Wie du die Energie der Sommersonnwende für dein Business nutzen kannst

Wie du die Energie der Sommersonnwende für dein Business nutzen kannst

Mittsommer, Sommersonnwende, das Johanniskraut blüht, das erste Obst wird reif, die Temperaturen steigen.

In Bayern werden auf dem Land um die Sommersonnwende herum viele Sonnwend- oder Johannifeuer entzündet.

Das ist immer ein ziemliches Spektakel, aber auch schön stimmungsvoll, denn sonst gibt es kaum Gelegenheiten, so große Feuer zu erleben. Wenn du die Möglichkeit hast, mal daran teilzunehmen, dann solltest du die Gelegenheit nutzen.

Sommersonnenwende-Feuer

Sommersonnwende, das bedeutet, dass die Sonne zu dieser Zeit dominiert, es ist der längste Tag des Jahres und die kürzeste Nacht.

Das bedeutet genauso, dass das Pendel wieder zurückschwingt, die Nächte wieder länger und die Tage kürzer werden. Auch wenn wir es in dem Moment nicht wahrhaben, die Tage immer noch lang sind, die dunkle Jahreszeit kommt langsam wieder zurück und die Nacht erobert sich ganz langsam wieder ihren Platz.

Die Themen vom Mittsommer sind Fülle, Geborgenheit, Nähren und Vertrauen.

Was bedeutet das für dich?

  •  Jetzt kannst du deinen Projekten und Plänen noch einmal einen richtigen Schub geben, bevor es dann im Herbst an die Ernte gehen kann. Wie wäre es jetzt mit einer Challenge oder einem kleinen Kurs, um Kunden zu gewinnen?
    Überlege dir, wo es bei dir im Moment noch eine offene Baustelle gibt und was dich hindert, daran weiterzuarbeiten. Schreibe diese Hindernisse auf einen Zettel und verbrenne diesen. Stelle dir dabei vor, wie sich die Hindernisse auflösen und wie du dein Ziel erreicht hast. Stelle dir dein erreichtes Ziel in allen Einzelheiten vor. Wie fühlst du dich dabei, was sagt dein Umfeld dazu, wie sieht das Ergebnis aus, was ist jetzt anders in deinem Leben?
    Doch neben einem Ritual, das dich dabei unterstützt, Hindernisse aufzulösen, musst du auch ins Tun kommen.
    Wo brauchst du noch Hilfe, um im Herbst eine gute Ernte einzufahren? Ist es die Technik, die dir zu schaffen macht oder vielleicht Marketing?
    Wenn du dabei Unterstützung haben möchtest, dann bin ich gern für dich da.
  • Wo möchtest du noch wachsen? Wohin zieht es dich, welchen Bereich in deinem Business hast du vielleicht vernachlässigt? Betrachte dein Leben und auch dein Business einmal von außen, wie ein unbeteiligter Beobachter. Was siehst du aus dieser Position und was kannst du dir raten, wo du wachsen solltest?
  • Wo mangelt es dir an Fülle? Wo hast du dich vernachlässigt und warst “sparsam Dir gegenüber”? Gerade wenn du mit deinem Business am Anfang bist, dann kann es leicht passieren, dass du quasi rund um die Uhr arbeitest. Es macht ja Spaß und du willst vorankommen. Das passiert mir übrigens auch immer noch manchmal, dass ich mich vernachlässige und ich alles mögliche um mich herum vergesse.
    Tappe nicht in diese Falle, sondern tue dir auch mal etwas Gutes und gibt dir das gute Gefühl, schon ein wenig dort zu sein, wo du gern hinmöchtest. Das ist Balsam für deine Seele und tut dir gut.
    Selbst-Verantwortung ist hier auch ein Zauberwort. Du bist für Dich und Dein Wohlergehen verantwortlich. Wenn es dir gut geht, dann geht es auch deinem Business gut. Jetzt im Sommer, wenn es draußen schön ist, dann ist die beste Zeit, mal was zu unternehmen, wozu DU Lust hast. Zelebriere einen Wellnesstag, mach einen Ausflug, den du schon lange machen wolltest oder leg dich einfach mit einem schönen Buch in die Sonne. Horch in dich hinein und finde heraus, was dir guttut. Und, ganz wichtig, setze das auch um!
    Ein Tag Entspannung wird dich nicht ruinieren, aber wenn du dich vernachlässigst, ruinierst du auf Dauer dein Business.
  •  Von was kannst du Dich verabschieden? Was willst du nicht in den Herbst mitnehmen? Welche Saat ist nicht aufgegangen? Welche Verbindung willst du lösen? Dazu eignet sich ein Feuerritual, bei dem du das verbrennst, was du loslassen willst.
    Stelle Kooperationen oder Produkte auf den Prüfstand. Was passt nicht mehr zu dir? Was hat sich überlebt? Welche Tools sind überflüssig geworden, welche Newsletter liest du nicht mehr?
  • Wo bist du in den vergangenen Monaten gewachsen? Feiere dich und deine Erfolge. Was kann und soll noch reifen? Was brauchst du, um weiter zu wachsen und zu reifen?Klatschmohn

Eine Anregung für ein Mittsommerritual:

  • Steh auf, wenn es noch dunkel ist, geht raus und suche Dir einen schönen Platz für den Sonnenaufgang. Nimm was zu räuchern, zu essen und zu trinken mit. Vergiss nicht eine kleine Opfergabe für die Natur und wenn du magst, dann nimm auch eine Rassel oder Trommel mit und einige Gegenstände, die dir etwas bedeuten.
  • Wenn du an dem Platz bist, dann orientiere dich in Richtung Osten, also Sonnenaufgang. Dazu brauchst du entweder einen guten Orientierungssinn oder du siehst es schon, wo es langsam anfängt zu dämmern. Wenn es noch finster ist, dann leistet ein Kompass gute Dienste.
  • Schmücke den Platz mit deinen Sachen, platziere das Essen und Trinken auf einem schönen Tuch, am besten wäre ein rotes oder gelbes. Das Räucherwerk kommt in die Mitte. Und jetzt heißt es warten.
  • Wenn sich die Sonne zeigt, dann kannst du trommeln, rasseln oder singen, am besten so lange, bis die Sonnenscheibe ganz sichtbar ist. Wenn Du Yoga machst, dann bietet es sich natürlich an, nun den Sonnengruß zu machen, drei oder sieben Mal, das sind magische Zahlen.
  • Meditiere oder mach eine schamanische Reise, Thema könnten Fruchtbarkeit, Fülle, Vertrauen, Nähren sein.
  • Genieße das, was du mitgebracht hast, aber vergiss nicht, auch etwas an Mutter Erde zu opfern.
  • Mach am Abend eine Grillparty mit Menschen, die dir am Herzen liegen.
  • Wenn die Sonne untergeht, dann denke daran, dass jetzt wieder die Nacht sich langsam ihren Raum zurückerobert, aber in einem halben Jahr wird sich das wieder ändern. Das ist der Kreislauf der Natur, es gibt in einem Kreis nichts lineares. Auch in deinem Leben und deinem Business gibt es Zyklen, die immer wieder kehren. So ist nichts auf ewig immer nur hell oder immer nur dunkel.
    Wenn du gerade mitten in einer Durststrecke bist, dann versuche dich daran zu erinnern, dass es immer ein Auf und Ab ist. Auch bei denen, die du vielleicht auf Facebook siehst und die so stark und erfolgreich wirken, ist nicht immer alles mit Zuckerguss verziert.
    Sonnenuntergang

Und jetzt du! Wie feierst du Mittsommer und dein Business? Ich bin gespannt auf deine Ideen! Schreibe mir doch einfach einen Kommentar.

