans Essen etc. Das würde aber dem entgegenlaufen, dass man Gleichmut entwickeln soll und alles so akzeptieren, wie es ist.

Wie habe ich diese Zeit erlebt und was hat es mir gebracht?

Nachdem du nun weißt, was Vipassana ist, wie es abläuft und wie die Rahmenbedingungen sind, möchte ich dir nun von meinen eigenen Erfahrungen erzählen.

Was mir wirklich leicht gefallen ist, war das Schweigen für die 9 Tage.

Wenn ich allein unterwegs bin, habe ich oft Tage, an denen ich außer den notwendigen Dingen wie Ticket, Essen und Unterkunft organisieren nicht viel rede. Ich bin es also gewohnt, auch mal wirklich Tage fast komplett zu schweigen.

Und ich bin es durch das Alleinreisen gewohnt, mit mir allein zu sein. Das kannst du natürlich nicht wirklich mit den 10 Tagen vergleichen, denn um mich herum ist viel Ablenkung, wenn ich mir etwas anschaue oder unterwegs bin.

Aber dann am Abend kehrt einfach Stille ein und ich bin mit mir allein. Das war vor den Zeiten von Smartphones und überall verfügbarem Internet noch extremer, ist heute aber bis zu einem gewissen Grad immer noch so.

Was mir nicht so leicht fiel war, dass ich 10 Tage nicht wusste, was Zuhause passiert.

Selbst wenn ich reise, gibt es kaum einen Tag, an dem ich nicht mit meinem Mann skype und WhatsApp ging immer, wenn sonst gar nichts ging. Wir waren also so lange noch nie ohne regelmäßigen Kontakt.

Da ging dann teilweise mein Kopf und meine Phantasie mit mir durch, was alles schreckliches passiert sein könnte.

Doch da griff Vipassana langsam ein, denn da lernst du im Hier und Jetzt zu sein, dir nicht Gedanken über Vergangenheit und Zukunft zu machen, denn das Jetzt ist der Moment, der zählt. Und ändern hätte ich es eh nicht. Das war mir auch vorher bewusst und diesen gewissen Gleichmut (nicht Gleichgültigkeit!) lege ich durchaus auch schon recht oft an den Tag.

Trotzdem wurde mir in diesen Tagen bewusst, wie wichtig diese Eigenschaft des Gleichmutes ist und dass da auch bei mir noch Luft nach oben ist.

Ich habe von Menschen gehört, die durch Vipassana wirklich in ihren Grundfesten erschüttert wurden. Ich kann mir das gut vorstellen, aber mich hat es nicht so sehr gebeutelt. Das mag daran liegen, dass ich mich schon viele Jahre mit Persönlichkeitsentwicklung befasse, mich habe coachen lassen und viel an mir selbst gearbeitet habe.

Nichtsdestotrotz habe ich in diesen Tagen einiges über mich gelernt, bin weiter auf meinem Weg gekommen. Ich habe auch verstanden, dass einige Eigenschaften, unter denen ich “gelitten” habe und mir wegcoachen lassen wollte (hat eh nicht geklappt), wertvolle Eigenschaften sind.

Ich bin also ein gutes Stück weiter auf dem Weg der Selbstakzeptanz und Annahme meiner Selbst gekommen.

Für mich als Kopfmensch war es sehr heilsam, mich auf das Spüren der Körperempfindungen zu fokussieren und sie zu beobachten. Genauso war es eine kleine Herausforderung, sie nur zu beobachten und nichts herbeizuwünschen, herbeizuvisualisieren und es hinzunehmen, wenn eben auch mal nichts da war. Das hat mir wirklich gut getan und war einer meiner größten Gewinne.

Natürlich habe ich auch Gedanken rund um meine Selbstständigkeit gewälzt. Und auch hier ist mir so einiges klar geworden, wie ich weitergehen möchte. Es wird sich nichts radikal ändern, aber ich werde andere Akzente setzen.

Ich habe zudem ein neues Verhältnis zu meinem Business bekommen und die Einsichten, die ich hier bekommen habe, waren sehr wertvoll für mich. Es war am Ende eine Bekräftigung meines Weges.

Die Meditationspraxis werde ich weitermachen. Das Minimum sind eine Stunde am Morgen und eine am Abend. Ich gebe zu, das halte ich nicht ganz durch und merke, dass es mir etwas schwerer fällt, wieder in diesen Zustand zu kommen. Aber ich bleibe dran und bleibe geduldig, gleichmütig.

Würde ich es empfehlen?

Ein definitives Ja, wenn du bereit bist, dich dir selbst zu stellen, dich den Regeln und der Disziplin zu unterwerfen und psychisch stabil bist.

Und jetzt du: Spricht dich Vipassana an? Hast du vielleicht selbst schon einmal Vipassana gemacht? Wenn ja, wie waren deine Erfahrungen? Ich bin neugierig auf deine Meinung.

 

Kurzentspannung – Meine fünf Lieblingsmethoden

Kurzentspannung – Meine fünf Lieblingsmethoden

Dein Tag war hektisch, ist es immer noch, alles läuft kreuz und quer, ist nur noch Chaos und Du willst nur noch eines, weg? Dann kommen Dir meine Lieblingsmethoden zur Kurzenspannung ganz recht! Sie kosten kaum Zeit und bringen doch viel, probiere es einfach mal aus!

Nr. 1: Tief einatmen

Das kannst Du wirklich überall machen! Nicht umsonst sagt man, dass man erst einmal tief einatmen oder durchatmen soll, wenn es einem zu viel wird. Diesen Rat solltest Du beherzigen.

Atme ganz tief in Deinen Bauch ein, halte kurz die Luft an und atme dann langsam aus. Das Ausatmen sollte länger als das Einatmen sein.

Konzentriere Dich auf Deinen Atem. Wenn es geht, dann schließe dabei auch die Augen.

Wiederhole das mindestens drei Mal und Du wirst sehen, wie es Dir besser geht, Dein Atem auch wieder langsamer wird und Du neue Kraft geschöpft hast.

Nr. 2 Ätherische Öle tief einatmen

Ätherische Öle wirken direkt auf die Gefühle, denn sie gelangen direkt über unsere Nase in das limbische System. Das ist der älteste Teil unseres Gehirns und für unsere Emotionen zuständig.

Da schaltet sich auch nicht unser Großhirn dazwischen, das uns gern einmal reinquatscht, sondern wir können direkt unsere Gefühle beeinflussen.

Die unterschiedlichen Inhaltsstoffe haben auch eine ganz unterschiedliche Wirkung auf Geist und Seele. So wirkt Lavendel beruhigend, Zitrone anregend, Pfefferminze erfrischt und Patchouli erdet.

Ein Tropfen von 100% reinem ätherischen Öl in der Hand verrieben und eingeatmet ist wie ein kleiner Urlaub. Träume dich mit Lavendel in die Provence, mit Rosmarin in die Toskana oder mit Zitrone an den Gardasee nach Limone.

