Wer willst du eigentlich sein?

Wer willst du eigentlich sein?

Heute möchte ich gemeinsam mit dir einen Blick in die Kristallkugel werfen und dich dazu anregen darüber nachzudenken, wer du in Zukunft sein möchtest und wie dein künftiges Ich aussehen soll. Häufig ist es ja so, dass wir zwar Ziele haben, weil man das halt auch so macht, aber die Frage ist letztendlich, was haben diese Ziele tatsächlich mit dir selbst zu tun.

Hier kommt das zukünftige Ich ins Spiel. Dein zukünftiges Ich bist du, so wie du gerne in 5 oder 10 Jahren wärst. Wenn du dieses Ich kennst, dann kannst du auch besser deine Ziele, dein Handeln, dein Denken und dein Fühlen darauf hin ausrichten. Dann macht die Zielplanung wieder auf einmal Sinn, denn du hast eine konkrete Vorstellung, was du erreichen möchtest.

Warum solltest du überhaupt dich mit dem zukünftigen Ich beschäftigen?

Wenn du diesen Artikel und meinen Blog liest, dann gehe ich einfach einmal davon aus, dass du dich weiterentwickeln möchtest, dass du ein Mensch bist, der nicht nur Träume hat, sondern sie auch leben will, dass du Veränderungen aktiv angehen möchtest, statt dich verändern zu lassen, kurz, dass du deine innere Stärke entdecken und leben willst.

Dein künftiges Ich wird dein Wegweiser, dein Leuchtturm sein, an dem du dich ausrichten kannst, wenn du vor einer Entscheidung stehst. Du kannst dich mit ihm verbinden und es fragen, was es getan hat, um dorthin zu kommen, wo es gerade ist. Es kann zu deinem besten Ratgeber werden, wenn du an deinem Weg zweifelst. Es kann dich in deinem Vorgehen bestärken und du richtest deine kurz- und mittelfristigen Ziele an einer größeren Vision aus.

Für manche Menschen reicht es, wenn sie ein Leben nach den Werten des (gesellschaftlichen oder familiären) Systems leben, das ist völlig in Ordnung.
Wenn du aber mehr willst, wenn du deine Träume nicht nur träumen, sondern auch leben willst, wenn du dich neu ausrichten willst, wenn du aus deinen Werten und aus echter Selbstliebe handeln willst, dann solltest du dein künftiges Ich kennenlernen.

Warum dieser lange Zeitraum?

Wenn du das nächste Jahr oder die nächsten beiden Jahre planst, dann ist diese Zeit recht gut überschaubar und meist auch gut planbar. Natürlich funken auch immer wieder so unvorhergesehene Ereignisse wie ein Umzug, eine neue Stelle oder familiäre Veränderungen in die Planung, aber im Großen und Ganzen ist es überschaubar und du kannst deine Ziele einigermaßen realistisch ausrichten.

Wenn dein künftiges Ich aber ein Seminarzentrum oder eine Weltreise oder eine erfolgreiche Selbstständigkeit möchte, wird es, je nachdem wie klar dir heute diese Vision schon ist, ziemlich knackig. Auf diese Weise baust du dir wunderbar ordentlich Druck auf und in vielen Fällen erschlägt dich die Wucht und du kommst nicht wirklich ins Handeln.

Bei einem Zeitraum von 5 oder 10 Jahren, was kann da nicht alles passieren?! Erinnere dich, wo du vor 10 Jahren gestanden bist und was sich in der Zwischenzeit alles getan hat. Ich wette eine ganze Menge. Wenn ich bei mir zurückschaue, da waren viele Jahre im Konzern, der Start in meine Selbstständigkeit, ganz viele Weiterbildungen, viele Reisen, ein Umzug und jetzt steht wieder einer an, dieses Mal sogar ins Ausland. Die meisten Dinge hätte ich so nie glaubt, dass sie passieren würden.

Hätte ich damals schon dieses Modell mit dem künftigen Ich gekannt, wer weiß was da noch alles möglich gewesen wäre.

Was ich sagen will ist, dass dieser Zeitraum so groß ist, dass du wirklich deiner Phantasie und deinen Träumen freien Lauf lassen kannst. Der innere Kritiker wird da nicht ganz so laut meckern, denn dieser Zeitraum ist auch für ihn schwer fassbar und das umso mehr, wenn du ihm klar machst, was alles in den vergangenen 5 oder 10 Jahren passiert ist.