 

 

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Seelenhygiene – So findest Du sie

Seelenhygiene – So findest Du sie

Eines vorweg… ich habe mir diesen Artikel geschnappt und ihn mit Fokus auf dein Business überarbeitet, denn er ist nicht mehr ganz aktuell, auch wenn das Thema es ist. Also Seelenhygiene 2.0

Erst einmal, was soll das eigentlich sein, Seelenhygiene? Eigentlich ganz einfach, also meine Definition…. Das, was Dich und Deine Energie herunterzieht, soll weg, raus, verschwinden und Dich nicht weiter belasten. Es soll eben nicht auf Deiner Seele liegen, Dich in den Schlaf verfolgen, Dir Alpträume bescheren und Dich runterziehen.

Da gibt es endlose Möglichkeiten, was Dich alles belasten kann, da brauche ich Dir nichts zu erzählen. Die fehlenden Kunden, die Selbstzeifel, der Partner, Eltern, Kinder, an Ursachen herrscht sicher kein Mangel oder?

Ich weiß, dass das Aussteigen leichter gesagt als getan ist, denn wir verlieren uns gern einmal auch in Selbstmitleid. Da braucht es nur einen gewissen Auslöser und schon schlittern wir runter wie auf einer Rutsche im Freizeitpark. Da schleudert es uns auch hin und her, wir holen uns noch ein paar (seelische) blaue Flecken und landen mit dem Gesicht im Wasser. Die Achterbahn endet hoffentlich irgendwann, nur macht es weniger Spaß.

Es ist ein Ding, mal im Frust und im Selbstmitleid zu versumpfen, aber wenn du darin stecken bleibst, Mahlzeit.

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, da rauszukommen und Verantwortung für dich zu übernehmen. Denn seien wir einmal ehrlich, nicht die anderen sind für unser Seelenheil verantwortlich, sondern wir selbst sind es.

Was kannst Du tun, um aus der Spirale auszusteigen?

Was kannst Du tun, um halbwegs aufgeräumt abends ins Bett zu gehen und morgens gut in einen erfolgreichen Tag zu starten?

Ich will Dir heute erzählen, was ich mache und vielleicht ist da auch was für Dich dabei:

1. Morgenseiten

Vielleicht kennst Du das Konzept der Morgenseiten von Julia Cameron (Werbung). Da schreibst Du am Morgen ein paar Seiten unzensiert und nur für Dich. Das hat den Effekt, dass Du unbelastet in den Tag startest. Am Morgen sind wir auch noch nicht vom Tag “verdorben” und daher auch kreativer. Du lässt alles los, was dir auf dem Herzen brennt schreibst dir den ganzen Müll von der Seele

Ich habe für mich persönlich die Morgenseiten abgewandelt und habe ein kleines Morgenritual daraus gemacht. Ich schreibe in mein Buch für was ich dankbar bin. Das sind immer mindestens 3 Punkte.

Dann schreibe ich meine Ziele, meine Vision auf. Das hilft mir, fokussiert und auf Spur zu bleiben. Alles schön handschriftlich mit einem edlen Füller, denn das bin ich mir wert.

Am Ende ziehe ich noch 2 Karten und schreibe meine Interpretation dazu.

Ich verwende auch noch immer ein passendes ätherisches Öl dazu.

Mit den Morgenseiten selbst konnte nicht wirklich etwas anfangen, aber so eingebettet in mein Morgenritual fehlt mir glatt etwas, wenn ich es nicht mache.

Solches Journaling machen übrigens auch sehr erfolgreiche Menschen wie Richard Branson. Es muss also etwas dran sein.

2. Meditieren

Mit Meditation bekommst Du Ruhe in Deine kreisenden Gedanken. Es muss ja nicht gerade das stundenlange Sitzen im Lotussitz sein, es reicht auch eine Atemmeditation.

Nur eines solltest Du hier beachten: Der positive Effekt braucht seine Zeit und Du musst ein wenig durchhalten. Gewöhne Dir hier eine gewisse Routine an und ich bin sicher, Du wirst davon profitieren.

Du musst auch nicht ewig meditieren, gerade wenn du in einer stressigen Phase bist, weil du gerade ein neues Produkt oder einen neuen Service entwickelst. Aber 5 Minuten sind sicher drin und schenken dir Kraft und neue Energie.

Um in einen entspannten Zustand zu kommen, kannst du auch ätherische Öle wie Lavendel oder Weihrauch benutzen.

3. Keine schlechten Nachrichten

Versuche es auch einmal mit “Nachrichten-Diät”. Ganz im Ernst, es gibt so viele negative Nachrichten im Fernsehen, im Radio oder in der Zeitung und was davon kannst Du wirklich beeinflussen? Die wirklich wichtigen Dingen bekommst Du ohnehin mit und mit den Dingen, auf die Du keinen Einfluss hast, brauchst Du Dich nicht belasten.

Ich schaue schon lange keine Nachrichten mehr und ganz ehrlich, ich vermisse es auch nicht.

4. Blick von außen

Du holst Dir einen Profi, der Dich unterstützt. Das kann ein Psychologe, ein Pfarrer, ein Coach oder ein psychologischer Berater sein.

Diese Menschen haben zwei Vorteile: Sie haben in der Regel eine Ausbildung in der Richtung (mach dich auf der Homepage schlau!), können gut zuhören und bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Zum anderen bezahlst Du sie dafür und riskierst gerade nicht, dass sie Dir die Freundschaft kündigen, wenn es ihnen zu viel wird. Schlimmstenfalls schicken sie Dich zu einem Kollegen.

Wenn du mit mir zusammenarbeiten willst, dann melde dich einfach bei mir.

Einen weiteren Blick von außen kannst du dir in einer Mastermind-Gruppe holen. Das ist eine  Gruppe von 3-5 Menschen, die ebenfalls als Solopreneure/Online-Unternehmer sich etwas aufbauen möchten.

Ich würde mich hier auch tatsächlich auf Online-Unternehmer beschränken, wenn du auch in diesem Bereich unterwegs bist, denn da gibt es noch einmal andere Herausforderungen wie bei einem Ladengeschäft. Ihr wisst, von was ihr sprecht, wenn es um Mailanbieter geht, Online-Sichtbarkeit etc. und müsst es nicht lange erklären. Ihr seid alle in der Hinsicht im gleichen Boot.

In so einer Mastermind-Runde bekommt jeder die gleiche Sprechzeit, erklärt kurz sein Problem und die anderen geben ihre Ideen dazu und tragen so dazu bei, dass jeder am Ende eine Lösung für sein Problem oder eben eine andere Sichtweise hat. Das ist unglaublich hilfreich und kann dich wirklich gut voranbringen.

Wenn du einige kennst, mit denen du dich gut verstehst, dann frage sie doch, ob sie nicht Lust hätten, mit dir eine Mastermind-Gruppe zu machen.

Trefft euch regelmäßig alle 2 oder 3 Wochen via Zoom und profitiert von einander.

5. Sport

Du machst Sport und powerst Dich so aus, dass Dein Ärger, Deine Wut, Dein Frust weg sind, wenn Du fertig bist. Dann hast Du Deine Energie sinnvoll genutzt, was für Deinen Körper getan und es gibt keinen Grund mehr, sich schlecht zu fühlen.