Das funktioniert deshalb auch so gut, weil wir häufig mit Gerüchen Erinnerungen verbinden. So kannst du dir übrigens auch neue Erinnerungen schaffen und diese dann mit dem passenden Duft auslösen.

Verwende immer dasselbe ätherische Öl bei einer bestimmten angenehmen Tätigkeit oder in einer Situation, in der du besonders entspannt bist. Nach einer Weile wird sich dieser Gefühlszustand ganz automatisch einstellen, wenn du das Öl riechst oder sogar nur daran denkst.

Nr. 3: Die berühmte Tasse Tee

Du kennst den Spruch “Abwarten und Tee trinken”? Genau…

Auch wenn Du lieber Kaffee magst, in Stress-Situationen würde ich Dir zu Tee raten. Warum? Ganz einfach: Wenn Du Tee etwas länger ziehen lässt, dann hat er eine beruhigende Wirkung, Kaffee pusht dagegen.

Einfach mal vom Schreibtisch aufstehen bzw. aus der Situation herausgehen, das ist schon gut, bringt Distanz zur unmittelbaren Belastung.

Dann braucht es Zeit, das Wasser heiß zu machen, den Tee aufzubrühen, ihn ziehen zu lassen. Das geht nicht so schnell wie bei Instant-Kaffee oder den Kaffee-Automaten, die in den Firmen stehen.

Nicht von ungefähr gibt es auch z.B. in Japan ausgefeilte Tee-Zeremonien, die richtig lange dauern. Es gibt feste Rituale, die eingehalten werden, einen bestimmten Rahmen, es ist eine kleine Auszeit.

Auch wenn es bei Dir nicht eine fernöstliche Tee-Zeremonie sein muss, probiere einfach mal, Deinen Tee zu zelebrieren: Kaufe Dir eine besonders schöne Tasse, suche Dir im Fachgeschäft eine schöne Sorte aus, ganz nach Deinem Geschmack.

Ich persönlich mag z.B. Darjeeling recht gern, Assam ist mir zu heftig.

Wenn Du es süß magst, dann nimm Kandis, der knackt schön beim Übergießen mit heißem Wasser und braucht auch Zeit zum Auflösen. Und nimm Dir Zeit zum Genießen!

Nr. 4: Mach einen kleinen Spaziergang

Wenn es möglich ist, gehe nach dem Mittagessen oder irgendwann am Tag eine Runde spazieren.

Das lüftet Dich und Deinen Kopf aus.

Auch hier kommt die räumliche Entfernung dazu.  Das hilft Dir auch, den Blickwinkel zu verändern und Du kommst leichter zu Lösungen, auf die Du vielleicht nicht kommst, wenn Du pausenlos in den Monitor starrst.

Das lässt sich auch auf Stress Zuhause übertragen. Einfach mal ein paar Schritte gehen, das hat auch nichts mit Davonlaufen zu tun.

Am besten, Du kombinierst das auch mit dem tiefen Atmen, wenn Du die Möglichkeit hast, in die Natur zu gehen. Direkt an einer viel befahrenen Straße ist es sicher nicht so gesund. Aber da kannst Du Dich auf Deine Schritte konzentrieren und bewusst gehen. Einfach den Kopf mit etwas anderem beschäftigen, das hilft wirklich oft! Probiere es mal!

Nr. 5 Geführte Meditationen

Ich bin ja ein großer Fan von geführten Meditationen und die kannst du auch wie einen kleinen Urlaub nutzen.

Geführte Meditationen haben den großen Vorteil, dass du nichts machen musst. Du brauchst dir nicht zu überlegen, wie die Geschichte ablaufen soll oder wie du am besten in die Meditation hineinfindest.

Es gibt so viele schöne Meditationen, die dich in eine wundervolle Landschaft entführen, dich entspannen und durchatmen lassen. Hier reichen schon einige Minuten. Dann bist du bist erfrischt und gut gelaunt.

Weil ich sie so mag und von der Wirkung begeistert bin, biete sie auch selbst an.

Was sind Deine Kurzentspannungs-Tipps? Teile sie mit uns und schreib sie in den Kommentar!

 

Wie viel Zeit schenkst du dir?

Wie viel Zeit schenkst du dir?

Immer wieder höre ich, wie sehr viele Menschen unter Stress sind und keine Zeit haben, noch nicht einmal und gerade für sich.

Selbst in meiner Montags-Meditationsgruppe lese ich das und das macht mich einerseits traurig und auf der anderen Seite auch ein wenig, ja, was eigentlich… Wütend? Sauer? Ja, schon irgendwie, aber nicht auf meine Teilnehmer als Menschen, sondern dass sie sich vernachlässigen. Dabei geht es mir nicht darum, dass sie nicht meine Meditation hören, sondern dass sie sich selbst nicht wichtig genug nehmen, um sich 15 Minuten für sich selbst zu gönnen. Länger dauern meine Audios selten.

Ganz ehrlich, wenn du es nicht schaffst, dir am Tag wenigstens 5, 10, 15 Minuten für dich selbst Zeit zu nehmen, dann solltest du dir wirklich Gedanken darüber machen, wie es um deinen Selbstwert, deine Selbstliebe, deine Selbstachtung und Selbstwertschätzung bestellt ist und warum alles andere so viel wichtiger ist als du selbst.

Das hat wirklich nichts mit Zeitmangel zu tun, sondern mit deiner Einstellung zu dir selbst.

Ich finde es einfach schade, dass viele Menschen häufig andere Dinge wichtiger nehmen als sich selbst, als ihr Wohlbefinden, ihre Ausgeglichenheit und ihr seelisches Gleichgewicht. Ich hoffe nur und wünsche mir, dass sie sich ihre Auszeit dann auf eine andere Weise holen. Wenn das der Fall ist, super, dann bin ich auch happy.

Wenn du dir regelmäßig kleine Auszeiten gönnst, dann hast du auch bessere Laune, fühlst dich ganz aufgeräumt und wohl, denn du hast dir etwas Gutes getan. Jetzt bist du auch bereit, anderen etwas Gutes zu tun.

Viele stehen ständig unter Strom und machen sich selbst auch noch in ihrer Freizeit zusätzlich Stress statt einfach mal durchzuatmen, sich eine Pause zu gönnen.

Ja, die heutige Zeit ist hektisch und stressig und umso wichtiger ist es, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und durchzuatmen. Und jeder hat diese paar Minuten, wirklich jeder. Selbst eine frischgebackene Mama kann sich ein paar Minuten Auszeit nehmen, wenn der Zwerg schläft.

Überlege einmal selbst: Wenn du gut gelaunt bist, dich selbst wohl fühlst, dann geht dir alles leichter von der Hand, du strahlst positive Energie aus und das reißt die Menschen mit.

Wenn du mies drauf bist, dann hast du das Gefühl, dass alles schief geht, dass sich das Universum gegen dich verschworen hat und jeder dir an den Karren fahren will.