Wie kannst du dein künftiges Ich entdecken?

Um mit deinem künftigen Ich Kontakt aufzunehmen, gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, aber eine „Vorarbeit“ solltest du in jeden Fall machen: Dich mit deinen Werten auseinandersetzen und deine 3-5 wichtigsten Werte sollte dein künftiges Ich verkörpern.

1. Vision Board

Ein Vision Board  ist eine Tafel, auf die du Bilder und Symbole klebst oder hängst, die dir wichtig sind.

Das kann ein Traumhaus sein, eine Reise, ein Auto, eine Handlung. Auch bei diesem Zeitraum, halte es einigermaßen realistisch, auch wenn die Devise ruhig lauten kann „Dream big“.

Dein Unterbewusstsein arbeitet mit Bildern, also mache es ihm leicht und zeige ihm, was du gern in 10 Jahren hättest.

Wo möchtest du gern leben, wohin reisen, was möchtest du tun? Schnapp dir Zeitungen und Magazine oder stöbere in Pinterest. Schneide die Bilder aus, die dich gefühlsmäßig ansprechen und auch deinen Werten entsprechen. Hänge dein Vision Board gut sichtbar auf, damit du es jeden Tag sehen und dich selbst darauf programmieren kannst.

Frage dein künftiges Ich, was du machen kannst, um das alles Realität werden zu lassen, denn ohne Handlung wird keine Vision wahr.
Ich habe übrigens schon mein zweites und das hängt bei mir im Büro über dem Schreibtisch.

2. Idealer Tag in 10 Jahren

Nimm dir einen schönen Stift und ausreichend Papier und leg los. Beschreibe, wie dein Leben in 10 Jahren aussehen soll. Für das Vision Board hast du ja schon Bilder gesammelt und das ist bestimmt eine bunte Collage geworden, aber es wird wahrscheinlich nicht alles an einem Tag passieren.

Daher beschreibe einen perfekten Traumtag vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Wo bist du? Was isst du? Was machst du? Mit wem? Sei so detailliert wie möglich.

Und schreibe es tatsächlich mit der Hand, nicht am Computer, denn wenn du etwas mit der Hand schreibst, hat es gleich eine ganz andere Energie und die Verbindung zum Unterbewusstsein ist auch eine ganz andere, intensivere.

Nimm dir ausreichend Zeit, denn damit legst du einen wichtigen Grundstein für dein künftiges Ich.

3. Meditation

Nimm dir ein wenig Zeit, am besten täglich, um dich mit deinem künftigen Ich zu unterhalten. Komme zur Ruhe, verbinde dich mit deinem Atem und entspanne dich.
Stelle dir vor, wer du in 10 Jahren bist, was du machst, wo du wohnst, mit wem du dich umgibst. Sehe, rieche, fühle und höre alles, was es da zu sehen, zu riechen, zu fühlen und zu hören gibt.

Mit dem Vision Board und deinem idealen Tag hast du schon tolle Vorarbeit geleistet, um dich in diese Situation zu begeben.
Verbinde dich mit allen Sinnen mit deinem künftigen Ich. Je öfter du das machst, desto schneller wirst du in diese Szene schlüpfen können und dein künftiges Ich wird dich da auch schon erwarten.
Sprich mit ihr, lasse dich von ihr beraten. Spüre wirklich in das Leben hinein, ob es für dich stimmig ist. Wenn nicht, dann ändere es so lange, bis es für dich passt. Es ist dein Leben, das du gestaltest und arbeite dann mit diesem Bild weiter.

4. Bleib in Kontakt

Wenn du am zweifeln bist, wenn du eine Entscheidung fällen sollst, dann frage dich: Was würde mein künftiges Ich in dieser Situation machen? Und dann handele entsprechend. Du wirst sehen, dass du so besser und schneller Entscheidungen treffen wirst, denn du weißt, wohin du möchtest.

Und jetzt du: Arbeitest du schon mit deinem künftigen Ich? Welche Erfahrungen hast du bereits gemacht? Wenn diese Methode noch neu für dich ist – was denkst du darüber? Schreib es in die Kommentare, ich freue mich darauf!

 

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Ivana

Als ganz besondere Reisebegleiterin verbinde ich Naturspiritualität mit persönlicher Entwicklung. Ich begleite in meinen Coachings Frauen dabei, in ihren Mut, ihre Selbstliebe und ihr Vertrauen zu kommen, um ein Leben nach ihren Vorstellungen und Werten zu leben.

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