6. Gedankliches Stopp-Schild

Wenn du merkst, dass du dich in deinen negativen Gedanken verhedderst, dann stoppe sie. Denke etwas komplett anderes. Schau dir z.B. den Stuhl an, auf dem du gerade sitzt und betrachte ihn ohne Wertung.

Deine Gedanken könnten sein: Oh, dieser Stuhl hat eine rote Sitzfläche. Die Lehne endet unter meinem Kopf. Er ist auf Rollen etc. Ich denke, du weißt, was ich meine. Betrachte die Wand, das Bücherregal oder etwas anderes und beschreibe es. Das unterbricht das Gedankenkarrussel.

Dann nimm ein paar tiefe Atemzüge, erde dich oder stelle dir vor, wie du unter einem wunderschönen Wasserfall stehst, der alles wegspült.

 

Seelenhygiene ist wirklich wichtig. Du räumst ja auch regelmäßig Deine Wohnung auf, warum also nicht auch mal das aufräumen, was Dich im Inneren belastet, was an Müll in den Kammern Deiner Seele herumsteht? Raus damit, dann geht es Dir und deinem Business besser, glaub mir!

Hast Du noch ein paar Tipps? Dann rein in die Kommentare damit!

 

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Warum Grenzen setzen richtig und wichtig ist

Warum Grenzen setzen richtig und wichtig ist

Ich kann mich noch wirklich gut an die Zeiten des Eisernen Vorhangs erinnern. Ich brauchte ein Visum, um meine Großeltern in der (damals) Tschechoslowakei zu besuchen. Selbst als Kind war ich nicht vom Zwangsumtausch befreit. Das waren damals 30 DM pro Tag, eine ganze Menge Geld, gerade auch für einen Monat. Es gab einen Steifen Niemandsland, den ich mehr als ein Mal mit meiner Mutter abgelaufen bin, um auf die andere Seite der Grenze zu gelangen und meine Großeltern zu begrüßen.

Den Göttern sei Dank gehört das zumindest in Europa der Vergangenheit an, auch wenn diverse I*** am liebsten wieder Stacheldraht, Selbstschussanlagen und bewaffnete Wachtürme an den Grenzen wieder einführen würden.

Wenn du heute in Europa unterwegs bist, dann ist es unglaublich einfach zu reisen.

Du kannst einfach hin und her wechseln, brauchst nicht jedes Mal Deinen Pass zücken, günstiger einkaufen oder wenn Du im anderen Land arbeitest, vielleicht mehr verdienen und Steuern sparen. Du bist einfach frei und kannst gehen, wohin Du willst. Du kannst, wie in Konstanz zum Beispiel direkt mit einem Fuß in einem Land stehen und mit dem anderen in einem anderen Land. Noch dazu stehst du außerhalb der EU, denn die Schweiz gehört eben nicht dazu.

Doch eine durchlässige Grenze kann auch von Nachteil sein. Es kommen leichter illegale Waren von einem Land ins andere, die Kriminalität hat es einfacher, man kann leichter die Vorteile des anderen Staates missbrauchen und vielleicht hat der ein oder andere das Gefühl, überrannt zu werden von neuen Ideen und anderen Ansichten.

Warum erzähle ich das Ganze?

Nun, es gibt nicht nur zwischen Ländern Grenzen, sondern auch zwischen Menschen.

Und auch diese Grenzen sind auch mehr oder weniger durchlässig.

Bei fremden Menschen warst du erst einmal eine gewisse Distanz. Es ist dir unangenehm, wenn ein Fremder dir zu nahe auf die Pelle rückt oder dich gleich mit intimen Details aus seinem Leben überschüttet. Wenn so deine Grenze verletzt wird, reagierst du zu Recht mit Distanz und machst meist auch zu.mauer

 

Wenn du jemand gut kennst und magst, dann ist deine Grenzen offener, deine Mauern niedriger. Du lässt diesen Menschen näher an dich heran, sowohl körperlich als auch emotional.

Eine offene Grenze bedeutet nicht automatisch, keine Grenze zu haben, sie ist nur einfach durchlässiger und näher an uns selbst.

Das kann manche Menschen dazu verführen, sich zu viel herauszunehmen.

Wir kennen alle die Freundin, die dich meistens nur dann anruft, wenn sie Probleme hat und alles bei dir abladen will. Oder da gibt es die Kollegin, die es immer wieder schafft, dir auch noch ihre unangenehmen Jobs aufzudrücken. Und sicher kennst du auch noch einiges an Steigerungen von diesen recht harmlosen Varianten.

Manchmal endet es auch darin, dass du Entscheidungen für andere treffen sollst.

Manche Menschen wollen nicht die Verantwortung für ihr Handeln, für ihr Leben übernehmen und verstecken sich hinter anderen. Gibst Du so einem Menschen einen gut gemeinten Ratschlag und das Ganze geht in die Hose, dann kannst du fast sicher sein, dass du dafür verantwortlich gemacht wirst.

Ich möchte klar stellen, mir geht es nicht darum, dass du nicht da bist, wenn eine Freundin dir ihr Herz ausschüttet. Dafür sind Freunde da, denn man teilt miteinander die guten und die nicht so guten Zeiten. Ich spreche hier von Ausnutzen, von emotionalen Einbahnstraßen, von permanenten Grenzüberschreitungen und ich bin sicher, du kennst den Unterschied.

Je näher wir den Menschen stehen, desto schwieriger fällt es uns, unsere Grenze, die doch eigentlich offen ist, zu verteidigen. Ganz schwierig wird es, wenn Familie betroffen ist.

Menschen, die uns nahe stehen, können uns leichter manipulieren, denn die wissen genau, welche Knöpfe sie bei uns drücken müssen, damit die gewünschte Reaktion erfolgt.

Das muss noch nicht einmal aus bösem Willen oder mit Absicht geschehen. Oft laufen diese Mechanismen unbewusst und die Menschen selbst sind in ihren Mustern gefangen.

Gerade wenn wir Verständnis haben und den anderen nicht nur verstehen, sondern uns auch in diesen Menschen einfühlen können, geht es uns selbst ziemlich nahe.

Je näher uns dieser Mensch steht, desto mehr beschäftigen uns die Dinge, die ihn auch belasten. Wir wollen helfen und machen uns Gedanken, Sorgen, wie wir diesen Menschen unterstützen können.

Auf diese Weise werden fremde Probleme zu unseren.

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Ich denke, du kennst auch das Gefühl, als seelischer Mülleimer benutzt zu werden.

Wir schlafen schlecht, wälzen die Sorgen, die nicht unsere sind, uns aber beschäftigen. Wir sind nicht so gut drauf, unsere Laune geht in den Keller und fühlen uns beschwert.

Je enger und vertrauter die Beziehung ist, desto schwieriger fällt es uns, Grenzen zu ziehen.

Wir möchten den anderen Menschen nicht verletzen, ihm helfen und ihn nicht in einer für ihn schweren Phase allein lassen. Doch wenn wir uns zu sehr emotional verstricken lassen, dann hilft das keinem.

Wir laufen in Gefahr uns in Mitleid statt in Mitgefühl zu verheddern.

Wir haben keinen Blick mehr für mögliche Lösungen. Wir hängen selbst in einer Schleife und unsere Gedanken werden von Problemen, die nicht unsere sind, beherrscht.

Hier ist übrigens der Unterschied zu Mitgefühl. Da fühlst du mit, begibst dich aber nicht in das Drama des anderen. Du kannst noch eine gewisse emotionale Distanz wahren und lösungsorientiert handeln, gerade wenn der andere vielleicht in einer Extremsituation dazu nicht mehr in der Lage ist.