Was meinst du, welche Einstellung wahrscheinlicher ist, wenn du dir selbst täglich ein wenig Zeit für dich selbst nimmst, egal auf welche Weise?

Ich möchte dir heute ein paar kleinere und mittlere Auszeit-Oasen vorstellen, die du wirklich in deinen Alltag einbauen kannst. Ich bin sicher, da ist auch etwas für dich dabei.

Kleine Oasen (1-20 Minuten)

1. Atmen

Das berühmte tiefe Durchatmen ist ein echter Entspannungs-Quickie.

Atme einige Male ganz tief durch die Nase ein, bis in den Bauch, halte die Luft kurz an und dann atme lange durch den Mund wieder aus, am besten länger als du eingeatmet hast. Konzentriere dich auf den Atem, beobachte, wie er in deinen Körper strömt und wieder aus ihm herausfließt. Nimm bewusst wahr, wie sich dein Brustkorb und dein Bauch ausdehnen und was sonst noch so alles im Körper passiert. Lege am besten eine Hand auf dein Herz und eine auf deinen Bauch.

Am besten atmest du an der frischen Luft tief durch, aber nur, wenn es nicht allzu viele Abgase gibt.

Du kannst den entspannenden Effekt auch mit ätherischen Ölen verstärken.

Pfefferminz macht frisch im Kopf, Zitrusdüfte wirken anregend und machen munter, Lavendel entspannt.

Träufel einfach 2, 3 Tropfen in die Handflächen und atme dann tief ein. Das geht auch im Büro oder wo du sonst gerade bist.

Dazu brauchst du auch keine Aromalampe oder einen Diffusor, nur ein wirklich gutes naturreines Öl.

Achte da wirklich auf die Qualität, denn die naturidentischen oder mit anderen Ölen vermischten können Kopfschmerzen verursachen oder sogar Schadstoffen enthalten. Du kannst es auch auf ein Tempo träufeln, wenn du empfindliche Haut hast.

2. Meditation

Du brauchst dich nicht stundenlang im Lotussitz zu verrenken, um “richtig” zu meditieren. Setze dich einfach bequem hin, atme tief und konzentriere dich auf deinen Atem. Das ist die einfachste Form der Meditation. Wenn Gedanken kommen, dann lasse sie einfach weiterziehen.

Auch für geführte Meditationen brauchst du nicht viel Zeit.

Meine Göttinnen-Meditationen, die immer eine Göttin und ein Thema haben, sind auch zwischen 15 und 20 Minuten lang. Du kannst dich dabei hinsetzen oder hinlegen, dich entspannen und in eine fremde Welt entführen lassen. Das wirkt wie ein kleiner Urlaub, denn dein Gehirn kann nicht so wirklich zwischen dem entscheiden, was du denkst und was du tatsächlich erlebst.

Wenn du während der Meditation immer dieselbe Handhaltung hast, dasselbe riechst, denselben Gegenstand in der Hand hältst, dann verbindet dein Gehirn dies mit der Entspannung.

Bei den Düften ist Weihrauch der Klassiker, aber es kann eigentlich jeder Duft sein, den du liebst und bei dem du dich gut entspannen kannst.

Das Faszinierende daran ist, dass du dann schon automatisch entspannst, wenn du nur den Gegenstand ohne Meditation in die Hand nimmst, den besonderen Duft riechst oder die Hand in einer bestimmten Weise hältst. Das funktioniert tatsächlich, aber es muss sich erst im Gehirn richtig verankern. Du musst es also wiederholen, bis es ganz automatisch geht.

Das ist prima für Zwischendurch, aber es sollte das regelmäßige Meditieren nicht ersetzen.

Beim Meditieren gilt übrigens der Satz durchaus, dass viel auch viel hilft. Aber lass dich davon nicht abschrecken. Es können auch nur wenige Minuten sein, am besten, 2, 3 x täglich.

3. Aurareinigung/Auramassaage

Statt es dir hier zu erklären, habe ich dazu ein kleines Video gemacht:


Hinweis: Mit dem Klick auf das Video verbindest du dich mit YouTube

 

Ich nehme für meine Aurareinigung die Öle von Young Living.

Mittlere Oasen (15 – 90 Minuten)

1. Spazierengehen

Spazierengehen ist einer meiner Favoriten. Lass bitte das Handy Zuhause, auch den iPod oder was dich sonst irgendwie ablenken könnte.

Nimm deine Umgebung mit allen Sinnen wahr. Halte kurz an und schaue dich bewusst um. Was siehst du. Schau ganz genau hin und nimm auch kleine Details wahr. Atme tief ein. Was riechst du? Kannst du die Gerüche unterscheiden? Was hörst du? Vielleicht Vögel? Kannst du den Gesang einer Art zuordnen? Was fühlst du? In dir selbst aber auch z.B. eine Baumrinde.

Gehe einige Schritte weiter und dann wiederhole diese Übung. Sie bringt dich ins Hier und Jetzt. Wenn du dich auf die unterschiedlichen Dinge fokussierst, dann hört auch dein Gedankenkarussell auf und du bist völlig bei dir und bei deinen Wahrnehmungen.

2. Baden

Ein langes Bad ist zumindest für mich eine absolute Entspannungs- und Auszeitoase.

Ich nehme mir wirklich viel Zeit, eine Stunde, manchmal länger, zünde mir Kerzen an und lasse meinen Gedanken freien Lauf. In dieser entspannen Atmosphäre komme ich zur Ruhe und habe da auch meine besten Gedanken. Daher liegt inzwischen ein Stift und ein kleiner Block neben der Wanne, damit ich meine Ideen nicht vergesse und mich nicht stresse, weil ich mir unbedingt alles merken will.

Die Wanne ist mein echter Think Tank, aber auch wenn du eigentlich lieber duschst als badest, solltest du es einmal ausprobieren und dir viel Zeit nehmen.

Nach dem Bad mach ein kleines Ritual daraus und verwende deine Lieblings-Bodylotion, um dich ganz bewusst einzucremen. Nimm den Duft bewusst wahr und sei ganz bei dir und dem jeweiligen Körperteil, das du gerade eincremst. Wenn du Lust hast, dann bedanke dich auch zum Beispiel bei deinen Füssen, dass sie dich überall hin tragen.

3. Lesen

Ein gemütlicher Sessel, eine Kerze, ein schönes Buch, das ist auch wunderbar zum Entspannen. Und es müssen auch nicht immer Fachbücher sein und auch nicht immer etwas für deine Weiterbildung. Wenn du mal in schöne Phantasiewelten eintauchen willst, dann mach es. Es gibt so tolle Bücher, die dich in ferne Länder oder Phantasiewelten entführen, dich zum Träumen anregen und dir eine Auszeit verschaffen.

Viele nehmen sich einfach nicht die Zeit und konsumieren schnell einen Film. Aber da bleibt leider die Phantasie auf der Strecke, denn wir nehmen nur das auf, was sich jemand anderes ausgedacht hat. Wie viel schöner und kreativer ist es, sich selbst eine Welt zu erschaffen und in sie einzutauchen.

Toll sind auch Hörbücher, wobei ich zugeben muss, dass ich dabei gern eher einschlafe. Aber wenn ich mich dabei in den Sessel kuschel und z.B. eine Socke stricke, dann ist es perfekt.

4. Räuchern

Wenn du räucherst, dann solltest du dir schon ein wenig Zeit nehmen. Vielleicht magst du dir speziell eine Mischung zusammenstellen, je nachdem, wie du dich gerade fühlst. Es braucht einfach ein paar Minuten, bis die Kohle durchglüht.

Bei Kohle solltest du Harze oder Mischungen mit Harzen verwenden, denn reine Kräuter und Blüten verbrennen zu schnell.

Dann beobachte, wie der Rauch tanzt, nimm den Duft der Harze und Kräuter wahr, schließe die Augen und tauche in deine innere Welt ein.

Räuchern kannst du auch wunderbar mit einer Meditation verbinden oder mit Karten legen. Wenn du eine Karte ziehst, dann lass die Bücher erst einmal beiseite und schau dir an, was die Karte DIR sagt. Welche Symbole sprechen dich an, welche Farben, welcher Satz, welche Aussage kommt dir als erstes in den Sinn?

5. Yoga

Gut, bei Yoga muss ich mich selbst an der Nase packen, das mache ich definitiv zu selten. Aber Memo an mich – Matte ins Büro, dann mache ich – hoffentlich – wieder ein paar Asanas zwischendurch.

Doch auch hier gilt: du musst nicht unbedingt eine Stunde Yoga machen, ein paar Asanas zwischendurch oder 2, 3 Sonnengrüße morgens achtsam ausgeführt ist schon deutlich mehr als nichts.

Suche dir einige Asanas aus, die du gut zwischendurch machen kannst und wie wäre es denn, mal am Morgen und am Nachmittag zwischendrin 10 Minuten? Das können ja auch stehende sein oder der Wechselatem, da gibt es sicher genug Möglichkeiten, für die du dich nicht noch extra umziehen musst.

6. Rituale & Routinen

Rituale und Routinen bringen Struktur in den Alltag und können ein wunderbarer Anker sein.

Das beginnt schon mit den ersten Handgriffen, wenn du immer denselben Ablauf hast. Machst du es immer auf ein und dieselbe Weise, dann weiß dein Unterbewusstsein nach einer Weile schon sehr schnell, was kommt und wie ein Reflex stellt sich die Entspannung oder die entsprechende Stimmung ein.

Am besten machst du auch deine kleinen Rituale auch immer zur selben Uhrzeit oder zu einem bestimmten Anlass.

Aus der Aurareinigung kannst du auch ein kleines Ritual machen. Du zündest eine Kerze an, machst die Reinigung am Morgen oder am Abend. Dann machst du im Anschluss noch eine kleine Atemmeditation und überlegst dir eine Intention, quasi ein Motto. Das kann z.B. sein: “Ich arbeite fokussiert” oder “Ich bin stets gelassen” oder “Ich bleibe in meiner Mitte, egal, was passiert.”. Schon hast du ein kleines Ritual, das dir einen schönen Start in den Tag schenkt.
Rituale und Routinen helfen dir, dich zu zentrieren, dich zu fokussieren und dich in der Gegenwart zu verankern.

Letzendlich ist es entscheidend, DASS du etwas machst, dass du es achtsam machst und voll und ganz bei der Sache bist. Das ist dann immer eine Auszeit für den Kopf. Die Gedankenroutinen werden unterbrochen, du bekommst neue Ideen und eine neue Perspektive auf die Dinge, die dich bewegen. Wenn du immer nur am Rennen und Machen bist, wann sollen sich denn deine Akkus aufladen? Wann sollst du zur Ruhe kommen und dir Gedanken machen, was wirklich wichtig ist?

Und jetzt du: Schenkst du dir Zeit für dich? Was ist deine Lieblings-Auszeitoase?

Episode 1: Welche Ausrede hast du, um nicht zu meditieren?

Episode 1: Welche Ausrede hast du, um nicht zu meditieren?

 
 
Es gibt x Ausreden und Entschuldigungen, nicht zu meditieren, denn eine regelmäßige Praxis hat unglaublich viele Vorteile.

In dieser Episode beleuchte ich die häufigsten Ausreden und entlarve sie. Du wirst sehen, dass Aussagen wie  “Ich habe keine Zeit” oder “Ich kann nicht meditieren” einfach nicht stimmen.
Du bekommst praktische Tipps für deine Meditationspraxis und wir machen gleich direkt eine kleine Atemmeditation.

Shownotes:

 

Wenn dir der Podcast gefallen hat, dann abonniere ihn doch. Über eine 5-Sterne-Bewertung bei iTunes freue ich mich natürlich auch 🙂

 

 
 

 

 

Nutze die Zeit des Wachstums

Nutze die Zeit des Wachstums

Jetzt ist die Zeit des Wachstums, das ist nicht zu übersehen.

Die Obstbäume stehen in voller Blüte und um sie herum summt und brummt es. Bienen und Hummeln sind eifrig unterwegs. Unser kleiner Star hat wieder sein Domizil bezogen und balzt ganz heftig mit seiner kleinen Freundin. Ein Falkenpärchen scheint in der Nähe zu nisten, denn sie stürzen sich todesmutig auf die Krähen, die in der Nähe auftauchen.
Überall wachsen Löwenzahn, Gundermann und andere Frühlingskräuter und das Leben lässt sich nicht aufhalten.

Es ist genau die richtige Zeit, um einmal auch bei dir zu schauen, wie es um dein Wachstum steht, denn jetzt, da die Energie in der Natur genau in diese Richtung geht, dann ist es leichter auch für dich, auf dieser Welle mitzureiten.

Vielleicht fühlst du dich ja ganz wohl, hast einen tollen Job, eine wunderbare Beziehung (auch zu dir ;-)) und es passt so ziemlich alles. Und jetzt komme ich mit diesem Thema daher und erzähle dir etwas von Wachstum. Vielleicht fragst dich, warum und vor allem wo solltest du denn wachsen.

Es geht letztendlich darum, dass du und ich weiter wachsen, uns verändern und nicht im Stillstand bleiben.
Stillstand gibt es ohnehin nicht, denn alles verändert sich. Manchmal sind die Veränderungen so klein und so langsam, dass du sie nicht erkennst, aber sie sind da. Selbst Gebirge wachsen und Kontinente verschieben sich.

Du veränderst dich auch, ständig, egal, ob du es willst oder nicht. Deine Zellen verändern sich in jedem Moment, deine Gedanken jetzt sind sicher andere als gerade eben und schau dir einmal deine Überzeugungen an. Sind die immer noch dieselben wie vor 20 Jahren?

Einige bestimmt, andere sicher nicht. Du bist also schon mittendrin, im Wachstum und ich möchte dich heute gern einladen, auch ein wenig zu wachsen. Das geht ganz einfach und tut auch nicht weh.