Und manchmal ist es noch so, dass wir uns mit fremden Problemen beschäftigen, die schon inzwischen gelöst wurden, aber kein Mensch hat es uns gesagt, denn wir wurden nur als Abladeplatz genutzt.

Ich denke, dir kommt bestimmt die ein oder andere Situation in den Kopf, wo dir genau das auch einmal passiert ist. Mir zumindest schon.

Vor allem wir Frauen sind immer hilfsbereit und dann tappen wir leicht in die Falle, in der wir Verantwortung für Dinge übernehmen, die nicht unsere sind.

Wie kommen wir nun aber aus dieser Falle heraus?

1. Bewusst machen

Der erste Schritt ist, auf dich selbst zu achten und zu spüren, wenn es wieder soweit ist. Wenn du darauf achtest, dann wirst du erkennen, wenn du wieder manipuliert werden sollst. Es sind auch immer die üblichen Verdächtigen, erinnere dich an die Kollegin vom Anfang.

Auch ich gerate immer noch manchmal in die Fallen, die ich gerade beschrieben habe, aber der erste Schritt ist, sich genau diese Fallen bewusst zu machen.

Damit ist das Ganze noch nicht aufgelöst, aber du erkennst vielleicht schon beim nächsten Mal, dass deine Grenze verletzt wird.

Vielleicht schaffst du es noch nicht, die Grenze zu ziehen, aber du bist nicht mehr passiv, du veränderst deinen Blick und du wirst sensibler für deine Bedürfnisse.

2. Grenzen ziehen

Gut, ich gebe zu, das ist der schwierige Teil, aber diesen Weg musst du gehen, um bei dir bleiben zu können.

Wenn dir ein “Nein” schwer fällt – und das tut es sicher, denn wir alle möchten keinen nahe stehenden Menschen verletzen oder verärgern, dann biete Lösungen oder Alternativen an.

Schlage einen anderen Zeitpunkt vor, ein anderes Umfeld oder ziehe dich mit einer Begründung zurück, die dein Gesicht und das des anderen wahrt.

Bei manchen Menschen hilft aber wirklich nur der Holzhammer. Ihnen musst du direkt sagen, dass du dich nicht in ihren Schlamassel reinziehen lassen willst und wirst, weil es dich selbst zu sehr belastet.

Du wirst sicher mindestens Irritation ernten und wahrscheinlich auch Vorwürfe hören, die mehr oder weniger subtil sind und dir das Gefühl geben, diesen Menschen im Stich zu lassen.

Sorry, aber da musst du durch, denn du musst auch nicht nur Grenzen ziehen, sondern sie auch verteidigen.

Das ist schwer, das tut weh und du fühlst Dich erst einmal schlecht. Aber bitte bleibe dir zuliebe standhaft, denn sonst wirst du der Abladeplatz bleiben, für andere weiter leiden und am Ende wird es dir wirklich mies gehen.

Nicht nur dass du dich mit fremden Problemen belastest, du ärgerst dich auch noch über dich selbst, weil du mal wieder zu weich warst.

Wenn Du aber deine Grenzen ziehst und bei dir bleibst, dann ist das auch ein Zeichen deiner eigenen Wertschätzung dir selbst gegenüber. Du nimmst dich und deine Bedürfnisse wichtig und stellst nicht andere in ihrer Wichtigkeit für dich. Grenzen ziehen ist ein Akt der Selbstliebe und des Selbstrespekts.selbstwert

Damit wirst du nicht zum egoistischen Monster, das nur sich selbst sieht, sondern du nimmst dich selbst ernst und sorgst für dich.

Du fängst an, dich dir gegenüber so zu verhalten, wie du dich schon lange anderen gegenüber verhältst.

Wenn du es nicht allein schaffst, Grenzen zu ziehen, dann wäre es einen Gedanken wert, ob du dir nicht Unterstützung holst. Ich helfe dir gern dabei, deine Grenzen zu erkenne, sie zu verteidigen und dich wertzuschätzen.

Und jetzt Du! Ich bin auf Deine Gedanken und Deine Strategien gespannt, wie Du Grenzen setzt. Schreibe sie mir in die Kommentare, damit auch andere davon profitieren.

 

 

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Vipassana – mein Erfahrungsbericht

Vipassana – mein Erfahrungsbericht

Vor mehreren Jahren habe ich über Vipassana gelesen und schon da hat mich der Gedanke gereizt, einmal ein 10-tägiges Meditationsseminar zu machen. Nur ich mit mir und sonst nichts. Das klang für mich wirklich verlockend. Also habe ich mich informiert und wollte mich anmelden. Das hat, als ich noch in Deutschland gewohnt habe, einfach nicht geklappt und es hat eben nicht sollen sein.

Als ich mit meinem Mann in die Schweiz gezogen bin, habe ich erfreut festgestellt, dass es auch hier ein Vipassana-Zentrum gibt, etwa 50 Kilometer von unserem Wohnort entfernt. Perfekt! Und siehe da, mit der Anmeldung hat es auch geklappt und so war ich endlich vom 23.05.2018-03.06.2018 am Mont Soleil auf einem Vipassana-Seminar.

Heute möchte ich dir ein wenig darüber erzählen. Zuerst kommen die “hard facts” und am Ende erzähle ich dir, wie es mir ergangen ist und was es mir gebracht hat.

Was ist eigentlich Vipassana?

Vipassana ist ein Weg der Selbsterfahrung und letztendlich führt er zur Erleuchtung.

Du arbeitest mit deinem Atem, indem du ihn beobachtest und mit deinem Körper. Hier beobachtest du die Empfindungen, wie sie kommen und vergehen. Auf diese Weise erlebst du, dass alles Veränderung ist. Daher macht es keinen Sinn, sein Herz an Dinge, Menschen, Ereignisse zu hängen, denn nichts ist von Bestand. Tust du es dennoch, verursacht es Leiden und wer leidet, verbreitet Leiden.

Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, solltest du Gleichmut entwickeln und das wiederum schaffst du, wenn dir nicht nur verstehst, sondern auch begreifst, dass alles endlich ist.

Das ist wirklich nur eine sehr sehr grobe Zusammenfassung. Während des Seminars hörst du jeden Abend einen Vortrag, der mehr als eine Stunde geht. Da erfährst du den ganzen Hintergrund und wie alles zusammenhängt.

Vipassana ist eine Meditationsthechnik, die von Buddha wiederentdeckt wurde und ihm dabei geholfen hat, zur Erleuchtung zu gelangen.
Es ist eine Technik, die dir dabei hilft, das Leiden von der Wurzel her aufzulösen, eine Ethik und eine Methode, den Wechselfällen des Lebens gelassen und voller Gleichmut entgegenzutreten.

Ausführlicher wird es auf der Homepage und in einem Vortrag von S.N.Goenka beschrieben, den er in Bern gehalten hat.

S.N.Goenka hat Vipassana aus Burma zurück nach Indien und dann in die Welt gebracht.

Vipassana-Zentren gibt es weltweit und du kannst dein Seminar nur online buchen. Sei aber superpünktlich bei der Anmeldung, denn gerade die Plätze für Frauen sind rasend schnell weg.

Für wen kann Vipassana das Richtige sein?

Vipassana ist für Menschen, die sich selbst erfahren möchten und die bereit sind, sich einer ziemliche Disziplin zu unterwerfen. Du machst nur Vipassana, keine andere Meditationsform, kein Yoga, nichts anderes. Egal, was du sonst an Ritualen und Praktiken ausführst, für diese 10 Tage ist alles außer Vipassana tabu.

Es ist für Menschen, die bereit sind, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.

Diese 10 Tage sind definitiv kein Urlaub und auch nicht Wellness. Du wirst mit dir selbst konfrontiert und das kann ganz schön an die Substanz gehen. Du schweigst absolut 9 Tage lang und bist mit dir allein.

Vipassana ist auch keine Therapie. Wenn du ernsthafte Probleme hast, können die an die Oberfläche gespült werden und das kann ernst werden. Die Lehrer sind nicht zwingend psychologisch ausgebildet und dann kann Vipassana wirklich einiges triggern, das dich in eine Krise stürzt. Du solltest also in jedem Fall psychisch stabil sein, wenn du dich auf die 10 Tage einlässt.

Wie sieht der Tagesablauf aus?

Du lebst im Grunde in den ersten neun Tagen wie eine buddhistische Nonne / ein buddhistischer Mönch und das betrifft auch den Tagesablauf:

4:00: Morgengong zum Aufwachen
4:30: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
6:30: Frühstück und Pause
8:00: Gruppenmeditation in der Halle
9:00: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
11:00: Mittagessen und Pause
12:00: Gelegenheit zum Interview mit dem Lehrer bzw. Pause
13:00: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
14:30: Gruppenmeditation in der Halle
15:30: Meditation, entweder in der Halle oder im Zimmer
17:00: Teepause
18:00: Gruppenmeditation in der Halle
19:00: Vortrag in der Halle
20:15: Gruppenmeditation in der Halle
21:00: Gelegenheit für Fragen
21:30: Licht aus, Nachtruhe

Während dieser Zeit unterwirfst du dich auch 5 Regeln:

  • Kein lebendiges Wesen zu töten (ja, auch keine Mücken!)
  • Nicht stehlen (sollte eigentlich auch außerhalb dieser Tage gelten)
  • Keine sexuelle Aktivität
  • Nicht lügen
  • Keine Rauschmittel

Wiederholer müssen noch weitere 3 Regeln befolgen

  • Keine feste Nahrung nach 12 Uhr
  • Verzicht auf sinnliche Vergnügungen und Körperschmuck
  • Keine übertrieben weichen Betten

Während der ersten 9 Tage gilt die erhabene Stille. Das bedeutet, dass du mit niemand sprechen darfst, auch kein Blickkontakt, gar nichts. Einzige Ausnahme sind die Fragerunden mit dem Lehrer.

Das macht auch Sinn, denn du sollst deine eigenen Erfahrungen machen und dich nicht mit anderen austauschen, denn dann würdest du anfangen, dich zu vergleichen.

Du sollst dich auch nicht ablenken und daher ist alles verboten, was deine Aufmerksamkeit fordern könnte. Du gibst daher am ersten Tag dein Handy ab. Die Fotos habe ich daher am ersten Tag und bei der Abreise gemacht. Du darfst auch keinen MP3-Player mitnehmen, nichts zu lesen, nichts zu schreiben. Du bist komplett mit dir allein.

Am zehnten Tag wurde die edle Stille aufgehoben und an diesem Tag wurde auch weniger meditiert. Da konnten wir endlich miteinander sprechen, aber das war schon erst ein wenig ungewohnt.

Wie sieht es mit Unterbringung, Essen etc. aus?

Das Zentrum Mont Soleil ist sehr schön im Schweizer Jura gelegen. Da es auf knapp 1300 Meter Höhe liegt, wird es im Winter schon kalt mit entsprechend Schnee. Das solltest du berücksichtigen, wenn du dort dein Vipassana planst.

Die Unterbringung ist je nach Haus unterschiedlich. In manchen Zentren gibt es Einzelzimmer mit eigenem Bad. Am Mont Soleil waren es Mehrbett-Zimmer, so dass zwischen 2 und 5 Frauen in einem Zimmer schliefen. Es gibt dort Gemeinschaftsduschen und Toiletten. Insofern hatte es etwas von Schullandheim oder Jugendherberge, aber das war ok.

Männer und Frauen sind während der Zeit streng getrennt und auch die Bereiche, in denen du spaziergengehen kannst, sind abgeteilt.
Man ist nur während der Meditation zusammen, sitzt da aber auch getrennt.

Das Essen ist vegetarisch/vegan, eben in Übereinstimmung mit der Regel, nicht zu töten. Wie es schmeckt, hängt von den Fähigkeiten der freiwilligen Helfer ab. Wir waren insgesamt ca. 65 Personen und für so eine Menge zu kochen ist eine echte Herausforderung.

Das Essen war für mich ok, hätte nur manchmal ein wenig mehr gewürzt sein können. Die Nachtische waren aber immer lecker.
In der Teepause, also zum Abendessen, gibt es nur Obst.

Was kostet ein Vipassana-Seminar?

Die Seminare wie die Häuser etc. werden durch Spenden finanziert. Eine Säule ist das Dana, die Gabe. Jeder, der von dem Kurs profitiert, soll nach seinen Möglichkeiten geben.

Eine andere Art des Dana ist das Helfen. Ältere Schüler, also Menschen, die mindestens einen Kurs gemacht haben, können bei der Organisation, beim Kochen und Putzen helfen und sich so einbringen.

Sinn ist, selbstlos und mit Liebe zu geben, ohne Erwartung einer Gegenleistung.

Würde man dafür zahlen, hätten die meisten wiederum Ansprüche an die Unterbringung, ans Essen etc. Das würde aber dem entgegenlaufen, dass man Gleichmut entwickeln soll und alles so akzeptieren, wie es ist.

Wie habe ich diese Zeit erlebt und was hat es mir gebracht?

Nachdem du nun weißt, was Vipassana ist, wie es abläuft und wie die Rahmenbedingungen sind, möchte ich dir nun von meinen eigenen Erfahrungen erzählen.

Was mir wirklich leicht gefallen ist, war das Schweigen für die 9 Tage.

Wenn ich allein unterwegs bin, habe ich oft Tage, an denen ich außer den notwendigen Dingen wie Ticket, Essen und Unterkunft organisieren nicht viel rede. Ich bin es also gewohnt, auch mal wirklich Tage fast komplett zu schweigen.

Und ich bin es durch das Alleinreisen gewohnt, mit mir allein zu sein. Das kannst du natürlich nicht wirklich mit den 10 Tagen vergleichen, denn um mich herum ist viel Ablenkung, wenn ich mir etwas anschaue oder unterwegs bin.

Aber dann am Abend kehrt einfach Stille ein und ich bin mit mir allein. Das war vor den Zeiten von Smartphones und überall verfügbarem Internet noch extremer, ist heute aber bis zu einem gewissen Grad immer noch so.

Was mir nicht so leicht fiel war, dass ich 10 Tage nicht wusste, was Zuhause passiert.

Selbst wenn ich reise, gibt es kaum einen Tag, an dem ich nicht mit meinem Mann skype und WhatsApp ging immer, wenn sonst gar nichts ging. Wir waren also so lange noch nie ohne regelmäßigen Kontakt.

Da ging dann teilweise mein Kopf und meine Phantasie mit mir durch, was alles schreckliches passiert sein könnte.

Doch da griff Vipassana langsam ein, denn da lernst du im Hier und Jetzt zu sein, dir nicht Gedanken über Vergangenheit und Zukunft zu machen, denn das Jetzt ist der Moment, der zählt. Und ändern hätte ich es eh nicht. Das war mir auch vorher bewusst und diesen gewissen Gleichmut (nicht Gleichgültigkeit!) lege ich durchaus auch schon recht oft an den Tag.