Wachstums – Meditation

Setze oder lege dich entspannt hin und atme einige Male tief ein und aus. Atme dabei ganz tief bis in den Bauch hinein und halte kurz den Atem an, bevor du wieder ausatmest.

Spüre in dein Herz und mit jedem Ein- und ausatmen spürst du die Liebe in dir und mit jedem Atemzug wird sie immer größer und wärmer und füllt dich ganz aus.

Du liegst im Schoß von Mutter Erde, ganz beschützt und sicher. Du bist ein kleiner Samen, der friedlich ruht und noch schläft. Du fühlst dich wohl und träumst die Träume eines kleinen Samenkorns.

Und während du so schläfst und träumst, da merkst du langsam eine Veränderung. Der Boden, in dem du schläfst wird wärmer und du spürst, wie sich etwas in dir zu regen beginnt.

Du spürst ein angenehmes lockendes Pulsieren in deinem Herzen, du hörst in deinem inneren einen Ruf, einen Ruf, dem du nicht widerstehen kannst. Es ist der Ruf der Natur, deiner Natur und er lockt dich.

Auf einmal empfindest du deine Schale, in der du dich bis jetzt so wohl und geborgen gefühlt hast, als zu eng. Du möchtest wissen, was dich da draußen erwartet, wie es draußen aussieht.

Du beginnst dich zu recken und zu dehnen und spürst immer mehr die Grenzen der Schale, die dich beschützen möchte, aber der Ruf deiner Natur ist stärker.

Du wirst immer größer und irgendwann platzt die Schale, welch ein befreiendes Gefühl, ist es nicht so?

Du weißt genau, in welche Richtung du wachsen musst. So bahnst du dir deinen Weg, der genau für dich der richtige ist.

Du wächst und wächst immer weiter und auf einmal durchstößt du die Erde, siehst das erste Mal den blauen Himmel, die Sonne. Du spürst den Wind, du riechst die frische Luft und fühlst dich so großartig, so wunderbar und du bist so unglaublich stolz auf dich, auf das, was du bis jetzt erreicht hast.

Doch dein Weg ist nicht zu Ende. Du wirst immer größer und kommst dem Himmel und der Sonne immer näher. Du wächst und wirst immer stärker und kräftiger.

Du wächst und wächst. Irgendwann kommen Vögel und wunderschöne Schmetterlinge zu dir. Sie tanzen um dich herum und singen dir ein Lied.

Du bist einfach wunderschön in deiner Größe und deiner Pracht. Du fühlst ein so großes Glück, dass du die Enge deines Samenkorns verlassen hast und dich auf den Weg gemacht hast.

Es war nicht immer einfach, sich durch die harte Schale und die Erde zu arbeiten, mal ging es besser, mal holperiger, aber du hast es geschafft und nun bist du groß und einmalig und wunderschön.

Genieße noch ein wenig das wunderbare Gefühl, wie es sich anfühlt, zu wachsen und immer schöner und größer zu werden.

Dehne dieses Gefühl noch aus, lass es leuchten und dich auf die angenehmste Art erfüllen, die du dir vorstellen kannst. Du weißt, dass du dieses Gefühl immer wieder genießen kannst, wenn dir danach ist.

Und wenn du dieses Gefühl genug ausgekostet hast, dann atme noch ein paar Mal ein und aus, bewege dich wieder langsam, bewege deinen Kopf, deine Arme, deine Beine und komme in deinem Tempo wieder zurück.

Und jetzt Du: Wo möchtest du wachsen? Wie hat dir die Meditation gefallen? Schreib mir doch deine Gedanken in die Kommentare.

14 Gründe, nicht zu meditieren

14 Gründe, nicht zu meditieren

Neulich erst habe ich so einiges mitbekommen, dass viele aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht meditieren.

Ich habe 14 “Gründe” zusammengetragen, die häufig genannt werden.

Ich will jetzt mal mit den Gründen, die eigentlich Ausreden sind,  aufräumen und Dich dazu ermutigen, Deine Meditationspraxis zu finden, denn regelmäßiges Meditieren hat ganz schön viele Vorteile.

1. Ich habe keine Zeit

Das ist sicher der Punkt, der am häufigsten genannt wird – keine Zeit.

Aber so mal unter uns: Wie viel Zeit verbringst Du im Internet oder vor dem Fernseher? Ich wette mehr als 5 Minuten oder? Und dann meinst Du wirklich, dass Du keine Zeit hast, zu meditieren?

Ich verrate Dir etwas: Bereits 5 Minuten am Tag sind schon ein großartiger Anfang. Du musst nicht gleich von Anfang an eine Stunde regungslos im Lotussitz verharren. Fünf Minuten auf einem Stuhl reichen erst einmal völlig.

2. Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll

Ok, das ist schon einmal eine härtere Nuss, aber wir knacken sie. Du hast einen Stuhl und Du hast einen Körper und Du hast den Wunsch, es probieren. Mehr brauchst Du auch erst einmal nicht.

Setze Dich gerade hin und schließe die Augen. Atme tief in Deinen Bauch ein, konzentriere Dich auf den Atem, wie er in Deinen Körper strömt. Halte kurz die Luft an und dann atme laaaaangsam aus. Beobachte Deinen Atem wieder dabei. Das Ausatmen sollte ein wenig länger sein als das Einatmen.

Und das machst Du 3, 4, 5 Minuten. Du meditierst. So einfach kann es sein.

Wichtig ist, dass Du bei Deinem Atem bleibst. Wenn Deine Gedanken wegwandern und Du Dich dabei ertappst, dass Du an den Einkaufszettel oder das nächste Meeting denkst, dann werte nicht, ärgere Dich nicht über Dich, sondern hole ganz liebevoll Deine Gedanken wieder zu Deinem Atem zurück.

medi_14_gruende_03

3. Meditation ist langweilig

Hm, ok, es passiert nicht viel für jemand, der Dich beobachtet. Es ist still und Du bist bei Deinen Gedanken. Das mag von außen langweilig sein.

Wenn bei Dir ständig das Radio oder den Fernseher laufen, Du online bist , Musik hörst und ständig in Bewegung, dann ist Stille, Ruhe, bei Dir sein für Dich vielleicht ungewohnt.

Wenn Du meditierst, dann bist Du äußerlich still und wirst es auch innerlich. Dann können viele Dinge passieren.
Nur in der Stille kommen Gedanken zu Ruhe. Nur wenn Du Dir Raum gibst, bei Dir zu sein, können neue Ideen geboren werden.

Kreativität entsteht aus der Stille. Gelassenheit genauso. Und wer kann nicht ein wenig mehr Gelassenheit brauchen?

Nur wenn Du Dich selbst wahrnimmst, dann spürst Du Dich, dann hörst Du diese leise Stimme, Deine innere Stimme, Deine Intuition. Sie wird im Alltag oft übertönt und ist doch so wichtig, um bei Dir zu sein.