Trotzdem wurde mir in diesen Tagen bewusst, wie wichtig diese Eigenschaft des Gleichmutes ist und dass da auch bei mir noch Luft nach oben ist.

Ich habe von Menschen gehört, die durch Vipassana wirklich in ihren Grundfesten erschüttert wurden. Ich kann mir das gut vorstellen, aber mich hat es nicht so sehr gebeutelt. Das mag daran liegen, dass ich mich schon viele Jahre mit Persönlichkeitsentwicklung befasse, mich habe coachen lassen und viel an mir selbst gearbeitet habe.

Nichtsdestotrotz habe ich in diesen Tagen einiges über mich gelernt, bin weiter auf meinem Weg gekommen. Ich habe auch verstanden, dass einige Eigenschaften, unter denen ich “gelitten” habe und mir wegcoachen lassen wollte (hat eh nicht geklappt), wertvolle Eigenschaften sind.

Ich bin also ein gutes Stück weiter auf dem Weg der Selbstakzeptanz und Annahme meiner Selbst gekommen.

Für mich als Kopfmensch war es sehr heilsam, mich auf das Spüren der Körperempfindungen zu fokussieren und sie zu beobachten. Genauso war es eine kleine Herausforderung, sie nur zu beobachten und nichts herbeizuwünschen, herbeizuvisualisieren und es hinzunehmen, wenn eben auch mal nichts da war. Das hat mir wirklich gut getan und war einer meiner größten Gewinne.

Natürlich habe ich auch Gedanken rund um meine Selbstständigkeit gewälzt. Und auch hier ist mir so einiges klar geworden, wie ich weitergehen möchte. Es wird sich nichts radikal ändern, aber ich werde andere Akzente setzen.

Ich habe zudem ein neues Verhältnis zu meinem Business bekommen und die Einsichten, die ich hier bekommen habe, waren sehr wertvoll für mich. Es war am Ende eine Bekräftigung meines Weges.

Die Meditationspraxis werde ich weitermachen. Das Minimum sind eine Stunde am Morgen und eine am Abend. Ich gebe zu, das halte ich nicht ganz durch und merke, dass es mir etwas schwerer fällt, wieder in diesen Zustand zu kommen. Aber ich bleibe dran und bleibe geduldig, gleichmütig.

Würde ich es empfehlen?

Ein definitives Ja, wenn du bereit bist, dich dir selbst zu stellen, dich den Regeln und der Disziplin zu unterwerfen und psychisch stabil bist.

Und jetzt du: Spricht dich Vipassana an? Hast du vielleicht selbst schon einmal Vipassana gemacht? Wenn ja, wie waren deine Erfahrungen? Ich bin neugierig auf deine Meinung.

 

 

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Kurzentspannung – Meine fünf Lieblingsmethoden

Kurzentspannung – Meine fünf Lieblingsmethoden

Dein Tag war hektisch, ist es immer noch, alles läuft kreuz und quer, ist nur noch Chaos und Du willst nur noch eines, weg? Dann kommen Dir meine Lieblingsmethoden zur Kurzenspannung ganz recht! Sie kosten kaum Zeit und bringen doch viel, probiere es einfach mal aus!

Nr. 1: Tief einatmen

Das kannst Du wirklich überall machen! Nicht umsonst sagt man, dass man erst einmal tief einatmen oder durchatmen soll, wenn es einem zu viel wird. Diesen Rat solltest Du beherzigen.

Atme ganz tief in Deinen Bauch ein, halte kurz die Luft an und atme dann langsam aus. Das Ausatmen sollte länger als das Einatmen sein.

Konzentriere Dich auf Deinen Atem. Wenn es geht, dann schließe dabei auch die Augen.

Wiederhole das mindestens drei Mal und Du wirst sehen, wie es Dir besser geht, Dein Atem auch wieder langsamer wird und Du neue Kraft geschöpft hast.

Nr. 2 Ätherische Öle tief einatmen

Ätherische Öle wirken direkt auf die Gefühle, denn sie gelangen direkt über unsere Nase in das limbische System. Das ist der älteste Teil unseres Gehirns und für unsere Emotionen zuständig.

Da schaltet sich auch nicht unser Großhirn dazwischen, das uns gern einmal reinquatscht, sondern wir können direkt unsere Gefühle beeinflussen.

Die unterschiedlichen Inhaltsstoffe haben auch eine ganz unterschiedliche Wirkung auf Geist und Seele. So wirkt Lavendel beruhigend, Zitrone anregend, Pfefferminze erfrischt und Patchouli erdet.

Ein Tropfen von 100% reinem ätherischen Öl in der Hand verrieben und eingeatmet ist wie ein kleiner Urlaub. Träume dich mit Lavendel in die Provence, mit Rosmarin in die Toskana oder mit Zitrone an den Gardasee nach Limone.

Das funktioniert deshalb auch so gut, weil wir häufig mit Gerüchen Erinnerungen verbinden. So kannst du dir übrigens auch neue Erinnerungen schaffen und diese dann mit dem passenden Duft auslösen.

Verwende immer dasselbe ätherische Öl bei einer bestimmten angenehmen Tätigkeit oder in einer Situation, in der du besonders entspannt bist. Nach einer Weile wird sich dieser Gefühlszustand ganz automatisch einstellen, wenn du das Öl riechst oder sogar nur daran denkst.

Nr. 3: Die berühmte Tasse Tee

Du kennst den Spruch “Abwarten und Tee trinken”? Genau…

Auch wenn Du lieber Kaffee magst, in Stress-Situationen würde ich Dir zu Tee raten. Warum? Ganz einfach: Wenn Du Tee etwas länger ziehen lässt, dann hat er eine beruhigende Wirkung, Kaffee pusht dagegen.

Einfach mal vom Schreibtisch aufstehen bzw. aus der Situation herausgehen, das ist schon gut, bringt Distanz zur unmittelbaren Belastung.

Dann braucht es Zeit, das Wasser heiß zu machen, den Tee aufzubrühen, ihn ziehen zu lassen. Das geht nicht so schnell wie bei Instant-Kaffee oder den Kaffee-Automaten, die in den Firmen stehen.

Nicht von ungefähr gibt es auch z.B. in Japan ausgefeilte Tee-Zeremonien, die richtig lange dauern. Es gibt feste Rituale, die eingehalten werden, einen bestimmten Rahmen, es ist eine kleine Auszeit.

Auch wenn es bei Dir nicht eine fernöstliche Tee-Zeremonie sein muss, probiere einfach mal, Deinen Tee zu zelebrieren: Kaufe Dir eine besonders schöne Tasse, suche Dir im Fachgeschäft eine schöne Sorte aus, ganz nach Deinem Geschmack.

Ich persönlich mag z.B. Darjeeling recht gern, Assam ist mir zu heftig.

Wenn Du es süß magst, dann nimm Kandis, der knackt schön beim Übergießen mit heißem Wasser und braucht auch Zeit zum Auflösen. Und nimm Dir Zeit zum Genießen!

Nr. 4: Mach einen kleinen Spaziergang

Wenn es möglich ist, gehe nach dem Mittagessen oder irgendwann am Tag eine Runde spazieren.

Das lüftet Dich und Deinen Kopf aus.

Auch hier kommt die räumliche Entfernung dazu.  Das hilft Dir auch, den Blickwinkel zu verändern und Du kommst leichter zu Lösungen, auf die Du vielleicht nicht kommst, wenn Du pausenlos in den Monitor starrst.

Das lässt sich auch auf Stress Zuhause übertragen. Einfach mal ein paar Schritte gehen, das hat auch nichts mit Davonlaufen zu tun.

Am besten, Du kombinierst das auch mit dem tiefen Atmen, wenn Du die Möglichkeit hast, in die Natur zu gehen. Direkt an einer viel befahrenen Straße ist es sicher nicht so gesund. Aber da kannst Du Dich auf Deine Schritte konzentrieren und bewusst gehen. Einfach den Kopf mit etwas anderem beschäftigen, das hilft wirklich oft! Probiere es mal!

Nr. 5 Geführte Meditationen

Ich bin ja ein großer Fan von geführten Meditationen und die kannst du auch wie einen kleinen Urlaub nutzen.

Geführte Meditationen haben den großen Vorteil, dass du nichts machen musst. Du brauchst dir nicht zu überlegen, wie die Geschichte ablaufen soll oder wie du am besten in die Meditation hineinfindest.

Es gibt so viele schöne Meditationen, die dich in eine wundervolle Landschaft entführen, dich entspannen und durchatmen lassen. Hier reichen schon einige Minuten. Dann bist du bist erfrischt und gut gelaunt.

Weil ich sie so mag und von der Wirkung begeistert bin, biete sie auch selbst an.

Was sind Deine Kurzentspannungs-Tipps? Teile sie mit uns und schreib sie in den Kommentar!

 

 

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Wie viel Zeit schenkst du dir?

Wie viel Zeit schenkst du dir?

Immer wieder höre ich, wie sehr viele Menschen unter Stress sind und keine Zeit haben, noch nicht einmal und gerade für sich.

Selbst in meiner Montags-Meditationsgruppe lese ich das und das macht mich einerseits traurig und auf der anderen Seite auch ein wenig, ja, was eigentlich… Wütend? Sauer? Ja, schon irgendwie, aber nicht auf meine Teilnehmer als Menschen, sondern dass sie sich vernachlässigen. Dabei geht es mir nicht darum, dass sie nicht meine Meditation hören, sondern dass sie sich selbst nicht wichtig genug nehmen, um sich 15 Minuten für sich selbst zu gönnen. Länger dauern meine Audios selten.

Ganz ehrlich, wenn du es nicht schaffst, dir am Tag wenigstens 5, 10, 15 Minuten für dich selbst Zeit zu nehmen, dann solltest du dir wirklich Gedanken darüber machen, wie es um deinen Selbstwert, deine Selbstliebe, deine Selbstachtung und Selbstwertschätzung bestellt ist und warum alles andere so viel wichtiger ist als du selbst.

Das hat wirklich nichts mit Zeitmangel zu tun, sondern mit deiner Einstellung zu dir selbst.

Ich finde es einfach schade, dass viele Menschen häufig andere Dinge wichtiger nehmen als sich selbst, als ihr Wohlbefinden, ihre Ausgeglichenheit und ihr seelisches Gleichgewicht. Ich hoffe nur und wünsche mir, dass sie sich ihre Auszeit dann auf eine andere Weise holen. Wenn das der Fall ist, super, dann bin ich auch happy.

Wenn du dir regelmäßig kleine Auszeiten gönnst, dann hast du auch bessere Laune, fühlst dich ganz aufgeräumt und wohl, denn du hast dir etwas Gutes getan. Jetzt bist du auch bereit, anderen etwas Gutes zu tun.

Viele stehen ständig unter Strom und machen sich selbst auch noch in ihrer Freizeit zusätzlich Stress statt einfach mal durchzuatmen, sich eine Pause zu gönnen.

Ja, die heutige Zeit ist hektisch und stressig und umso wichtiger ist es, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und durchzuatmen. Und jeder hat diese paar Minuten, wirklich jeder. Selbst eine frischgebackene Mama kann sich ein paar Minuten Auszeit nehmen, wenn der Zwerg schläft.

Überlege einmal selbst: Wenn du gut gelaunt bist, dich selbst wohl fühlst, dann geht dir alles leichter von der Hand, du strahlst positive Energie aus und das reißt die Menschen mit.

Wenn du mies drauf bist, dann hast du das Gefühl, dass alles schief geht, dass sich das Universum gegen dich verschworen hat und jeder dir an den Karren fahren will.

Was meinst du, welche Einstellung wahrscheinlicher ist, wenn du dir selbst täglich ein wenig Zeit für dich selbst nimmst, egal auf welche Weise?

Ich möchte dir heute ein paar kleinere und mittlere Auszeit-Oasen vorstellen, die du wirklich in deinen Alltag einbauen kannst. Ich bin sicher, da ist auch etwas für dich dabei.

Kleine Oasen (1-20 Minuten)

1. Atmen

Das berühmte tiefe Durchatmen ist ein echter Entspannungs-Quickie.

Atme einige Male ganz tief durch die Nase ein, bis in den Bauch, halte die Luft kurz an und dann atme lange durch den Mund wieder aus, am besten länger als du eingeatmet hast. Konzentriere dich auf den Atem, beobachte, wie er in deinen Körper strömt und wieder aus ihm herausfließt. Nimm bewusst wahr, wie sich dein Brustkorb und dein Bauch ausdehnen und was sonst noch so alles im Körper passiert. Lege am besten eine Hand auf dein Herz und eine auf deinen Bauch.

Am besten atmest du an der frischen Luft tief durch, aber nur, wenn es nicht allzu viele Abgase gibt.

Du kannst den entspannenden Effekt auch mit ätherischen Ölen verstärken.

Pfefferminz macht frisch im Kopf, Zitrusdüfte wirken anregend und machen munter, Lavendel entspannt.

Träufel einfach 2, 3 Tropfen in die Handflächen und atme dann tief ein. Das geht auch im Büro oder wo du sonst gerade bist.

Dazu brauchst du auch keine Aromalampe oder einen Diffusor, nur ein wirklich gutes naturreines Öl.

Achte da wirklich auf die Qualität, denn die naturidentischen oder mit anderen Ölen vermischten können Kopfschmerzen verursachen oder sogar Schadstoffen enthalten. Du kannst es auch auf ein Tempo träufeln, wenn du empfindliche Haut hast.

2. Meditation

Du brauchst dich nicht stundenlang im Lotussitz zu verrenken, um “richtig” zu meditieren. Setze dich einfach bequem hin, atme tief und konzentriere dich auf deinen Atem. Das ist die einfachste Form der Meditation. Wenn Gedanken kommen, dann lasse sie einfach weiterziehen.

Auch für geführte Meditationen brauchst du nicht viel Zeit.

Meine Göttinnen-Meditationen, die immer eine Göttin und ein Thema haben, sind auch zwischen 15 und 20 Minuten lang. Du kannst dich dabei hinsetzen oder hinlegen, dich entspannen und in eine fremde Welt entführen lassen. Das wirkt wie ein kleiner Urlaub, denn dein Gehirn kann nicht so wirklich zwischen dem entscheiden, was du denkst und was du tatsächlich erlebst.

Wenn du während der Meditation immer dieselbe Handhaltung hast, dasselbe riechst, denselben Gegenstand in der Hand hältst, dann verbindet dein Gehirn dies mit der Entspannung.

Bei den Düften ist Weihrauch der Klassiker, aber es kann eigentlich jeder Duft sein, den du liebst und bei dem du dich gut entspannen kannst.

Das Faszinierende daran ist, dass du dann schon automatisch entspannst, wenn du nur den Gegenstand ohne Meditation in die Hand nimmst, den besonderen Duft riechst oder die Hand in einer bestimmten Weise hältst. Das funktioniert tatsächlich, aber es muss sich erst im Gehirn richtig verankern. Du musst es also wiederholen, bis es ganz automatisch geht.