Meditation ist meist eine ruhige Angelegenheit, aber wenn Du es regelmäßig machst, dann passiert in Deinem Inneren ganz schön viel. Und das hat wieder Auswirkungen auf Dein Außen.

4. Meditieren ist nichts für mich

Aha, und warum nicht? Du liest diesen Artikel und diesen Blog, Du hast also doch durchaus Interesse. Warum glaubst Du, dass es nichts für Dich ist?
Meditation bringt jedem etwas.

Durch Deinen Kopf, durch meinen toben zig Gedanken wie eine wilde Affenhorde. Sie bleiben nie stehen, sind ganz entfesselt, schwingen sich von einem Baum zum nächsten. Dass es da schwierig wird, etwas zu schaffen, bei einer Sache zu bleiben ist klar.

Wenn Du jedoch gelassener werden willst, mehr in Dir ruhen möchtest und mal diese Affenbande sich unter einem Baum ausruhen soll, dann könnte Meditation durchaus etwas für Dich sein. Probiere es doch einfach einmal aus.

5. Ich schaffe es nicht, dranzubleiben

Dieser Punkt kommt ähnlich oft wie der mit keiner Zeit. Der Mensch ist einfach ein Gewohnheitstier. Mache es regelmäßig, nur die fünf Minuten, irgendwo zwischen Duschen und Zähneputzen. Nur fünf Minuten. Das bringt Deinen Tagesablauf nicht wirklich durcheinander, unterbricht nicht zu sehr Deine Routinen.

Setz Dir einen Merker im Kalender, nutze die Erinnerungsfunktion Deines elektronischen Kalenders, mache eine persönliche Challenge daraus, ein Experiment. Belohne Dich am ersten Tag, nach einer Woche, nach zwei Wochen, nach einem Monat.

Spüre in Dich hinein: wie war es, als Du das letzte Mal entspannt und ganz bei Dir warst? Wie hat es sich angefühlt? Möchtest Du das täglich haben?

Dann fange heute noch an und wenn der Moment kommt, an dem alles andere wichtiger zu sein scheint, dann kram dieses gute Gefühl wieder raus. Das wird Dir helfen dranzubleiben.

Vielleicht hilft Dir auch eine Gruppe, durchzuhalten. Allein tut man sich manchmal schwer, gerade, wenn etwas neu ist.

6. Ich weiß nicht, welche Meditation die richtige ist.

Die Frage kann ich Dir auch nicht beantworten, das findest nur Du selbst heraus.

Aber ich verrate Dir eines: Du musst erst einmal irgendwo anfangen. Und mit der Atemmeditation anzufangen ist so gut wie jeder andere Anfang. Es gib zig Bücher über Meditation, aber bevor das die nächste Ausrede wird “Ich muss erst einmal fünf Bücher lesen und drei Kurse machen”, dann probiere es mit der Atemmeditation. Gleich jetzt.

Es gibt auch unterschiedliche Methoden und Helferlein, die Dich dabei unterstützen oder probiere einmal eine Meditation mit einem Baum.

Es gibt nicht wirklich ein Richtig und ein Falsch, das wichtigste ist, dass Du anfängst und es tust.medi_14_gruende_01

7. Ich kann mich nicht konzentrieren.

Doch, kannst Du, ich weiß es bestimmt. Wenn Du etwas machst, was Dich begeistert, dann bist Du ganz bei der Sache oder? Dann konzentrierst Du Dich ganz automatisch. Du kannst Dich also konzentrieren.

Um Dich auf eine Meditation zu konzentrieren, musst Du nicht an Nichts denken.

Du kannst die Affen, von denen ich gesprochen habe, in eine bestimmte Richtung lenken.

Wenn Du Deinen Atem als Meditationsobjekt nimmst und es Dir nicht reicht, Deine Gedanken auf den Fluss des Atems zu lenken, dann zähl einfach mit. Eins beim Einatmen, zwei beim Ausatmen. Da haben die Affen eine Banane, auf die sie sich stürzen können.

8. Ich kann nicht stillsitzen.

Siehst Du auch die buddhistischen Mönche vor Dir, die stundenlang regungslos sitzen und meditieren? Oder warst Du auf Seiten, die Meditationsretreats anbieten, bei denen Du mit der Sonne aufstehst und drei oder fünf Mal am Tag eine Stunde meditierst?

Wenn Du vielleicht gerade anfängst, Dich mit dem Gedanken anzufreunden, es mal mit dem Meditieren auszuprobieren, dann erschreckt so etwas natürlich.

Schließlich wollen wir alles perfekt machen und gleich “richtig” einsteigen, so wie die Mönche eben.

Aber Du musst nicht stundenlang bewegungslos sitzen. Fünf Minuten reichen für den Anfang und dann kannst Du es langsam steigern.

Es gibt auch Bewegungsmeditation. Yoga ist eine Form davon.

Oder Du gehst einfach. Genau, gehen. Dabei kannst Du Dich entweder auf Deinen Atem konzentrieren oder auf die Bewegung, auf den Ablauf, wo ist gerade Dein Fuß? Was spürst Du? Achte genau darauf, wie Dein Fuß sich abrollt.

9. Ich kann nicht an nichts denken.

Ganz einfach, musst Du auch nicht. Gib den Affen eine Banane.

Das kann eine Kerzenflamme sein, auf die Du Dich konzentrierst, ein Stein oder eine echte Banane.

Die kannst Du dann auch bewusst essen. Du schaust die Schale an, spürst die Oberfläche, spürst den Widerstand, wenn Du sie schälst, riechst den Geruch und schmeckst ganz bewusst die Frucht. Und hej, dann hast Du auch schon gleich eine Achtsamkeitsübung gemacht. Super oder?

medi_14_gruende_02

10. Ich kann nicht im Schneidersitz/Lotussitz sitzen.

Musst Du auch nicht. Setz Dich einfach auf einen Stuhl. Oder stelle Dich gerade hin. Oder gehe. Du kannst in jeder Körperstellung meditieren.

11. Ich bin kein spirituellen/religiöser Mensch.

Zunächst einmal hat Meditation nicht etwas mit einer bestimmten Religion zu tun. Christen, Moslems, Juden, Hindus, Buddhisten und sicher auch Animisten und Atheisten meditieren. Und warum? Weil es guttut.

Und bis jetzt habe ich in diesem Artikel nichts geschrieben, was in irgendeiner Art und Weise eine religiöse oder spirituelle Gruppe für sich beansprucht oder?

Ich habe nichts von Mantras oder religiösen Symbolen geschrieben, die man unbedingt für richtiges Meditieren braucht, richtig? Einfach aus dem Grund, weil Meditation nichts mit Religion zu tun hat.

Und spirituell oder zumindest interssiert bist Du ziemlich sicher, denn Du liest diesen Blog. Was ich zu dem Thema Spiritualität zu sagen habe, habe ich schon mal ausführlich geschrieben.

12. Ich entspanne mich anders.

Entspannung ist gut, ist wichtig, super! Aber was machst Du hier genau? Bist Du da auch in Action, in Bewegung, passiert da was? Dann solltest Du Dir auch eine Auszeit für Deinen Kopf nehmen, denn ständige Anspannung vertreibt die Stille und nur in der Stille können neue Ideen entstehen, kannst Du Dich hören, Deine innere Stimme.

13. Es dauert ewig, bis ich etwas merke.

Atme zwei, drei Mal tief ein und aus, ganz bewusst. Merkst Du was? Du entspannst Dich, wirst ruhiger. Wie lange hat das gedauert? Eine Minute? Und Du hast schon einen positiven Effekt gemerkt. Noch Fragen?

Klar, die Erleuchtung kommt nicht über Nacht, aber der positive Effekt von Meditation fängt gleich an und je mehr Du es machst, desto mehr profitierst Du davon.

14. Ich weiß nicht, was es mir bringen soll.

Ohje, wo fange ich an, wo höre ich auf? Hier findest Du einige Gründe, auch medizinisch beleuchtet und ich zähle Dir einfach einmal einiges auf, das sicher nicht abschließend ist:

  • Gelassenheit
  •  Innere Ruhe
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit
  • Mitgefühl
  • Selbstliebe, Selbstannahme
  • Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten
  • Positive Wahrnehmung
  • Besseres Immunsystem
  • Besseren Schlaf
  • Kontakt zu Dir und Deiner inneren Stimme
  • Körperbewusstsein
  • Einklang mit Dir selbst
  • Lernst Dich selbst besser kennen
  • Förderung der Kreativität

Das waren jetzt einmal 14 Ausreden. Welche fällt Dir noch ein?

Meditierst Du schon und wenn nicht, was hält Dich davon ab? Wie kann ich Dich dabei unterstützen, es zu tun?

 

Baummeditation

Baummeditation

Mit dieser Meditation kannst Du Dich mit der Energie der Erde verbinden und Kraft schöpfen, wenn Du Dich ausgelaugt fühlst.

Du führst sie am besten draußen durch, an einem Baum, der Dir gefällt. Du kannst sie aber auch zu Hause durchführen, wenn Du sie ein wenig abwandelst.

Der Einstieg ist hier ein wenig anders, aber ich beschreibe Dir beide Wege, so dass Du hier keine Schwierigkeiten haben solltest.

Nimm Dir ausreichend Zeit und hetze nicht. Die Bäume haben eine andere Wahrnehmung der Zeit. Erinnere Dich nur an die Ents im “Herrn der Ringe”…

Durchführung draußen:

  • Suche Dir einen Baum, der Dir gefällt.
  • Lehne Dich oder setze Dich mit dem Rücken an seinen Stamm und schließe die Augen.
  • Stelle Dir vor, wie Dein Körper sich mit dem Baum verbindet, so dass ihr eines seid. Du und der Baum, ihr seid nun ein Lebewesen.
  • Spüre die Säfte des Baumes, seine pulsierende Lebenskraft. Ist sie stark und deutlich zu spüren (das ist eher im Frühling oder Sommer so) oder ist sie ruhig, zurückhaltend und langsam (eher im Herbst oder Winter, aber das hängt auch damit zusammen, wie alt und/oder gesund der Baum ist)
  • Horche in ihn hinein, vielleicht spürst Du seine Gefühle
  • Folge nun dem Stamm nach unten in die Wurzeln
  • Spüre den Wurzeln entlang in die Tiefen der Erde
  • Welche Erdschichten spürst Du, welche Hindernisse? Ist die Erde feucht oder trocken, hart oder weich?
  • Fühle, wie die Kraft der Erde durch die Wurzeln nach oben fließt, in den Baum und damit auch in Dich hinein.
  • Stelle sie Dir als grüne Energie vor, die Dich erfüllt und Dir neue Kraft schenkt.
  • Die Energie, die Du nicht brauchst, fließt nach oben in die Äste und Zweige des Baumes, fließt aus ihnen heraus und fällt wieder auf die Erde, die diese Energie wieder aufnimmt.
  • Spüre die Energie so lange, bis Du das Gefühl hast, dass Deine Kraftreserven wieder aufgeladen sind.
  • Ziehe Dich langsam aus dem Baum wieder zurück, bis Du ganz wieder in der Gegenwart und in Deinem Körper bist.
  • Bedanke Dich bei dem Baum und der Erde, dass sie Dir neue Kraft geschenkt haben.
  • Wenn Du willst, dann gib den Wurzeln Wasser als kleine Opfergabe, singe, rassele oder räuchere.

 

baum_01

Durchführung drinnen:

  • Lege Dich hin, decke Dich schön warm zu und achte darauf, dass Dich in den nächsten Minuten niemand stört.
  • Schließe die Augen und stell Dir vor, Du stehst auf einer Wiese oder bist in einem Wald, je nachdem, welches Bild Dich besser anspricht.
  • Du siehst einen Baum, der Dich magisch anzieht und Du gehst zu ihm hin.
  • Lehne Dich oder setze Dich mit dem Rücken an seinen Stamm und schließe die Augen.
  • Stelle Dir vor, wie Dein Körper sich mit dem Baum verbindet, so dass ihr eines seid. Du und der Baum, ihr seid nun ein Lebewesen.
  • Spüre die Säfte des Baumes, seine pulsierende Lebenskraft.
  • Horche in ihn hinein, vielleicht spürst Du seine Gefühle
  • Folge nun dem Stamm nach unten in die Wurzeln
  • Spüre den Wurzeln entlang in die Tiefen der Erde
  • Welche Erdschichten spürst Du, welche Hindernisse? Ist die Erde feucht oder trocken, hart oder weich?
  • Fühle, wie die Kraft der Erde durch die Wurzeln nach oben fließt, in den Baum und damit auch in Dich hinein.
  • Stelle sie Dir als grüne Energie vor, die Dich erfüllt und Dir neue Kraft schenkt.
  • Die Energie, die Du nicht brauchst, fließt nach oben in die Äste und Zweige des Baumes, fließt aus ihnen heraus und fällt wieder auf die Erde, die diese Energie wieder aufnimmt.
  • Spüre die Energie so lange, bis Du das Gefühl hast, dass Deine Kraftreserven wieder aufgeladen sind.
  • Ziehe Dich langsam aus dem Baum wieder zurück.
  • Bedanke Dich bei dem Baum und der Erde, dass sie Dir neue Kraft geschenkt haben.
  • Öffne die Augen und strecke und recke Dich, bis Du wieder ganz in der Gegenwart und Deinem Raum bist.

Es wäre schön, wenn Du Dich bei nächster Gelegenheit auch real bei der Erde bedankst, indem Du ein kleines Opfer bringst.

Gib einem Baum draußen Wasser oder leg eine Scheibe Brot draußen an einen Baum oder Busch. Du kannst auch rasseln, singen oder räuchern.