Das ist prima für Zwischendurch, aber es sollte das regelmäßige Meditieren nicht ersetzen.

Beim Meditieren gilt übrigens der Satz durchaus, dass viel auch viel hilft. Aber lass dich davon nicht abschrecken. Es können auch nur wenige Minuten sein, am besten, 2, 3 x täglich.

3. Aurareinigung/Auramassaage

Statt es dir hier zu erklären, habe ich dazu ein kleines Video gemacht:

Mit dem Klick auf das Video verbindest du dich mit YouTube

 

Ich nehme für meine Aurareinigung die Öle von Young Living.

Mittlere Oasen (15 – 90 Minuten)

1. Spazierengehen

Spazierengehen ist einer meiner Favoriten. Lass bitte das Handy Zuhause, auch den iPod oder was dich sonst irgendwie ablenken könnte.

Nimm deine Umgebung mit allen Sinnen wahr. Halte kurz an und schaue dich bewusst um. Was siehst du. Schau ganz genau hin und nimm auch kleine Details wahr. Atme tief ein. Was riechst du? Kannst du die Gerüche unterscheiden? Was hörst du? Vielleicht Vögel? Kannst du den Gesang einer Art zuordnen? Was fühlst du? In dir selbst aber auch z.B. eine Baumrinde.

Gehe einige Schritte weiter und dann wiederhole diese Übung. Sie bringt dich ins Hier und Jetzt. Wenn du dich auf die unterschiedlichen Dinge fokussierst, dann hört auch dein Gedankenkarussell auf und du bist völlig bei dir und bei deinen Wahrnehmungen.

2. Baden

Ein langes Bad ist zumindest für mich eine absolute Entspannungs- und Auszeitoase.

Ich nehme mir wirklich viel Zeit, eine Stunde, manchmal länger, zünde mir Kerzen an und lasse meinen Gedanken freien Lauf. In dieser entspannen Atmosphäre komme ich zur Ruhe und habe da auch meine besten Gedanken. Daher liegt inzwischen ein Stift und ein kleiner Block neben der Wanne, damit ich meine Ideen nicht vergesse und mich nicht stresse, weil ich mir unbedingt alles merken will.

Die Wanne ist mein echter Think Tank, aber auch wenn du eigentlich lieber duschst als badest, solltest du es einmal ausprobieren und dir viel Zeit nehmen.

Nach dem Bad mach ein kleines Ritual daraus und verwende deine Lieblings-Bodylotion, um dich ganz bewusst einzucremen. Nimm den Duft bewusst wahr und sei ganz bei dir und dem jeweiligen Körperteil, das du gerade eincremst. Wenn du Lust hast, dann bedanke dich auch zum Beispiel bei deinen Füssen, dass sie dich überall hin tragen.

3. Lesen

Ein gemütlicher Sessel, eine Kerze, ein schönes Buch, das ist auch wunderbar zum Entspannen. Und es müssen auch nicht immer Fachbücher sein und auch nicht immer etwas für deine Weiterbildung. Wenn du mal in schöne Phantasiewelten eintauchen willst, dann mach es. Es gibt so tolle Bücher, die dich in ferne Länder oder Phantasiewelten entführen, dich zum Träumen anregen und dir eine Auszeit verschaffen.

Viele nehmen sich einfach nicht die Zeit und konsumieren schnell einen Film. Aber da bleibt leider die Phantasie auf der Strecke, denn wir nehmen nur das auf, was sich jemand anderes ausgedacht hat. Wie viel schöner und kreativer ist es, sich selbst eine Welt zu erschaffen und in sie einzutauchen.

Toll sind auch Hörbücher, wobei ich zugeben muss, dass ich dabei gern eher einschlafe. Aber wenn ich mich dabei in den Sessel kuschel und z.B. eine Socke stricke, dann ist es perfekt.

4. Räuchern

Wenn du räucherst, dann solltest du dir schon ein wenig Zeit nehmen. Vielleicht magst du dir speziell eine Mischung zusammenstellen, je nachdem, wie du dich gerade fühlst. Es braucht einfach ein paar Minuten, bis die Kohle durchglüht.

Bei Kohle solltest du Harze oder Mischungen mit Harzen verwenden, denn reine Kräuter und Blüten verbrennen zu schnell.

Dann beobachte, wie der Rauch tanzt, nimm den Duft der Harze und Kräuter wahr, schließe die Augen und tauche in deine innere Welt ein.

Räuchern kannst du auch wunderbar mit einer Meditation verbinden oder mit Karten legen. Wenn du eine Karte ziehst, dann lass die Bücher erst einmal beiseite und schau dir an, was die Karte DIR sagt. Welche Symbole sprechen dich an, welche Farben, welcher Satz, welche Aussage kommt dir als erstes in den Sinn?

5. Yoga

Gut, bei Yoga muss ich mich selbst an der Nase packen, das mache ich definitiv zu selten. Aber Memo an mich – Matte ins Büro, dann mache ich – hoffentlich – wieder ein paar Asanas zwischendurch.

Doch auch hier gilt: du musst nicht unbedingt eine Stunde Yoga machen, ein paar Asanas zwischendurch oder 2, 3 Sonnengrüße morgens achtsam ausgeführt ist schon deutlich mehr als nichts.

Suche dir einige Asanas aus, die du gut zwischendurch machen kannst und wie wäre es denn, mal am Morgen und am Nachmittag zwischendrin 10 Minuten? Das können ja auch stehende sein oder der Wechselatem, da gibt es sicher genug Möglichkeiten, für die du dich nicht noch extra umziehen musst.

6. Rituale & Routinen

Rituale und Routinen bringen Struktur in den Alltag und können ein wunderbarer Anker sein.

Das beginnt schon mit den ersten Handgriffen, wenn du immer denselben Ablauf hast. Machst du es immer auf ein und dieselbe Weise, dann weiß dein Unterbewusstsein nach einer Weile schon sehr schnell, was kommt und wie ein Reflex stellt sich die Entspannung oder die entsprechende Stimmung ein.

Am besten machst du auch deine kleinen Rituale auch immer zur selben Uhrzeit oder zu einem bestimmten Anlass.

Aus der Aurareinigung kannst du auch ein kleines Ritual machen. Du zündest eine Kerze an, machst die Reinigung am Morgen oder am Abend. Dann machst du im Anschluss noch eine kleine Atemmeditation und überlegst dir eine Intention, quasi ein Motto. Das kann z.B. sein: “Ich arbeite fokussiert” oder “Ich bin stets gelassen” oder “Ich bleibe in meiner Mitte, egal, was passiert.”. Schon hast du ein kleines Ritual, das dir einen schönen Start in den Tag schenkt.
Rituale und Routinen helfen dir, dich zu zentrieren, dich zu fokussieren und dich in der Gegenwart zu verankern.

Letzendlich ist es entscheidend, DASS du etwas machst, dass du es achtsam machst und voll und ganz bei der Sache bist. Das ist dann immer eine Auszeit für den Kopf. Die Gedankenroutinen werden unterbrochen, du bekommst neue Ideen und eine neue Perspektive auf die Dinge, die dich bewegen. Wenn du immer nur am Rennen und Machen bist, wann sollen sich denn deine Akkus aufladen? Wann sollst du zur Ruhe kommen und dir Gedanken machen, was wirklich wichtig ist?

Und jetzt du: Schenkst du dir Zeit für dich? Was ist deine Lieblings-Auszeitoase?

 

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