Und jetzt Du: Hast Du die Meditation ausprobiert? Wie hat sie Dir gefallen?

Wie Dich ein Meditationsaltar unterstützen kann

Wie Dich ein Meditationsaltar unterstützen kann

Sowohl früher als auch heute dienen Altäre der inneren Einkehr, der Verehrung der Gottheit Deiner Wahl und der Andacht.
In Asien gibt es z.B. in den meisten Ländern in jedem Haus einen kleinen Schrein für die Götter und Geister, wo kleine Opfer gebracht werden, wo gebetet und meditiert wird.

altar_03

Eigentlich haben wir alle einen oder mehrere Altäre, auch wenn wir es so nie nennen würden.

Da stehen Familienfotos auf dem Schreibtisch oder hängen an der Wand, Urlaubserinnerungen aus aller Herren Länder sind in einem Regal schön drapiert und an Weihnachten haben viele eine Krippe.
Vor allem in ländlichen Gegenden in Bayern ist der sogenannte Herrgottswinkel in der Stube immer noch üblich.
altar_01

Allen ist gemeinsam, dass wir mindestens innerlich lächeln, wenn wir daran vorbeigehen, Erinnerungen wach werden und vielleicht halten wir auch tatsächlich inne und denken an eine besonders schöne Begebenheit.

Sie können uns aus der täglichen Hektik reißen, wenn wir es zulassen und uns dabei helfen, ein wenig aus dem stressigen Alltag auszubrechen und sei es auch nur für ein paar wenige Augenblicke.

All diese Orte sind für uns positive Anker. Wir verbinden etwas besonderes damit und sie versetzen uns in eine besondere Stimmung, wenn wir den Altar bewusst wahrnehmen.

Genau das kannst Du Dir zunutze machen, wenn Du Dir einen Meditationsaltar einrichtest.

Aber was gehört eigentlich auf Deinen Meditationsaltar?

Das ist Deinem persönlichen Geschmack überlassen, aber folgende Elemente können vorhanden sein:

  • Eine Kerze, die Du immer vor Beginn der Meditation anzündest. Pass aber bitte auf, dass sie nicht aus Versehen von Dir, Kindern oder Haustieren umgeworfen werden kann.
  • Ein Symbol oder Bild Deines Glaubens oder Deiner Weltanschauung. Das kann zum Beispiel ein Kreuz, eine Buddha-Figur, die Symbole der Chakren oder das Om-Symbol sein.
  • Etwas, was Dich beim Meditieren unterstützt, zum Beispiel eine Mala, ein besonderer Stein

Darüber hinaus kann Dein Altar auch folgende Elemente enthalten:

  • Ein Gegenstand, der Dir etwas bedeutet und für den Zustand der Entspannung steht. Das kann zum Beispiel ein Bild einer Lotusblume sein.
  • Ein Blumenstrauß
  • Ein Räuchergefäß und passendes Räucherwerk

Das sind nur ein paar Anregungen, Du bist in der Gestaltung völlig frei und kannst Deiner Kreativität völlig freien Lauf lassen.

Wenn Du ihn einmal dekoriert hast, bedeutet es auch nicht, dass er so für alle Zeit bleiben muss. Du kannst ihn entsprechend der Jahreszeit gestalten, etwas wegnehmen oder hinzufügen, so wie es für Dich stimmig ist.

Nur eines ist wichtig, die Dinge sollten für DICH eine Bedeutung haben und nicht auf Deinen Meditationsaltar wandern, weil Du irgendwo gelesen hast, dass sie dort hin gehören.

Mein Meditationsaltar sieht im Moment so aus:
altar_02

Wo richtest Du ihn ein?

Am besten suchst Du Dir einen Platz in Deiner Wohnung oder in Deinem Haus, der etwas ruhiger ist. Vielleicht im Schlafzimmer oder wenn Du ein eigenes Zimmer hast, dann könnte das ein geeigneter Ort sein.

Du kannst Deinen Meditationsaltar auf einem kleinen Tisch, in einem freien Regalfach einrichten, auf einer Kommode oder wenn Du den Luxus von viel Platz hast, dann kannst Du Dir auch ein Meditationszimmer einrichten.

Wenn Du nicht viel Platz hast, kannst Du es ganz pragmatisch halten und Dir ein schönes Tuch besorgen oder, wenn Du geschickt bist, eines selbst nähen. Das breitest Du auf dem Boden aus, stellst die Kerze hin und legst noch Deine anderen Meditationshelferlein dazu. Allein daraus kannst Du schon ein kleines Ritual machen und Dich so auf die Meditation einstimmen.

Wenn es ein fester Altar ist, dann sollte auf Augenhöhe sein, wenn Du Dich auf einen Stuhl oder Dein Meditationskissen setzt. Aber auch hier gibt es keine feste Regel. Richtig ist, was sich richtig anfühlt.

Wie benutzt Du ihn?

Egal, was Du benutzt, Du solltest als Erstes den Ort reinigen. Je nach Oberfläche kannst Du auch Salzwasser verwenden, denn Salz hat eine zusätzlich reinigende Wirkung. Mit ganz normalem Salbei aus der Küche kannst Du auch räuchern und dann kannst Du anfangen, ihn Dir so einzurichten, dass es für Dich stimmig ist.

Wenn Du keinen festen Platz hast, dann sollte der Ort auch sauber sein, einmal kurz mit einem feuchten Tuch wischen, fertig. Und räuchern geht meiner Meinung nach eh immer.
Dann setzt Du Dich hin, schließt die Augen und beginnst mit Deiner Meditation.

Was bringt es Dir?

Der Altar ist ein Ankerpunkt. Wenn Du einen festen Meditationsaltar hast, dann erinnert er Dich allein schon beim Vorbeigehen daran, dass es wichtigereres gibt als Dein Handy, Emails und Facebook.

Er erinnert Dich daran, dass es vielleicht mal wieder an der Zeit ist, etwas für Dich zu tun und Dir ein paar Minuten für Dich zu nehmen.

Er wird Dir dabei helfen, Deinen Tag etwas zu entschleunigen und leichter zu einem gewissen Meditationsrhythmus zu kommen, denn er ist immer da.

Wenn Du ihn länger benutzt, dann weiß schon Dein Unterbewusstsein “Aha, jetzt geht es wieder los, jetzt wird meditiert”, wenn Du die Kerze anzündest und es fällt Dir von Mal zu Mal leichter, in einen entspannt-meditativen Zustand zu kommen.

Es reicht schon, wenn Du zwischendurch beim Vorbeigehen kurz innehälst, zwei, drei Mal tief und bewusst einatmest. Das hilft Dir schon beim Herunterkommen und entspannt.
Für Deine Meditation solltest Du Dir aber jeden Tag ein wenig Zeit nehmen. Mit Deinem Altar wird es Dir bestimmt leichter fallen.

Was hälst Du von dieser Idee oder hast Du vielleicht selbst schon einen Meditationsaltar? Ich freue mich auf Deine Gedanken.